die Diktatorin, die schon mal eine Wahl wiederholen ließ:
Der Schock über die Schreckensnachricht aus Thüringen währte im Berliner Konrad-Adenauer-Haus, dem Hauptquartier der CDU, nur kurz. Vier Kreisverbände der Union in Süd-Thüringen hatten sich erdreistet, den sich im einstweiligen Ruhestand befindlichen Ex-Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans Georg Maaßen, aufzufordern, ihr Kandidat für die Bundestagswahlen im September diesen Jahres zu werden.
Aus Sicht der Kanzlerin konnte dies nur als Majestätsbeleidigung aufgefasst werden. Hatte sie doch den Rausschmiss Maaßens selbst herbeigeführt. Zur Erinnerung: Das Kanzleramt hatte von ?Hetzjagden auf Menschen mit Migrationshintergrund? in Chemnitz gesprochen. Maaßen hatte dies als unwahr zurückgewiesen. Das führte zum sofortigen Karriere-Aus. Wer nun aber meinte, der geschlagene Mann würde sich aufs Altenteil zurückziehen, irrte sich.
Maaßen trat regelmäßig auf Veranstaltungen der von der CDU-Spitze nicht anerkannten Werteunion auf und kritisierte weiterhin die Migrationspolitik der Kanzlerin. Schmähungen und Diffamierungen des als hochgebildet und integer geschätzten Volljuristen brachen los. Und jetzt das. Es ist die CDU-Basis, die da plötzlich nach Maaßen ruft.
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