Ein Erfolg des Impfgipfels – Ein Meilenstein der Volksgesundheit. Unter Leitung der Staatsratsvorsitzenden tagte vor ein paar Tagen das Zentralkomitee der Bezirkspräsidenten. Nach eingehender Beratung fasste das Komitee folgende Beschlüsse: – die Bekämpfung des Virus ist eine kollektive Aufgabe – der Impfkalender wird erfolgreich entzerrt; es gibt keine Impfstoffknappheit, lediglich temporäre Versorgungsengpässe – zum 50. Jahrestag des Beitritts Westdeutschlands ist jeder geimpft; leichte Verzögerungen seitens der "Gemeinsamen Beschaffungsstelle" des RGW mit Sitz in Brüslau werden aufgeholt. Zur Klärung dieses Sachverhaltes versicherte die ehemalige Ministerin der Volksarmee und jetzige Leiterin, die Übersetzung des Etiketts in sämtliche Amtssprachen sei nunmehr erfolgreich abgeschlossen , die Impfstofffläschchen entsprechend verlängert und damit dem größeren Etikett angepasst; die Vorsitzende wird mit der RGW-weiten Versorgung mit Toilettenpapier unter der Initiative «NALB – (No ass left behind) beauftragt. Die ETA (European Toiletpaper Agency) wird eingerichtet. Auf Wunsch der spanischen Genossen wird der Name in ETPA umbenannt. Der Präsident des Bezirks «Eisner», Genosse Söder, wird mit dem Aufbau der Impfwartstruktur und der VoGesuPo (Volksgesundheitspolizei) beauftragt, die die Einhaltung der Maßnahmen überwacht und für Disziplinierungsmaßnahmen zuständig ist; die Jugendorganisation „Impfpimpf“ wird geschaffen; Genosse Söder äußert sich besorgt über die Lage in Böhmen und Mähren, stellt die Braukessel von Weihenstephan und Paulaner zur Impfstoffproduktion zur Verfügung . Impftermine können direkt beim lokalen Impfwart beantragt werden . Genosse Lauterbach aus dem Bezirk «Engels» übernimmt Agitatin und Propaganda; der Film «Merkel – die Rettung» wird in Analogie des Films «Kolberg» erstellt. Genossin Schwesig führt den Bau der Nordstream-Friedenspipeline weiter, durch die bald weiterer Impfstoff aus der glorreichen Sowjetunion fließen wird. Eine nationale Impfstoffproduktion wird in Bitterfeld aufgenommen; die Plaste- und Elasteproduktion wird temporär zurückgefahren. Verantwortlich ist Genosse Altmaier aus dem Bezirk «Erich Honecker» , der Lockdown wird verlängert: HO-Geschäfte und Volksapotheken bleiben selbstverständlich geöffnet , der Bedarf an Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln ist gesichert; Bezugsscheine werden durch die Bundesdruckerei erstellt. Auf Grund permanenter Wühlarbeit und Kontakten mit dem nicht-sozialistischen Ausland wird die einzige Oppositionspartei unter Beobachtung gestellt. Anschließend stellte sich die Staatsratsvorsitzende den kritischen Fragen der Presseorgane "Neues Frankfurt", "Neue Welt", "Der Alpensozialist" und "Der Siedler" , dem Zentralorgan arabischer und afrikanischer Migranten sowie den Massenmedien Rundfunk und Fernsehen. Aufs Herzlichste wurden die Maßnahmen begrüßt. Delegierte der durch die angeordneten Maßnahmen freigestellten Mitarbeiter der Haarschneidekollektive, der Textilversorgung und der HO-Gaststätten wiederholten ihre Selbstverpflichtung, über eine fortwährende Verbesserung des Warenangebots im Sinne der Parteitagsbeschlüsse zu reflektieren. Die Staatsratsvorsitzende nahm die Gelegenheit wahr, sich zu den imperialistischen Hetzkampagnen der letzten Zeit zu äußern: die Versorgung mit Kartoffeln sowie Couscous und Hirse für unsere neuen Bürger ist gesichert. Falsch ist, dass Genosse Spahn eine Millionen-Villa besäße. Genosse Spahn bewohnt mit einem weiteren Genossen eine Zweizimmerwohnung in Marzahn, die er nur selten aufsucht, da er Tag und Nacht im Kampf um die Volksgesundheit im Ministerium tätig ist. Bei dem Objekt «Finkenstraße» handelt es sich um eine baufällige Datsche in den westlichen Vororten der Hauptstadt, die er mit einem Genossen mit einem Kredit der Arzneimittelkombinate der Republik liebevoll renoviert.