denn aus ?
Natürlich können Zeitungen, Nachrichten immer nur 1 Teil zu einer umfassenden Meinung sein. Mehr sollen Sie gar nicht sein und erheben darauf gar keinen Anspruch. Sie sind Informationen die man selbstverständlich auch vor dem eigenen Erfahrungshintergrund aufnimmt, sie können ergänzen, nicht ersetzen.
Im besten Fall zeigen Sie erweiterte Perspektive auf durch andere Menschen, durch Fachwissen, durch Erfahrungen.
Mich regt etwas anderes auf. In der Süddeutschen oder FAZ, ich weiß es nicht mehr so genau, stand ein Artikel, eine Haltung, ergänzt durch irgendwelche wissenschaftlichen Untersuchungen an Reaktionen von Kindern, in dem es um den neuesten Trend, dem Verzicht, ging.
Dieser wäre, über Corona hinaus, ja jetzt In und wie sich dieser erlernen ließe. Sei es Verzicht aufs Fliegen, irgendetwas konsumieren etc.
Dies als ausschließlich erstrebenswert und als Gewinn darzustellen und mit Versuchen an Kindern zu unterlegen welche, wenn sie einen Schokoriegel nicht sofort verzehrten später dann deren zwei bekommen sollten ist schon eine Beleidigung eines jeden Verstand.
Dieser Artikel, welcher nicht direkt erklärte worin denn der dann so tolle Gewinn bestehen sollte der durch den momentanen Verzicht dann zu erwarten wäre blendete noch ganz etwas anderes bewusst aus.
Er blendete aus das dieser Verzicht natürlich direkte Konsequenzen hätte für Arbeitsplätze, Unternehmen und - die Fähigkeit schon eingegange Verpflichtungen überhaupt noch erwirtschaften zu können.
Er blendete aus das dieses Verhalten im Zweifel Unternehmen ruiniert und auch Orientierungsprobleme ganz allgemeiner Art bedeuten kann.
Wohlgemerkt, es war nicht die Rede davon die Prozesse der Produkte, deren Wirkung etc. die ja durchaus auch problematisch sind, diese Prozesse zu verändern um eben dann nicht eben wohl zwangsläufig darauf verzichten zu müssen mit eben all seinen Folgen darüber hinaus.
Hier also ausschließlich von Gewinn zu sprechen ist schlicht falsch und desorientierend.
Wer so unvollständig ein sehr wohl noch sehr viel wichtiger werdendes Thema bearbeitet braucht sich nicht wundern wenn zweifelnde Menschen Beiträge wie diese ignorieren und vielleicht auch daraus ein gewisses Mißtrauen gegenüber Medien entwickeln.
Es ist der feige Versuch einer tatsächlich notwendigen umfassenden Betrachtung eines Themas aus dem Weg zu gehen und trotzdem Richtung zu beanspruchen zu welchem eine solch beschnitte Ansicht nicht taugt.
Auch Zeitungen müssen sich mutig Herausforderungen stellen die dann auch die Fragen an Politik, Wissenschaft und Forschung stellt und für Menschen lebbare Antworten einfordert.
Können diese diese Antworten nicht geben dann müssen Zeitungen auch dies in Beiträgen vermitteln könnenund auch wollen.
Nur so können Sie Glaubwürdigkeit bewahren.