Im Interview mit der britischen Wirtschaftszeitung „Financial Times“ erklärt Russlands Präsident Wladimir Putin, wozu Russland Gold und Fremdwährungen ankauft.
„In unseren Gold- und Devisenreserven haben wir mehr als 500 Milliarden (im Dollarwert, Anm. d. Red.). Wir gehen aber davon aus, dass wir einen bestimmten Puffer schaffen sollten, der es uns ermöglichen könnte, die Prozente von unseren Ressourcen zu nutzen“, teilte Putin mit.
Dabei fügte er hinzu, dass die Reserven nicht still liegen würden. Ganz im Gegenteil: sie sollen bestimmte Garantien für die Stabilität der Wirtschaft Russlands in der mittelfristigen Perspektive schaffen.
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Russland häuft beharrlich Gold an und stößt den US-Dollar aus den Reserven ab.
Diese Strategie wurde zunächst als zweifelhaft bezeichnet. Jetzt, da der Goldpreis auf den höchsten Wert seit sechs Jahren geklettert ist, ist klar, dass Moskau alles richtiggemacht hat, schreibt Bloomberg.
Auch andere Zentralbanken gehen so vor. Der Status des US-Dollars als zuverlässige Aktiva ist ins Wanken geraten.
Nach der Einführung der Sanktionen änderte Russland die Struktur seiner internationalen Reserven. Jetzt verfügt die Zentralbank über 2190 Tonnen Gold – im Wert von rund 90 Milliarden Dollar.
Das ist eine Rekordmenge in der gesamten postsowjetischen Geschichte.
In den vergangenen zehn Jahren ist der Goldanteil an den Währungsreserven von 3,5 auf 18,6 Prozent gestiegen, während der Anteil des Dollars fast um ein Drittel zurückging – auf 21,9 Prozent.
Dem russischen Beispiel folgen die Zentralbanken anderer Länder und kaufen aktiver Gold.
Nach Angaben des World Gold Council ist der Anteil von Gold bei den Zentralbanken im vergangenen Jahr um 651 Tonnen gestiegen – das ist der höchste Wert seit 1971, als die USA auf den Goldstandard verzichteten.
Der Grund des hohen Interesses am Gold ist das Streben, die Reserven zu diversifizieren und vom US-Dollar weniger abhängig werden, so Analysten. Gold wird immer wichtiger als Absicherung gegen die Zahlungsunfähigkeit der USA. China und Russland verstehen sehr gut, dass es den USA sehr schwer fallen wird, ihre Schuldverpflichtungen zu tilgen, und der Kauf von US-Staatsanleihen keinen Sinn hat.
„Russland und andere Zentralbanken wissen genau, dass sie ihre Gold- und Währungsreserven wegen der kommenden Dollarkrise erhöhen müssen“, meint Peter Schiff, Chef von Euro Pacific Capital.
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