BERLIN (dpa-AFX) - Der Unions-Außenpolitiker Armin Laschet kritisiert die Weigerung israelischer Behörden, dem höchsten Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land den Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem zu gewähren, als inakzeptabel. "Dem Vertreter des Papstes zu untersagen, in der Karwoche die heiligste Stätte der Christenheit zu besuchen, bricht mit einer jahrhundertealten Tradition des freien Zugangs zur Grabeskirche", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Kardinal Pierbattista Pizzaballa war von der israelischen Polizei unter Berufung auf Sicherheitsbedenken am Zugang zur Grabeskirche gehindert worden. Pizzaballa habe in der Kirche die traditionelle Messe zum Palmsonntag feiern wollen, sei aber von israelischen Polizisten angehalten und zur Umkehr aufgefordert worden, teilte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem mit.
"Die israelische Regierung muss diese ohne jedes Gespür und ohne jeden Verstand verfügte Maßnahme unverzüglich korrigieren und für die bevorstehenden Ostertage freien Zugang ermöglichen", forderte Laschet. Es sei gut, dass Israels Staatspräsident Izchak Herzog mit Kardinal Pizzaballa gesprochen habe. Dem müssten jetzt Taten folgen. "Für alle, die Israel in seiner Existenzbedrohung engagiert zur Seite stehen, ist die Attacke auf das Christentum ein Schlag ins Gesicht", kritisierte Laschet./bk/DP/he
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