Aktuell muss man all den negativen Meinungen in der Öffentlichkeit (sogar von Großaktionären wie DWS, Regulierungsbehörde Bafin und Anlegerschützern) auch mal etwas entgegen setzen. Aktuell hat man ja eher das Gefühl, auch die Aktionäre und deren Vertreter wären mehrheitlich kritisch zum Vorstand eingestellt.
Daher wäre eine Gruppe von Aktionären, die mal gegenteilig positives sagen, eher eine Überraschung für Beobachter der HV. Das würde nicht als lächerlicher Versuch von Kleinanlegern wahrgenommen.
Allerdings geb ich dir recht, dass man natürlich überlegen muss, wen man dort angreift. Es darf nicht in einer pauschalen Medienschelte ausarten. Man muss Fehler aller Seiten ansprechen, auch die des Vorstands, aber das dann in den großen Zusammenhang stellen, also die Vorwürfe mal in die richtige Dimension rücken, gerade auch im Vergleich zur Unternehmensbewertung. Die verbliebenen Vorwürfe, die durchaus noch diskutabel sind, stehen halt im keinem sinnvollen Verhältnis mehr zur übertrieben negativen Berichterstattung und dadurch ebenso übertriebenem Kursverfall. Und dann wird man auch einzelne Journalisten (wohlgemerkt EINZELNE) kritisieren können und natürlich auch die Interessen der Shorties ansprechen müssen, und fragen, wieso sich deutsche Anleger und in gewisser Weise auch deren Vertreter immer so duckmäuserisch und wenig einig verhalten. In den USA wäre den Shorties schon eingeheizt worden. Ich bin eigentlich keiner dieser Dauerkritiker von Shorties. Das Thema wird gerade in Foren von den Bullen total überbewertet, wenn man sich selbst Kursverluste und Fehler nicht eingestehen will. Aber im Fall von Wirecard muss man sich schon fragen, wieso man sich selbst ins eigene Fleisch schneidet. Da muss jetzt Gegenposition bezogen und Einigkeit gezeigt werden.
the harder we fight the higher the wall