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Was sollen Greenspans Rezessions-Kommentare?


Beiträge: 21
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Anti Lemming:

Greenspan-Kommentare belasten

 
16.03.07 12:36
16.03.2007 - 10:39 Uhr
Greenspan-Kommentare belasten

Der US-Dollar hat nach neuen Kommentaren des ehemaligen US-Notenbankchefs Alan Greenspan auf breiter Basis nachgegeben. Greenspan hatte gesagt, dass die Probleme im Segment der „subprime mortgages“ und sinkende Immobilienpreise negative Auswirkungen auf andere Bereiche der US-Wirtschaft haben könnten, was erneut Besorgnis bezüglich der Verfassung der US-Konjunktur ausgelöst hatte. USD/JPY fiel vom am Donnerstag erreichten Hoch bei 117,79 bis 116,57 im Tief.

Der Ausblick sei negativ, sagte ein Analyst, der als nächste Ziele 116,50 und 116,25 nannte. Der nächste Widerstand findet sich bei 117,20. Favorisiert werden dürften Verkäufe bei einer Erholung, hieß es. Gegen 10:40 Uhr CET steht USD/JPY bei 116,65. (th/FXdirekt)



Mein Kommentar:

Greenspan forciert mit seinen Rezessionsbemerkungen (die die Risiko-Aversion erhöhen) die Rückabwicklung der Yen-Carrytrades. Dies ist für die USA gefährlich, weil es dem Land dringend benötigte Liquidität zur Finanzierung der Schuldenwirtschaft entzieht. Bezeichnenderweise fuhr US-Finanzminister Paulson vor dem letzten G7-Treffen in Essen genau die umgekehrte Strategie: Er verwahrte sich dagegen, dass im Abschluss-Statement erwähnt wird, Japan solle seine Zinsen auf ein marktgerechtes Niveau heben - eben WEIL dies zu einer verstärkten Yen-Carrytrade-Rückabwicklung führen könnte. Diese kam dann Anfang März trotzdem - wegen der Greenspan-Kommentare (Chart unten, roter Kasten links). Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Altmeister dass jetzt einfach "blind" vor sich herstottert. Er war zeitlebens ein sibyllinischer Wort-Stratege. Man muss wohl annehmen, dass die Wirkungen kalkuliert und gewollt sind.
(Verkleinert auf 71%) vergrößern
Was sollen Greenspans Rezessions-Kommentare? 87836
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permanent:

Für mich ganz klar Antwort 3

 
16.03.07 12:41
Endlich frei sprechen und sich nicht hinter Verklausulierungen verstecken zu müssen die den Verstand vieler Zuhörer überfordern.

Gruß

Permanent
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Blume1:

Um ein "Spannungsfeld" zu schaffen, braucht man

 
16.03.07 12:42
immer zwei Kontrahenten - und je nachdem, kann man dann einen Joker ziehen. So kann kann man die Märkte in die eine oder andere Richtung lenken (Auslöser/Begründungen suchen).
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Blume1:

Ach ja, stimmen tut wahrscheinlich weder das Eine

 
16.03.07 12:43
noch das Andere ;-)
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joejoe:

...ganz klar, er hat sich mit Puts eingedeckt

 
16.03.07 12:50
und hat die Gunst der Stunde genutzt, um seine mickrige Rente aufzubessern. ;)

joejoe
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nordex:

@ Anti Lemming

 
16.03.07 12:53
Was würdest Du jetzt mit Euro/Doller tun?
Doller Kaufen oder verkaufen
Antworten
nordex:

@ Anti Lemming

 
16.03.07 12:53
Was würdest Du jetzt mit Euro/Doller tun?
Doller Kaufen oder verkaufen
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xpfuture:

Eine Antwortmöglichkeit fehlt

 
16.03.07 12:53
Er ist massiv short und will so die Kurse beeinflussen.

Nein im Ernst ganz klar Antwort 3. Wer sich mit der Vergangenheit von Greenspan schon mal beschäftigt hat, weis das der vor seinem Antritt zum Notenbankchef eine völlig andere Meinung zun den Märkten bzw. zur Ökonomie vertreten hat, als das was er dann tatsächlich aus den Märkten machte.

Jetzt wo er sagen wir mal wieder "Redefreiheit" hat, kommt schön lagsam wieder sein 2-tes ich zum Vorschein.

xpfuture
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derpott:

er macht sich

 
16.03.07 12:57
wichtig und das ist der beste zeitpunkt
weil er nicht viel falsch machen kann
es geht hoch und auch runter  
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Anti Lemming:

Vielleicht will Greenspan den Überschwang dämpfen

2
16.03.07 12:59
indem er (mit Bernanke abgesprochen) verbal als Warner aus dem Hintergrund agiert.

Die Risiko-Aversion war vor drei Wochen noch nahe Null. Die US-Börsen standen auf Höchstständen; die Spreads zwischen Staatsanleihen und Junk-Bonds sanken auf Rekord-Tiefs (d. h. die hohen Risiken der Junk-Bonds wurden von Rendite-geilen Anlegern nicht genügend eingepreist); und die Volatilität bei US-Aktien fiel auf VIX-Werte von unter 10. All dies sind Signale "übertriebener Sorglosigkeit".

Gegen solche Blasenbildungen helfen am besten Zinserhöhungen, die sich auch wegen der zu hohen US-Inflation anbieten. Bernanke sind jedoch angesichts des kollabierenden Sub-Prime Housing-Marktes die Hände gebunden. Womöglich sprachen sich Bernanke und Greenspan deshalb insgeheim ab, dass Greenspan nun aus der zweite Reihe die verbalen Warnungen von sich gibt. Sie würde die Blasen auch ohne Zinserhöhungen "eindampfen". Wie gut das klappt, zeigte der Kurssturz in China und USA vom 27. Februar. Er kam am selben Tag, als Greenspan erstmals öffentlich warnte. Dabei wich auch aus anderen Assetblasen die Luft - z. B. fiel Gold deutlich.
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moebius:

Gegensätzlichkeiten, Verwirrungen, Unsicherheiten

 
16.03.07 13:00
Irrationalität, Spaltung, Desorganisation und Hegelei stiften.
Ein hoher Logenbruder bleibt sein ganzes Leben lang ein Logenbruder.  
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J.B.:

Nichts von alledem

 
16.03.07 13:14
Einmal Fed, immer Fed.....

Wer ist denn die Fed?? Ist sie staatlich oder doch privat, womit verdient sie ihr Geld, wieviel Vermögen hat sie......

Man muss verstehen wer oder was die Fed ist, um vielleicht hinter dieses vermeintliche Spielchen Grünspan vs HelikopterBen zu kommen.......

Eins verrat ich Euch, hier fällt kein Wort zufällig.....





Servus, J.B.
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"If any man seeks for greatness, let him forget greatness and ask for truth, and he will find both." (Horace Mann)


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Anti Lemming:

Die große Frage bleibt: Zufall oder Kalkül?

 
16.03.07 13:19
Zufall wäre es, wenn Greenspan nun persönliche Freiräume nutzt und/oder Eitelkeiten pflegt (halte ich für unwahrscheinlich).

Kalkül wäre es, wenn Greenspan in Absprache mit Bernanke Luft aus den Märkten lässt. Der verbale Blasen-Abbau wirkt des-inflationär, ohne dass Bernanke die Zinsen erhöhen muss, wodurch der Housing-Markt geschont bleibt (wahrscheinlicher IMHO).
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Anti Lemming:

J.B.

 
16.03.07 13:21
Ich las Dein Posting erst nachdem ich meins geschrieben hatte.

Dann sind wir ja der gleichen Meinung, dass es sich um Kalkül handelt - Du schreibst: "Eins verrat ich Euch, hier fällt kein Wort zufällig...."
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Anti Lemming:

Oder: Es ist ein Theaterstück

 
16.03.07 13:24
Bernanke ist der Kasper und Grünspan ist das Krokodil!
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Anti Lemming:

ab! o. T.

 
16.03.07 14:50
Antworten
Malko07:

Ich hab auch den Verdacht, dass

4
16.03.07 15:28
koordinierte Aktionen laufen um den Yen Carry Trade langsam aber sicher aufzulösen. Dabei müssen viele koordiniert spielen, damit es nicht zu einer panikartigen Auflösung kommt. Schein bis jetzt zu gelingen. Dabei wird nicht nur in den USA gespielt. Auch die Notenbanken der anderen großen Industriestaaten sind involviert. Ausschließen möchte ich nicht, dass man Greenspan mit ins Boot genommen hat. Er hat irrationellerweise immer noch eine große Fangemeinde die leicht manipulierbar ist. Da reichen wenige Worte.  
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Katjuscha:

Wollte grad genau das Gleiche schreiben wie in #11

 
16.03.07 15:54
Jetzt kann ichs mir ja sparen. Danke AL!
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Dozoern:

100 % richtig Antilemming!

 
16.03.07 16:07
Hab den ganzen tag schon an dem Thema geknabbert! Angeregt durch die schöne grafik DAX / Leitzins USA. Du hast es auf den punkt gebracht. Hier läuft ein abgesprochenes Theaterstück: Bernanke kann im moment die zinsen wegen widerstreitender ziele weder erhöhen noch senken. Deshalb haben sie den alten Grünspecht eingespannt, um VORSICHTIG etwas luft aus der blase zu lassen. GENIAL!  
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Anti Lemming:

Freut mich Dozoern

 
16.03.07 16:30
dass wir da einer Meinung sind.
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