erstens, wenn es zu keiner besitzänderung kommt (da gibst diese 51% grenze) gibt es auch keine beschränkung der verwertbarkeit der steuervorträge, der nols.
nur wenn es zu einer besitzänderung kommt, also wenn z.b. die firma kapital braucht, und deswegen neue aktein ausgibt, oder wenn die anleihengläubiger ihre bonds in neue aktien umwandeln, dann gibt es beschränkungen bei der verwertung der nols.
da wird nun der wert der neuen firma eingesetzt, und mit einem kleinen abschlag auf die 20 jahre aufgeteilt, die man die nols vortragen darf.
als beispiel, die neue firma hat 20 mrd an nols, aber die neue firma ist nur 100 mio wert, dann darf nur der wert der 100 mio durch 20 dividiert an nols eingesetzt werden, das entspricht etwa 5 mio pro jahr.
deswegen war auch der wert der wmineu im por so niedrig, und deswegen waren die nols so niedrig, die man hätte verwerten können. vor allem auch, weil die wmineu nach rosen ja nur die versicherungsgesellschaft liquidiert hätte, und das auf sieben jahre.
wenn nun die wmineu durch einen etwaigen verzicht der bösen hedgefunds einen wert von 2 mrd hätte, würde der wert der nols, die man verwerten könnte, entsprechend steigen.
aber, bei all den beispielen war immer vorasusetzung, dass die wmineu neue aktionäre hat, also einen besitzwechsel durchmacht.
es gibt nun zwei varianten, wo das nicht der fall ist. erstens wenn die alten aktionäre, also wir, mehr als 51% der wmineu bekommen, zweitens gibt es im konkursrecht ein paar ausnahmen.
wenn nun also die wmineu keinen besitzwechsel durchgemacht hat, dann kann sie die nols in voller höhe verwerten (wir reden da über 17 - 34 mrd dollar, bei einem steuersatz von 35% ist das etwa 6 - 12 mrd cash), vorausgesetzt sie hält sich an die gesetze, grins.
also keine käufe von sportartikelherstellern (obwohl, das hat doch schon funktioniert, grummel) und keinen kauf von exxon (oder doch, grins).
aber auch bei einem start der wmineu mit 51% der altaktionäre würde bei einer kapitalaufnahme wieder diese beschränkung gelten, sprich, man dürfte kapital nur als kredite, oder mit reinen vorzugsakten aufnehmen, nicht mit der ausgabe von neuen stammaktien über die 50% grenze hinaus.
und, die neue firma verliert die nols, wenn sie nicht über eine zweijahresperiode die geschäftstätigkeit fortführt und dazu einen signifikanten betrag ihrer guthaben einsetzt.
kurz zusammengefasst, es gibt eine menge möglichkeiten für die verwertung der nols, aber die einfachste wäre, wenn die jetzigen commons mindestens die hälfte der wmi neu bekommen (natürlich mit einer entsprechenden kapitalausstattung von onkel jamie, grins). und dann noch die unsecurde creditors (wahuq, dimeq) und die vorzüge "überredet" ihr kapital in der firma zu lassen. eventuell sogar noch ein paar bondholder, den ehrlichen darunter könnte man ja anbieten, ihre bonds gegen vorzugsaktien der neuen wmi einzutauschen.
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