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Odin
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Nachzulesen auf der Seite "Der Aktionär"
Exit vom Schuldenmachen Staatschulden sind fast überall nicht mehr die Lösung, sondern das Problem - konjunkturelle Schwächephasen sind die unvermeidliche Folge. Die Herabstufung der Supermacht USA von der wichtigsten Ratingagentur der Welt, Standard & Poor's, war das endgültige Urteil über die Anwendbarkeit eines wirtschaftspolitischen Instruments, nämlich des Instruments einer exzessiven Geldausweitung und einer staatlichen Verschuldung. Wer überschuldet ist, verliert seine Alternativen. Der Weg nach vorn aus der Sackgasse führt rückwärts! Die Aufpasser auf den Kapitalmärkten haben dieses den Ländern mit exzessiver privater und staatlicher Verschuldung kundgetan. Die Risikoprämien für solche Länder sind brutal gestiegen. Obwohl ja diese Reue gezeigt und den Rückweg eingeschlagen hatten - von Irland über Griechenland, Portugal, Spanien bis Italien. Da ist es sachgerecht, an anderer Stelle nicht mit anderen Ellen zu messen. Staatsschulden, private Schulden und laufende Staatsdefizite sind in den USA und Japan nicht weniger groß als an Europas Peripherie. Die Risikoprämien signalisieren hier jedoch noch nicht Alarm. Weshalb? Eigentlich doch wohl nur, weil die Zentralbanken dieser Länder in riesigem Umfang Staatstitel des eigenen Landes erwerben und/oder ihre halbstaatlichen Banken dazu veranlassen, in großem Umfang eigene Staatspapiere zu kaufen. Aber auch das ist bei offenen, internationalen Märkten nur schwer zu verstehen. Die Marktakteure, die wissen, dass die Japaner und Amerikaner über ihre Verhältnisse leben, könnten sich durch Leerverkäufe in eine gute Position bringen. Aber offenkundig geschieht dies (noch) nicht. Was aber, wenn der neue japanische Präsident die indirekten Steuern zur Defizitverminderung heraufsetzt und der amerikanische Kongress die Staatsausgaben senkt und Steuervorteile für Reiche kassiert, oder gar - was nicht wahrscheinlich ist (jedenfalls nicht vor der US-Präsidentschaftswahl) - die Benzinsteuer kräftig erhöht? Und wenn dann die Marktakteure plötzlich auch gegen Japan und die USA spekulieren und die Risikoprämien auch dort drastisch ansteigen? Dann ist in Japan, dann ist in den USA der Exit vom Schuldenmachen effektiv eingeleitet, aber auch der Weg in eine Rezession bereitet. Mein Urteil ist: Wir haben die konjunkturelle Schwäche in den umdenkenden Schuldenländern und das Überschwappen dieser Effekte über den Export auf die gesünderen Länder (wie Deutschland) als nicht vermeidbaren Kollateralschaden für diesen überfälligen Exit zu ertragen. Unverdrossene Keynesianer aus den USA wie Joseph Stiglitz werden insbesondere die Deutschen auffordern, weiter Schuldenpolitik zu betreiben. Wir sollten unsere Ohren auf Durchzug stellen. 2012 und 2013 sind die Schmerzensjahre als Konsequenz der Drogenverabreichung über viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, und deren Aufstockung im Gefolge der Lehman-Krise. Der Spaß-Teil wirtschaftspolitischer Entscheidungen ist vorüber. Die schmerzhaften Jahre liegen vor uns.
Prof. Norbert Walter - ab Ende 2009 ehemaliger Chefökonom der Deutschen Bank - gründet Anfang 2010 sein eigenes Unternehmen: Die Walter & Töchter Consult. Auf diesem Weg wird Prof. Walter weiterhin seine Sicht der Weltwirtschaft und seine Meinung zu ethischen Fragen kundtun.
Man braucht nicht immer gleich im Ausland zu suchen, wenn man sehen will,
wie man wo beschissen wird.
Ein schönes Beispiel hierfür aus Deutschland ist die Riester-Rente.
OT-Warnung:
Hat nix mit Wamu zu tun. Aber nachdem ja eh grad nix los ist..
Blaue-Pille-Warnung:
Wer im Besitz einer Riesterrente ist, damit glücklich ist und sich
nicht aufregen will, bitte unbedingt das Lesen hier einstellen.
An die anderen: hinsetzen, anschnallen, Beruhigungstropfen bereitstellen.
Los gehts:
Wer kennt sie nicht, die Riester-Rente, benannt nach dem ehem. Bundesminister
für Arbeit und Sozialordnung, der dieses "geniale Finanzinstrument" quasi ins Leben
gerufen hat.
Da die Rentenversicherung in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichen wird.
(Die würde noch 1000 Jahre ausreichen, wenn das eingezahlte Geld nicht
zweckentfremdet würde, aber das ist eine andere Geschichte).
Nun, ich schätze mal, ungefähr die Hälfte hier wird "riestern".
Ich war auch dabei.
Ist ja auch eine feine Sache, staatliche Förderung, zusätzliches Geld im Rentenalter,
satte Gewinne durch Anlage der eingezahlten Beträge, ....
ODER?
So, wie eben genannt, wurde mir die Riesterrente von einem sog. Vermögensberater
damals angepriesen. Auf die Frage, was er denn dran verdient, kam übrigens die Antwort:
"nur ein paar Euro..."
Irgendwie stutzig wurde ich, als die RR (ich mag das Wort nicht mehr schreiben)
das erste mal NACH DREI JAHREN einen (minimalen) Rückkaufswert aufwies.
Dann begann ich, nachzuforschen.
Und je mehr ich nachforschte, desto mehr ärgerte ich mich. Und forschte weiter.
Nachfolgend eine Zusammenfassung meiner Erkenntnisse:
- Die ersten zwei bis drei Jahre werden die eingezahlten Beiträge KOMPLETT
für die Provision von Versicherung/Vermittler verwendet!
- Die "staatlichen Förderungen" sind in Wahrheit gar keine Zuschüsse.
Die Leistungen in Auszahlungsphase sind voll einkommensteuerpflichtig.
Die sog. Zuschüsse gleichen also bestenfalls diese doppelte Besteuerung aus!
- Geringverdiener sind gleich doppelt besch..., da alle Einkünfte aus der Riester-Rente nach der
derzeitigen Rechtslage mit der Grundsicherung im Alter verrechnet werden!
- Und das beste zum Schluß:
Nach Ablauf der Einzahlphase beginnt die sog. Auszahl- bzw. Verrentungsphase.
Sprich: von dem eingezahlten Kapital wird eine monatliche Rente ausgezahlt.
Für die Ermittlung der monatlichen Zahlung wird eine gewisse Lebenserwartung
angenommen. Laut statistischem Bundesamt liegt diese derzeit bei 78 Jahren.
Die Versicherungen gehen jedoch im Durchschnitt von 92, einige sogar von 99 Jahren aus!
Der Auszahlbetrag wird dementsprechend geringer, so daß dieser locker von den
Zinsen für das eingezahlte Kapital gezahlt werden kann.
Und was passiert mit dem Kapital nach dem Ableben des Einzahlers?
Richtig geraten: das verbleibt beim Versicherungsunternehmen.
Also, ein geniales Finanzinstrument.
Allerdings nicht für den Einzahler, sondern für die Versicherungsunternehmen.
Und ich rede hier nicht von Milliönchen, sondern von zig Milliarden.
Herr Riester, Träger des Verdienstkreuzes erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland,
hat 2009 nicht mehr für den Bundestag kandidiert.
Er tritt jetzt als Referent bei Finanzdienstleistungsunternehmen auf.
Und seit 1.10.2009 sitzt er als Aufsichtsrat bei der Union Asset Management Holding.
Ob da irgendein Zusammenhang besteht?
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Sorry für soviel OT, aber das musste ich mal loswerden.
Vielleicht findet es ja der eine oder andere interessiant.
Ich habe übrigens schon mehrfach versucht, das an die Öffentlichkeit zu bringen,
aber irgendwie scheinen sich die Medien dafür (bis auf wenige Ausnahmen, es
gab mal eine Sendung vom ZDF dazu) nicht zu interessieren. Komisch.
Grüße,
neversurrender
.....ein durchaus übliches Finanzierungspaket. Ich kenne einige Leute, die unter massiven Verlusten aus dem Zusatzrentenmodell rigoros ausgestiegen sind.
Ein Ende mit Schrecken.....
1. gehört das nicht hierher
2. hast du dich nicht richtig damit beschäftigt oder absichtlich nur die Hälfte geschrieben und zwar die vermeintlich negativen Sachen
3. haftet ein Vermittler 5Jahre
4. hast du im Rentenalter einen wesentlich geringeren pers. Steuersatz und in der Ansparphase kannst du bis 2100€ steuerlich geltend machen
5. Kapitalwahlrecht vergessen
6. auf dem Sparbuch gibt es traumhafte 1-2%
7. es gilt immer noch Punkt 1
alles meine Meinung
Ein Ende mit Schrecken....
ist besser als Schrecken ohne Ende.
Die Riesterrente ist massiver Beschiss am Bürger zugunsten der Versicherungen.
Alle da oben wissen es, und keiner tut etwas dagegen.
Wer übrigens glaubt, dass das alles an den Haaren herbeigezogen ist, der sollte mal einen Blick in seinen Vertrag werfen (falls dummerweise leider vorhanden). Und dann mal ein Wörtchen mit demjenigen reden, der ihm das Ding aufgeschwatzt hat.
Ein paar nette Fragen sind zum Beispiel:
- Wieviel Provision wird von meinen Beiträgen abkassiert, bevor überhaupt Kapital angespart wird?
- Von welcher Lebenserwartung wird bei der Verrentung ausgegangen?
- Wieso muß ich mein bereits versteuertes Geld, von dem ich einzahle, bei der Auszahlung nochmals versteuern?
usw., usf.
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