Wenn ich das richtig sehe, dann stimmst Du mir zu, dass die Beschlagnahme von Wamu nicht rechtens war.
Nein. Selbstverständlich war die Beschlagnahme rechtens. Ob sie GERECHT war, darüber kann man allenfalls streiten. Ich beteilige mich aber an solchen Diskussionen erst gar nicht. Sie bringen NULL. Ich bin praktischer veranlagt als die Leute die darüber seit mehr als 2 Jahren philosophieren.
Sollte man denn dann nicht das Pferd von hinten aufzäumen und versuchen den tatsächlichen Wert - eben eine Assetliste - zu nehmen und alles erdenkliche tun um das Verfahren vom Konkursgericht hin zu einem Strafgericht zu bringen.
Ich weiß überhaupt nicht, was Ihr immer mit dem "Strafgericht" habt! Ein "Strafgericht" kommt überhaupt nicht vor. Es gibt eine festgelegte Prozedur, mit der Beschlagnahmen von Kreditinstituten vor Gericht (nicht Strafgericht) beeinsprucht werden können. Dies muss innerhalb von 30 Tagen geschehen. Es ist nicht geschehen. Fertig. Da ist sonst nichts mehr zu sagen! Nochmal: ich habe diese Gesetze nicht geschaffen. Ich bin nicht dafür verantwortlich. Ich erzähle Euch nur wie ES IST.
Und bitte hört auch endlich mal mit der "Assetliste" auf. Ist Euch schon aufgefallen, dass auch das EC niemals eine "Assetliste" gefordert hat? Dies hat seinen Grund darin, dass in jedem POR, ja sogar in jedem MOR von WMI die estate assets verzeichnet sind. Und falls mit "Assetliste" eine Liste der Assets von WMB (und nicht WMI) gemeint ist (was NIE völlig klar ist hier!): auch diese existiert. Sie befindet sich im Kaufvertrag. Es ist eine Negativliste.
Sowie ich den Hoffman Letter verstehe, soll aufgeklärt werden, warum WMI eigentlich vor dem Konkusgericht steht, weil ja eine solvente Bank verkauft wurde.
Ich will den "Hoffman Letter" nicht bewerten, es geht mich auch gar nichts an. Aber vor dem Konkursgericht ist überhaupt nicht Thema was vor der Chapter 11 Anmeldung geschah. Sollte dies also Thema des Hoffman Letters sein, ist er eine Themaverfehlung. Vor diesem Konkursgericht wird das WMI estate, wie es sich heute darstellt, abgewickelt. Und noch was, was offenbar immer noch nicht sitzt: Insolvenz ist KEINE NOTWENDIGE VORAUSSETZUNG FÜR EINE SEIZURE. Kein Mensch bestreitet, dass WMB solvent war als sie geseizt wurde. Alle (naja, zumindest die allermeisten) der über 200 Bankinstitute die seit 2008 geseizt wurden, waren solvent. Sie DROHTEN -- nach Aufsicht der Regulierungsbehörde -- insolvent zu werden.
Daher meine Frage in wie weit diese angehängten Asset-Listen der WMB und der WMBfsb den ungefären Wert wiederspiegeln.
Das was Du "Asset-Listen" nennst, was aber vollständige Bilanzen sind, spiegeln die Buchwerte zum 30.6.2008 wider. Buchwerte sind nicht gleich Marktwerte. Man müsste überhaupt mal sagen was man meint wenn man leichthin von "Wert" redet. Insbesondere bedeuten die Zahlen die da stehen nicht, dass man, wenn man beschlagnahmt wird, automatisch auch solche Werte bei einem Zwangsverkauf realisieren kann. Es ist einfach nicht so. Wieder: ICH BIN DA NICHT SCHULD DRAN. Ich sag Euch nur wie's ist.