Wall Street zittert sich in die Gewinnzone

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Wall Street zittert sich in die Gewinnzone Happy End

Wall Street zittert sich in die Gewinnzone

 
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Die US-Börsen schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Positive Unternehmensnachrichten von Johnson & Johnson und Citigroup hatten die Standardwerte im Plus starten lassen. Doch die Angst vor neuen Terroranschlägen lies sich nicht abschütteln, während des gesamten Handelstages pendelten die Indizes unentschlossen zwischen Gewinnen und Verlusten. In der letzten Handelsstunde schlug das Pendel noch einmal nach oben aus, Dow und Nasdaq konnten sich mit einem Plus über den Schlussgong retten.  

Es ist wie verhext, die US-Börsen kommen zur Zeit nicht vom Fleck. Eine Vielzahl negativer Einflüsse sorgt dafür, dass sich die Anleger nicht aus der Deckung wagen. Der eskalierende Nahost-Konflikt schürt die Ängste vor einem erneuten Ölpreisanstieg, zusätzlich sorgen die jüngsten Terror-Warnungen für Unsicherheit. Die Konjunkturskepsis wächst, gleichzeitig schwindet auch die Hoffnungen auf eine Erholung der Unternehmensgewinne. Damit sind die Chancen auf einen Kursanstieg für die Mehrzahl der ohnehin schon hoch bewerteten US-Aktien gering. Hinzu kommen immer wieder neue Meldungen über dubiose Bilanz-Praktiken.

Entsprechend mager war die Tagesausbeute für Dow und Nasdaq. Beide Indizes verzeichneten zum Handelsschluss ein Plus von 0,5 Prozent. Stimmungstöter bei den Tech-Werten war vor allem das Investmenthaus Goldman Sachs, die eine pessimistische Studie zum Software-Sektor veröffentlichten. Die Goldman-Analysten rechnen nicht damit, dass sich die Unternehmensausgaben für Software bis zum Jahresende nennenswert steigen werden. Mit der Konsequenz, dass 26 Softwarefirmen zurückgestuft wurden. Auch Branchengrößen wie Siebel Systems, Peoplesoft und Check Point Software Technologies fanden nicht die Gnade der Investmentbanker. Auf der Tagesverlierer-Liste stehen sie mit Verlusten zwischen fünf und acht Prozent ganz oben, lediglich Peoplesoft kommt mit einem Minus von 0,28 Prozent noch vergleichsweise gut davon.

Doch der Börsentag lieferte auch Lichtblicke. Zu denen gehörte der Healthcare-Gigant Johnson & Johnson: Vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie zeigten, dass Gefäßstützen des Unternehmens dauerhaft verstopfte Arterien öffnen. Die Rate an Wiederverschlüssen lag demnach nur bei zwei Prozent. Ein  beeindruckendes Ergebnis und ein positiver Impuls für die Aktien. Sie legten um rund zwei Prozent zu und gaben der US-Börsen zumindest zeitweilig neues Selbstvertrauen

Die US-Börsen schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Positive Unternehmensnachrichten von Johnson & Johnson und Citigroup hatten die Standardwerte im Plus starten lassen. Doch die Angst vor neuen Terroranschlägen lies sich nicht abschütteln, während des gesamten Handelstages pendelten die Indizes unentschlossen zwischen Gewinnen und Verlusten. In der letzten Handelsstunde schlug das Pendel noch einmal nach oben aus, Dow und Nasdaq konnten sich mit einem Plus über den Schlussgong retten.   Steffen Christ  
 

Es ist wie verhext, die US-Börsen kommen zur Zeit nicht vom Fleck. Eine Vielzahl negativer Einflüsse sorgt dafür, dass sich die Anleger nicht aus der Deckung wagen. Der eskalierende Nahost-Konflikt schürt die Ängste vor einem erneuten Ölpreisanstieg, zusätzlich sorgen die jüngsten Terror-Warnungen für Unsicherheit. Die Konjunkturskepsis wächst, gleichzeitig schwindet auch die Hoffnungen auf eine Erholung der Unternehmensgewinne. Damit sind die Chancen auf einen Kursanstieg für die Mehrzahl der ohnehin schon hoch bewerteten US-Aktien gering. Hinzu kommen immer wieder neue Meldungen über dubiose Bilanz-Praktiken.

Entsprechend mager war die Tagesausbeute für Dow und Nasdaq. Beide Indizes verzeichneten zum Handelsschluss ein Plus von 0,5 Prozent. Stimmungstöter bei den Tech-Werten war vor allem das Investmenthaus Goldman Sachs, die eine pessimistische Studie zum Software-Sektor veröffentlichten. Die Goldman-Analysten rechnen nicht damit, dass sich die Unternehmensausgaben für Software bis zum Jahresende nennenswert steigen werden. Mit der Konsequenz, dass 26 Softwarefirmen zurückgestuft wurden. Auch Branchengrößen wie Siebel Systems, Peoplesoft und Check Point Software Technologies fanden nicht die Gnade der Investmentbanker. Auf der Tagesverlierer-Liste stehen sie mit Verlusten zwischen fünf und acht Prozent ganz oben, lediglich Peoplesoft kommt mit einem Minus von 0,28 Prozent noch vergleichsweise gut davon.

Doch der Börsentag lieferte auch Lichtblicke. Zu denen gehörte der Healthcare-Gigant Johnson & Johnson: Vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie zeigten, dass Gefäßstützen des Unternehmens dauerhaft verstopfte Arterien öffnen. Die Rate an Wiederverschlüssen lag demnach nur bei zwei Prozent. Ein  beeindruckendes Ergebnis und ein positiver Impuls für die Aktien. Sie legten um rund zwei Prozent zu und gaben der US-Börsen zumindest zeitweilig neues Selbstvertrauen.

Citigroup baut Fillialgeschäft aus

Positive Nachrichten lieferte auch der größte amerikanische Finanzdienstleister Citigroup. Für 5,8 Milliarden Dollar übernimmt die Bank die Sparkasse Golden State Bancorp.  Damit baut der Konzern das Filialgeschäft im Westen der USA weiter aus . Bis Ende des Jahres soll die Transaktion abgeschlossen sein, dann gehören gut 350 weitere Geschäftsstellen und verwaltete Vermögenswerte von 54 Milliarden Dollar dazu. Die Aktien der Golden State Bancorp legten um rund acht Prozent zu, während die Citigroup-Aktien um 0,57 Prozent nachgaben.

Auf Zustimmung der Anleger trifft die Entscheidung des Telekommunikationsunternehmens Worldcom, seine MCI-Trackingstocks aufzulösen. Worldcom räumt damit ein Hindernis bei der Verhandlung um neue Kredite aus dem Weg. Das brachte den Aktien am Mittwoch Kursgewinne von mehr als 15 Prozent ein. Um die Telefongesellschaft am Leben zu halten, muss aber mehr getan werden. Vorerst bleibt die Aktie noch ein Spielball der Spekulationen.

Altana gibt sein US-Debut

Der deutsche Chemie- und Pharma-Konzern Altana wagt den Sprung über den großen Teich. Der Konzern verspricht sich mit dem Börsengang an die New York Stock Exchange mehr Aufmerksamkeit in den USA. Der erste US-Börsentag lieferte allerdings noch keine positive Überraschung, gegenüber dem Eröffnungskurs von 54,50 Dollar konnte die Aktie um 39 Cent zulegen.  

Der Kursprung in der letzten Handelsstunde kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stimmung an den US-Börsen immer noch sehr anfällig ist. Angesichts der Terrorwarnungen werden sich die Anleger auch in den kommenden Tagen nicht allzu weit aus der Deckung wagen.

sharper.de


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