W:O Interview mit Metabox Vorstand Ebeling m.T.

Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf Commerzbank AG

Strategie Hebel
Steigender Commerzbank AG-Kurs 5,04 7,93 13,69
Fallender Commerzbank AG-Kurs 5,84 9,97 13,89
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VY0MAF8 , DE000VY09WK5 , DE000VY472F6 , DE000VH07S41 , DE000VH07TB9 , DE000VH07QF6 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Thema
abonnieren
Beitrag: 1
Zugriffe: 1.019 / Heute: 1
Met(a)box kein aktueller Kurs verfügbar
 
Bandit:

W:O Interview mit Metabox Vorstand Ebeling m.T.

 
24.08.00 10:49
w:o-Interview mit Metabox Vorstand Geerd-Ulrich Ebeling

Eine der meistbesprochenen und diskutierten Aktien am Neuen Markt ist Met@box. Vor und
nach der Verkündung eines Letters of Intent über einen neuen Großauftrag für die
Internet-Boxen vollzog die Aktie einen steilen Aufstieg. Schnell ging es von 70 auf über 200
Euro - aber dann auch wieder zurück.

Doch Spekulationen nährten Zweifel an der Werthaltigkeit dieser Absichtserklärung. Zusätzliche
Spannung erzeugte das Unternehmen dadurch, dass in letzter Zeit kaum Nachrichten an die
Financial Community drangen.

w:o sprach exklusiv mit Met@box Vorstand Geerd-Ulrich Ebeling. Das Interview führte Thomas
Siedler.

w-o: Was ist Ihre Vision für die nächsten fünf Jahre?

Ebeling: Die Met@box AG wird sich weltweit als einer der Technologieführer auf dem Markt für
interaktives Fernsehen positionieren. Als eines von wenigen Unternehmen decken wir mit
internem Know-how die gesamte Wertschöpfungskette auf diesem zukunftsträchtigen Markt ab:
von der Entwicklung und der Produktion der Hardware, den Set-Top-Boxen, bis hin zum
Content-Angebot.

w-o: Was wird aus ihren Plänen, wenn Riesen wie Microsoft in den Markt einsteigen?

Ebeling: Der Markt für interaktives Fernsehen (iTV) steckt noch in den Kinderschuhen. In zehn
Jahren wird aber eine überwältigende Mehrheit der Fernsehzuschauer die Möglichkeiten nutzen,
die aus der Verbindung von TV und Web erwachsen. Sie werden am TV-Bildschirm spielen,
Videos downloaden oder über einen Web-Browser direkt auf dem Schirm einkaufen. Diese
Bandbreite zeigt, dass auf dem iTV-Markt Platz für viele Unternehmen ist. Für die Met@box AG

besteht angesichts des technologischen Vorsprungs überhaupt kein Grund, sich zu verstecken.

w-o: Wen betrachten Sie mittelfristig als Mitbewerber?

Ebeling: Derzeit ist kein Unternehmen ähnlich umfassend aufgestellt wie die Met@box AG. Die
Wettbewerber aus unserer Peer-Group, wie die französische Netgem oder die britische Pace,
konzentrieren sich auf die Fertigung von Set-Top-Boxen. Mittelfristig erwarten wir, dass unser
Ansatz von anderen Unternehmen kopiert wird und zugleich neue Konkurrenten auf den Markt
drängen. Angesichts explodierender Umsätze sehen wir diese Entwicklung aber sehr gelassen.
Zudem geht unser technologischer Ansatz bezüglich der Hardware sehr viel weiter als derjenige
des Wettbewerbs. Interaktive TV-Boxen von Met@box machen Multimedia lebendig.

w-o: Wo sehen Sie Handlungsbedarf: Marketing, Vertrieb, Content?

Ebeling: Natürlich würden wir gerne noch schneller weltweite Präsenz zeigen. Beim Thema
Content setzen wir bewusst auf Kooperationen. Die Met@TV-Redaktion ist auf die Umsetzung
von Inhalten in iTV-Formate focussiert. Den Content selbst liefern Spezialisten wie
beispielsweise die Deutsche Presseagentur. Der Schwerpunkt der Met@box AG liegt auf
Enabling-Technologien.

w-o: Wie groß sehen Sie ihren Entwicklungsvorsprung?

Ebeling: Realistisch liegt er derzeit bei zwölf bis 18 Monaten. Schauen Sie sich die Produkte
des Wettbewerbs an. Während viele Konkurrenten noch an Set-Top-Boxen der ersten Generation
arbeiten, die allein Webinhalte auf den TV-Schirm bringen, dient die neue met@box, die ab
Herbst auf den Markt kommt, bereits als Multimedia-Plattform für Privathaushalte. Sie ist unter
anderem mit einem DVD-Player und einem Slot für Pay-TV bestückbar.

w-o: Was ist das Besonders an der met@box?

Ebeling: ... das technologische Know-how, das in der Box steckt. Kein Konkurrenzprodukt
leistet soviel. Dies beweisen auch die Ergebnisse von Produkttests, wie sie beispielsweise die
„Chip“-Redaktion im Frühjahr durchführte. Verschiedene Unternehmen, meist Hersteller von
Satelliten-Set-top-Boxen oder Pay-TV Frontend-Geräten versuchen sich heute an interaktivem
Fernsehen. Weitestgehend wird hier versucht, vorhandenen Geräten Internet beizubringen. Das
ist aus unserer Sicht der verkehrte Ansatz. Interaktives Fernsehen heißt, dabei zu sein, nicht nur
davor zu sitzen. Eben mehr als nur den Fernseher als Monitor zu verwenden.

w-o: Bisher haben sich die met@boxen in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Was muss
passieren, dass Sie sich auch hierzulande einen Durchbruch vorstellen können?

Ebeling: In den vergangen Monaten hat sich unser Geschäft von dem Endkonsumentengeschäft
auf Business-to-Business verlagert. Seitdem haben wir im Ausland bereits große Erfolge erzielt.
Im Kern liegt das daran, dass hier die Produkte ähnlich dem Handy-Modell von Konsortien
subventioniert in den Markt gebracht werden. Zu diesem Konsortium können Pay-TV-Anbieter
ebenso zählen, wie E-Commerce-Firmen, die die Festplatte der Box für ihren Shop nutzen, oder
Finanzinstitute, die mittels des eingebauten Smart-Card-Readers ihren Kunden sichere
Banktransaktionen anbieten können. Basis dafür ist eine hervorragende Netz-Infrastruktur. Das
ist zur Zeit in Deutschland noch nicht gegeben. Im Moment ist allerdings gerade die Landschaft
der Kabelnetze extrem im Umbruch. Wir erwarten, dass ganz kurzfristig auch in Deutschland der
Markt für Dienstleistungen über die iTV-Plattform der Met@box AG bereit sein wird. Bereits jetzt
reden wir mit potenziellen Konsortialpartnern, um hier auf dem deutschen Markt die treibende
Kraft zu sein.

w-o: Was haben Sie noch in der Produkt-Pipeline und wann sind diese Entwicklungen
produktionsreif?

Ebeling: Wir unterliegen einem permanenten Entwicklungsprozess und bauen den Stab unserer
Hard- und Softwareentwickler massiv aus. Wir denken, wir können auch in Zukunft mit neuen
Produkten und Technologien überraschen.

w-o: Welche Aufträge haben Sie schon in der Tasche und welche sind erst angekündigt?

Ebeling: Bislang haben wir über Orders von Set-Top-Boxen aus fünf Ländern informiert: Spanien,
Südafrika, Frankreich, Skandinavien sowie einer weiteren Region. Außer in Skandinavien, wo ein
„letter of intent“ vorliegt, gibt es in allen Fällen feste Verträge.

w-o: Welches sind ihre aktuellen und zukünftigen Zielmärkte und was können Sie über Größe
und bisherige Markterschließung sagen?

Ebeling: Als deutsches Unternehmen ist unser Stamm-Markt sicher Kontinentaleuropa. Die
jüngsten Aufträge, beispielsweise aus Frankreich, Spanien und Skandinavien, zeigen, dass hier
dynamische Unternehmen das Potenzial des interaktiven Fernsehens nutzen wollen. Die Orders
aus Südafrika und Israel demonstrieren, dass Met@box auch jenseits der europäischen Grenzen
aktiv ist.

w-o: Wie verbindlich und üblich ist der jetzt abgeschlossene Letter of Intent?

Ebeling: Ein Letter of Intent ist besonders dann wichtig, wenn auf beiden Seiten angefangen
wird, Geld für das gemeinsame Projekt auszugeben. Konkret bedeutet das auf Seiten der
Met@box die beginnende Lokalisierung, auf der Seite unserer Partner die Vorbereitung der
Netzwerke.

w-o: Wie ist ihr Zeitplan für den Abschluss des rechtsgültigen Vertrages?

Ebeling: Natürlich möchten wir so schnell wie möglich zu einem Abschluss kommen.
Angesichts der Summen, um die es geht, ist es aber wesentlich wichtiger, sorgfältig zu
verhandeln als schnell.

w-o: Beim Auftraggeber sind Sie in der Zwickmühle: Wenn Sie ihn nennen, fehlt der für ihn
wichtige Überraschungseffekt beim Markteintritt. Da Sie Mister X nicht nennen, fehlt so
manchem der Glaube daran, dass dieses Geschäft wirklich seriös ist. Wie wollen Sie aus dieser
Zwickmühle kommen?

Ebeling: ... indem wir Fakten nennen. Wir haben von Beginn an offen den Stand der
Verhandlungen kommuniziert und dabei immer wieder begründet, warum wir über einzelne
Punkte noch keine Auskunft geben. Die letzte Skepsis wird erst an dem Tag überwunden sein,
an dem wir unsere Auftraggeber vorstellen können. In vielen Gesprächen mit Investoren habe ich
aber erlebt, dass diese unsere Position nachvollziehen können.

w-o: Wie haben Sie die Seriosität des Auftraggebers geprüft?

Ebeling: Der von Ihnen angesprochene Auftrag ist bereits heute bis zum Ende durchfinanziert.
Einen noch höheren Grad an Seriosität können sie kaum erwarten. Wir haben natürlich die
Konsorten auf Bonität überprüft.

w-o: Ganz kurz vor der Ankündigung des Abschlusses des Letter of Intent gibt es Anzeichen
dafür, dass Anleger massiv ausgestoppt wurden. Die Aktie fiel unter 68 Euro und startete am
nächsten Tag bei 110 Euro. Schadet Ihnen ein solches Geschehen nicht? Wer hat im
Unternehmen gequatscht?

Ebeling: Niemand. Die Met@box-Aktie gehört zu den am meisten diskutierten Aktien am Neuen
Markt. Immer wieder lösen Gerüchte sehr hohe Kursschwankungen aus. Genau diese Situation
war auch Ende Juni gegeben, kurz bevor wir die Kapitalmärkte über den „Letter of intent“
unterrichteten. Auf Grund dieser Schwankungen bin ich sehr froh, dass die Hauptversammlung
dem Vorschlag zugestimmt hat, eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der
Altaktionäre zuzustimmen. Dies eröffnet uns die Möglichkeit, mit einem „secondary offering“ in
London gezielt institutionelle Investoren anzusprechen. Wir erhoffen uns von diesen langfristig
orientierten Fondsmanagern auch einen Beitrag zu einer größeren Stabilität des Kursniveaus.

w-o: Wie hoch sind die Entwicklungskosten für die met@box und wie wurden sie in die Bilanz
eingestellt. Als Aufwand oder wurden diese aktiviert?

Ebeling: Von den Entwicklungskosten in zweistelliger Millionenhöhe wurde ein Betrag von 4.2
Mio DM aktiviert und wird in den nächsten Jahren abgeschrieben.

w-o: Wie steht es aktuell um den Cash Flow?

Ebeling: In Vorbereitung auf die Großaufträge ist der Cash-Flow natürlich belastet, aber nicht in
drastisch substanzminderner Größenordnung. Details entnehmen Sie bitte aus dem in den
nächsten Tagen veröffentlichten Halbjahresbericht.

w-o: Bis zu der Ankündigung des neuen Auftrags dümpelte der Kurs vor sich hin. Was tun Sie
für den Shareholder Value?

Ebeling: Ich bin überzeugt, dass die beste langfristige Maßnahme für den Shareholder Value ein
hervorragend laufendes Geschäft ist – und genau das können wir vorweisen. Zusätzlich stehen
wir im ständigen Dialog mit Investoren und Analysten, um ihnen das Unternehmen und seine
Perspektiven vorzustellen.

w-o: Wann ist die Lock Up Periode abgelaufen. Gab es Verkäufe in nennenswertem Umfang?

Ebeling: Die Met@box AG war bereits vorbörslich notiert. Diese Altaktionäre befanden sich bis
Januar 2000 in der Lock-Up-Periode. Aufgrund der Tatsache, dass wir Inhaberaktien ausgegeben
haben, besitzen wir keinen genauen Überblick, wie viele Personen aus dieser Gruppe danach
ihre Anteile veräußert haben. Die Kontinuität beim Aktienkurs in den Wintermonaten zeigt aber,
dass der Anteil nicht all zu hoch sein dürfte. Das Management darf noch bis Januar 2001 keine
Aktien verkaufen und hat das auch in Zukunft nicht vor. Wir sehen Met@box nach wie vor als die
beste Anlage für unser Kapital.

w-o: Sie haben eine sehr rege Fangemeinde. Wir erhalten anonyme Anrufe mit der Bitte:
"Schreibt mal was positives über Metabox". Wie gehen Sie persönlich mit dem Kultstatus um?

Ebeling: Es ist großartig zu beobachten, wie viele Privatanleger sich intensiv mit unserem
Unternehmen auseinandersetzen. Dies sollte aber keinesfalls soweit gehen, dass sie Einfluss
auf unabhängige Redaktionen zu nehmen versuchen. Wir bemühen uns, die sehr rege
Privatanleger-Gemeinde permanent aktuell zu informieren und nehmen uns immer wieder Zeit,
direkt mit ihnen zu diskutieren. Auch in Zukunft wollen wir die Investor Relations Arbeit für diese
Zielgruppe weiter verstärken.

w-o: Welche Analysten covern die Metabox-Aktie und welche institutionellen Investoren sind bei
Metabox eingestiegen?

Ebeling: Das wachsende Interesse in der Öffentlichkeit für die Met@box AG zeigt sich auch in
der steigenden Zahl von Analysen. Regelmäßig covern Merck, Finck & Co. M.M. Warburg, die
Hamburger Berenberg Bank sowie in London Williams de Broë (ING-Group) unser Unternehmen.
Wer genau mit wie viel Prozent investiert ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir bekommen vor
allem vom Finanzplatz London ein dermaßen positives Feedback, dass wir dort größere
Positionen vermuten.

w-o: Herr Ebeling, wir danken Ihnen für die ausführlichen Antworten.

10:21 24.08, Thomas Siedler
© wallstreet:online AG


Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
Vontobel Werbung

Passende Knock-Outs auf Commerzbank AG

Strategie Hebel
Steigender Commerzbank AG-Kurs 5,04 7,93 13,69
Fallender Commerzbank AG-Kurs 5,84 9,97 13,89
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VY0MAF8 , DE000VY09WK5 , DE000VY472F6 , DE000VH07S41 , DE000VH07TB9 , DE000VH07QF6 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Neueste Beiträge aus dem Met(a)box Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
2 84 Met@box AG (692120) - The fallen Angel Kafka noenough 18.08.22 13:30
  47 IVU Traffic Jam Kursziel 220 Euro! estrich Lalapo 25.04.21 11:23
3 2 NASE - WEIS : DIE UNSÄGLICHEN BÖRSEN-EXPERTEN... Nase DarkKnight 25.04.21 11:18
3 17 HRCT - Longinvestoren rein und Zocker kriegen AuJa Gordon_Gekko 25.04.21 11:15
  24 Metabox jetzt nachkaufen ! bioman Carupano 25.04.21 11:00

--button_text--