Wenn das VW-Gesetz bestehen bleiben sollte, könnte dein Szenario zutreffen.
Sollte es jedoch fallen, so ist davon auszugehen, dass Niedersachsen versuchen wird, die fehlenden 4+x% zuzukaufen. Möglichereise wurden Niedersachsen-freundliche Banken ja schon angewiesen, unter einem bestimmten Kursniveau VW-Aktien einzusammeln. Beim Scheitern des VW-Gesetztes könnte Niedersachsen diese Umfänge übernehmen, was jedoch bei ungerechtfertigt hohen VW-Kursen politisch kaum zu vermitteln wäre. Also: Porsche muß das Kursnivieau hoch halten, um ein Auftsocken des Niedersachsen-Anteils zu verhindern.
Zusätzlich sollte so gut wie sicher sein, dass sich auch einige Spekulaten mit VW- Papieren eindeckt haben. Wenn es ihnen gelingen sollte oder schon gelungen ist, 5+x% der VW-Aktien aus den Markt zu nehmen, so wäre es für Porsche und die durch Optionen verpflichteten Banken unmöglich, auf 75% aufzustocken. Dann müßte man entweder die von den Spekulanten geforderten überhöhten Kurse zahlen oder man müßte das Ziel der 75% Aufstockung zeitlich weiter in die Zukunft verschieben mit "Termin=ungewiß".
Es sind dies doch ganz erhebliche Unsicherheitsfaktoren, die für das Handlen mit VW oder VW-Optionen und Derivaten momentan, nicht als Spekulation sondern als Spiel erscheinen lassen. Darüber sollte man sich klar sein, egal ob man wie ihr als Bären oder ich nach wie vor als Bulle an die Sache rangeht.
Gruß
FredoTorpedo