hier wird nochmal deutlich welchen anteil die konjunkturpakete am aufschwung ab 2009 hatten.
wenn ich katjuscha und andere manchmal so lese, dann kann man denken china würde auf der insel der glückseligkeit leben, die hatten die massivsten wirtschaftsprogramme und hatten diese genauso nötig wie der westen.
ab 8% wachstum fängt der arbeitsmarkt an wegzukippen, steht hier auch nochmal.
das hat dann zur folge, dass es in den städten für die einfachen menschen keine jobs mehr gibt, die gerade in massen in die städte abwandern, die müssten dann zurück aufs land, wo sie auch nichts mehr finden.
unter 6% nimmt das dramatische züge an, was dann soziale unruhen zur folge hat.
daher ist das ganze gerede dummes zeug, wenn man die daten china 1 zu 1 auf das überträgt, was wir vom westen kennen.
das kann man in keinster weise vergleichen
Stand: Oktober 2010
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Grundlinien der Wirtschaftspolitik
Der schrittweise Übergang zu einer immer stärkeren marktwirtschaftlichen Orientierung hat große Wachstumskräfte in China freigesetzt. Die konsequente Wachstumspolitik hat eine Aufbruchstimmung und damit Eigendynamik geschaffen, die angesichts der Größe Chinas und seines Aufholpotentials noch lange anhalten dürften. Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise sind die Zuwachsraten zwar etwas zurückgegangen, doch meldet die Volksrepublik mit 9,1 Prozent im Jahr 2009 und voraussichtlich 10 Prozent im Jahr 2010 (Prognose IMF) immer noch Wirtschaftsdaten, um die sie von den Nachbarstaaten und Konkurrenten beneidet wird: China ist inzwischen die drittgrößte Volkswirtschaft und drittgrößte Handelsnation der Welt und dürfte im Laufe des Jahres 2010 Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft überholen. Trotz eines durchschnittlichen Pro-Kopf-Inlandsprodukts von über 3.719 Dollar (2009) bleibt China jedoch das größte Schwellenland mit gewaltigen regionalen Unterschieden wirtschaftlicher Entwicklung.
Auch nach 30 Jahren der „Reform- und Öffnungspolitik“ befindet sich China noch im Aufbau der „sozialistischen Marktwirtschaft chinesischer Prägung“, von einer primär landwirtschaftlichen zu einer Industrie- und Dienstleistungswirtschaft, von einer geschlossenen zu einer offenen Wirtschaft. Der Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation (WTO) Ende 2001 stellt nicht nur eine umfassende Verpflichtungserklärung Chinas und der WTO-Mitglieder zur Wiedereingliederung des Riesenlandes in das Weltwirtschaftssystem dar, sondern war auch für die chinesische Öffentlichkeit ein klares Zeichen der Öffnung ihres Landes und seiner Eingliederung in die arbeitsteilige globale Weltwirtschaft. Nach wie vor haben sich allerdings nicht alle internationalen Erwartungen erfüllt, da eine Vielzahl von Wirtschaftsbereichen weiterhin unter starker staatlicher Kontrolle stehen.
China steht unverändert vor gewaltigen Aufgaben: 800 Millionen Menschen leben auf dem Lande, von denen noch über die Hälfte in ihrer wirtschaftlichen Existenz von der Landwirtschaft abhängt. Die Landwirtschaft trägt aber nur noch elf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Ihr Anteil sinkt, während die Anteile von Industrie (47 Prozent) und Dienstleistungen (43 Prozent) langfristig steigen. Das Durchschnittseinkommen auf dem Land liegt pro Person bei weniger als 50 US-Dollar im Monat.
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Innovationspolitik
China verfügt im Grundsatz über alle Instrumente, um ein für Innovationen günstiges Umfeld schaffen zu können. Erhebliche Herausforderungen bestehen aber bezüglich geeigneter Strukturen. Auch wenn die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftseinrichtungen und der Wirtschaft, trotz gut geeigneter Infrastrukturen und Möglichkeiten, in weiten Bereichen noch defizitär ist, kann mittelfristig mit einer internationalen Aufholjagd „chinesischer Forschungscluster“ gerechnet werden, zumal die politisch Verantwortlichen die strukturellen Defizite erkannt haben.
Es ist China bisher nicht vollständig gelungen, eigene Entwicklungskapazitäten und –strukturen so aufzubauen, dass auch international nachgefragte Innovationen entstehen. Nach einem Bericht der OECD (Review of Innovation Policy China), der in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie entstanden ist, bestehen Verbesserungspotenziale insbesondere in der Marktorientierung, der beruflichen und tertiären Ausbildung, dem Ausbildungssystem und dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft.
Der Schwerpunkt der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit in der Forschung liegt derzeit in den Themenfeldern Ökologische Forschung/Umwelttechnologie, Biowissenschaften/-technologie sowie Materialwissenschaften und Kulturgüterschutz. Insgesamt existieren 145 Projekte in zehn Themenfeldern. Gemeinsame Forschungsinstitute bzw. Einrichtungen zur Forschungsförderung wurden zwischen 2000 und 2005 gegründet. Im Bereich der Hochschulbildung wurden zahlreiche gemeinsame Studiengänge mit Doppelabschlüssen eingerichtet.
Grundsatz der Zusammenarbeit ist eine gleichberechtigte, projektbezogene sowie institutionelle Forschungs- und Bildungszusammenarbeit. Aufbauend auf der bisherigen erfolgreichen Kooperation soll eine langfristige und strategische, für Deutschland und China gleichermaßen nutzbringende Forschungs- und Bildungspartnerschaft weiter entwickelt werden.
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Strukturreformen
Trotz aller Fortschritte bergen die Strukturen Chinas mittel- und langfristig Risiken für die wirtschaftliche, soziale und damit auch für die politische Entwicklung:
Das chinesische Bankensystem befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Zwar konnten die großen Staatsbanken mittlerweile ihren operativen Gewinn steigern, ihre Hauptkreditnehmer, die Staatsunternehmen, sind allerdings nicht immer konkurrenzfähig. Für kleinere und mittlere Unternehmen bleibt die Finanzierung der Ausweitung ihrer Geschäfte durch Bankkredite schwierig. Hauptgläubiger der Staatsbanken sind private Sparer, die bei vorerst unvollständiger sozialer Absicherung durch eigene Ersparnisse für Kosten der medizinischen Vorsorge, Ausbildung der Kinder und eigenen Altersvorsorge aufkommen müssen.
Das Hauptziel der chinesischen Wirtschaftspolitik bleibt die Wahrung der sozialen Stabilität. Dies ist aufgrund des Wohlstandsgefälles in der chinesischen Gesellschaft schwierig. Der Gini-Koeffizient als Maßzahl der Einkommensverteilung von schätzungsweise 0,496 liegt auf dem Niveau der Türkei. Die ländliche Bevölkerung sowie West-, Nordost- und Zentralchina kann bisher nur begrenzt am Wachstum teilhaben. Auch in den prosperierenden Küstenprovinzen klafft die Wohlstandsschere auseinander. Neben der symbolträchtigen Abschaffung der in China seit jeher praktizierten Besteuerung der Landwirtschaft, die Ende 2005 eine objektive Erleichterung für die ländliche Bevölkerung brachte, ist die augenfälligste politische Reaktion auf diese Entwicklung in den Erschließungs- beziehungsweise Revitalisierungsprogrammen für West- und Nordostchina zu sehen: Die Regierung will in den nächsten Jahren viele Milliarden in Infrastrukturprogramme für die armen westlichen Provinzen stecken. Hinzu kommen neue Anstrengungen, das traditionelle industrielle Kerngebiet der nordöstlichen Provinzen technologisch und strukturell rundum zu erneuern. Gleichzeitig muss das unzureichende Sozialversicherungssystem gestärkt werden, was mittelfristig trotz der gegenwärtig relativ niedrigen Staatsverschuldung und hoher Steuereinnahmen beträchtliche Belastungen für den Staatshaushalt mit sich bringen wird.
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Aktuelle Wirtschaftslage
Nach einem Einbruch des BIP-Wachstum auf ein Acht-Jahres-Tief von 8,7 Prozent im Jahr 2009 hat sich China schnell von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise erholt. Im ersten Quartal 2010 war ein Anstieg des BIP um 11,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen (MofCom). Für das Jahr 2010 dürfte das Wachstum bei 10 Prozentpunkten liegen (IMF). Die Inflationsrate wird für 2010 auf 3,5 Prozent beziffert (CASS-Prognose).
Zwar leidet Chinas Bankensystem kaum unter der globalen Finanzkrise, die Realwirtschaft des Landes ist jedoch nachdrücklich betroffen. Folge der Wirtschaftskrise ist ein scharfer Rückgang des lange Zeit boomenden chinesischen Außenhandels.
Die Regierung hat ihr Wachstumsziel von 8 Prozent für 2009 erreichen können. Die chinesische Wirtschaft ist um 8,7 Prozent gewachsen, was primär dem staatlichen Konjunkturprogramm und der expansiven Geldpolitik der chinesischen Zentralbank geschuldet ist. Investitionen trugen 8,0 und Konsum 4,6 Prozentpunkte zum Wachstum bei, das jedoch durch den schwachen Außenhandel (- 3,9 Prozentpunkte) gebremst wurde. Von einer nachhaltigen Erholung der chinesischen Konjunktur kann - aufgrund der weiterhin starken Abhängigkeit des chinesischen Wirtschaftswachstums von Exporten und der schwachen globalen Nachfrage - derzeit noch nicht ausgegangen werden. Das starke Wachstum im ersten Quartal 2010 ist auf den neu erstarkten Export zurückzuführen.
Es wird davon ausgegangen, dass China jährlich mindestens 8 Prozent Wirtschaftswachstum benötigt, um um den Arbeitsmarkt stabil zu halten.
Nach offiziellen Angaben gab es 2009 in China etwa 230 Millionen sog. Wanderarbeiter. Hierbei handelt es sich um auf dem Lande registrierte Erwerbstätige, die mehr als sechs Monate im Jahr außerhalb ihres Herkunftsortes gelebt und gearbeitet haben. Die Regierung verfolgt die Situation der Wanderarbeiter, wie auch die der erneut über sechs Millionen Hochschulabsolventen angesichts der weiterhin angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt sehr aufmerksam. Insbesondere Jugendliche und akademisch gebildete Arbeitslose werden al ein mögliches Potential für soziale Unruhen gesehen. Ende 2009 waren nach offiziellen Angaben 4,3 Prozent der städtischen Erwerbsbevölkerung als arbeitslos registriert. Die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen dürfte wesentlich höher liegen. Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB, aber auch chinesische Quellen, gehen von 8,5 Prozent und mehr aus. Bis zu dreißig Prozent der Arbeitskräfte auf dem Lande finden dort keine oder keine ausreichende Beschäftigung.
Die Umweltzerstörung ist als belastende Größe in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erkannt worden und wurde für 2005 mit rund 50 Milliarden Euro beziffert. Als zusätzliches Ziel zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum wurde daher von der Regierung auch postuliert, weniger Energie zu verbrauchen. Zudem will China den Anteil der Erneuerbaren Energien am Energiebedarf von derzeit 9 Prozent auf 15 Prozent bis 2020 anheben. Der CO2 Ausstoß soll bis zum Jahr 2020 pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts um 40 bis 45 Prozent (verglichen mit 2005) gesenkt werden.
Als (noch) drittgrößte Volkswirtschaft, drittgrößte Handelsnation und mit rund 2,4 Billionen US-Dollar den weltweit höchsten Devisenreserven ist China neben Japan entscheidende Wirtschaftsmacht in der Region. Ausländische Unternehmen investierten 2009 wegen der Wirtschaftskrise rund 2,6 Prozent weniger in China als 2008, dennoch sind Direktinvestitionen nach China mit 90 Milliarden immer noch auf hohem Niveau. Die Volksrepublik war damit neben den USA das weltweit attraktivste Zielland für Direktinvestitionen. Umgekehrt investierten chinesische Unternehmen im Ausland im Jahr 2009 rund 43,3 Milliarden US-Dollar und damit 6,5 Prozent mehr als im Jahr 2008.
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