- Lagarde sagte, dass sie ihre Amtszeit bis Ende 2027 plant.
- Sie trat Spekulationen über einen Rücktritt entgegen.
- Lagarde ist seit dem 1. November 2019 im Amt.
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Zuletzt hatte der "FT"-Bericht Spekulationen über einen Rücktritt neue Nahrung gegeben. Demnach wolle Lagarde noch vor der französischen Präsidentschaftswahl die EZB verlassen. Die Wahl soll im April 2027 stattfinden. Hintergrund sind offenbar Sorgen, dass nach den Wahlen in Frankreich Rechtspopulisten großen Einfluss haben könnten und die Neubesetzung der EZB-Spitze komplizierter werden könnte.
Bei einem vorzeitigen Rücktritt könnten der scheidende französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ihre Vorstellungen von der Besetzung der EZB-Spitze noch durchsetzen. Macron darf bei der Präsidentschaftswahl nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.
Lagarde hatte ihr Amt am 1. November 2019 als Nachfolgerin des Italieners Mario Draghi angetreten. Berufen wird der Präsident oder die Präsidentin der EZB für acht Jahre. Lagarde ist also regulär noch bis Ende Oktober 2027 im Amt.
Mit Blick auf die Spekulationen über ein vorzeitiges Amtsende hatte eine Sprecherin der Notenbank zur Wochenmitte auf Anfrage mitgeteilt: "Präsidentin Lagarde konzentriert sich voll und ganz auf ihre Aufgabe und hat noch keine Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen." Die Formulierung weicht allerdings von früheren Aussagen der EZB ab: Noch im vergangenen Jahr hatte es geheißen, Lagarde sei "entschlossen, ihre Amtszeit zu Ende zu führen".
Für die Lagarde-Nachfolge haben sich auch zwei deutsche Notenbanker ins Gespräch gebracht: Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel. Als Favoriten gelten laut "FT" der frühere niederländische Zentralbankchef Klaas Knot und der Spanier Pablo Hernández de Cos, derzeit Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich./mis/ben/als/stw/jha/
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