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phazz:

Focus: Berlins Enteignungsplan wird scheitern

2
11:48
Rund 220.000 Wohnungen will die Linke vergesellschaften. Doch sinkende Mieten sind nicht garantiert. Die Debatte könnte Investitionen und Neubau bremsen – und an einem Berliner Gesetz scheitern. Wohnungsnot ließe sich anders lösen.
Der Grund, warum Verfassungsrechtler Battis dem Vorhaben der Linken keine Chancen einräumt, liegt im Berliner Vergesellschaftungsrahmengesetz. Es legt fest, unter welchen Voraussetzungen eine Vergesellschaftung nach Artikel 15 des Grundgesetzes möglich sein soll.
Dieses müsste unter anderem begründen, warum eine Vergesellschaftung erforderlich ist, warum andere Instrumente nicht ausreichen, welche Unternehmen betroffen sind, welche Wohnungen übertragen werden und wie die Entschädigung ausgestaltet wird.
Genau hier sieht Battis die entscheidende Hürde. Denn die Wohnungsnot ließe sich auch anders lösen als durch Vergesellschaftung – nämlich schlicht durch Neubau. Das Berliner Rahmengesetz sehe die Vergesellschaftung deshalb als letztes Mittel vor.
Artikel 15 erlaubt grundsätzlich, „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel“ zum Zweck der Vergesellschaftung in Gemeineigentum oder andere Formen der Gemeinwirtschaft zu überführen. Das Rahmengesetz überträgt jedoch noch keine Wohnungen. Dafür wäre ein konkretes Anwendungsgesetz notwendig.

Vergesellschaftung auch über Volksentscheid wohl nicht erfolgreich
Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ könnte versuchen, über ein neues Volksbegehren und einen Volksentscheid politischen Druck aufzubauen.
Ein Volksentscheid könnte den politischen Auftrag für ein solches Gesetz stärken, die verfassungsrechtlichen Grenzen aber nicht beseitigen.
Selbst ein erfolgreiches Abstimmungsergebnis müsste sich deshalb an den Vorgaben des Grundgesetzes und der Berliner Verfassung messen lassen.
Der Weg zu einer tatsächlichen Vergesellschaftung wäre damit lang – und nach Einschätzung von Battis am Ende nicht erfolgreich.

www.focus.de/immobilien/...9-d436-4158-a690-9472f4617d85.html
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phazz:

Luka Mucic bezieht Stellung

 
11:55
Der Vorstandsvorsitzende von Vonovia , Luka Mucic, bezieht Stellung zu den Plänen der Linken, den Immobilienkonzern zu vergesellschaften. Er argumentiert, dass Enteignungen nicht mehr neue Wohnungen schaffen, sondern nur die Eigentumsverhältnisse bestehender Wohnungen ändern. Nur Neubau, schnellere Baugenehmigungen und mehr Investitionen seien die Lösung für die Wohnungsnot. Vonovia baue, so stellte Mucic in dieser Woche klar, derzeit 1.000 neue Wohnungen. Der Manager warnt vor dem Vertrauensverlust der Investoren in den Standort Deutschland – und davor, dass im Zuge von Enteignungen fällige Entschädigungen den Berliner Haushalt mit Milliardenbeträgen belasten würden.


www.wiwo.de/erfolg/management/...-besser-nicht/100257256.html
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Steinwollsocke:

Finanzielle Repression zeichnet sich ab...

3
12:09
Es zeichnet sich ab, was letztendlich auch von mir seit Jahren vertreten wird:

Hierzu Clemens Fuest im Interview mit dem Handelsblatt...

www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/...ens/100260414.html

Kurz zusammengefasst:

1) Euro Staatsschuldenkrise ist wahrscheinlich.

2) EZB wird im Zweifel den Euro retten und die Inflation laufen lassen.

3) Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Dekade deutlich zu niedriger Zinsen erleben müssen.

Mein Senf:

Die Vermögenspreise, allen voran die Immobilienpreise, werden dann wieder sehr stark steigen und die Höchststände von 2021/2022 weit hinter sich lassen.
Nicht morgen oder nächste Woche, aber im Laufe der nächsten Jahre, denke ich. Immobilien werden dann nicht mehr nur Wohnobjekte sein, sondern erneut wieder Vehikel um die Kaufkraft seines Geldes zu erhalten oder zu mehren.

Dann haben wir auch bei u.a. Vonovia wieder ganz andere Diskussionen u. mit hoher Wahrscheinlichkeit neue "Anlagehorizonte" bzw. Höchststände zu erwarten.
Antworten
Dronach1983:

Absurd

 
12:29
Es ist absurd. SL bei 16,28 ausgelöst. 50,- verdient (2 Cent pro). Heute morgen standen da +500,-.
Für was? 2500 Stück Hebelprodukte? Das kann mir doch keiner erzählen, oder doch? (also wenn es das Tagestief ist)
Habe heute 500 Aktien bei 16,50 gekauft.

16,24 war ein markantes Tief vom 31.05.2023. Gestern bereits unterschritten. Wurde aber oft in Chartanalysen als letzte Bastion genannt.
ATL Allzeittief ist 15,17 sogar (2013?) 2023 war es 15,27. Nur um das noch mal aufzuschreiben weil ich hier andere Werte gelesen habe.
Antworten
Dragonwork:

Der Markt preist etwas ein...

 
12:54

was kaum Aussicht auf Erfolg hat...aber es wird an der Börse gerne Panik geschürt und gespielt...wie man sieht...und es würde m.M.n. Jahre dauern...bis man durch alle rechtlichen Distanzen wäre...denn wenn etwas klar ist...dann das es Vonovia bis vor das höchste Gericht bringen würde...

Abver wie sagt man, was fällt das wird meist wieder um so schneller steigen...

"""Für Vonovia ist das mehr als Landespolitik. Die Linke will den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ von 2021 umsetzen, bei dem eine klare Mehrheit zugestimmt hatte. Betroffen wären Eigentümer mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin – nach bisherigem Stand acht Unternehmen. Die Entschädigung könnte nach Vorstellung der Linken deutlich unter dem Marktwert liegen. Eine Vergesellschaftung nach Artikel 15 des Grundgesetzes wurde in der Bundesrepublik allerdings noch nie umgesetzt, der Berliner Rechnungshof hatte 2024 vor den rechtlichen Risiken einer Entschädigung unter Marktwert gewarnt.

Genau dort setzen mehrere Aktionäre an. Die juristischen und betriebswirtschaftlichen Hürden seien selbst mit viel Zeit kaum zu überwinden, heißt es aus Anlegersicht; der Markt preise ein Szenario ein, das verfassungsrechtlich kaum Bestand hätte – von einer maßlosen Übertreibung ist die Rede. Der Einwand der Gegenseite fällt knapp aus: Ein funktionierendes Geschäftsmodell nütze wenig, wenn das Unternehmen zum politischen Spielball werde. Die Stimmung zu diesem Punkt bleibt gespalten
."""

Quelle: www.boersennews.de/nachrichten/artikel/...jahrestief/5304797/

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Kolonial76:

Kredite sind nicht umsonst ...

 
13:42
Statt Dividende muß dann Zinsen gezahlt werden ... viel besser ?!?  
Antworten
marmorkuche.:

Was der Euro

 
13:46
”Finanzielle Repression zeichnet sich ab...
Es zeichnet sich ab, was letztendlich auch von mir seit Jahren vertreten wird:

Hierzu Clemens Fuest im Interview mit dem Handelsblatt...

https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/...ens/100260414.html

Kurz zusammengefasst:

1) Euro Staatsschuldenkrise ist wahrscheinlich.

2) EZB wird im Zweifel den Euro retten und die Inflation laufen lassen.

3) Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Dekade deutlich zu niedriger Zinsen erleben müssen.

Mein Senf:

Die Vermögenspreise, allen voran die Immobilienpreise, werden dann wieder sehr stark steigen und die Höchststände von 2021/2022 weit hinter sich lassen.
Nicht morgen oder nächste Woche, aber im Laufe der nächsten Jahre, denke ich. Immobilien werden dann nicht mehr nur Wohnobjekte sein, sondern erneut wieder Vehikel um die Kaufkraft seines Geldes zu erhalten oder zu mehren.

Dann haben wir auch bei u.a. Vonovia wieder ganz andere Diskussionen u. mit hoher Wahrscheinlichkeit neue "Anlagehorizonte" bzw. Höchststände zu erwarten.
Steinwollsocke, heute 12:09
macht keine Ahnung.
Ob eine Euro Krise wie sie gerade von den Medien als Sau durchs Dorf getrieben wird um am Kapitalmarkt Kohle zu machen oder nicht keine Ahnung. Halte sie aber für unwahrscheinlich einfach weil dafür die anderen W#hrungen so viel besser sein müssten. Durch die mediale Präsenz fonktioniert das ja auch gerade, die Euroabwertung, aber ganz im ernst... der Dollar ist doch Klopapier im Gegensatz zu früher und keinen deut besser als der Euro. Die Amis machen die Verschuldungsorgie doch vor und jeder muss mituejn da sie ihre Inglation exportieren. Also nen sicherer Hafen sieht für mich anders aus... Das ist er einfach nicht mehr wie in der letzten Krise mMn.
Zitat: "3) Wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder eine Dekade deutlich zu niedriger Zinsen erleben müssen."
In einem Umfeld in dem jeder immer mehr von gepumptem Geld lebt und keiner auch nur ans sparen denkt sondern immer mehr und immer schneller Geld brauch? Aha.. sehr unwahrscheinlich mMn aber jedem seine eigene Kristallkugel
Antworten
Dronach1983:

Sichtweise

 
14:01
Ich kann der Sichtweise ja leider auch einiges abgewinnen. Es geht da um den Sachwert und um eine extreme Inflation.
Falls du dich erinnerst, wollte ich ja hier meine Investmentidee etwas ausdiskutieren. Es ging um Stagflation.
In den 1970er Jahren muss das wohl auch gut funktioniert haben. Nur war da ein Ölpreisschock von rund 1000%.
Von $3 auf $30 das Barrel.
Wenn ich über die Überalterung nachdenke. Wegsterbende Renter und was dann wirtschaftlich für Menschen an deren Stelle treten.
Das kann ich auch gut verstehen. Deutschland Leistungsland mit hoher Bildung. Wer unterstreicht das heute noch?
Es wird viel diskutiert. Und es ist sehr schwer. Denn uns geht es noch sehr gut und im Verhältnis sind wir noch sehr reich. Ja. Noch.

Mäh. Alles im Depot macht eine V Erholung. Außer deutschen Immo Werten. Das kann schon an den Nerven zehren.

Du hattest recht mit den Zinsen. Jetzt sind sie stark gestiegen. Siehst du sie weiter steigen? Musste nichts zu sagen. Deine Meinung interessiert mich einfach. Bis zum 03.11. (midterms) brauch ich noch eine Erholung. Je nach dem kann es danach wieder rumpeln.
Öl alle oder so.
Antworten
Bogumil:

@hello

 
15:16
"Das sind jeweils lediglich Unterstellungen der Vergesellschaftungsgegner."

Nein. Auch wenn es niemand behauptet, bleibt es ein wichtiger Faktor.

"Behauptet wird ebenfalls, dass Berlin sich das angeblich aufgrund der Kosten nicht leisten kann ...

Dass das sehr gut funktioniert, zeigen andere Beispiele. Hedgefonds machen nichts anderes. Die kaufen mit geliehenem Geld Assets, ohne Pleite zu gehen."

Mit realistischen Annahnen rechnet sich das hier aber nicht. Vielleicht mögen Sie ja Ihre Rechnung mal einstellen?
Antworten
marmorkuche.:

Langfristig werden

 
15:45
”Sichtweise
Ich kann der Sichtweise ja leider auch einiges abgewinnen. Es geht da um den Sachwert und um eine extreme Inflation.
Falls du dich erinnerst, wollte ich ja hier meine Investmentidee etwas ausdiskutieren. Es ging um Stagflation.
In den 1970er Jahren muss das wohl auch gut funktioniert haben. Nur war da ein Ölpreisschock von rund 1000%.
Von $3 auf $30 das Barrel.
Wenn ich über die Überalterung nachdenke. Wegsterbende Renter und was dann wirtschaftlich für Menschen an deren Stelle treten.
Das kann ich auch gut verstehen. Deutschland Leistungsland mit hoher Bildung. Wer unterstreicht das heute noch?
Es wird viel diskutiert. Und es ist sehr schwer. Denn uns geht es noch sehr gut und im Verhältnis sind wir noch sehr reich. Ja. Noch.

Mäh. Alles im Depot macht eine V Erholung. Außer deutschen Immo Werten. Das kann schon an den Nerven zehren.

Du hattest recht mit den Zinsen. Jetzt sind sie stark gestiegen. Siehst du sie weiter steigen? Musste nichts zu sagen. Deine Meinung interessiert mich einfach. Bis zum 03.11. (midterms) brauch ich noch eine Erholung. Je nach dem kann es danach wieder rumpeln.
Öl alle oder so.
Dronach1983, heute 14:01
die mMn weiter steigen einfach aufgrund des Ausgabenverhaltens bei Staaten, Unternehmen und auch im privaten Bereich.
Der franz. Staat hat doch das ehrgeizige Ziel nur 5% Defizit zu machen im nächsten Fiskaljahr mit Einsparungen (wers glaubt)... und da brennts schon auf den Strassen.
Keiner ist bereit zum Verzicht. Jeder ist die Gelddruckerei, durch Corona vor allem, gewohnt. Dazu kommen in den ganzen Industriestaaten die kippenden Bevölkerungspyramiden. Immer mehr alte Menschen wie bei uns die noch stärker auf den Staatsfinanzen lasten werden in Zukunft.
Kurzfristig haben wir wahrscheinlich aber bald mal fertig, zumindest in den USA sollte bei 5,5% rum erstmal nen Widerstand sein. Können auch durchaus mal für ein paar Monate fallen dann, vor allem wenns ne Hormuslösung gibt und die Inflation temporär wieder etwas zurückkommt.
Langfristig seh ich aber weit höhere Zinsen bei uns als 3,5% - ich nehm an das Niveau vor der Finanzkrise wird auch hier wieder angesteuert bei 4,5-5% einfach aufgrund der Rentenversprechen, das sich keiner trauen wird zu kippen wird auch der Haushalt immer weiter kippen mMn.
Wenn Trump verliert und die Demokraten den Haushalt reparieren vielleicht nicht, aber ob sie das machen wenn sie genau wissen, dass sie danach politisch tot sind für die nächsten Jahrzehnte keine Ahnung.
Die Schulden werden zwangsläufig weiter durch Inflation abgebaut werden müssen ja also Geldentwertung ist gesetzt aber ob die Börse deswegen mehr für ImmoAgs aufruft wenn gleichzeitig die Tagesgewinne aufgrund höherer Zinskosten und Instandhaltungskosten weiter nicht steigen bzw sogar fallen ist sehr fraglich.
Am wahrscheinlichsten seh ich immernoch die Übernahmen an irgendwann in der Zukunft durch private Equity zum langfristigen Schnäppchenpreis, aber wer weiss vielleicht besteht ja Hoffnung, dass mal Hirn vom Himmel fällt für die Linken oder die Regierung und das hier passiert bevor die privaten zuschlagen am Tiefpunkt iwann: www.stern.de/wirtschaft/...en-konzern-zu-kaufen-38309270.html

Antworten
Börsennewco.:

Sagen wir mal so

 
15:48
es würde doch nicht alles enteignet werden.
Das ausserhalb Duetschland ist kann doch Vonovia behalten.
Ich denke notiern würde die schon noch im Dax ?
Antworten
Dronach1983:

Anderes Forum

 
16:29
Danke! Sehr nachvollziehbarer Standpunkt.

Auch gut geschrieben zu dem Thema, anderes Forum:
www.wallstreet-online.de/diskussion/...en-se#beitrag_80233678

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