Richtig Seeblitz, hab auch gelesen, dass die nächste Dividende bereits bestätigt wurde.
Außerdem darf man mal noch ergänzen, dass bei Vonovia die Dividende die letzten Male nur zu einem Teil auf die Liquidität wirkte, weil viele - wie ich zB auch - sehr gern die neuen Anteile im Rahmen der Sachdividende genommen haben.
Letztes Mal war es ein Anteil von fast 50%, der somit im Unternehmen blieb und nicht gezahlt werden musste:
investoren.vonovia.de/news/...5d-f132-4546-bec3-1e98110a8589/
Und dann waren die letzten Dividenden auch noch aus dem steuerlichen Einlagekonto und daher nicht zu versteuern, sondern Minderung der steuerlichen Anschaffungskosten... auch nicht so schlecht
Und bei der Schwarzmalerei, die zT zu fallenden Wohnungspreisen geäußert werden, mal paar Dinge am Rande...
1. Cashzuflüsse reißen ja nicht plötzlich ab, auch wenn Bewertungen von Grundstücken schwanken, da niedrige Leerstandsquote und krasser Wohnungsmangel, auch in den Metropolregionen, in denen Vonovia ja nunmal vertreten ist
2. Short Positionen waren hier nie besonders hoch und sind auch wieder komplett unter der Meldeschwelle. Würde mich nicht wundern, wenn ein Teil des Anstiegs der letzten Tage auf Eindecken von shorts zurückgeht. Bei TAG oder Aroundtown zB sieht es da etwas anders aus, da gibt es noch paar Positionen mehr.
3. Verkäufe
Negativ einzuwenden ist natürlich, dass keiner weiß, ob der Plan der Schuldentilgung durch Verkäufe so funktioniert wie avisiert. Man will ja vermutlich auch nicht die Filetgrundstücke verkaufen in den Toplagen sondern eher sanierungsaufwändige und weniger ertragreiche Objekte. Dazu braucht es aber auch Käufer, die es haben wollen und nen ordentlichen Preis mitgehen. Was man so liest, haben die öffentlichen Haushalte gespart letztes Jahr. Mal sehen, wer da vielleicht bald zuschlägt von den Kommunen und Wohnungen kauft...
Übrigens gab es Mitte 2022 die Meldung, dass die Deutsche Wohnen wohl auch die Sparte mit den Pflegeheimen verkaufen will. Finde ich eigentlich schade, weil das ja ein in Deutschland bei der demografischen Entwicklung sehr zukunftsfähiges Geschäft sein sollte, wenn richtig kalkuliert.
Da die Finanzierung bei Vonovia in Tranchen gestaffelt ist und die nächste für 2023 m.W. bereits gesichert ist, ist das Zinsthema aber auch nicht als sofortige Mehrbelastung für die gesamte Fremdfinanzierung zu sehen.
So, das mal als paar ungefilterte Gedanken von der Seitenlinie... =)