KarstadtQuelle setzt TexYard konzernweit ein
LZ|NET/eka. KarstadtQuelle, größter Kunde des Textil-Marktplatzes TexYard, ist dabei, die Einkäufer des Konzerns an die Beschaffungsplattform anzubinden. Der vertikale B2B-Marktplatz bietet neben der Beschaffung ein System zur Prozesskontrolle.
Transaktionen im Wert von 35 Mio. EUR
Mit einem Transaktionsvolumen von über 35 Mio. EUR schließt der Textilmarktplatz TexYard das Jahr 2001 ab. „Tendenz weiter steigend“, so Jörg Hemmersbach, einer der beiden Geschäftsführer der TexYard Deutschland GmbH, einem Tochterunternehmen der TexYard Limited, London. Über den Umsatz will Hemmersbach keine Aussage treffen.
Beschaffung aller Sortimentsgruppen
Eine Ausweitung der Produktgruppen stand im vergangenen Jahr im Mittelpunkt der qualitativen Entwicklung des Marktplatzes, in den KarstadtQuelle 1 Mio. USD investiert hat. „Wir haben Transaktionen quer durch alle Sortimentsbereiche“, sagt Hemmersbach. Beschaffung über Web-Auktionen und Angebotsausschreibungen bietet TexYard bisher. Die für das vergangene Jahr bereits angekündigte Lösung für die internetbasierte kooperative Produktentwicklung soll in diesem Jahr angeboten werden.
Schwerpunktland Türkei
Dass die Türkei das Schwerpunktland von TexYard ist, hängt mit dem bisher größten Kunden, KarstadtQuelle , zusammen. In der Türkei betreibt TexYard ein eigenes Büro und kooperiert eng mit „Alka“, dem türkischen Einkaufsbüro von KarstadtQuelle.
Rund 3000 Adressen sind in der türkischen Lieferantendatenbank enthalten. Davon seien mehr als 300 Hersteller mit dem TexYard-System vertraut und hätten aktiv an dessen Entwicklung mitgearbeitet. Auf dem türkischen Markt habe TexYard die Funktionalität seiner „Sourcing-Tools“ gemeinsam mit Karstadt testen können, so Hemmersbach.
KarstadtQuelle mit großem Auktionsvolumen
Von einem „massiven Anstieg des Auktionsvolumens“ auf TexYard sprechen die Karstadt-Verantwortlichen, ohne konkrete Volumina nennen zu wollen.
Preisreduktionen von durchschnittlich 4 bis 8 Prozent und eine um 80 Prozent reduzierte Einkaufsdauer seien Ergebnisse des auktionsförmigen Einkaufs. Im Jahr 2001 fuhr KarstadtQuelle 506 Auktionen über TexYard und GNX (GlobalNetXchange).
Langfristig 30 Prozent über Web-Auktionen
Bis zu 30 Prozent des Einkaufsvolumens kann langfristig, so die Einschätzung, auktionsförmig online beschafft werden.
Zum Jahreswechsel ist bei KarstadtQuelle die Entscheidung gefallen, TexYard als Beschaffungslösung für Textilien im Konzern - und damit auch in den Tochterunternehmen - einzusetzen. In verschiedenen Schritten sollen Zentraleinkäufer an das TexYard-System angebunden werden.
Einkäufer initiieren Auktionen selbst
Damit können die Einkäufer selbst direkt Auktionen initiieren, ohne dabei den bisher üblichen Umweg über die zentrale zentrale Einkaufsagentur gehen zu müssen. Als nächster Schritt steht bei KarstadtQuelle die Integration des TexYard-Modells in die Systeminfrastruktur des Konzerns an.
TexYard will mehr sein als eine Auktionsplattform. Neue Funktionalitäten in Richtung Supply-Chain-Management sollen aufgesattelt werden. Neu entwickelt und integriert wurde ein System zur Prozesskontrolle („Critical Path Tracking“, CPT). Über das CPT-System kann der Einkäufer online über Termine und die Prozesskette wachen. Künftig soll auch die Produktentwicklung via TexYard-Tool möglich sein.
TexYard will weiter nach Osten
„Mittelfristig ist unser Ziel, TexYard international auszuweiten,“ sagt Hemmersbach zu einem weiteren Vorhaben. Nach China, Indien und Pakistan habe man bereits die Fühler ausgestreckt. Insgesamt gesteht Hemmersbach offen ein, dass TexYard, wie alle globalen Marktplätze, sein Entwicklungs- und Expansionstempo nicht hat halten können. Die Bearbeitung des Marktes gestaltet sich schwieriger als gedacht.
“Turn-around“ im nächsten Jahr
Doch Hemmersbach sieht „relativ unbeschwert“ in die Zukunft, nicht zuletzt wegen der finanziellen Ausstattung des Marktplatzes, in den die Internet Capital Group (ICG) rund 15 Mio. USD investiert hat. Am Jahresende will TexYard ein Transaktionsvolumen von „deutlich über 100 Millionen“ aufweisen können. Anfang 2003 soll der „Turn-around“ geschafft sein.
Otto überlegt noch
Drei neue Kunden bis zum Jahresende, lautet ein weiteres Ziel. Mit welchen Handelsunternehmen man im Gespräch sei, will Hemmersbach nicht sagen. Ein Unternehmen, das die TexYard-Plattform getestet hat, ist der Otto Versand.
Den Test beurteilt man bei Otto positiv, doch der TexYard-Schwerpunkt Türkei wird als Nachteil gesehen. Eine weitere Zusammenarbeit sei „zurückgestellt“, so eine Sprecherin von Otto.
Quelle: lz-net.de
LZ|NET/eka. KarstadtQuelle, größter Kunde des Textil-Marktplatzes TexYard, ist dabei, die Einkäufer des Konzerns an die Beschaffungsplattform anzubinden. Der vertikale B2B-Marktplatz bietet neben der Beschaffung ein System zur Prozesskontrolle.
Transaktionen im Wert von 35 Mio. EUR
Mit einem Transaktionsvolumen von über 35 Mio. EUR schließt der Textilmarktplatz TexYard das Jahr 2001 ab. „Tendenz weiter steigend“, so Jörg Hemmersbach, einer der beiden Geschäftsführer der TexYard Deutschland GmbH, einem Tochterunternehmen der TexYard Limited, London. Über den Umsatz will Hemmersbach keine Aussage treffen.
Beschaffung aller Sortimentsgruppen
Eine Ausweitung der Produktgruppen stand im vergangenen Jahr im Mittelpunkt der qualitativen Entwicklung des Marktplatzes, in den KarstadtQuelle 1 Mio. USD investiert hat. „Wir haben Transaktionen quer durch alle Sortimentsbereiche“, sagt Hemmersbach. Beschaffung über Web-Auktionen und Angebotsausschreibungen bietet TexYard bisher. Die für das vergangene Jahr bereits angekündigte Lösung für die internetbasierte kooperative Produktentwicklung soll in diesem Jahr angeboten werden.
Schwerpunktland Türkei
Dass die Türkei das Schwerpunktland von TexYard ist, hängt mit dem bisher größten Kunden, KarstadtQuelle , zusammen. In der Türkei betreibt TexYard ein eigenes Büro und kooperiert eng mit „Alka“, dem türkischen Einkaufsbüro von KarstadtQuelle.
Rund 3000 Adressen sind in der türkischen Lieferantendatenbank enthalten. Davon seien mehr als 300 Hersteller mit dem TexYard-System vertraut und hätten aktiv an dessen Entwicklung mitgearbeitet. Auf dem türkischen Markt habe TexYard die Funktionalität seiner „Sourcing-Tools“ gemeinsam mit Karstadt testen können, so Hemmersbach.
KarstadtQuelle mit großem Auktionsvolumen
Von einem „massiven Anstieg des Auktionsvolumens“ auf TexYard sprechen die Karstadt-Verantwortlichen, ohne konkrete Volumina nennen zu wollen.
Preisreduktionen von durchschnittlich 4 bis 8 Prozent und eine um 80 Prozent reduzierte Einkaufsdauer seien Ergebnisse des auktionsförmigen Einkaufs. Im Jahr 2001 fuhr KarstadtQuelle 506 Auktionen über TexYard und GNX (GlobalNetXchange).
Langfristig 30 Prozent über Web-Auktionen
Bis zu 30 Prozent des Einkaufsvolumens kann langfristig, so die Einschätzung, auktionsförmig online beschafft werden.
Zum Jahreswechsel ist bei KarstadtQuelle die Entscheidung gefallen, TexYard als Beschaffungslösung für Textilien im Konzern - und damit auch in den Tochterunternehmen - einzusetzen. In verschiedenen Schritten sollen Zentraleinkäufer an das TexYard-System angebunden werden.
Einkäufer initiieren Auktionen selbst
Damit können die Einkäufer selbst direkt Auktionen initiieren, ohne dabei den bisher üblichen Umweg über die zentrale zentrale Einkaufsagentur gehen zu müssen. Als nächster Schritt steht bei KarstadtQuelle die Integration des TexYard-Modells in die Systeminfrastruktur des Konzerns an.
TexYard will mehr sein als eine Auktionsplattform. Neue Funktionalitäten in Richtung Supply-Chain-Management sollen aufgesattelt werden. Neu entwickelt und integriert wurde ein System zur Prozesskontrolle („Critical Path Tracking“, CPT). Über das CPT-System kann der Einkäufer online über Termine und die Prozesskette wachen. Künftig soll auch die Produktentwicklung via TexYard-Tool möglich sein.
TexYard will weiter nach Osten
„Mittelfristig ist unser Ziel, TexYard international auszuweiten,“ sagt Hemmersbach zu einem weiteren Vorhaben. Nach China, Indien und Pakistan habe man bereits die Fühler ausgestreckt. Insgesamt gesteht Hemmersbach offen ein, dass TexYard, wie alle globalen Marktplätze, sein Entwicklungs- und Expansionstempo nicht hat halten können. Die Bearbeitung des Marktes gestaltet sich schwieriger als gedacht.
“Turn-around“ im nächsten Jahr
Doch Hemmersbach sieht „relativ unbeschwert“ in die Zukunft, nicht zuletzt wegen der finanziellen Ausstattung des Marktplatzes, in den die Internet Capital Group (ICG) rund 15 Mio. USD investiert hat. Am Jahresende will TexYard ein Transaktionsvolumen von „deutlich über 100 Millionen“ aufweisen können. Anfang 2003 soll der „Turn-around“ geschafft sein.
Otto überlegt noch
Drei neue Kunden bis zum Jahresende, lautet ein weiteres Ziel. Mit welchen Handelsunternehmen man im Gespräch sei, will Hemmersbach nicht sagen. Ein Unternehmen, das die TexYard-Plattform getestet hat, ist der Otto Versand.
Den Test beurteilt man bei Otto positiv, doch der TexYard-Schwerpunkt Türkei wird als Nachteil gesehen. Eine weitere Zusammenarbeit sei „zurückgestellt“, so eine Sprecherin von Otto.
Quelle: lz-net.de