Verkaufspreis unter Kosten


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Verkaufspreis unter Kosten

 
04.07.05 10:44
Die von GM seit einigen Jahren auf dem US Markt eingeschlagene Strategie kann langfristig nur Verlierer produzieren. Bisher hat die von GM angezettelete Rabattschlacht zu keinen Erfolgen geführt, der Juni Verkaufserfolg kann hier wohl als Ausnahmen angesehen werden, handelt es sich bei den zusätzlichen Käufen wohl nur um einen Vorzieheffekt.

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Größter US-Autohersteller steigert Marktanteil im Juni deutlich

Rabattattacke von GM bringt Chrysler gewaltig unter Druck


Der hart umkämpfte US-Automarkt steht vor einem neuen Höhepunkt im seit Jahren tobenden Preiskampf.

hz/je FRANKFURT/PORTLAND. Der deutliche Zugewinn von Marktanteilen von General Motors im Monat Juni nach dessen Rekord-Rabatten erhöht nach Einschätzung von Experten die Wahrscheinlichkeit, dass der Preiskrieg weiter eskalieren wird. Im Juni steigerte GM den Absatz um 41 Prozent, während die amerikanische Daimler Chrysler-Sparte Chrysler Group ihren Absatz nur um fünf Prozent erhöhte.

Der drittgrößte US-Autobauer traf bereits Vorbereitungen, um ebenfalls Kaufanreize wie GM anzubieten, falls dieser die Rabatt-Aktion verlängern sollte. GM gibt allen Kunden bis 5. Juni einen Preisnachlass, wie er sonst nur Mitarbeitern gewährt wird. Der Autobauer will diese Woche entscheiden, ob der Rabatt fortgesetzt wird.

Analysten sind besorgt, dass die von GM angestachelte Rabattschlacht die Renditen weiter ruinieren könnte. Die verschärfte Gangart von GM stellt vor allem für Chrysler ein Risiko dar. Nach Berechnungen von Dresdner Kleinwort müsste die US-Sparte von Daimler-Chrysler weitere 600 bis 800 Dollar pro Fahrzeug für Verkaufsanreize ausgeben. Sollte Chrysler nachlegen, brächte dies die Gewinnprognose für 2005 von operativ 1,46 Mrd. Euro ins Wanken, warnten die Analysten.

Pessimistisch sind die Experten von UBS auch für GM: Sie rechnen für das Gesamtjahr nun mit einem Verlust von 1,25 Dollar je Aktie. Zuvor hatte die Bank noch einen Gewinn von 50 Cents erwartet.

Ein Ultimatum von GM-Boss Rick Wagoner an die Gewerkschaft UAW für Zugeständnisse der Belegschaft bei den Gesundheitskosten verstrich folgenlos. Wagoner hatte mit einem Alleingang gedroht, falls die Mitarbeiter nicht nachgeben sollten. GM hatte im ersten Quartal den höchsten Verlust seit 13 Jahren eingefahren und anschließend die Streichung von 25 000 Stellen angekündigt. Auch Erzrivale Ford hat die Gewinnprognose reduziert und den Abbau von 1 700 Stellen verkündet.


HANDELSBLATT, Montag, 04. Juli 2005, 10:00 Uhr

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Toyota braucht keine Rabatte zur Absatzförderung

 
11.07.05 09:47
Presse: Toyota erhöht Absatzziel in den USA - Weitere Preiserhöhungen

TOKIO (dpa-AFX) - Der japanische Autobauer Toyota  hat sein Absatzziel in den USA einem Pressebericht zufolge für dieses Jahr erhöht, plant aber gleichzeitig weitere Preisanhebungen. Wie die Zeitung 'Nihon Keizai Shimbun' unter Berufung auf Yukitoshi Funo, Chairman der Toyota Motor Sales USA, am Montag berichtete, will der Konzern in diesem Jahr 2,2 Millionen Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten verkaufen, 50.000 mehr als ursprünglich geplant. Mit bis Juni in den USA abgesetzten knapp 1,15 Millionen Wagen sei das Jahr bislang für den Konzern besser gelaufen als erhofft. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Konzern für seine Mittelklasse-Limousine Camry einen Preisaufschlag angekündigt. Ab der kommenden Woche müssen zudem die Kunden für die beiden Premium-Modelle LS 430 und GS 300 (Lexus) sowie für die Modelle xA und xB (Scion) tiefer in die Tasche greifen. So sollen die betroffenen Baureihen mit dem Modelljahr 2006 zwischen 0,5 und 1,6 Prozent teurer werden. Die meisten der Wagen kommen bereits ab August auf den Markt. Toyota rechnet nach Angaben des Blattes nicht mit einem Rückgang der Nachfrage durch die angekündigten Preiserhöhungen. Funo begründete die Preiserhöhungen, die diesmal deutlicher als bisher ausfallen, mit den höheren Öl- und Stahlpreisen aber auch mit zukünftigen Währungsrisiken./ku/FX/tav/jb/she

Quelle: dpa-AFX
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Toyota will

 
15.07.05 17:43
China öffnet sich zunehmend für global aufgestellte nicht-japanische Anbieter

Toyota will mehr bei europäischen Zulieferern einkaufen

Von Nicole Bastian

Der weltweit zweitgrößte Autobauer Toyota will im Zuge seiner weltweiten Expansion mehr bei europäischen Zulieferern einkaufen. Mit zunehmender Produktion im Ausland werde sich der Anteil global aufgestellter europäischer Zulieferer erhöhen, sagte der neue Präsident der Toyota Motor Corp., Katsuaki Watanabe, dem Handelsblatt.

HB DÜSSELDORF. Zum einen soll für die Produktion in Europa der Anteil lokaler Unternehmen gesteigert werden. Aber auch auf Märkten wie China öffne sich Toyota zunehmend für global aufgestellte nicht-japanische Anbieter. „Wir wissen, dass es uns stärkt, wenn wir die Stärke von global aufgestellten Unternehmen nutzen können. Das ist auch für uns schneller und billiger“, sagte Watanabe, der zuvor im Vorstand für Beschaffung zuständig war. Toyota veröffentlicht die Anteile der nicht-japanischen Zulieferer am Geschäft nicht. Als eine seiner Hauptaufgaben als neuer Chef hat er sich vorgenommen, das weltweite Logistiksystem Toyotas an das rasche Wachstum anzupassen.

Toyota betreibt mittlerweile 51 Fabriken in 26 Ländern. In der Tschechei wurde gerade gemeinsam mit PSA aus Frankreich eine neue Fabrik eröffnet, in Texas und Kanada wird ebenso gebaut wie in Russland. So soll das Ziel, bis 2006 den Absatz auf 8,5 Millionen Autos zu steigern, erfüllt werden. Aber auch darüber hinaus sei noch viel Raum zum Wachsen, sagte Watanabe. An einem Plan mit Vorgaben bis 2010 werde gerade gearbeitet. Bisher hat Toyota einen local content Anteil von rund 80 Prozent in Europa etwa oft über japanische Zulieferer, die vor Ort produzieren erreicht. Doch bei einigen Zulieferern sind die Grenzen des Auslandsengagements erreicht. Das eröffnet auch in Unternehmen wie Toyota oder Honda, die sehr enge Beziehungen mit Zuliefern haben, meist an ihnen beteiligt sind, gerade auf noch jungen Automärkten Lücken für global operierende Automobilzulieferer.

Die Robert Bosch GmbH zum Beispiel setzt stark darauf, dass vor allem die ausländischen Aktivitäten der japanischen Autobauer künftig mehr Aufträge in die Kasse spülen. „Hier können wir unseren globalen Ansatz richtig ausspielen“, sagte Vorstandschef Franz Fehrenbach kürzlich in Tokio. Und ungefragt nannte Watanabe Bosch auch als ein Beispiel für die „exzellenten europäischen Zulieferer“, deren Anteil bei Toyota sich bereits erhöht habe.

Auch Stefan Stocker, Präsident der Japantochter Bosch Automotive Systems Corporation, meint: „Wegen der weltweiten Expansion sind die japanischen Unternehmen viel offener ausländischen Zulieferern gegenüber.“ Das gelte gerade auch für den chinesischen Markt. Viele der Aufträge würden jedoch weiterhin in Japan vergeben, weil hier die Ingenieursgruppen säßen. Schon jetzt ist Japan für Bosch mit umgerechnet 2,3 Mrd. Euro der drittgrößte Absatzmarkt der Welt. Mehr als die Hälfte des Umsatzes in Asien werden hier erwirtschaftet. Der Marktanteil ist jedoch wegen der lange geschlossenen Zuliefersysteme in Japan noch weit unter dem weltweiten Anteil. Größter Kunde ist die Nissan-Renault-Gruppe. Japans zweitgrößter Autobauer hat nach der Allianz mit Renault das System einer vertikal integrierten Struktur mit festen Zuliefern, Keiretsu genannt, abgeschafft.

Die Globalisierung der japanischen Autobauer bringt aber andererseits auch neue Konkurrenten. Zulieferer der Toyota-Gruppe etwa wie Denso gewinnen im Zuge der Globalisierung selbst auch an Stärke. Mit ihren Werken im Ausland beliefern sie auch lokale Autobauer.

Seinen Marktanteil von fünf Prozent in Europa, der weit unter dem weltweiten von rund zwölf Prozent liegt, will Watanabe weiter steigern. Autos mit Hybridantrieb und neue Modelle der Luxusmarke Lexus sollen hier neuen Schub geben. Ein Absatzziel will er jedoch nicht nennen. Toyota Europe hat sich bis 2010 einen Absatz von 1,2 Millionen Fahrzeugen zum Ziel gesetzt – gut 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.


HANDELSBLATT, Freitag, 15. Juli 2005, 14:15 Uhr

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Bernhard: "Uns geht es nicht gut"

 
15.07.05 17:45
Bernhard: "Uns geht es nicht gut"

VW-Markenchef erwartet harte Zeiten


Der neue VW-Markenchef Wolfgang Bernhard erwartet eine Verschärfung der Krise bei der Kernmarke des Autobauers und setzt daher radikal den Rotstift an. Der Betriebsrat warnt bereits, den Sparkurs nicht einseitig zu Lasten der Belegschaft zu fahren.



HB WOLFSBURG. „So gut wie es uns jetzt geht, wird es uns die nächsten drei Jahre nicht mehr gehen. Und es geht uns nicht gut“, sagte Bernhard der VW-Mitarbeiter-Zeitung „Autogramm“. Bernhard weiter: „Wir haben uns die Frage gestellt: Was müssen wir leisten, um die nächsten Jahre zu überstehen.“ Das Ergebnis sei das Sparprogramm von sieben Mrd. €. Die Marke VW schreibt derzeit rote Zahlen.

Branchenkreisen zufolge will der Autokonzern in den kommenden drei bis vier Jahren rund zehn Mrd. € einsparen. Bis Ende 2008 soll das konzernweite Nettoergebnis dadurch um vier Mrd. € verbessert werden. 2004 war der Konzerngewinn erneut deutlich gesunken.

Bernhard sprach mit Blick auf das neue Sparprogramm „For Motion plus“, Nachfolger von „For Motion“, es müsse gelingen, einen „Verbesserungsschub in allen Bereichen“ zu erreichen. Die Summe von sieben Mrd. € gliedere sich auf in zwei Mrd. € durch eine Leistungssteigerung im Vertrieb sowie fünf Mrd. € durch Kostenreduzierungen. Bei letzterem „diskutiere“ VW rund drei Mrd. € auf der Materialseite, 1,3 Mrd. € auf der Produktions- und rund 500 Mill. € auf der Gemeinkostenseite. Das neue Sparprogramm soll im November dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt werden.

Bernhard sagte zudem, VW habe für das zweite Halbjahr 2006 „Verkaufsförderungen“ von 40 Mill. € beschlossen, um den Absatz der in Wolfsburg gefertigten Modelle anzukurbeln. Dies ist vor allem der Golf. Um „weitere Produktionsrücknahmen“ zu vermeiden, wäre ein neues Schichtmodell in Wolfsburg ein „Weg“. Die Verhandlungen darüber liegen aber seit Beginn der Korruptionsaffäre auf Eis.

Bernhard forderte außerdem Zugeständnisse des Betriebsrates beim geplanten Bau eines Golf-Geländewagens in Wolfsburg. „Für den Markterfolg fehlen uns noch rund 850 € Kostensenkung pro Fahrzeug, die wir produktseitig nicht mehr schließen können. Zurzeit laufen die Gespräche mit dem Betriebsrat, diese 850 € mit Maßnahmen zu belegen.“

Bis zum 20. August müsse es ein Ergebnis geben, damit der Geländewagen beschlossen werden könne. „Jede Verzögerung schadet dem Produkt und nützt unseren Wettbewerbern.“ Bernhard: „Eine schnelle Einigung würde uns ermutigen, mit weiteren Produktvorschlägen zur Sicherung der Beschäftigung an den Betriebsrat in Wolfsburg heranzutreten.“ Der Betriebsrat war am Freitag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Angesichts der geplanten Milliardeneinsparungen bei VW hat der Gesamtbetriebsrat erneut davor gewarnt, den Sparkurs „einseitig“ zu Lasten der Belegschaft zu fahren. Bestehende Verträge müssten eingehalten werden, heißt es in einer am Freitag in Wolfsburg veröffentlichten Erklärung. Der Betriebsrat stehe dazu, dass die „Strukturen und Prozesse“ bei der Marke Volkswagen verändert werden müssten, um die Kosten zu optimieren. Nach dem Sommerurlaub würden die Einzelheiten mit Vorstand und Management diskutiert.


HANDELSBLATT, Freitag, 15. Juli 2005, 13:10 Uhr




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