USA-Wirtschaft


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USA-Wirtschaft

 
25.04.01 10:14
Korrektur in USA abgeschlossen


Die amerikanischen Börsen würden seit Anfang des Jahres schlechte Ergebnisse verzeichnen, so die Analysten von BNP Paribas Asset Management in einem aktuellem Marktausblick. Anstelle einer mehr oder weniger raschen Wirtschaftserholung werde eine mögliche Rezession diskutiert.

Die US-Wirtschaft sehe jedoch aus Sicht von BNP Paribas Asset Management nicht so schlecht aus, wie es häufig dargestellt werde. Eine Rezession, die eine rückläufige Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts für zwei Quartale in Folge impliziere, werde nach wie vor für wenig wahrscheinlich gehalten. Für wahrscheinlich halte man dagegen, dass sich die wirtschaftliche Aktivität deutlich verlangsame. Für die Binnennachfrage, eine ausschlaggebende Komponente des Bruttoinlandsprodukts, seien die Verluste an der Börse fraglos von Nachteil (nach Angaben der FED minus 842 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2000, das Vierfache der Verluste des Jahres 1987). Die Nachfrage werde laut BNP Paribas zudem von der Vermögenssituation der Haushalte (negative Sparquote, drückende Verschuldung) und der schrittweisen Verschlechterung des Arbeitsmarktes leiden.

Weder die Sachvermögensbildung aufgrund der überschüssigen Produktionskapazitäten, noch den Außenhandel sehe man derzeit in der Lage, diese unzureichende Nachfrage der Haushalte auszugleichen. Längerfristig würden die Fundamentalwerte der amerikanischen Wirtschaft für BNP Paribas dagegen ein viel solideres Bild. Das gelte auch für das Finanzsystem und die Unternehmen, deren Bilanzstrukturen noch gesunden müssten.

Die Bewertungen der Firmen der New Economy sowie der Old Economy würden sich an den US-Börsen aus Sicht von BNP Parisbas rasch aneinander annähern. Die in den Portfolios gehaltenen Barbestände der institutionellen Anleger hätten nach Einschätzung des BNP Paribas Head of Investment, Alain Jegou, historisch hohe Niveaus erreicht und würden somit einen raschen Anstieg der Börsen möglich machen. Aufgrund der vermehrt frühen „Profit Warnings“ und der nach unten gerichteten Korrekturen der Ertragsaussichten schließe BNP Paribas darauf, dass sich die schlimmsten Nachrichten bereits in den Kursen niedergeschlagen hätten. Man registriere zahlreiche technisch orientierte Käufe, die von der Schwächphase der Märkte profitieren wollten.

BNP Parisbas vertrete auf dieser Basis die Meinung, dass die Korrektur an den amerikanischen Börsen im wesentlichen abgeschlossen sei. Für Aktien würden sich interessante Kaufgelegenheiten bieten, wohingegen Renten teuer erscheinen würden. Da man auf keinen Fall die nächste Börsenrallye verpassen wolle, bleibe die Investmentgesellschaft bei ihrem starken Engagement in amerikanischen Aktien.







 Quelle: Paribas vom 25.04.2001
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