Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Donnerstag schwächer geschlossen, berichten die Analysten der SEB in ihrem aktuellen "AnlageFlash".
Nach wechselhaften Unternehmensnachrichten und per saldo eher enttäuschenden volkswirtschaftlichen Zahlen hätten die Gewinnmitnahmen eingesetzt. Der marktführende Dow Jones-Index habe 0,8% oder 83 Punkte verloren, um bei 10.928 Punkten zu schließen. Der marktbreite S&P 500-Index habe 0,9% oder 11 Punkte auf 1.249 verloren. Der technologielastige NASDAQ Composite-Index schließlich habe um 2,0% oder 41 Zähler auf 2.039 nachgegeben. Der Umsatz habe bei 1,7 Mrd. gehandelter Aktien nach 1,87 Mrd. am Vortag gelegen. Der Verhältnis Gewinner zu Verlierer sei mit 1.060 zu 2.261 negativ gewesen.
Von den drei gestern veröffentlichen Wirtschaftsdaten seien lediglich die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung besser als erwartet ausgefallen. Diese seien um 30.000 zurückgefallen, während die Prognosen von einem Rückgang von nur 20.000 ausgegangen seien. Der Index der US-Frühindikatoren dagegen sowie der am Abend bekannt gegebene Philadelphia-FED-Index hätten enttäuscht. Der Index der Frühindikatoren sei im Juni nur um 0,1% gestiegen, während die Prognosen von einer Zunahme von 0,2% ausgegangen seien. Der Rückgang von 0,6% im Vormonat sei bestätigt worden. Der später veröffentliche Phili-FED-Index sei überraschend stärker als prognostiziert zurückgegangen. Er sei auf ein Niveau von 6,0 nach 13,1 gefallen, die Schätzungen hätten bei 11,5 gelegen.
Zuletzt eher unterschiedlich seien die Quartalsberichte der Unternehmen ausgefallen. Intel, die schon am Vortag mit ihren Zahlen herb enttäuscht hätten, hätten gestern 7,5% verloren. Motorola dagegen, die mit ihrem Zahlenwerk hätten überzeugen können, seien um 7% in die Höhe geklettert. Apple Computer hätten 11,8% gewonnen, die dank des iPod im Gewinn überproportional im Gewinn zugelegt hätten.
Am Big Board sei der Bericht des Pharmagiganten Pfizer (+1,8%) gestern auf positive Resonanz gestoßen. Das Haus habe wider Erwarten mit seiner Prognose für das Gesamtjahr 2006 überrascht. Ford (-2,2%) dagegen hätten mit ihrem Quartalsbericht enttäuscht. Nachbörslich schwach aufgrund enttäuschender Zahlen sei Intel-Konkurrent AMD (-3,7%) gewesen.
Heute würden keine neuen Wirtschaftsdaten veröffentlicht. An der Unternehmensfront würden u. a. Caterpillar und Eli Lilly folgen. (21.07.2006/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 21.07.2006
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
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21.07.2006 13:45:00 Quelle: AKTIENCHECK.DE