US Stimmungsindikatoren schwach


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Nassie:

US Stimmungsindikatoren schwach

 
30.04.03 14:40
HSBC Trinkaus & Burkhardt
 
Nachdem im April mit dem Philly FED Index und dem Empire State Index bereits zwei regionale Indikatoren für das Verarbeitende Gewerbe in den USA eher enttäuschende Zahlen aufwiesen, dürfte auch der von der Autoindustrie geprägte Chicago PMI kaum mit einem großen positiven Indexsprung überraschen, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Man gehe statt dessen von einem leichten Rückgang auf 47,8 Punkte aus. Mit Blick auf den am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden nationalen ISM-Index werde es damit immer wahrscheinlicher, dass dort die Wachstumsmarke von 50 Punkten zum zweiten Mal in Folge verfehlt werde (Prognose: 46,8 Punkte). Eine konjunkturelle Belebung sei damit vorerst nicht in Sicht. Die aktuellen Indexstände würden in den kommenden Monaten maximal auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Aktivitäten hindeuten.

In Frankreich würden die Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung ebenfalls gedämpft bleiben. Zwar erwarte man für das heute zur Veröffentlichung anstehende Konsumentenvertrauen für den Monat April eine leichte Verbesserung auf -30 Punkte. Im März sei der Umfragesaldo mit -32 Punkten aber auch auf den tiefsten Stand seit Dezember 1996 gefallen. Ein dynamischer Aufschwung erscheine daher in den kommenden Monaten wenig realistisch. Die gesunkenen Ölpreise dürften bei der europäischen Inflationsrate im April preisdämpfend zu Buche geschlagen haben. Man rechne mit einem Rückgang in der Jahresrate von 2,4% auf 2,3%.


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Nassie:

Quo vadis Dax und Nikkei ?

 
30.04.03 14:45
Von Claus Vogt

Dax

Trotz einer von den Tiefs aus gerechneten 36-prozentigen Aufwärtsbewegung befindet sich der Dax noch immer unter seiner fallenden 200-Tage-Durchschnittlinie. Die von zahlreichen Bullen als Bodenbildung bezeichnete, knapp dreimonatige Formation erscheint uns für das Ende dieses gewaltigen Bärenmarktes unangemessen klein und kurz zu sein, während die anschließende Aufwärtsbewegung viele Zeichen einer Bearmarket-Rallye trägt. Selbst für den Fall, daß wir tatsächlich die Tiefs dieses Bärenmarktes gesehen haben sollten, erwarten wir auf dem aktuellen Niveau, also bei rund 3000 Zählern, erheblichen Widerstand und den Beginn einer ausgeprägten Konsolidierung von rund 500 Punkten. Bisher spricht aus unserer Kenntnis der charttechnischen Analyse noch nichts für einen bereits begonnenen neuen Bullenmarkt.

Nikkei

Auch im April hat dieser japanische Index neue Tiefs markiert und damit erneut seinen Abwärtstrend bestätigt. Im Jahr 14 seines langfristigen Bärenmarktes zeigt er noch keine Zeichen einer möglichen Bodenbildung. Allerdings fällt er seit nunmehr elf Monaten ohne eine ausgeprägte Gegenbewegung, ein seltenes Schauspiel. Eine größere Bearmarket-Rallye, die sich dann auch als beginnende Bodenbildung erweisen könnte, ist überfällig.

Gold

Gold befand sich seit seinem bei rund 850 US-Dollar erreichten Höchstkurs des Jahres 1980 in einem ausgeprägten langfristigen Abwärtstrend. Ab 1999 ging dieser in eine dem langjährigen Kursverfall angemessen lange Phase der Bodenbildung über. Es bildete sich ein Doppelboden bei rund 250 Dollar aus. Diese klassische Umkehrformation wurde im Dezember 2002 mit einem dynamischen Ausbruch über die Widerstandszone von 330 bis 340 Dollar abgeschlossen. Damit wurde vermutlich ein langjähriger Aufwärtstrend eingeleitet. Unmittelbar nach dem Ausbruch kam es zu einer Fortsetzung des Anstieges, der im Mai bei 389 Dollar ein vorläufiges Ende fand. Seither befindet sich das Edelmetall in einer ausgeprägten Korrekturphase, die es bis leicht unter die Untergrenze der Ausbruchszone hat zurückfallen lassen. In diesem Bereich verläuft auch die steigende 200-Tage-Durchschnittlinie. Es kommen hier also zwei wichtige technische Unterstützungen zusammen, was die aktuellen Kurse zu einem geradezu idealen Einstiegspunkt macht. Das zwischenzeitlich etwas zu optimistische Stimmungsbild am Goldmarkt hat sich während der 2 1/2monatigen Korrektur deutlich revidiert. Die Stimmungsindikatoren des Goldmarktes sprechen somit ebenfalls für eine baldige Wiederaufnahme des Aufwärtstrends.

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