US-Börsenschluss: Dow und Nasdaq trotzen schwachen Arbeitsmarktdaten
Von Dirk Benninghoff, Berlin
Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Freitag trotz schlechter Konjunkturdaten und neuer Hiosbotschaften von Unternehmen leicht zugelegt. Ford hebte mit erhöhten Gewinnprognosen die Laune der Anleger.
Der Dow Jones gewann 0,1 Prozent auf 8784 Punkte, während die Nasdaq 0,7 Prozent auf 1447 Zähler zulegte. Starke Chip-Werte stützten den Hightech-Markt.
Dabei hatte die Wall Street schlechte Nachrichten zu verdauen. So ist die Zahl der Beschäftigten in den USA außerhalb der Landwirtschaft im Dezember entgegen der Erwartung deutlich um 101.000 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote blieb dagegen mit 6,0 Prozent gegenüber November unverändert. Analysten hatten mit einem Stellenzuwachs von 22.000 Stellen gerechnet. Die schwachen Zahlen hatten die Futures kurz vor Börseneröffnung abrupt ins Minus gedrückt, so dass die Verluste zum Auftakt nicht überraschend kamen.
Börsianer sagten zudem, die Anleger sorgten sich wegen der Abkehr Nordkoreas vom Atomwaffensperrvertrag. "Wenn es keine Probleme mit Nordkorea gäbe, würde der Markt deutlicher zulegen", sagte Anthony Iuliano, Chefaktienhändler bei Glenmede Trust.
Ford erfreut die Anleger mit erhöhter Gewinnprognose
Positiv dagegen überraschte Ford Der Autobauer erwartet im laufenden Jahr im Konzern einen Gewinn je Aktie von 70 Cent und damit deutlich mehr als von Analysten prognostiziert. Der Kostensenkungsplan befinde sich auf dem richtigen Weg, sagte Finanzchef Allan Gilmour am Freitag in Detroit auf einem Treffen mit Analysten. Die Autoproduktion werde in diesem Jahr ein Ergebnis um die Gewinnschwelle erzeilen und Ford Credit werde dem Konzern einen Gewinnbeitrag leisten. Auf Grund dieser Faktoren "erwarten wir im Gesamtjahr einen Reingewinn von etwa 70 Cent je Aktie". Von Thomson First Call befragten Analysten hatten den Gewinn je Aktie im Mittel mit 46 Cent prognostiziert. Die Aktie kletterte entsprechend um 2,6 Prozent.
Negative Nachrichten gab es dagegen erneut von der angeschlagenen Einzelhandelsbranche J.C. Penney will Filialen in in Atlanta und Kansas schließen und 2000 Mitarbeiter entlassen. Die Maßnahmen würden in diesem Jahr Kosten in Höhe von 40 Mio. $ oder 10 Cent je Aktie verursachen, teilte Penney mit. Die Aktie brach um vier Prozent ein.
Pharma-Aktien erholen sich
Stark unter Druck standen lange Zeit Schering-Plough . Der Pharmakonzern hatte zuvor seine Gewinnerwartung für das abgelaufene Jahr gesenkt. Das Hauptproblem: Ein rapider Absatzschwund bei dem Anti-Allergicum Claritin. Die Aktie verlor am Ende aber nur 0,4 Prozent, so dass sich auch die anderen Werte erholten. Pfizer waren mit einem Verlust von 1,1 Prozent schwächster Wert, während Merck 0,1 Prozent gewannen und Bristol-Myers-Squibb 0,6 Prozent verloren.
Auch Bank-Aktien erholten sich. FleetBoston hatte am Morgen noch die Branchenwerte stark belastet. Die Prognosen der Analysten werden im vierten Quartal verfehlt, teilte die siebtgrößte Bank der Vereinigten Staaten mit. Für faule Kredite wurden 800 Mio. $ an Risikovorsorge bereitgestellt. Die Aktie schloss dennoch nur 0,4 Prozent schwächer. Citigroup gewannen sogar 1,1 Prozent, JP Morgan verloren 0,8 Prozent, und American Express zählten nach zeitweise hohen Verlusten mit einem Plus von 0,3 Prozent am Ende noch zu den Gewinnern im Dow Jones.
Analysten hoffen auf Intel
Bei den Hightech-Werten zogen die Kurse der Chip-Aktien im Vorfeld der neuen Quartalszahlen von Intel an. Der Marktführer präsentiert am Dienstag seine Ergebnisse und dürfte nach Einschätzung von Analysten seinen Gewinn pro Aktie im vierten Quartal 2002 von 7 auf 14 US-Cent gesteigert haben. Während Intel um 2,1 Prozent anzogen, stiegen Texas Instruments um 1,2 Prozent. AMD wurde auch beflügelt durch eine Aufstufung von UBS Warburg. Die Aktie stieg um kräftige 7,2 Prozent.
Telekomzulieferer wurden durch eine Hochstufung von Lehman Brothers beflügelt. Die stärksten Zugewinne verbuchten ADC Telecommunications, die um 9,8 Prozent stiegen.
Von Dirk Benninghoff, Berlin
Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Freitag trotz schlechter Konjunkturdaten und neuer Hiosbotschaften von Unternehmen leicht zugelegt. Ford hebte mit erhöhten Gewinnprognosen die Laune der Anleger.
Der Dow Jones gewann 0,1 Prozent auf 8784 Punkte, während die Nasdaq 0,7 Prozent auf 1447 Zähler zulegte. Starke Chip-Werte stützten den Hightech-Markt.
Dabei hatte die Wall Street schlechte Nachrichten zu verdauen. So ist die Zahl der Beschäftigten in den USA außerhalb der Landwirtschaft im Dezember entgegen der Erwartung deutlich um 101.000 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote blieb dagegen mit 6,0 Prozent gegenüber November unverändert. Analysten hatten mit einem Stellenzuwachs von 22.000 Stellen gerechnet. Die schwachen Zahlen hatten die Futures kurz vor Börseneröffnung abrupt ins Minus gedrückt, so dass die Verluste zum Auftakt nicht überraschend kamen.
Börsianer sagten zudem, die Anleger sorgten sich wegen der Abkehr Nordkoreas vom Atomwaffensperrvertrag. "Wenn es keine Probleme mit Nordkorea gäbe, würde der Markt deutlicher zulegen", sagte Anthony Iuliano, Chefaktienhändler bei Glenmede Trust.
Ford erfreut die Anleger mit erhöhter Gewinnprognose
Positiv dagegen überraschte Ford Der Autobauer erwartet im laufenden Jahr im Konzern einen Gewinn je Aktie von 70 Cent und damit deutlich mehr als von Analysten prognostiziert. Der Kostensenkungsplan befinde sich auf dem richtigen Weg, sagte Finanzchef Allan Gilmour am Freitag in Detroit auf einem Treffen mit Analysten. Die Autoproduktion werde in diesem Jahr ein Ergebnis um die Gewinnschwelle erzeilen und Ford Credit werde dem Konzern einen Gewinnbeitrag leisten. Auf Grund dieser Faktoren "erwarten wir im Gesamtjahr einen Reingewinn von etwa 70 Cent je Aktie". Von Thomson First Call befragten Analysten hatten den Gewinn je Aktie im Mittel mit 46 Cent prognostiziert. Die Aktie kletterte entsprechend um 2,6 Prozent.
Negative Nachrichten gab es dagegen erneut von der angeschlagenen Einzelhandelsbranche J.C. Penney will Filialen in in Atlanta und Kansas schließen und 2000 Mitarbeiter entlassen. Die Maßnahmen würden in diesem Jahr Kosten in Höhe von 40 Mio. $ oder 10 Cent je Aktie verursachen, teilte Penney mit. Die Aktie brach um vier Prozent ein.
Pharma-Aktien erholen sich
Stark unter Druck standen lange Zeit Schering-Plough . Der Pharmakonzern hatte zuvor seine Gewinnerwartung für das abgelaufene Jahr gesenkt. Das Hauptproblem: Ein rapider Absatzschwund bei dem Anti-Allergicum Claritin. Die Aktie verlor am Ende aber nur 0,4 Prozent, so dass sich auch die anderen Werte erholten. Pfizer waren mit einem Verlust von 1,1 Prozent schwächster Wert, während Merck 0,1 Prozent gewannen und Bristol-Myers-Squibb 0,6 Prozent verloren.
Auch Bank-Aktien erholten sich. FleetBoston hatte am Morgen noch die Branchenwerte stark belastet. Die Prognosen der Analysten werden im vierten Quartal verfehlt, teilte die siebtgrößte Bank der Vereinigten Staaten mit. Für faule Kredite wurden 800 Mio. $ an Risikovorsorge bereitgestellt. Die Aktie schloss dennoch nur 0,4 Prozent schwächer. Citigroup gewannen sogar 1,1 Prozent, JP Morgan verloren 0,8 Prozent, und American Express zählten nach zeitweise hohen Verlusten mit einem Plus von 0,3 Prozent am Ende noch zu den Gewinnern im Dow Jones.
Analysten hoffen auf Intel
Bei den Hightech-Werten zogen die Kurse der Chip-Aktien im Vorfeld der neuen Quartalszahlen von Intel an. Der Marktführer präsentiert am Dienstag seine Ergebnisse und dürfte nach Einschätzung von Analysten seinen Gewinn pro Aktie im vierten Quartal 2002 von 7 auf 14 US-Cent gesteigert haben. Während Intel um 2,1 Prozent anzogen, stiegen Texas Instruments um 1,2 Prozent. AMD wurde auch beflügelt durch eine Aufstufung von UBS Warburg. Die Aktie stieg um kräftige 7,2 Prozent.
Telekomzulieferer wurden durch eine Hochstufung von Lehman Brothers beflügelt. Die stärksten Zugewinne verbuchten ADC Telecommunications, die um 9,8 Prozent stiegen.