Wird Deutschland jetzt nachträglich Fußballweltmeister 1966?
In ein paar Jährchen wird man die Welt nicht wieder erkennen. Weil all die Dinge, die in der Geschichte und im Privatleben der Menschen mal schief gelaufen sind, dann nachträglich korrigiert werden. Davon ist zumindest der US-Professor Ronald Mallett fest überzeugt, der, wie er der Zeitung Boston Globe verriet, allen Ernstes an einer Zeitmaschine arbeitet.
Ob die dann so funktioniert, wie hier beschrieben. Oder ob sie eher dem literarischen Vorbild nachempfunden wird, wird sich allerdings erst noch zeigen. Jedenfalls soll ein Prototyp kommenden Herbst bereits fertig sein, danach folgen die ersten Feldversuche. Und irgendwann, meint der 57-jährige Physiker, könnten dann Menschen auf den Zeittrip geschickt werden.
Auch Mallett selbst möchte übrigens in die Vergangenheit reisen. Dort will er seinen Vater, der vor 47 Jahren an Lungenkrebs gestorben ist, vor dem Zigarettenrauchen warnen. Und dann? Ja, dann wird es richtig kompliziert. Beispielsweise wenn Malletts Mutter nach dem Tod ihres Mannes wieder geheiratet und womöglich noch weitere Kinder bekommen hat. Die wären in der rückwirkend veränderten Gegenwart plötzlich entweder nicht mehr existent oder halt ein Entsorgungsproblem.
Ähnliche chaotische Folgen hätte auch die simple Annullierung des Tores von Wembley. Deutschland wäre zwar nachträglich Fußballweltmeister 1966, aber nicht lange, weil garantiert ein Engländer das wiederum in seinem Sinne sofort korrigieren würde. Und selbst ein im Nachhinein korrekt ausgefüllter Lottoschein macht keinen rechten Sinn, weil das ja jeder könnte und der Gewinn dementsprechend gering wäre.
Was der Herr Professor also plant, ist gefährlicher Unsinn. Daher kann man zum Schluss eigentlich nur hoffen, dass ein Kollege Wissenschaftler aus der Zukunft mittels Zeitmaschine bei Mallett mal kurz vorbeischaut, um ihn gar mächtig auf die Finger zu hauen.
Gruß
Happy End
