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US-Dollar, Korrektur eingeleitet, Helaba


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jack303:

US-Dollar, Korrektur eingeleitet, Helaba

 
07.02.03 08:53


Nach Meinung von Antje Praefcke, Devisenexpertin der Helaba, ist mit der Rede von US Außenminister Powell eine Korrektur beim USD eingeleitet worden.

Die europäische Gemeinschaftswährung (EUR/USD) habe heute Morgen bei 1,0780 US-Dollar eröffnet, nachdem über Nacht Tiefstkurse bei 1,0738 im New Yorker Handel markiert worden wären.

Nachdem der Euro am gestrigen Mittwoch im frühen europäischen Handel den Sprung über die 1,0900er Marke geschafft und neue Höchstkurse bei 1,0938 markiert habe, sei der Handel zunächst auf hohem Niveau relativ ereignislos geblieben. Erst am Nachmittag hätte die US Valuta wieder bis auf 1,0840 zugelegt. Der ISM Dienstleistungsindex sei unerwartet im Januar auf 54,5 von 54,2 gestiegen und habe zur Aufwärtsbewegung des US-Dollar beigetragen, die durch US Außenminister Powells Rede verschärft worden wäre.

Powell habe gestern in seiner Rede vor dem UN Sicherheitsrat dem Irak vorgeworfen, Waffen und Dokumente zu verstecken, die Waffeninspektoren an ihrer Arbeit zu hindern und Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida zu haben. Im Zuge der Rede Powells habe der US-Dollar global kräftig zugelegt, da der Markt allgemein der Ansicht sei, die Rede habe die internationale Gemeinschaft erfolgreich davon überzeugt, dass eine Aktion gegen den Irak nötig sei. Laut Japans Premierminister Koizumi habe Powell den Verdacht erhärtet, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze. Die ständigen Mitglieder des UN Sicherheitsrates hätten sich jedoch für eine Fortführung der Waffeninspektionen ausgesprochen. Es ist unseres Erachtens fraglich, ob Powell mit seiner Rede wirklich die Aussicht auf eine größere Koalition gegen den Irak und somit auf finanzielle Beiträge zum Konflikt verstärkt hat, so die Analystin weiter. Dennoch würden viele Marktteilnehmer die Gelegenheit nutzen, auf die Aufwärtsbewegung des US-Dollar aufzuspringen. Marktgerüchten zufolge sollen auch Zentralbanken und Fonds massiv Euro verkauft haben. Auch der Goldpreis habe heftige Einbußen hinnehmen müssen.

Die deutschen Industrieaufträge per Dezember würden mit 0,8 % rückläufig erwartet. Die dritte Schätzung des EMU BIP werde keine Überraschung mit sich bringen. Auch von der EZB Sitzung werde kein Zinsschritt erwartet. Die US Produktivität sollte nun dem langsamen Wirtschaftswachstum des vierten Quartals Rechnung tragen und um 0,1 % sinken, wobei die Lohnstückkosten um beachtliche 4,1% zulegen sollten. Die US Initial Claims würden nach wie vor auf hohem Niveau knapp unter 400.000 verharren. Die Zahlen sollten sich nicht unterstützend für den US-Dollar auswirken.

Die Tagescharts befänden sich nach wie vor auf neutralem Gebiet. Unterstützung finde der Euro bei 1,0770, bei 1,0730 und bei 1,0680 US-Dollar. Widerstände könnten bei 1,0820, bei 1,0870 und bei 1,0900 lokalisiert werden.

Zusammenfassend ergebe sich ein Bild, das die Möglichkeit eines nochmaligen Abgleitens in Richtung 1,0730 aufzeige. Der Markt habe die Rede Powells genutzt, um eine überfällige US-Dollar-Korrektur einzuleiten. Aus charttechnischer Sicht sei eine Fortführung der Korrektur durchaus möglich. Somit sei ein erneuter Test der 1,0730-40er Marke und eine 1,0740 bis 1,0840er Handelsbandbreite im heutigen Tagesverlauf wahrscheinlich. Ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1,0730/40 erhöhe das Abwärtsrisiko in Richtung 1,0650 und neutralisiere die positive Ausrichtung des Euro.

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jack303:

Der Chart

 
07.02.03 08:55



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