US-Dollar bleibt fest


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EinsamerSam.:

US-Dollar bleibt fest

 
05.04.05 09:28
US-Dollar bleibt fest

Der Euro eröffnete bei 1.2825 unweit der bisherigen Tiefstkurse der jüngsten Euro-Schwäche. Der US-Dollar gewinnt auch gegenüber dem JPY an Boden und notiert aktuell bei 108.65. Gestern war der Devisenmarkt unverändert dominiert durch die Geschehnisse vom letzten Freitag. Die Preisbewegung macht Meinung. Die Tatsache, daß überraschend schwache US-Wirtschaftsdaten den USD nicht nachhaltig belasten konnten, wird als Indiz innerer Stärke des USD interpretiert. Dabei spielt es noch keine Rolle, daß der Finanzmarkt in seiner Erwartungshaltung insbesondere eine wesentliche Verbesserung der Lage am US-Arbeitsmarkt unterstellt hat, um die Wachstumsprognosen und damit das Steueraufkommen des Mainstream zu erfüllen. Es spielt keine Rolle, daß der Markt eine verstärkte Haushaltsdisziplin der US-Administration unterstellt hat, die auch nicht ansatzweise erkennbar ist. Es spielt keine Rolle, daß die Problematik des Leistungsbilanzdefizits in keiner Form adressiert wird. Es spielt keine Rolle, daß ein Bilanzierungsskandal in den USA dem nächsten folgt (Fannie Mae, AIG etc.). Hohe Ölpreise haben offensichtlich nur negative wesentliche ökonomische Folgen außerhalb der USA. Zinserhöhungen der Fed wirken sich nicht nachhaltig auf den US-Konsum aus, obwohl mittlerweile 36 % der neuen Hypotheken kurzfristig refinanziert sind und der Kreditkartenkomplex an dem kurzfristigen Zinsniveau angebunden ist. Diese Auswahl von Problemfeldern bietet nur einen begrenzten Ausschnitt. Diese Auswahl soll jedoch verdeutlichen, was asymmetrische Wahrnehmung bedeutet. Derzeit bietet sich kurzfristig die Opportunität einer weiteren Befestigung des USD dank der asymmetrischen Wahrnehmung. Das Fundament der Bewegung ist auf Hoffnungen gebaut und ignoriert die Fakten! Gestern stand lediglich die Veröffentlichung der Erzeugerpreise der Eurozone per Februar auf der Agenda. Der Anstieg um 0,4% im Monatsvergleich entsprach den Konsensusprognosen und hatte keinen Markteinfluß.

Heute stehen zunächst Daten aus der Eurozone zur Veröffentlichung an. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich wird mit einem geringfügigen Rückgang um 0,3 Punkte auf 52,7 Zähler prognostiziert. Die Einzelhandelsumsätze sollen laut Analystenschätzungen um 0,1% im Februar gefallen sein. Beide Daten sind voraussichtlich nicht geeignet, dem Euro Unterstützung zu verleihen. Aus den USA folgt der „Challenger Report“ per März, der Aufschluß über die angekündigten Massenentlassungen gibt. Im Vormonat stellte sich ein deutlicher Anstieg auf 108.390 betroffene Jobs ein. Prognosen sind hier nicht erhältlich. Eine wesentliche Aufhellung der Lage am US-Arbeitsmarkt ist unverändert nicht erkennbar. Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das weiterhin den USD favorisiert. Nächste Kursziele sind im Bereich von 1.2720-50 ausgewiesen. Lediglich ein Überwinden des Widerstands bei 1.2970 – 1.3000 neutralisiert den negativen Bias des Euros.

Quelle: in-stock.de

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Der Einsame Samariter

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