W A T C H . F R E E
- US-BOERSENBRIEF -
4. Jahrgang - Ausgabe 30 (25.07.2003)
______________________________________________
DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1616-1521
Erscheinungsweise: woechentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)
I N H A L T
01. IWATCH ABSTRACT
02. RUECKBLICK: UEBERRASCHENDE WENDE AN DEN BOERSEN
03. AUSBLICK: FOLGT DIE KONJUNKTUR DER BOERSE? ODER NICHT??
05. WUNSCHANALYSE: YAHOO!: LOGIK IST HIER FEHL AM PLATZ
06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
09. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
10. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
11. AN-/ABMELDUNG
**************************************************
01. IWATCH ABSTRACT
**************************************************
Liebe Boersenfreunde,
nein, mit dem Versand der aktuellen iWatch-Ausgabe ist nichts
schief gelaufen: Ihr Autor hat sich dieses Wochenende extrem
schwer getan, die Informationsfuelle fuer Sie aufzubereiten.
Herausgekommen ist, wenn auch etwas spaeter als gewohnt, dafuer
aber eine kurze und recht detaillierte Positionsbestimmung fuer
das Sommertheater: Was ist zu beachten? Welche Meldungen werden
in den Vordergrund treten? Und was kann vernachlaessigt werden?
Im Kapitel 03 – Ausblick nehme ich Stellung zu diesen Themen.
Aber schon der Rueckblick sollte Sie heute interessieren: Wie
haengen die Anleihenmaerkte mit der Immobilienbranche zusammen?
Warum steigen die Aktien, wenn die Soehne von Saddam Hussein
gefasst werden? Und Wieso steigt das Gold ploetzlich wieder an?
Die Wunschanalyse ueber Yahoo! hingegen duerfte bei Ihnen mehr
Fragen aufwerfen als beantworten. Denn der Aktienkursverlauf
dieses Wertes ist mit herkoemmlichen Mitteln nur schwer zu
begruenden. Stattdessen habe ich abschliessend eine Chartanalyse
fuer Yahoo! erstellt und komme dadurch zu dem ueberraschenden (ja
auch fuer mich ueberraschenden) Ergebnis, dass der Kurs unter
guenstigen Umstaenden noch weitere 100% ansteigen koennte.
Wie gewohnt koennen Sie im Kapitel 06 die offenen Tradingideen
verfolgen. Anschliessend gebe ich Ihnen einen kurzen Ueberblick
ueber das, was in der kommenden Woche an festen Terminen zu
erwarten ist. Schliesslich werden Ihnen im Kapitel 08 wichtige
Marken aus der Charttechnik genannt.
Viel Anregendes bei der Lektuere wuenscht
Stephan Heibel
**************************************************
02. RUECKBLICK: UEBERRASCHENDE WENDE AN DEN BOERSEN
**************************************************
Index Aenderung z. Aenderung z. 24.07. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 17.07.
Internet 103% -6% 115.73 1.69%
S&P 500 28% -6% 981.60 -0.01%
Nasdaq 53% -4% 1,701.42 0.20%
Nasdaq-QQQ 58% -5% 31.18 0.00%
Dow Jones 27% -3% 9,112.51 0.68%
Gold 24% -6% 357.30 4.32%
Oel 24% -22% 27.80 -2.46%
30-Jahr Anl 23% -7% 5.09 0.19
Volatilitaet 0% -64% 20.46 -2.36
Euro-Dollar 10% -4% 1.15 0.03
Am Dienstag dieser Woche lief zunaechst das Geruecht ueber die
Ergreifung von zwei Soehnen von Saddam Hussein um. Im weiteren
Verlauf bestaetigte sich das Geruecht.
Den USA ist es bislang nicht gelungen, die Situation im Irak
unter Kontrolle zu bringen: Eine friedliche Demokratisierung ist
aufgrund von immer wieder aufflammenden Kaempfen in weiter Ferne.
In den USA daemmert langsam die Erkenntnis, dass der Blitzkrieg
in eine lange Besatzungsphase uebergeht.
Aus Sicht der Boerse ist das eine negative Perspektive. Der kurze
und dadurch kostenguenstige Krieg hatte die geopolitische
Situation stabilisieren sollen. Der schnelle Sieg war mit ein
Grund fuer die Rallye der letzten Monate.
Doch nun scheint sich der Einsatz im Irak in ein kostspieliges
Abenteuer zu verwandeln. Und der erwuenschte Erfolg, den Irak zu
demokratisieren, kostet immer mehr Menschenleben, Zeit und Geld.
Insbesondere die Tatsache, dass Saddam Hussein noch immer nicht
gefunden wurde, verhindert nach Meinung der USA einen Umschwung
in der Bevoelkerung des Iraks. Noch immer herrscht grosse Angst
in der Bevoelkerung, dass Saddam und seine Leute aus dem
Untergrund Einfluss nehmen koennten.
Vor diesem Hintergrund war die Ergreifung der beiden Soehne
Saddams ein wichtiger Schritt fuer die USA. Er soll der
irakischen Bevoelkerung zeigen, dass die USA noch immer intensiv
an der Ergreifung Saddams arbeiten.
So besteht an der US-Boerse derzeit eine einfache Gedankenkette:
Die US-Konjunktur benoetigt niedrige Oelpreise fuer einen
Aufschwung. Nur wenn die politischen Querelen in den arabischen
Laendern beruhigt werden koennen, wird die Oelfoerderung
gesteigert und damit der Preis gesenkt werden koennen. Eine
Stabilisierung des Iraks gilt als Schluessel fuer diese Region.
Und der Irak kann nur dann stabilisiert werden, wenn die letzten
Befuerchtungen ueber eine Rueckkehr von Saddam Hussein zerstreut
werden koennen.
Deswegen wurde die Meldung ueber den Tod der beiden Soehne an den
Boersen positiv aufgenommen. Die Kurse stiegen wieder an.
Allerdings kam es nicht zu einer Fortsetzung der Rallye, vielmehr
konnte eine Konsolidierung verhindert werden.
Die Flut von Quartalsergebnissen war wider Erwarten nicht so
positiv, dass es zu einer Fortsetzung der Rallye haette reichen
koennen. Die Rallye drohte zu enden. Die Meldungen aus dem Irak
verhinderten vorerst fallende Kurse. Am Freitag kam schliesslich
noch das Geruecht auf, eine Ergreifung Saddams stuende
unmittelbar bevor, was wiederum zu einer kleinen Rallye zum
Wochenausklang fuehrte. Boersianer hatten Angst, sofern Saddam am
Wochenende gefasst worden waere, die Rallye zum Wochenbeginn zu
verpassen.
Erstaunlich, wie schnell die Quartalsergebnisse in den
Hintergrund gedraengt werden konnten. Allenfalls ein paar
Konjunkturdaten wurden noch in die Breite getreten: Positive
Entwicklungen sowohl am Arbeits- als auch Immobilienmarkt hellten
die Konjunkturfront auf.
Aber, so wie es die Bullen nicht vermochten, die Rallye
fortzusetzen, so scheiterten auch die Baeren daran, die
schlechten Quartalsausblicke als Grund fuer eine Trendwende
herauszustellen. So wenig, wie die Prognosen der Unternehmen
Anlass zu Optimismus gaben, so wenig gaben sie aber auch Anlass
zur Sorge. Je mehr Quartalsberichte ich hoere, desto mehr leere
Formulierungen lerne ich kennen.
Vielleicht liegt dies auch an den verschaerften Vorschriften
durch die SEC. Vor zwei Wochen schrieb ich im Ausblick einen
virtuellen Brief vom Aufsichtsrat an die CEOs. Darin wurden die
Gefahren jeglicher Zukunftsprognosen beschrieben und es wurde
jedem CEO geraten, den Ball flach zu halten.
Offensichtlich halten sich Unternehmen an diesen Rat.
Die Erwartungen fuer diese Berichtssaison waren am Boden. Die
niedrigen Erwartungen wurden laut Thomson First Call um
durchschnittlich 6,2% uebertroffen. Positiv stach Amazon (AMZN)
heraus, statt eines erwarteten Gewinns von 6 Cent je Aktie wurden
10 Cent verdient. Bei dieser Rechnung wurden allerdings einige
„Sondereffekte" wie Aktienoptionen und Abschreibungen ausser
Betracht gelassen. Rechnet man alles zusammen, so kommt man doch
wieder nur auf einen Verlust von 11 Cent.
Dennoch, die Aktien von Amazon sprangen um 15% nach oben aufgrund
dieses Ergebnisses. Der Kurs steht nun bei $41,6. Sie erinnern
sich sicherlich daran, dass ich seit rund $20 darauf warte, diese
Aktien zu Shorten. Fast kommt es mir vor wie 1999, als Aktien
gekauft wurden, weil sie stiegen – und nicht, weil sie guenstig
bewertet waren. Es bleibt spannend.
Merck (MRK) enttaeuschte seine Anleger mit einem schwachen
Quartalsergebnis: Mit einem Gewinn je Aktie von 83 Cent wurden
die Erwartungen um einen Cent verfehlt. Die Umsaetze stagnierten,
der Ausblick war eher verhalten. Man haette erwarten koennen,
dass Merck als internationales Unternehmen von der
Dollarschwaeche profitieren kann und nationale Probleme
auszugleichen vermag. Nichts dergleichen wurde aber in Aussicht
gestellt.
Dieses Ergebnis wurde zum Wochenauftakt veroeffentlicht und
sorgte fuer einen schlechten Wochenanfang. Ein nicht ganz so
schlechtes Ergebnis wie befuerchtet von Texas Instruments (TXN)
und ein optimistischer Ausblick von Novellus (NVLS) verhalfen der
Boerse am Dienstag, gemeinsam mit den Geruechten aus dem Irak, zu
einem verhaltenen Verlauf.
Im Wochenverlauf folgten dann das Amazon-Ergebnis, gemeinsam mit
einem ebenso positiven Ergebnis von Ask Jeeves (ASKJ) und Amgen
(AMGN). Dow Chemical (DOW) und AT&T (T) fuehrten diese Reihe
fort.
Parallel zu dieser, insgesamt doch uneinheitlichen, Entwicklung
am Aktienmarkt konnte das Gold gut zulegen. Ben Bernanke meldete
sich wieder einmal zu Wort und erwaehnte, dass man den US-
Leitzins noetigenfalls auch auf Null Prozent senken sollte,
sofern die Konjunktur dies erfordere.
Deflationsaengste sind vorerst verflogen. Es folgt die Angst vor
einer Liquiditaetsschwemme mit anschliessender Deflation, der
Goldpreis steigt und der Dollar faellt. Somit waren Gold- und
Dollarpreis auch die beiden einzigen Werte, die in der
abgelaufenen Woche nennenswerte Veraenderungen verzeichneten. Das
Gold stieg um 4%, der Dollar fiel um 3 Cent.
Der Anleihenmarkt, der Mitte Juni ein Top bildete oder anders
formuliert, der Mitte Juni die niedrigsten langfristigen Zinsen
seit 45 Jahren anbot, setzte seine Talfahrt fort. Die Rendite der
30-jaehrigen Anleihen stieg in diesem Umfeld von knapp ueber 4%
auf inzwischen wieder ueber 5%.
Vor dem Hintergrund der gleichzeitigen US-Dollarschwaeche muss
sich in den naechsten Tagen wohl eines der beiden aendern:
Entweder der Dollar wird wieder staerker oder die Rendite geht
wieder etwas zurueck. Denn ein schwacher Dollar wird von Japan
gestuetzt: Um einen fuer die eigenen Exporte vorteilhaften
niedrigen Yen zu behalten, werden Dollar gekauft. Anschliessend
muessen diese Dollar angelegt werden: Entweder am Anleihenmarkt
oder am Aktienmarkt.
Da der Aktienmarkt bereits wieder ueberbewertet ist und ohnehin
als hoechst riskant gilt, wurden in den letzten Monaten
verstaerkt Anleihen gekauft: Daher die Hoechstkurse am
Anleihenmarkt.
Alternativ wurden auch Aktien von den Immobiliengiganten Freddie
Mac (FRE) und Fannie Mae (FNM) gekauft. Doch die beiden
Unternehmen sind nun in ein schlechtes Licht gerueckt.
Fragwuerdige Bilanzierungspraktiken haben zu Kursrueckschlaegen
von 10% in den letzten drei Wochen gefuehrt.
Die beiden halbstaatlichen Unternehmen kaufen das Risiko der
Immobilienfinanzierungen des Landes. Anschliessend taetigen sie
Sicherungsgeschaefte, um das Risiko zu minimieren.
Die Sicherungsgeschaefte, die mit Offshore-Konstrukten realisiert
wurden, foerdern nicht mehr das Vertrauen der Anleger. Und die
Bilanzierungspraktiken sind alles andere als transparent. Kern
der Diskussion ist die verwendete Bewertungsmethode: Es wurden
keine Marktpreise angesetzt, sondern je nach Markt- und
Unternehmenssituation wurden die Freiheiten der Bilanzierung
„flexibel ausgeschoepft".
Ohne sich weiter mit den Auswirkungen einzelner Methoden
auseinander zu setzen, kommt die Boerse zu dem Schluss, dass das
Unternehmen etwas vertuschen moechte, sobald es nicht Marktpreise
ansetzt. Zu vertuschen ist entweder die schwache Gewinnsituation
oder der schwache Gewinnausblick oder das eingegangene Risiko ...
In jedem Fall bevorzugen Boersianer Marktpreise in der Bilanz,
weil das Preise sind, die sie verstehen. Ich fuerchte, bei Fannie
Mae und Freddie Mac haben wir gerade einmal die Spitze des
Eisberges gesehen. Die beiden Aktien werden daher wieder in die
Beobachtung als Shortkandidaten aufgenommen.
Die Volatilitaet (VIX) fiel im Rahmen dieser Aktivitaeten unter
20. Seit Maerz 2002 war die Volatilitaet nicht mehr unter 20. Vor
einem Jahr folgte diesem Tiefstand eine Abwaertswelle von 60%.
Stehen wir heute nach der Rallye von 56% wieder kurz vor einem
Crash? Oder kann nach einer Phase der Seitwaertskonsolidierung
die Kurserholung fortgesetzt werden? Wie lange koennte eine
solche Seitwaertsbewegung andauern? Wie tief koennen die Indizes
fallen?
Im folgenden Kapitel werde ich mich diesen Fragen widmen. Hier
nur soviel: Es wird jetzt richtig spannend.
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03. AUSBLICK: FOLGT DIE KONJUNKTUR DER BOERSE? ODER NICHT??
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des iWatch.Pro
vorbehalten. Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, aber ohne
eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Service nicht
aufrecht erhalten.
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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie den Autor des
US-Boersenbriefes iWatch.Pro
Stephan Heibel
Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verstaendlich darzustellen koennen Sie sich mit diesem
iWatch.Free ueberzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlußfolgerungen und Empfehlungen erfahren moechten,
dann sollten Sie sich einmal um den iWatch.Pro kuemmern.
Fuer eine Jahresgebuehr von 120 Euro erhalten Sie ein
Jahresabonnement als auch ein Boersenbuch im Wert
von ca. 45 Euro.
Falls Ihnen ein Jahr zu lang vorkommt, dann koennen Sie den
iWatch.Pro auch zunaechst fuer ein halbes- oder viertel Jahr
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Bei Fragen senden Sie mir einfach eine eMail an
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05. WUNSCHANALYSE: YAHOO!: LOGIK IST HIER FEHL AM PLATZ
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>Unter ekip.de koennen Sie sich die Analyse einer von
>fuenf zur Wahl stehenden Aktien wuenschen. In der jeweils
>naechsten Ausgabe des iWatch US Aktienletters werde ich fuer
>Sie dann die Aktie des Gewinners analysieren. Wenn Sie sich
>die Analyse einer bestimmten Aktie wuenschen, dann senden
>Sie mir Ihren Vorschlag. Ich werde ihn dann in die
>Vorschlagsliste aufnehmen, anschliessend entscheiden Sie.
>Wunschliste fuer die naechste Woche:
> Viacom
> Verizon
> Nortel
> Lucent
> Broadcom
Yahoo! (WKN: 900103, YHOO, $34,85)
Yahoo! hat das Internet verstanden: Weltweite Reichweite mit
einer Technologie. Nirgendwo sonst sind die „economies of scale",
die Skalenertraege so gross wie im Internet. Eine Technologie und
anschliessend kommt es nur noch auf die Reichweite an.
Damit hat Yahoo! eine operative Profitmarge von 18% erreicht. Die
Wachstumsprobleme der vergangenen drei Jahre gehoeren der
Vergangenheit an: Im laufenden Jahr waechst der Umsatz des
Unternehmens wieder mit ueber 30%. Die Gewinne sollen im
kommenden Jahr sogar um 45% steigen.
Langjaehrige Leser des iWatch wissen es: Ich nutze intensiv die
Informationen der Yahoo! Finance Seiten. Gut sortiert, aktuell
und umfangreich findet man hier fast alle Informationen, die man
fuer eine Unternehmensanalyse benoetigt.
Hier stimmt also nicht nur die Qualitaet des Dienstes, sondern
sogar auch die Finanzierung. Denn Yahoo! hat seit einigen
Quartalen Teile seiner Dienste kostenpflichtig gemacht. Nachdem
der Werbemarkt weggebrochen ist, hat das Unternehmen konsequent
auf diese neuen kostenpflichtigen Dienste umgestellt.
Konsequent in diesem Zusammenhang auch die in dieser Woche
angekuendigte Fusion mit der Suchmaschine Ouverture(OVER): Diese
Suchmaschine vergibt die Plaetze der Suchergebnisse gegen
Bezahlung. Ueber die Fusion mit Yahoo! wird eine wesentlich
groessere Besucherzahl erreicht, damit koennen die Preise fuer
die Suchplatzierung gesteigert werden.
Ich denke also, dass Yahoo! auf dem richtigen Weg ist. Frueher
als AOL hat sich Yahoo! auf die veraenderten Marktbedingungen
eingestellt.
Allerdings ist die Aktie von Yahoo! kein verborgenes Juwel mehr:
Seit vergangenem Oktober hat sich der Aktienkurs voruebergehend
vervierfacht. Mag sein, dass die Aktie zu Kursen unter $10 eine
solide Anlage war, zu heutigen Kursen um $33 kann man aber nicht
mehr von einer Langfristanlage sprechen.
Denn das KUV steht inzwischen bei 18. Das KGV 04e steht bei 70.
Bei einem jaehrlichen Gewinnwachstum von 50% dauert es noch bis
2007, bis das KGV einmal unter 30 sinken koennte – bei
gleichbleibendem Aktienkurs.
Die Short-Ratio ist weitgehend abgebaut: Nur zwei Tage wuerden
die Shorties benoetigen, um bei durchschnittlichem Handelsvolumen
ihre Shortpositionen einzudecken. Die Bilanz sieht gesund aus:
Mit einer Finanzierungsquote von 0,3 ist das Unternehmen nicht
ueberschuldet. Ausserdem koennte es mit den Barreserven, die etwa
zwei Jahresumsaetzen entsprechen, jederzeit die Schulden
abzahlen.
Damit hat Yahoo! das notwendige Kapital, um weitere strategische
Allianzen und Uebernahmen einzufaedeln. In Anbetracht der
teilweise stark hinunter gepruegelten Kurse von kleineren
Internetfirmen befindet sich Yahoo! in einer beneidenswerten
Position.
Somit gehoert Yahoo! eindeutig zu den Gewinnern der
Wirtschaftskrise. Gestaerkt mit neuen Produkten und einer
verbesserten Marktposition kann es nun in der fortgeschrittenen
Boersenbaisse frei agieren.
Zu hoch zum Kaufen, aber zu gut zum Shorten? Ich glaube, so kann
man die Analyse dieser Aktie zusammenfassen. Yahoo! ist eine
Momentumaktie, die von Hedgefonds und anderen institutionellen
Anlegern gekauft wird, weil sie eben steigt. Solange die Aktie
ueber ihrem Aufwaertstrend notiert, sieht sich auch niemand
veranlasst, diese Aktie aus dem Depot zu werfen: Wer weiss,
vielleicht steigt sie ja nochmals um weitere 100%?
Und auch Phantasie ist ausreichend vorhanden: Sollte das US-
Dollargeschaeft einmal nachlassen, so kann Yahoo! mit einem
Fingerschnipp von seinen auslaendischen Seiten profitieren:
Zahlungen ueber Kreditkarten in Auslandswaehrungen sind dann wohl
kein Problem.
Aehnlich wie EBay scheint sich Yahoo! eine Marktposition
erarbeitet zu haben, die fast konjunkturresistent ist. Um mit
dieser Aktie Geld zu verdienen, muss man sich das Verhalten der
anderen Yahoo!-Aktionaere anschauen.
Und um deren Aktivitaeten besser einschaetzen zu koennen, muessen
wir einen Blick auf die Aktienstruktur werfen: ein Viertel aller
ausstehenden Yahoo!-Aktien wird von Insidern gehalten. Diese
wiederum haben in den vergangenen Wochen ausschliesslich
verkauft.
Wie weiter oben erklaert, ist ein Verkauf nicht unbedingt ein
schlechtes Signal fuer die Aktien. Lediglich Aktienkaeufe kann
man als positiv auslegen. Dieses positive Kennzeichen fehlt
jedoch.
In diese Insiderverkaeufe hinein ist der Aktienkurs jedoch
unvermindert weiter angestiegen. Der im Oktober begonnene
Aufwaertstrend verlaeuft derzeit bei knapp $29. Solange dieser
Kurs nicht unterschritten wird, sollten Sie nicht auf fallende
Kurse setzen.
Ebenfalls erstaunlich bei diesem Kursverlauf ist die Tatsache,
dass die Handelsumsaetze trotz so stark angestiegenem Kurs
weiterhin hoch sind und sogar leicht ansteigen. Es gibt also
immer mehr Anleger, die die Aktie kaufen, je hoeher der Kurs ist.
Dies deutet nicht auf ein baldiges Ende des Aufwaertstrends hin.
Somit halten wir die untere Begrenzung des Aufwaertstrends bei
$29 im Auge und warten vorerst ab. Aber aus dieser
charttechnischen Betrachtung - schlagen Sie mich nicht tot -
koennte die Aktie gut noch auf $60 steigen, bevor sie auf einen
Widerstand stoesst.
Fazit: Rueckschlaege auf $29 koennen von spekulativ eingestellten
Boersianern zum Aufbau einer kleinen Position genutzt werden,
jedoch sollte ein enges Stopp unter $28 gelegt werden.
**************************************************
06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
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TRADINGIDEEN / NEU:
...nur im iWatch.Pro lesbar
BILANZ / OFFEN:
iWatch 03/29
Maverick Tube (WKN: 884074; MVK, $16,83) gekauft zu $18, Ziel
kurzfristig $20, dann erneut untersuchen. Stopp unter $16,5.
Zoran (WKN: 898539; ZRAN; $27,28) um $20 kaufen, Stopp Loss unter
$18. Kurs ist bereits ohne uns abgehoben, Spekulation damit
hinfaellig.
iWatch 03/27
BOEING (WKN: 850471; BA; $32,68) gekauft zu $34,5, Stopp Loss
unter $33 hat gezogen: Minus 4,3%.
Microsoft (WKN: 870747; MSFT; $26,89) kaufen um $25, Stopp Loss
bei $24. Wette auf Fortsetzung der Rallye nach kurzer Korrektur.
Merrill Lynch (WKN: 852935; MER; $54,16) kaufen um $46, Stopp
Loss unter $45. Wette auf anhaltende Rallye. Kurs ist ohne uns
abgehoben, Spekulation damit hinfaellig.
iWatch 03/23
Palm (WKN: 765833; PALM; $16,48) gekauft zu $15. Ziel ist
zunaechst $20, anschliessend auch $27. Stopp Loss auf unter $14,5
anheben.
iWatch 03/22
Royal Gold (WKN:885652; RGLD; $23,94)gekauft zu $18,5, erstes
Ziel $23 wurde Ende Juni erreicht, Position teilweise realisiert
mit Plus 24%. Naechstes Ziel $27 wurde noch nicht erreicht.
iWatch 03/13
Northrop Grumman (NOC, $87,1) gekauft zu $85, Ziel $98.
Stopp unter $85. Langfristposition. Auffaellig, wie der Kurs seit
vier Wochen wie mit einem Lineal ueber $86 gehalten wird, oder?
BEOBACHTUNG:
iWatch 03/30
Fannie Mae (FNM) und Freddie Mac (FRE) nach Kurserholung Shorten.
iWatch 03/25
Genentech (WKN: 924632; DNA; $78,11) als Shortkandidat weiter
beobachten. Die Biotech-Branche haelt sich wacker auf hohem
Niveau.
iWatch 03/22
Lone Star Technologies (WKN: 871095; LSS; $16,93) nach
Konsolidierung kaufen: Konsolidierung ist erfolgt. Als Indikator
fuer kuenftige Entwicklung des Oelpreises im Auge behalten. Wenn
die Nachfrage nach Oel-Technologie steigt, dann wird kurz darauf
auch der Oelpreis steigen.
iWatch 03/21
Voellig ueberbewertete Aktien, die jedoch weiterhin stark
nachgefragt werden:
Yahoo! (WKN: 900103, YHOO, $32,8)
Expedia (WKN: 929106, EXPE, $79,63)
Ebay (WKN: 916529,EBAY, $112,24)
Amazon (WKN: 906866, AMZN, $41,6)
Interactive (WKN: 885364, IACI, $41,13)
Sina (WKN: 929917, SINA, $34,38)
Ask Jeeves (WKN: 924075; ASKJ; $18,52)
**************************************************
07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
**************************************************
In der kommenden Woche werden sich die Branchenfuehrer mit ihren
Zahlen zurueckhalten, stattdessen draengen viele Unternehmen der
zweiten Reihe an die Oeffentlichkeit. Neben einer Vielzahl
volkswirtschaftlicher Daten wird naechste Woche Freitag die
Arbeitslosenquote fuer den Monat Juli bekannt gegeben.
Von den ca. 1175 Unternehmen sind neben unserer Longposition
Northhrop Grumman lediglich American Express, E.I. DuPont,
McDonald's, Proctor&Gamble und Chevron Texaco erwaehnenswert.
Neben diesen Gesellschaften habe ich alle Unternehmen mit einer
Marktkapitalisierung von ueber
15 Milliarden Dollar aufgelistet.
UNTERNEHMEN TICKER ERWARTUNG TERMIN
American Express AXP $0.57 7/28/03
Northrop Grumman NOC $0.90 7/28/03
Automatic Data Proc. ADP $0.38 7/29/03
Clear Channel CCU $0.37 7/29/03
E.I. DuPont DD $0.58 7/29/03
McDonald's MCD $0.37 7/29/03
Tyco TYC $0.34 7/29/03
Verizon VZ $0.68 7/29/03
Exelon EXC $1.08 7/30/03
Comcast CMCSA ($0.02) 7/31/03
Proctor & Gamble PG $0.85 7/31/03
Sara Lee SLE $0.38 7/31/03
Sysco SYY $0.35 7/31/03
Walt Disney DIS $0.16 7/31/03
ChevronTexaco CVX $1.50 1/8/2003
Die ueberwiegende Mehrheit der volkswirtschaftlichen Kennzahlen
wird am Freitag veroeffentlicht werden. Von besonderer Bedeutung
koennten die nicht-landwirtschaftlichen Loehne sein. Nach eher
schlechtem Abschneiden bei den vergangenen Veroeffentlichungen
wird ein weiteres Abdriften befuerchtet.
BERICHT ERWARTUNG TERMIN
C.B. Konsumentenvertrauen (Jul) 85.0 7/29/03
Bruttoinlandsprodukt (Q2) 1.9% 7/31/03
BIP Preis-Deflator (Q2) 1.5% 7/31/03
Chicago Einkaufsmanagerindex (Jul) 53.6 7/31/03
Autoverkaeufe (Jul) 5.4M 1/8/2003
LKW Verkaeufe (Jul) 7.5M 1/8/2003
persoenliche Einkommen (Jun) 0.3% 1/8/2003
persoenliche Ausgaben (Jun) 0.4% 1/8/2003
Arbeitslosenquote (Jul) 6.4% 1/8/2003
Nicht landwirtschftl. Loehne 0 K 1/8/2003
Stundenlohn (Jul) 0.2% 1/8/2003
durchschnittliche Wochenstunden 33.8 1/8/2003
UM Konsumentenvertrauen (Jul) 90.2 1/8/2003
ISM Produktionsindex (Jul) 51.5 1/8/2003
Produktionsauftraege (Jun) 0.1% 1/8/2003
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02. RUECKBLICK: UEBERRASCHENDE WENDE AN DEN BOERSEN
03. AUSBLICK: FOLGT DIE KONJUNKTUR DER BOERSE? ODER NICHT??
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08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
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10. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
11. AN-/ABMELDUNG
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Liebe Boersenfreunde,
nein, mit dem Versand der aktuellen iWatch-Ausgabe ist nichts
schief gelaufen: Ihr Autor hat sich dieses Wochenende extrem
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Herausgekommen ist, wenn auch etwas spaeter als gewohnt, dafuer
aber eine kurze und recht detaillierte Positionsbestimmung fuer
das Sommertheater: Was ist zu beachten? Welche Meldungen werden
in den Vordergrund treten? Und was kann vernachlaessigt werden?
Im Kapitel 03 – Ausblick nehme ich Stellung zu diesen Themen.
Aber schon der Rueckblick sollte Sie heute interessieren: Wie
haengen die Anleihenmaerkte mit der Immobilienbranche zusammen?
Warum steigen die Aktien, wenn die Soehne von Saddam Hussein
gefasst werden? Und Wieso steigt das Gold ploetzlich wieder an?
Die Wunschanalyse ueber Yahoo! hingegen duerfte bei Ihnen mehr
Fragen aufwerfen als beantworten. Denn der Aktienkursverlauf
dieses Wertes ist mit herkoemmlichen Mitteln nur schwer zu
begruenden. Stattdessen habe ich abschliessend eine Chartanalyse
fuer Yahoo! erstellt und komme dadurch zu dem ueberraschenden (ja
auch fuer mich ueberraschenden) Ergebnis, dass der Kurs unter
guenstigen Umstaenden noch weitere 100% ansteigen koennte.
Wie gewohnt koennen Sie im Kapitel 06 die offenen Tradingideen
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Index Aenderung z. Aenderung z. 24.07. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 17.07.
Internet 103% -6% 115.73 1.69%
S&P 500 28% -6% 981.60 -0.01%
Nasdaq 53% -4% 1,701.42 0.20%
Nasdaq-QQQ 58% -5% 31.18 0.00%
Dow Jones 27% -3% 9,112.51 0.68%
Gold 24% -6% 357.30 4.32%
Oel 24% -22% 27.80 -2.46%
30-Jahr Anl 23% -7% 5.09 0.19
Volatilitaet 0% -64% 20.46 -2.36
Euro-Dollar 10% -4% 1.15 0.03
Am Dienstag dieser Woche lief zunaechst das Geruecht ueber die
Ergreifung von zwei Soehnen von Saddam Hussein um. Im weiteren
Verlauf bestaetigte sich das Geruecht.
Den USA ist es bislang nicht gelungen, die Situation im Irak
unter Kontrolle zu bringen: Eine friedliche Demokratisierung ist
aufgrund von immer wieder aufflammenden Kaempfen in weiter Ferne.
In den USA daemmert langsam die Erkenntnis, dass der Blitzkrieg
in eine lange Besatzungsphase uebergeht.
Aus Sicht der Boerse ist das eine negative Perspektive. Der kurze
und dadurch kostenguenstige Krieg hatte die geopolitische
Situation stabilisieren sollen. Der schnelle Sieg war mit ein
Grund fuer die Rallye der letzten Monate.
Doch nun scheint sich der Einsatz im Irak in ein kostspieliges
Abenteuer zu verwandeln. Und der erwuenschte Erfolg, den Irak zu
demokratisieren, kostet immer mehr Menschenleben, Zeit und Geld.
Insbesondere die Tatsache, dass Saddam Hussein noch immer nicht
gefunden wurde, verhindert nach Meinung der USA einen Umschwung
in der Bevoelkerung des Iraks. Noch immer herrscht grosse Angst
in der Bevoelkerung, dass Saddam und seine Leute aus dem
Untergrund Einfluss nehmen koennten.
Vor diesem Hintergrund war die Ergreifung der beiden Soehne
Saddams ein wichtiger Schritt fuer die USA. Er soll der
irakischen Bevoelkerung zeigen, dass die USA noch immer intensiv
an der Ergreifung Saddams arbeiten.
So besteht an der US-Boerse derzeit eine einfache Gedankenkette:
Die US-Konjunktur benoetigt niedrige Oelpreise fuer einen
Aufschwung. Nur wenn die politischen Querelen in den arabischen
Laendern beruhigt werden koennen, wird die Oelfoerderung
gesteigert und damit der Preis gesenkt werden koennen. Eine
Stabilisierung des Iraks gilt als Schluessel fuer diese Region.
Und der Irak kann nur dann stabilisiert werden, wenn die letzten
Befuerchtungen ueber eine Rueckkehr von Saddam Hussein zerstreut
werden koennen.
Deswegen wurde die Meldung ueber den Tod der beiden Soehne an den
Boersen positiv aufgenommen. Die Kurse stiegen wieder an.
Allerdings kam es nicht zu einer Fortsetzung der Rallye, vielmehr
konnte eine Konsolidierung verhindert werden.
Die Flut von Quartalsergebnissen war wider Erwarten nicht so
positiv, dass es zu einer Fortsetzung der Rallye haette reichen
koennen. Die Rallye drohte zu enden. Die Meldungen aus dem Irak
verhinderten vorerst fallende Kurse. Am Freitag kam schliesslich
noch das Geruecht auf, eine Ergreifung Saddams stuende
unmittelbar bevor, was wiederum zu einer kleinen Rallye zum
Wochenausklang fuehrte. Boersianer hatten Angst, sofern Saddam am
Wochenende gefasst worden waere, die Rallye zum Wochenbeginn zu
verpassen.
Erstaunlich, wie schnell die Quartalsergebnisse in den
Hintergrund gedraengt werden konnten. Allenfalls ein paar
Konjunkturdaten wurden noch in die Breite getreten: Positive
Entwicklungen sowohl am Arbeits- als auch Immobilienmarkt hellten
die Konjunkturfront auf.
Aber, so wie es die Bullen nicht vermochten, die Rallye
fortzusetzen, so scheiterten auch die Baeren daran, die
schlechten Quartalsausblicke als Grund fuer eine Trendwende
herauszustellen. So wenig, wie die Prognosen der Unternehmen
Anlass zu Optimismus gaben, so wenig gaben sie aber auch Anlass
zur Sorge. Je mehr Quartalsberichte ich hoere, desto mehr leere
Formulierungen lerne ich kennen.
Vielleicht liegt dies auch an den verschaerften Vorschriften
durch die SEC. Vor zwei Wochen schrieb ich im Ausblick einen
virtuellen Brief vom Aufsichtsrat an die CEOs. Darin wurden die
Gefahren jeglicher Zukunftsprognosen beschrieben und es wurde
jedem CEO geraten, den Ball flach zu halten.
Offensichtlich halten sich Unternehmen an diesen Rat.
Die Erwartungen fuer diese Berichtssaison waren am Boden. Die
niedrigen Erwartungen wurden laut Thomson First Call um
durchschnittlich 6,2% uebertroffen. Positiv stach Amazon (AMZN)
heraus, statt eines erwarteten Gewinns von 6 Cent je Aktie wurden
10 Cent verdient. Bei dieser Rechnung wurden allerdings einige
„Sondereffekte" wie Aktienoptionen und Abschreibungen ausser
Betracht gelassen. Rechnet man alles zusammen, so kommt man doch
wieder nur auf einen Verlust von 11 Cent.
Dennoch, die Aktien von Amazon sprangen um 15% nach oben aufgrund
dieses Ergebnisses. Der Kurs steht nun bei $41,6. Sie erinnern
sich sicherlich daran, dass ich seit rund $20 darauf warte, diese
Aktien zu Shorten. Fast kommt es mir vor wie 1999, als Aktien
gekauft wurden, weil sie stiegen – und nicht, weil sie guenstig
bewertet waren. Es bleibt spannend.
Merck (MRK) enttaeuschte seine Anleger mit einem schwachen
Quartalsergebnis: Mit einem Gewinn je Aktie von 83 Cent wurden
die Erwartungen um einen Cent verfehlt. Die Umsaetze stagnierten,
der Ausblick war eher verhalten. Man haette erwarten koennen,
dass Merck als internationales Unternehmen von der
Dollarschwaeche profitieren kann und nationale Probleme
auszugleichen vermag. Nichts dergleichen wurde aber in Aussicht
gestellt.
Dieses Ergebnis wurde zum Wochenauftakt veroeffentlicht und
sorgte fuer einen schlechten Wochenanfang. Ein nicht ganz so
schlechtes Ergebnis wie befuerchtet von Texas Instruments (TXN)
und ein optimistischer Ausblick von Novellus (NVLS) verhalfen der
Boerse am Dienstag, gemeinsam mit den Geruechten aus dem Irak, zu
einem verhaltenen Verlauf.
Im Wochenverlauf folgten dann das Amazon-Ergebnis, gemeinsam mit
einem ebenso positiven Ergebnis von Ask Jeeves (ASKJ) und Amgen
(AMGN). Dow Chemical (DOW) und AT&T (T) fuehrten diese Reihe
fort.
Parallel zu dieser, insgesamt doch uneinheitlichen, Entwicklung
am Aktienmarkt konnte das Gold gut zulegen. Ben Bernanke meldete
sich wieder einmal zu Wort und erwaehnte, dass man den US-
Leitzins noetigenfalls auch auf Null Prozent senken sollte,
sofern die Konjunktur dies erfordere.
Deflationsaengste sind vorerst verflogen. Es folgt die Angst vor
einer Liquiditaetsschwemme mit anschliessender Deflation, der
Goldpreis steigt und der Dollar faellt. Somit waren Gold- und
Dollarpreis auch die beiden einzigen Werte, die in der
abgelaufenen Woche nennenswerte Veraenderungen verzeichneten. Das
Gold stieg um 4%, der Dollar fiel um 3 Cent.
Der Anleihenmarkt, der Mitte Juni ein Top bildete oder anders
formuliert, der Mitte Juni die niedrigsten langfristigen Zinsen
seit 45 Jahren anbot, setzte seine Talfahrt fort. Die Rendite der
30-jaehrigen Anleihen stieg in diesem Umfeld von knapp ueber 4%
auf inzwischen wieder ueber 5%.
Vor dem Hintergrund der gleichzeitigen US-Dollarschwaeche muss
sich in den naechsten Tagen wohl eines der beiden aendern:
Entweder der Dollar wird wieder staerker oder die Rendite geht
wieder etwas zurueck. Denn ein schwacher Dollar wird von Japan
gestuetzt: Um einen fuer die eigenen Exporte vorteilhaften
niedrigen Yen zu behalten, werden Dollar gekauft. Anschliessend
muessen diese Dollar angelegt werden: Entweder am Anleihenmarkt
oder am Aktienmarkt.
Da der Aktienmarkt bereits wieder ueberbewertet ist und ohnehin
als hoechst riskant gilt, wurden in den letzten Monaten
verstaerkt Anleihen gekauft: Daher die Hoechstkurse am
Anleihenmarkt.
Alternativ wurden auch Aktien von den Immobiliengiganten Freddie
Mac (FRE) und Fannie Mae (FNM) gekauft. Doch die beiden
Unternehmen sind nun in ein schlechtes Licht gerueckt.
Fragwuerdige Bilanzierungspraktiken haben zu Kursrueckschlaegen
von 10% in den letzten drei Wochen gefuehrt.
Die beiden halbstaatlichen Unternehmen kaufen das Risiko der
Immobilienfinanzierungen des Landes. Anschliessend taetigen sie
Sicherungsgeschaefte, um das Risiko zu minimieren.
Die Sicherungsgeschaefte, die mit Offshore-Konstrukten realisiert
wurden, foerdern nicht mehr das Vertrauen der Anleger. Und die
Bilanzierungspraktiken sind alles andere als transparent. Kern
der Diskussion ist die verwendete Bewertungsmethode: Es wurden
keine Marktpreise angesetzt, sondern je nach Markt- und
Unternehmenssituation wurden die Freiheiten der Bilanzierung
„flexibel ausgeschoepft".
Ohne sich weiter mit den Auswirkungen einzelner Methoden
auseinander zu setzen, kommt die Boerse zu dem Schluss, dass das
Unternehmen etwas vertuschen moechte, sobald es nicht Marktpreise
ansetzt. Zu vertuschen ist entweder die schwache Gewinnsituation
oder der schwache Gewinnausblick oder das eingegangene Risiko ...
In jedem Fall bevorzugen Boersianer Marktpreise in der Bilanz,
weil das Preise sind, die sie verstehen. Ich fuerchte, bei Fannie
Mae und Freddie Mac haben wir gerade einmal die Spitze des
Eisberges gesehen. Die beiden Aktien werden daher wieder in die
Beobachtung als Shortkandidaten aufgenommen.
Die Volatilitaet (VIX) fiel im Rahmen dieser Aktivitaeten unter
20. Seit Maerz 2002 war die Volatilitaet nicht mehr unter 20. Vor
einem Jahr folgte diesem Tiefstand eine Abwaertswelle von 60%.
Stehen wir heute nach der Rallye von 56% wieder kurz vor einem
Crash? Oder kann nach einer Phase der Seitwaertskonsolidierung
die Kurserholung fortgesetzt werden? Wie lange koennte eine
solche Seitwaertsbewegung andauern? Wie tief koennen die Indizes
fallen?
Im folgenden Kapitel werde ich mich diesen Fragen widmen. Hier
nur soviel: Es wird jetzt richtig spannend.
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03. AUSBLICK: FOLGT DIE KONJUNKTUR DER BOERSE? ODER NICHT??
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des iWatch.Pro
vorbehalten. Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, aber ohne
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05. WUNSCHANALYSE: YAHOO!: LOGIK IST HIER FEHL AM PLATZ
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>Unter ekip.de koennen Sie sich die Analyse einer von
>fuenf zur Wahl stehenden Aktien wuenschen. In der jeweils
>naechsten Ausgabe des iWatch US Aktienletters werde ich fuer
>Sie dann die Aktie des Gewinners analysieren. Wenn Sie sich
>die Analyse einer bestimmten Aktie wuenschen, dann senden
>Sie mir Ihren Vorschlag. Ich werde ihn dann in die
>Vorschlagsliste aufnehmen, anschliessend entscheiden Sie.
>Wunschliste fuer die naechste Woche:
> Viacom
> Verizon
> Nortel
> Lucent
> Broadcom
Yahoo! (WKN: 900103, YHOO, $34,85)
Yahoo! hat das Internet verstanden: Weltweite Reichweite mit
einer Technologie. Nirgendwo sonst sind die „economies of scale",
die Skalenertraege so gross wie im Internet. Eine Technologie und
anschliessend kommt es nur noch auf die Reichweite an.
Damit hat Yahoo! eine operative Profitmarge von 18% erreicht. Die
Wachstumsprobleme der vergangenen drei Jahre gehoeren der
Vergangenheit an: Im laufenden Jahr waechst der Umsatz des
Unternehmens wieder mit ueber 30%. Die Gewinne sollen im
kommenden Jahr sogar um 45% steigen.
Langjaehrige Leser des iWatch wissen es: Ich nutze intensiv die
Informationen der Yahoo! Finance Seiten. Gut sortiert, aktuell
und umfangreich findet man hier fast alle Informationen, die man
fuer eine Unternehmensanalyse benoetigt.
Hier stimmt also nicht nur die Qualitaet des Dienstes, sondern
sogar auch die Finanzierung. Denn Yahoo! hat seit einigen
Quartalen Teile seiner Dienste kostenpflichtig gemacht. Nachdem
der Werbemarkt weggebrochen ist, hat das Unternehmen konsequent
auf diese neuen kostenpflichtigen Dienste umgestellt.
Konsequent in diesem Zusammenhang auch die in dieser Woche
angekuendigte Fusion mit der Suchmaschine Ouverture(OVER): Diese
Suchmaschine vergibt die Plaetze der Suchergebnisse gegen
Bezahlung. Ueber die Fusion mit Yahoo! wird eine wesentlich
groessere Besucherzahl erreicht, damit koennen die Preise fuer
die Suchplatzierung gesteigert werden.
Ich denke also, dass Yahoo! auf dem richtigen Weg ist. Frueher
als AOL hat sich Yahoo! auf die veraenderten Marktbedingungen
eingestellt.
Allerdings ist die Aktie von Yahoo! kein verborgenes Juwel mehr:
Seit vergangenem Oktober hat sich der Aktienkurs voruebergehend
vervierfacht. Mag sein, dass die Aktie zu Kursen unter $10 eine
solide Anlage war, zu heutigen Kursen um $33 kann man aber nicht
mehr von einer Langfristanlage sprechen.
Denn das KUV steht inzwischen bei 18. Das KGV 04e steht bei 70.
Bei einem jaehrlichen Gewinnwachstum von 50% dauert es noch bis
2007, bis das KGV einmal unter 30 sinken koennte – bei
gleichbleibendem Aktienkurs.
Die Short-Ratio ist weitgehend abgebaut: Nur zwei Tage wuerden
die Shorties benoetigen, um bei durchschnittlichem Handelsvolumen
ihre Shortpositionen einzudecken. Die Bilanz sieht gesund aus:
Mit einer Finanzierungsquote von 0,3 ist das Unternehmen nicht
ueberschuldet. Ausserdem koennte es mit den Barreserven, die etwa
zwei Jahresumsaetzen entsprechen, jederzeit die Schulden
abzahlen.
Damit hat Yahoo! das notwendige Kapital, um weitere strategische
Allianzen und Uebernahmen einzufaedeln. In Anbetracht der
teilweise stark hinunter gepruegelten Kurse von kleineren
Internetfirmen befindet sich Yahoo! in einer beneidenswerten
Position.
Somit gehoert Yahoo! eindeutig zu den Gewinnern der
Wirtschaftskrise. Gestaerkt mit neuen Produkten und einer
verbesserten Marktposition kann es nun in der fortgeschrittenen
Boersenbaisse frei agieren.
Zu hoch zum Kaufen, aber zu gut zum Shorten? Ich glaube, so kann
man die Analyse dieser Aktie zusammenfassen. Yahoo! ist eine
Momentumaktie, die von Hedgefonds und anderen institutionellen
Anlegern gekauft wird, weil sie eben steigt. Solange die Aktie
ueber ihrem Aufwaertstrend notiert, sieht sich auch niemand
veranlasst, diese Aktie aus dem Depot zu werfen: Wer weiss,
vielleicht steigt sie ja nochmals um weitere 100%?
Und auch Phantasie ist ausreichend vorhanden: Sollte das US-
Dollargeschaeft einmal nachlassen, so kann Yahoo! mit einem
Fingerschnipp von seinen auslaendischen Seiten profitieren:
Zahlungen ueber Kreditkarten in Auslandswaehrungen sind dann wohl
kein Problem.
Aehnlich wie EBay scheint sich Yahoo! eine Marktposition
erarbeitet zu haben, die fast konjunkturresistent ist. Um mit
dieser Aktie Geld zu verdienen, muss man sich das Verhalten der
anderen Yahoo!-Aktionaere anschauen.
Und um deren Aktivitaeten besser einschaetzen zu koennen, muessen
wir einen Blick auf die Aktienstruktur werfen: ein Viertel aller
ausstehenden Yahoo!-Aktien wird von Insidern gehalten. Diese
wiederum haben in den vergangenen Wochen ausschliesslich
verkauft.
Wie weiter oben erklaert, ist ein Verkauf nicht unbedingt ein
schlechtes Signal fuer die Aktien. Lediglich Aktienkaeufe kann
man als positiv auslegen. Dieses positive Kennzeichen fehlt
jedoch.
In diese Insiderverkaeufe hinein ist der Aktienkurs jedoch
unvermindert weiter angestiegen. Der im Oktober begonnene
Aufwaertstrend verlaeuft derzeit bei knapp $29. Solange dieser
Kurs nicht unterschritten wird, sollten Sie nicht auf fallende
Kurse setzen.
Ebenfalls erstaunlich bei diesem Kursverlauf ist die Tatsache,
dass die Handelsumsaetze trotz so stark angestiegenem Kurs
weiterhin hoch sind und sogar leicht ansteigen. Es gibt also
immer mehr Anleger, die die Aktie kaufen, je hoeher der Kurs ist.
Dies deutet nicht auf ein baldiges Ende des Aufwaertstrends hin.
Somit halten wir die untere Begrenzung des Aufwaertstrends bei
$29 im Auge und warten vorerst ab. Aber aus dieser
charttechnischen Betrachtung - schlagen Sie mich nicht tot -
koennte die Aktie gut noch auf $60 steigen, bevor sie auf einen
Widerstand stoesst.
Fazit: Rueckschlaege auf $29 koennen von spekulativ eingestellten
Boersianern zum Aufbau einer kleinen Position genutzt werden,
jedoch sollte ein enges Stopp unter $28 gelegt werden.
**************************************************
06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
**************************************************
TRADINGIDEEN / NEU:
...nur im iWatch.Pro lesbar
BILANZ / OFFEN:
iWatch 03/29
Maverick Tube (WKN: 884074; MVK, $16,83) gekauft zu $18, Ziel
kurzfristig $20, dann erneut untersuchen. Stopp unter $16,5.
Zoran (WKN: 898539; ZRAN; $27,28) um $20 kaufen, Stopp Loss unter
$18. Kurs ist bereits ohne uns abgehoben, Spekulation damit
hinfaellig.
iWatch 03/27
BOEING (WKN: 850471; BA; $32,68) gekauft zu $34,5, Stopp Loss
unter $33 hat gezogen: Minus 4,3%.
Microsoft (WKN: 870747; MSFT; $26,89) kaufen um $25, Stopp Loss
bei $24. Wette auf Fortsetzung der Rallye nach kurzer Korrektur.
Merrill Lynch (WKN: 852935; MER; $54,16) kaufen um $46, Stopp
Loss unter $45. Wette auf anhaltende Rallye. Kurs ist ohne uns
abgehoben, Spekulation damit hinfaellig.
iWatch 03/23
Palm (WKN: 765833; PALM; $16,48) gekauft zu $15. Ziel ist
zunaechst $20, anschliessend auch $27. Stopp Loss auf unter $14,5
anheben.
iWatch 03/22
Royal Gold (WKN:885652; RGLD; $23,94)gekauft zu $18,5, erstes
Ziel $23 wurde Ende Juni erreicht, Position teilweise realisiert
mit Plus 24%. Naechstes Ziel $27 wurde noch nicht erreicht.
iWatch 03/13
Northrop Grumman (NOC, $87,1) gekauft zu $85, Ziel $98.
Stopp unter $85. Langfristposition. Auffaellig, wie der Kurs seit
vier Wochen wie mit einem Lineal ueber $86 gehalten wird, oder?
BEOBACHTUNG:
iWatch 03/30
Fannie Mae (FNM) und Freddie Mac (FRE) nach Kurserholung Shorten.
iWatch 03/25
Genentech (WKN: 924632; DNA; $78,11) als Shortkandidat weiter
beobachten. Die Biotech-Branche haelt sich wacker auf hohem
Niveau.
iWatch 03/22
Lone Star Technologies (WKN: 871095; LSS; $16,93) nach
Konsolidierung kaufen: Konsolidierung ist erfolgt. Als Indikator
fuer kuenftige Entwicklung des Oelpreises im Auge behalten. Wenn
die Nachfrage nach Oel-Technologie steigt, dann wird kurz darauf
auch der Oelpreis steigen.
iWatch 03/21
Voellig ueberbewertete Aktien, die jedoch weiterhin stark
nachgefragt werden:
Yahoo! (WKN: 900103, YHOO, $32,8)
Expedia (WKN: 929106, EXPE, $79,63)
Ebay (WKN: 916529,EBAY, $112,24)
Amazon (WKN: 906866, AMZN, $41,6)
Interactive (WKN: 885364, IACI, $41,13)
Sina (WKN: 929917, SINA, $34,38)
Ask Jeeves (WKN: 924075; ASKJ; $18,52)
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07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
**************************************************
In der kommenden Woche werden sich die Branchenfuehrer mit ihren
Zahlen zurueckhalten, stattdessen draengen viele Unternehmen der
zweiten Reihe an die Oeffentlichkeit. Neben einer Vielzahl
volkswirtschaftlicher Daten wird naechste Woche Freitag die
Arbeitslosenquote fuer den Monat Juli bekannt gegeben.
Von den ca. 1175 Unternehmen sind neben unserer Longposition
Northhrop Grumman lediglich American Express, E.I. DuPont,
McDonald's, Proctor&Gamble und Chevron Texaco erwaehnenswert.
Neben diesen Gesellschaften habe ich alle Unternehmen mit einer
Marktkapitalisierung von ueber
15 Milliarden Dollar aufgelistet.
UNTERNEHMEN TICKER ERWARTUNG TERMIN
American Express AXP $0.57 7/28/03
Northrop Grumman NOC $0.90 7/28/03
Automatic Data Proc. ADP $0.38 7/29/03
Clear Channel CCU $0.37 7/29/03
E.I. DuPont DD $0.58 7/29/03
McDonald's MCD $0.37 7/29/03
Tyco TYC $0.34 7/29/03
Verizon VZ $0.68 7/29/03
Exelon EXC $1.08 7/30/03
Comcast CMCSA ($0.02) 7/31/03
Proctor & Gamble PG $0.85 7/31/03
Sara Lee SLE $0.38 7/31/03
Sysco SYY $0.35 7/31/03
Walt Disney DIS $0.16 7/31/03
ChevronTexaco CVX $1.50 1/8/2003
Die ueberwiegende Mehrheit der volkswirtschaftlichen Kennzahlen
wird am Freitag veroeffentlicht werden. Von besonderer Bedeutung
koennten die nicht-landwirtschaftlichen Loehne sein. Nach eher
schlechtem Abschneiden bei den vergangenen Veroeffentlichungen
wird ein weiteres Abdriften befuerchtet.
BERICHT ERWARTUNG TERMIN
C.B. Konsumentenvertrauen (Jul) 85.0 7/29/03
Bruttoinlandsprodukt (Q2) 1.9% 7/31/03
BIP Preis-Deflator (Q2) 1.5% 7/31/03
Chicago Einkaufsmanagerindex (Jul) 53.6 7/31/03
Autoverkaeufe (Jul) 5.4M 1/8/2003
LKW Verkaeufe (Jul) 7.5M 1/8/2003
persoenliche Einkommen (Jun) 0.3% 1/8/2003
persoenliche Ausgaben (Jun) 0.4% 1/8/2003
Arbeitslosenquote (Jul) 6.4% 1/8/2003
Nicht landwirtschftl. Loehne 0 K 1/8/2003
Stundenlohn (Jul) 0.2% 1/8/2003
durchschnittliche Wochenstunden 33.8 1/8/2003
UM Konsumentenvertrauen (Jul) 90.2 1/8/2003
ISM Produktionsindex (Jul) 51.5 1/8/2003
Produktionsauftraege (Jun) 0.1% 1/8/2003