i W A T C H . P R E E
- US-BOERSENBRIEF -
5. Jahrgang - Ausgabe 24 (17.06.2005)
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1616-1521
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag
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1. i-WATCH ABSTRACT: P.HILTON, DIE MARKEN UND DIE ROHSTOFFE
2. RUECKBLICK: ÖLPREISE STEIGEN AUF 10-WOCHEN-HOCH
3. AUSBLICK: STEIGT DER GOLDPREIS ÜBER DIE 500 US-DOLLAR-
MARKE JE UNZE NOCH IM JAHRESVERLAUF 2005 ?
4. LESERBRIEFE: BETEILIGEN SIE SICH AN DER US$-? DEBATTE
5. BRIEF AUS ST.PETERSBURG: STAHL-FUNDAMENTAL DIE ERSTE
6. AKTUELLE EMPFEHLUNGSLISTE UND PERFORMANCE
7. BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG DER AKTUELLEN TRADINGIDEEN
8. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE: lagen wg. Des Hexensabbats an der Börse leider noch nicht vor. Werden per Sondersendung nachgereicht.
9. CHARTTECHNIK DOW JONES, S&P 500, NASDAQ, EURO UND GOLD
10. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
11. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
12. AN-/ABMELDUNG
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1. iWATCH ABSTRACT
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Liebe Leser,
17.Juni, da war doch was? Ja, es war einmal ein Feiertag zum Tag der Deutschen Einheit. Zum Gedenken an den Volksaufstand in der damals sog. "DDR" 1953, der von Sowjetpanzern niedergerollt wurde. "Ulbricht, Pieck und Grotewohl, dass euch drei der Teufel hol". Auch wenn wir den Feiertag nicht mehr begehen, so bleibt er doch in Erinnerung.
Zurück zur "Neu-Zeit":
Höher, schneller, weiter. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es jetzt einen Hamburger der die Restaurantkette CKE beflügeln soll. Beworben wird dieses fette Stück Fleisch von keiner geringeren als der gertenschlanken Paris Hilton. Nun ja, wo die Liebe hinfällt. Hoffen wir mal, daß die Börsianer dieser Welt den Aktien von CKE mehr trauen, als dem Bild, dass P.Hilton herzhaft in einen Megaburger beißt.
Ob die Rechnung aufgeht, sei dahingestellt. Schließlich kämpfen die Restaurantketten mit harten Bandagen um die Gunst der Kunden. Die größten Rivalen McDonald's und Wendy's werben aktuell mit frischen Salaten und wenig Kalorien. Und schon sind wir bei bekannten Markennamen angekommen.
Was ist eigentlich eine Marke? Eine gute Marke verbindet hohes Ansehen und Marktwert. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten überzeugen sie durch Qualität, Beständigkeit und Kundentreue. Es ist ein Produkt oder Unternehmen, das unverwechselbar und gleichermaßen den Inbegriff der Qualität einer Leistung oder eines ganzen Produkt-Bereichs reflektiert. Es nimmt sowohl im Bewußtsein der Verbraucher als auch in der Wirtschaft über Jahre und Jahrzehnte eine herausragende Stellung ein. Eine erfolgreiche Marke bietet ein so hohes Maß an Qualität, ist so anziehend und vertrauenswürdig, daß sie Gefühle der Zuneigung und Loyalität hervorruft. Verbraucher sind bereit, dafür einen höheren Preis zu bezahlen. In den USA sind u.a. die folgenden Marken auf der begehrten Liste erschienen. Diese Liste zeigt die Top 100 Marken Amerikas, zu ihnen gehören u.a. : Allstate, American Express, American Airlines, Bank of America, Buick, Callaway Golf, Coca Cola, Fed Ex, Ford, Hoover, IBM, Kellogg!
's, Mc Donald's, 3M, New Balance, New York Stock Exchange, Pepsi, Staples, Walt Disney, The New York Times, Toys R Us, - dies ist nur eine kleine Auswahl der Marken, die in den USA zu sogenannten Superbrands gewählt wurden.
Natürlich gibt es so eine Liste auch in Deutschland. Leider sind nicht alle Firmen an der Börse gelistet, dennoch ist es immer wieder interessant auch einmal über den Tellerrand des Investments zu schauen. Die besten Marken eines Landes werden - wie in 40 anderen Ländern der Welt - von einer Fach-Jury gewählt. Sie setzt sich aus bekannten "Medienmenschen", Agenturleitern, Pressevertretern und Geschäftsführern aus Handelsblatt, Grey Worldwide, ZDF, Süddeutsche Zeitung, AS Auto Verlag, Roland Berger, Jung von Matt, GATO AG, Bloomberg, Kohl PR, dpa, Peter Schmidt Group, Icon Added Value, FAZ, TNS Emnid und n-tv zusammen. Für Deutschland stehen dort u.a.: ADAC, RTL, Lufthansa, Deutsche Bank, adidas, Müller, nutella, Media Markt, Aral, Vivil, Google, Persil, Douglas, Tchibo, Landrover, Jaguar, Hofbräuhaus, DHL, C&A, Warsteiner, Varta, AutoBild, Otto, Katjes und viele andere.
Zurück zum Markt: Haben Sie gehört, daß die Lebensversicherungsbranche ihre Aktienquote erhöhen. Die haben wohl den i-watch gelesen? In den Jahren 1999/2000 lag die Aktienquote der Lebensversicherer zwischen 23 - 26 %. Mit der Jahrtausendwende reduzierte sich der Anteil auf zwischen 9-9,5%. Wohin nun mit dem Geld der Kunden, die auf eine feste Rendite hoffen? 600 Milliarden Euro warten auf eine Investitionsentscheidung.
Natürlich können Lebensversicherer ihre Aktienquote nicht frei bestimmen, oder besser gesagt zum Glück. Denn durch den Anstieg und der damit verbundenen hohen Aktienquote gefolgt durch den schnellen Fall der Aktien, verloren LVs natürlichermaßen sehr viel Geld. Wie gut, dass es auch im Lebensversicherungsbereich ein Auffangbecken für gestrandete Versicherungen gibt. Es bleiben rund 80% der Anlagen in Anleihen und Zinsprodukte. Aktuell öffnet sich die Schere, denn für Rentenpapiere mit 10 Jahren Laufzeit erhält der Anleger schlappe 3,1%. Die Versicherungen versprechen ihren Kunden aber mehr und schon haben wir das Anlageproblem.
Die SEC spricht mir aus dem Herzen. Sie fordert die Vereinfachung der Bilanzen. Sie sagt, dass die Finanzberichterstattung zu kompliziert sei. Natürlich war wieder einmal Enron die Ursache für diese Überlegung. Die SEC Studie kam zu dem Ergebnis, dass bei rund 100 Firmen insgesamt 535 Milliarden US $ "versteckt" wurden, so Bloomberg. Offiziell heißt das natürlich nicht versteckt, sondern "nicht ausgewiesen". Wir nennen es "kreative Buchführung".
Interessant auch, dass beide, der US Schatzmeister Snow ebenso wie der französische Finanzminister Breton, sich gegen eine Überregulierung von Hedge Funds ausgesprochen haben. Sie streben eine "limited regulation" an. Es sei der Sache wenig dienlich wenn man in Panik verfalle und den Markt "überregulieren" wolle. Hedge Funds hätten ein Anlagevolumen von 1 Billion US$. Noch Kanzler Schröder ruft hingegen bei dem G8 Gipfel nach strengeren Regularien. Der G8 Gipfel wird zwischen dem 6. Und 8. Juli in Schottland (wie passend) stattfinden, direkt in Gleneagles (einer der berühmtesten Golfplätze der Welt - ein Schelm wer böses dabei denkt).
Der Preis für Baumwolle ist in dieser Woche weiter gefallen nachdem die Spannungen zwischen China, den Vereinigten Staaten und Europa immer heftiger wurden. Hintergrund dieser wirtschaftlichen Konflikte ist die Einführung von Importquoten in den U.S.A. Die Notierungen für gefrorenen Orangensaft konnten in dieser Woche zulegen nachdem eine ansteckende Baumkrankheit in Fort Myers (Florida) diagnostiziert wurde. Zucker bewegte sich in dieser Woche in einer engen Range zwischen 8,72$ und 8,93$. Die Preise für Kakao konnten in dieser Woche zunächst zulegen und erreichten am Donnerstag ein Intraday-High bei 1.451$. Keine Angst, ich will Sie nicht zu einem Engagement im Rohstoffsektor überreden. Nur beantworte ich eine Leser-Anfrage heute einmal direkt im i-watch-Abstarkt. Wir haben bereits 2 sehr interessante Leserbriefe in Kategorie 4) eingearbeitet.
Dieser Tage "lief" mir ein neues Anlageprodukt über den Weg. Eigentlich ist es kein neues Produkt, wohl aber ein neues Underlying. Es handelt sich um ein Zertifikat, daß nur indirekt mit Rohstoffen zu tun, trotzdem finde ich es äußerst interessant. Mit Wirkung vom 31. Mai 2005 erweitert die Dresdner Kleinwort Wasserstein das Angebot an Zertifikaten um das CO2-Zertifikat, das den Kursverlauf der Rechte zur Emission einer Tonne CO2 abbildet. Diese Rechte zur Emission einer Tonne CO2 werden seit dem 1. Januar 2005 im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems an den internationalen Märkten gehandelt.
Geschaffen wurden diese Emissionsrechte für Firmen, die ihre jährlichen Emissionsvorgaben überschreiten. Wenn ein Unternehmen mehr Abgase in die Umwelt abgibt als erlaubt, dann muss es nicht die Produktion stoppen, sondern kann sich von einer anderen Firma, die ihr Emissionsvolumen nicht vollständig ausschöpft, die Rechte abkaufen. Mit zunehmenden Fortschreiten des Jahres sollte der Wert dieses Produktes immer weiter zunehmen, da viele Firmen erkennen, dass sie zusätzlich noch andere Emissionsrechte kaufen müssen.
Der Partizipationsschein (ISIN: DE000DR0FNP) ist im Freiverkehr Frankfurt (Smart Trading) und der EUWAX handelbar. Sie partizipieren an Kursgewinnen bzw. Verlusten im Verhältnis 1:1. Die Laufzeit geht allerdings nur bis zum 01.12.2005. Nur etwas für Hartgesottene.
In der heutigen Ausgabe schreibt unsere Kollegin Julia wie angekündigt über zwei interessante Stahlwerte in Russland. Teil 1) befaßt sich mit Fundamentalem über die Stahlindustrie in Russland. Teil 2) in der kommenden Woche wird dann die Empfehlungen detailierter darstellen. Den ersten Leserbrief nutzen wir um ein paar Grundbegriffe aus dem Optionsscheinhandel zu erklären. Durch den 2ten Leserbrief angeregt, fordern wir Sie auf, sich bei der Diskussion um die Euro - US$ Parität zu beteiligen. Ihre Meinung ist gefragt. Wohin geht die $-Reise, was wird uns der Euro noch bescheren? Zerbricht die Währungsunion? Wir möchten hier eine Art offenes Forum etablieren.
Dann bleibt mir nur noch, AMD zu danken. Sie planen eine neue Fabrik in Deutschland zu eröffnen, das hört man doch immer wieder gerne. Jetzt müssen wir nur noch die Datenflut ab 14.30 Uhr "überleben", dann steht dem Sommerwochenende nichts mehr im Wege. (Baubeginne, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Philadelphia Fed Index, der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan und die Leistungsbilanz Q1.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen, einen guten "Verfall" und ein schönes Wochenende
Ihr EKIP/Team gmh
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2. RUECKBLICK: ÖLPREISE STEIGEN AUF 10-WOCHEN-HOCH
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Liebe Börsenfreunde!
Die wichtigen US-Indizes konnten trotz stark steigender Ölpreise auf Wochensicht weiter zulegen. Dahingegen kam es an den Bondmärkten, beidseitig des Atlantiks, nach der fulminanten Aufwärtsbewegung in den vergangenen Handels-
wochen, zu einer deutlichen Gegenbewegung, die die Renditestellen um bis zu 25 Stellen nach oben getrieben hat.
Die seit Anfang Juni 2005 laufende Driving-Season in den USA hat wie an dieser Stelle in den Vorwochen mehrfach angesprochene Wirkung entfaltet, in dem die Ölpreise kräftig nach oben angesprungen sind und zuletzt auf ein 10-Wochen-Hoch gemessen am WTI-Future steigen konnten. Der WTI-
Future notierte zuletzt bei knapp 57 US-Dollar und damit nur noch etwas mehr als einen US-Dollar unterhalb seinem Allzeithoch vom 04. April 2005 von 58,28 US-Dollar. Dennoch können sich die US-Aktienindizes, trotz eines so negativen Einflussfaktors auf die Gewinnentwicklung von Unternehmen,
auf hohem Niveau behaupten.
Nach meinem Dafürhalten baut sich hier ein großes Bewertungsdefizit zwischen Ölpreisen und Aktienkursen auf, dass früher oder später korrigiert wird, bzw. werden muss. Spätestens bei Kursen von 60,-- US-Dollar je Barrel und mehr ist mit einer Korrekturbewegung der US-Indizes zwischen drei und fünf Prozent zu rechnen.
Die Bondmärkte haben eine solche Korrekturbewegung bereits vorexerziert. Der Bund-Future verlor binnen wenigen Handelstagen um über 200 Ticks, nach dem am 10. Juni 2005 ein Allzeithoch bei 123,60 Prozentpunkten markiert werden konnte. Im März 2005, also vor rund drei Monaten, notierte der Bund-
Future lediglich bei 117 Prozentpunkten. Mit der jüngsten Gegenbewegung hat dieses Marktbarometer rund ein Drittel seiner dreimonatigen Aufwärtsbewegung binnen drei Handelstagen korrigiert. Ähnlich stellt sich die Situation an den US-Rentenmärkten dar.
Auffällig ist zur Zeit auch die Bewegung am Goldmarkt. Hier ist eine eindeutige Abkopplung des Goldpreises vom Währungsverhältnis US-Dollar / Euro zu konstatieren. Trotz weiter ansteigender US-Dollar-Notierungen gegenüber dem
Euro kann der Goldpreis kräftig zulegen. In den vergangenen zwei Jahren war dies nicht mehr zu beobachten. Im Ergebnis gewinnen nun insbesondere Euro-Anleger von steigenden Goldpreisnotierungen, da neben dem Kursgewinnen
beim Goldpreis auch noch ein Währungsgewinn wegen des starken US-Dollars hinzukommen. Dies spricht dafür, dass einige Marktteilnehmer der europäischen Währungsunion nicht mehr über den Weg trauen und mittels Positionierung am
Goldmarkt ein Auseinanderbrechen der Währungsunion in den Marktpreisen einarbeiten.
Gold gewinnt mit dieser Aussicht wieder seinen Status als Krisenwährung zurück. Doch wie weit kann der Goldpreis steigen ? Lesen Sie hierzu den Ausblick:
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3. AUSBLICK: STEIGT DER GOLDPREIS ÜBER DIE 500 US-DOLLAR-
MARKE JE UNZE NOCH IM JAHRESVERLAUF 2005 ?
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des iWatch.Pro
vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür.
Sie können natürlich den vollen Brief jederzeit über
www.ekip.de bestellen und uneingeschränkten Zugriff auf die
Ekip Informationen erhalten.
Ihr EKIP-Team
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4. LESERBRIEFE :
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Sehr geehrte Damen und Herren,
als Empfänger Ihres e-mail Newsletter, sende ich Ihnen hier eine lustige Geschichte, wenn es nicht um echtes Geld ginge.
Heute morgen ist mir eine einzigartige Story passiert. Ich hatte am Freitag, den 10.05.05 einen Optionsschein der Bank Goldmann Sachs auf die Aktie der Heidelberger Zement mit Basispreis 60,00 Euro gekauft zum Kurs von 0,13 Euro.
Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, ist der Kurs von heute, am Montag um 20% gestiegen. Da habe ich mich um 9:00 heute morgen sehr gefreut. denn der Kurs des OS war auf 0,55 Geld zu 0,56 Briefkurs gestiegen.
Nun dacht ich mir, jetzt ist es Zeit zu verkaufen. Ich logge mich also bei meiner Bank ein und gebe den Kurs ein, schaue noch mal in die Onvistaliste mit den Realtime Kursen und........... Ich traue meinen Augen nicht: Der
Kurs war plötzlich wieder 0,10 Cent im Geld.
Mehrere Anrufe bei GS führten zu keinem Ergebnis. Man sagte mir es gab heute morgen technische Probleme, man ruft zurück, oder ja das ist die implizierte Vola....etc.
Dann habe ich mir ähnlich OS bei Dresdener Bank und der Deutschen Bank angeschaut. Da gab es diese Probleme nicht. Der Kursverlauf des OS läuft parallel zum Basiswert. Mittlerweile ist es 12:00h, mein Schein hat jetzt 0,079 Wert. Das macht ca. 40% Verlust, bei einem Anstieg von 20% im Basiswert. Goldmann Sachs ruft nicht zurück.
Mit freundlichen Grüßen
P.A.
Sehr geehrter Herr A.,
vielen Dank für Ihren Leserbrief. Ja, dieses Gefühl der Ohnmacht kenne ich. Es gibt viele Wege die Banken einschlagen und die leider nicht nachzuvollziehen sind. Ich weiß aus alten Handelstagen, daß die Scheine der Citibank immer fair gepreist und auch handelbar waren. Ich nehme an, als Sie von 0,10 Cent im Geld sprachen, dass Sie den Geldkurs gemeint haben. Der Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen, Rohstoffe usw. zum Ankauf nachgefragt werden.
Ich nutze Ihrer Leserbrief um hier ein Paar Begriffe aus dem Optionsscheinhandel zu erklären. Das kann nie schaden.
Underlying/Basiswert: Aktie Index etc. auf den sich der Optionsschein bezieht.
Spot: Aktueller Kurs/Wert des Underlyings
Strike: Basispreis, Ausübungspreis des Optionsscheines
Emittent: "Herausgeber" des Optionsscheins
Bid/Ask bzw. Geld/Brief: Die Preise, zu denen der Emittent Optionsscheine zurückkauft bzw. verkauft.
Spread: Spanne zwischen Bid- und Ask-Kurs
Bezugsverhältnis: Anzahl der Aktien, zu deren Kauf/Verkauf ein Optionsschein berechtigt, z. B. 10:1 (10 Optionsscheine berechtigen zum Bezug einer Aktie). Wird häufig auch dargestellt als 0,1 (Bezug von 0,1 Aktien pro Optionsschein).
Was bedeutet "am Geld", "im Geld", "aus dem Geld" bzw. Delta?
Mit diesen Begriffen läßt sich sehr kurz beschreiben, wie der aktuelle Kurs des Basiswerts (Spot) im Verhältnis zum Ausübungspreis (Strike) steht. Bei Calls bedeutet "im Geld", daß der Basispreis unter dem aktuellen Kurs des Underlyings liegt, bei Puts über dem aktuellen Kurs. Eine Situation "am Geld" ergibt sich, wenn der aktuelle Kurs in etwa mit dem Basispreis (Strike) des Underlying übereinstimmt. Wenn dagegen der aktuelle Kurs des Underlying auf der "falschen" Seite des Basispreises liegt, spricht man von Scheinen "aus dem Geld".
Dieser Zusammenhang wird durch die Kennziffer "Delta" ausgedrückt. Optionsscheine "am Geld" haben ein Delta von etwa 50% (oft auch dargestellt als 0,50). Bei Scheinen "im Geld" ist das Delta größer 50%, Delta kleiner 50% bedeutet, daß der Schein "aus dem Geld" notiert. Der Optionsscheintheorie nach ist das Delta die Wahrscheinlichkeit, daß die Option ausgeübt wird (d.h. z.B. bei Calls die Wahrscheinlichkeit, daß der Kurs des Underlyings am Verfallstag über dem Basiskurs der Option notiert). Gleichzeitig ist es hilfreich, um herauszufinden, wieviele Scheine man zur dynamischen Absicherung eines Aktienpakets benötigt (siehe auch Teil II - Absicherung von Aktien durch Optionsscheine).
Was bedeutet Omega?
Omega gibt die "echte" Hebelwirkung des Optionsscheins an. Ein Omega von 5 besagt, daß eine Option im Vergleich zum Underlying 5x stärker steigt oder fällt, 2% Bewegung des Underlyings führen also zu einer 10%igen Bewegung des Optionsscheines. Diese Vorhersage wird allerdings nie hundertprozentig korrekt sein, da sich das Omega bei jedem verändertem Kurs und veränderten Rahmenbedingungen ändert.
Was besagt der Hebel?
Der Hebel ist eine relativ wenig aussagekräftige Kennzahl, die den Optionspreis ins Verhältnis zum aktuellen Kurs des Underlyings (Spot) setzt. Allerdings läßt sich aus Hebel und Delta das Omega errechnen (Hebel x Delta), welches dann die "echte" Hebelwirkung des Optionsscheines angibt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr EKIP/Team gmh
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Sehr geehrte Herren,
als ganz normaler Anleger, der schon einige Jährchen hinter sich hat und deshalb sehr vorsichtig auf die sog. Analysten, Gurus, Schwarz- und Weissmaler reagiert, glaube, daß der Euro niemals zu einer Weltwährung wird.Er hat jetzt ein bisschen durch die Turbulenzen der Euro-Verfassung gelitten, aber er bleibt was er bis jetzt ist, das 2. Rad am Wagen.
Der Dollar ist und bleibt der Repräsentant der USA, vor allen Dingen weil sich damit so schön spielen läßt. Die FED und
andere Institutionen können ihn nach belieben manipulieren, allein schon deshalb bleibt der Dollar Weltwährung.
Was kann man davon profitieren? Als EU-Bürger bleibe ich zu 90% im Euro mit dem Rest spiele ich in anderen
Währungen und versuche damit Geld zu verdienen.
Aber ich kann nur jedem Anleger raten, Währungsspekulationen
sind sehr gefährlich und man kann sehr viel Geld verlieren wenn man nicht tagtäglich die Kurse kontrolliert.
Für mich macht es die gesunde Mischung, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Zertifikate und nur zu einem kleinen
Teil Aktien. Viel Spaß beim Investieren.
A.
Selbstverständlich können Sie meine Meinung veröffentlichen. Übrigens, Ihr Newsletter wird immer interessanter, besten
Dank.
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Sehr geehrter Herr A.,
vielen Dank für Ihren Beitrag zu US-Dollar versus Euro.
Mein Szenario ist, dass die USA bereits in wenigen Jahren an Europa herantreten werden und die transatlantische Währungsunion zum Euro-Dollar forcieren werden. Nach dem Motto: Divide et impera, also teile und herrsche.
Die überbordende Verschuldung des privaten und öffentlichen Sektors in den USA, läßt jene in Europa geradezu jungfräulich erscheinen.
Mit bestem Dank für Ihr Interesse und lobenden Worte
Ihr EKIP-Team / ur
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Wenn uns interessante Leserfragen erreichen, die
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koennten, so werde wir diese hier
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bitte ich Sie, mir mit Ihrer Anfrage anzugeben,
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haben; ohne diese Mitteilung gehe ich davon aus,
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Teilkürzung vor, falls sich dies aus Platzgründen
als notwendig erweisen sollte.
Bitte senden Sie Ihre Fragen zum I n h a l t des
iWatch.Pro
n e u an folgende eMail-Adresse: team@ekip.de ,
diese
kommen dann direkt zu uns.
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5. BRIEF AUS ST. PETERSBURG
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Stählernes Russland - Teil I: Fundamentaldaten
Stahl ist fuer Russland ein ganz besonderes Material: Schon Diktator Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili demonstrierte Härte und nannte sich "der Stählerne" -- Stalin. Das Land ist zwar nie zu dem von Stalin versprochenen Paradies geworden, zumindest nicht für die Bevölkerung. Eher für die Konzernchefs des neuen Russland, die sich hemmungslos die Taschen vollstopfen. So wie der Vorstandschef des Stahlkonzerns Ewras, Alexander Abramow: Der liess sich vor gut drei Wochen im Zuge einer Sonderdividende 130 Millionen Dollar auf sein Konto überweisen. Zum Vergleich: Der russische Durchschnittsverdienst liegt nach Angaben des International Monetary Fund gerade einmal bei 281 Dollar pro Monat.
Besonders aktionärsfreundlich war die Zwischendividende in Hohe von insgesamt 200 Millionen Dollar auch nicht, denn sie wurde kurz vor dem Börsengang in London am 2. Juni gezahlt, die neuen Aktionäre gingen leer aus. Neben Oligarch Abramow, der 65 Prozent von Ewras kontrolliert, kassierte vor allem Vizekonzernchef Alexander Frolow ab. Er hält 31 Prozent der Anteile.
Solche Sitten sind in Russland nichts Neues. Die Stahlbarone herrschen seit eh und je über das Wohl und Wehe tausender Arbeiter einer ganzen Region. Deren Einkommen liegt zwar weit über dem Landesdurchschnitt. Dafür sind sie fast rechtlos, Mitbestimmung ist in Russland ein Fremdwort. Der Chef des Stahlkochers Sewerstal, Alexei Mordaschow, wird in seiner Stahlstadt Tscherepowets ehrfurchtsvoll "Chasein" (Herr und Meister) genannt. Für deutsche Manager, die in Deutschland wegen horrender Abfindungen trotz schlechter Leistungen kritisiert werden und sich "Heuschrecken"-Vergleiche anhören muessen, ist hier die Welt also noch in Ordnung.
Stahlboom made in Russia
Zufrieden sein dürften wenigstens diejenigen Anleger, die bei Ewras einsteigen. Denn mit dem Konzern tritt nach russischen Massstäben ein Gigant ins Rampenlicht der Börse: Das Unternehmen ist der grösste Stahlproduzent Russlands und der zwölftgrösste der Welt. Im vergangenen Oktober ist schon der fünftgrösste russische Stahlkocher Mechel an die New Yorker Börse gegangen. Der Aktienkurs hat seitdem kräftig zugelegt. Wir sehen keinen Grund dafür, dass dies bei Ewras anders sein sollte. Oder bei Sewerstal. Denn die Fundamentaldaten sprechen für die russische Stahlindustrie.
Russland ist in den vergangenen Jahren durch hohe Einfuhr-Zölle auf hochwertigen Stahl des amerikanischen und europäischen Markt, sowie von einer Reihe anderer Länder ausgeschlossen worden. Da die meisten Anbeiter weltweit ihre Produkte veredelten, herrschte bei den hochpreisigen Produkten in den vergangenen Jahren ein erheblicher Margendruck. Im Gegenzug hat sich die russische Stahlindustrie auf halbfertige Erzeugnisse konzentriert. In dieser weitgehend nicht von Zöllen geschützten günstigeren Produktklasse ist das Land dank seiner geringen Produktionskosten weltweit zu einer Macht geworden. Die Investmentbank Aton Capital nannte Russland treffend das "Saudi-Arabien der globalen Stahlindustrie".
Günstige Produktion
In Russland liegen sämtliche Produktionskosten weit niedriger als im Rest der Welt. Die Löhne der Stahlarbeiter im Westen liegen zehn bis 15 mal höher als in Russland, und wenn auch die Produtkivität der russischen Rabotniks geringer ist, betragen die Lohnstückkosten doch nur 50 bis 80 Prozent des westlichen Niveaus. Zudem bewegen sich die Pensionskosten weit unter denen des Westens. Ferner sind die Preise für Energie und Gas trotz des Anstiegs in den vergangenen Monaten noch immer niedriger als im Westen, da der Staat vor allem Strom subventioniert.
Aus geografischer Sicht ist die russische Stahlindustrie gegenüber der ausländischen Konkurrenz beim Export nach China im Vorteil, da durch die Produktion in Sibirien geringere Transportkosten anfallen. Peking will zwar die eigene Stahlproduktion ausbauen, doch noch ist China wegen der ineffizienten Produktion und höherer Preise für Elektrizität und Eisenerz kein gleichwertiger Konkurrent.
Zwar hat sich die globale Stahlindustrie in den vergangenen Jahren erholt. Dennoch kämpfen westliche Produzenten nach wie vor mit Überkapazitaeten, auch die hohen Energiekosten belasten. Da die arbeitsintensive Stahlindustrie stets eng mit politischen Interessen verknüpft ist, sind Schliessungen von Hütten eher die Seltenheit, die Regel sind staatliche Subventionen. Der anhaltende Trend zur unrentablen Produktion im Westen und die künstliche Stützung der Preise erhält auf lange Sicht den Exportvorteil der russischen Industrie.
Ironie der Geschichte
Aufgrund der Zollhürden des Auslands wandten sich die russischen Stahklonzerne in den vergangenen Jahren verstärkt dem Inlandsmarkt zu. Gegenzölle hielten wiederum westliche Konkurrenten weitgehend aus Russland fern. Dass gerade die russische Wirtschaft seit Jahren boomt und sich der Westen mit seinen Zöllen ein Eigentor geschossen hat, ist eine ironische Fussnote. Jedenfalls bleiben die Aussichten im russischen Stahlsektor dank der ungehemmten Nachfrage in mehrereren Branchen rosig.
Öl und Eisenbahn
Vom Energiehunger Chinas profitiert vor allem Russland. Die Nachfrage kann kaum befriedigt werden, der Transport russischen Erdöls in die Volksrepublik stockt wegen der Engpässe in den Logistik-Kapazitäten. Sowohl die Pipelines als auch die Eisenbahn reichen kaum aus, um in diesem Jahr die zehn Millionen Tonnen Oel nach China zu liefern, die Russlands Präsident Wladimir Putin im vergangenen Oktober der Regierung in Peking versprochen hat.
Die russische Eisenbahn hat daher angekündigt, über 200 Millionen Dollar in die Modernisierung der Transsibirischen Eisenbahn - der einzigen permanent nutzbaren Verkehrsader Richtung Osten - zu stecken. Da in Russland traditionell jede Maschine so lange benutzt wird, bis sie auseinanderfällt und viele Eisenbahnen rollenden Museen gleichen, hat sich ein gewaltiger Investitionsstau aufgebaut.
Ausserdem denken die Öl- und Gasproduzenten über den Bau neuer Pipelines nach. Nicht von ungefähr kündigte der drittgrösste Stahlkonzern des Landes, Sewerstal, am Mittwoch den Bau einer Fabrik für die Fertigung von Gaspipelines mit extra weitem Durchmesser an. Der Bau wird für 576 Millionen Dollar in der besthehenden Fabrik Ischorski nahe Sankt-Petersburg errichtet. Die Röhren werden an den Gasgiganten Gasprom geliefert.
Bau: Immer mehr junge Russen wollen endlich ihr eigenes Zuhause. Niemand wohnt mit Mitte zwanzig noch gerne bei Mama, Papa, Schwester und Babuschka (Oma) auf 50 Quadratmetern, und schon gar nicht in Kommunalkas (Gemeinschaftswohnungen), in denen Dreck und Gemeinheiten der Nachbarn das Leben zur Hölle machen. Also boomt der Bau: Vor allem der Anstieg der Immobilienpreise, aber auch von Mieten, Moebeln und Haushaltsartikeln sorgen für einen kräftigen Preisanstieg. Wirtschaftsminister German Gref will die Inflation in diesem Jahr auf zehn Prozent eindämmen.
Da Russland den Strassenbau forciert und - wie etwa in Sankt-Petersburg - ein Grossteil der Brücken im Land wegen der unterbrochenen Renovierungen Anfang der Neunziger dringend saniert werden müssen, ist das Nachfrage-Potenzial enorm. Auch scheint der Bauboom bei Bueroimmobilien in den Metropolen ungebrochen.
Automobil: Die neue russische Mittelschicht hat genug hat von klapprigen Ladas und Schigulis, auf den Strassen des Landes sind westliche Autos schon seit langem keine Seltenheit mehr. Im ersten Quartal diesen Jahres sprang der Import ausländischer Autos um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie die Regierung in Moskau jüngst mitteilte. Und dies, obwohl der Kreml bisher die einheimische Autoindustrie mit hohen Zöllen gegen die Konkurrenz aus dem Westen abgeschirmt hat.
Die Schonfrist für die einheimischen Autohersteller ist allerdings endgültig vorbei: In dieser Woche legte Toyota den Grundstein für ein Werk in Schuschari, einem Vorort von Sankt-Petersburg. Daimler-Chrysler will sich wahrscheinlich ebenfalls in der Newa-Metropole ansiedeln, die durch die Baltikum-Wolga-Wasserstrasse sowohl für die Belieferung des russischen als auch des europäischen Marktes interessant ist. Die Stadtregierung räumt ausserdem Grossinvestoren Steuerrabatte ein. Ford hat sich ebenfalls vor den Toren von Sankt-Petersburg angesiedelt. BMW betreibt bereits eine Fabrik in Kaliningrad. Auch Renault, Kia, Hyundai und General Motors sind mit eigenen Werken im Land vertreten.
Damit nicht genug: Russland will ferner den Import von Autos erheblich erschweren, die älter als fünf Jahre alt sind. Das Land solle nicht zum Schrottplatz der Welt werden, forderte vor gut zwei Wochen Wiktor Christenko, der Minister für Industrie und Energie. Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil der Automobil-Industrie am russischen Brutto-Inlandsprodukt nach den Plänen des Kreml auf 4,3 Prozent steigen, kündigte Christenko in einer Kabinetts-Sitzung an, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete. Derzeit sind es gerade einmal 2,5 Prozent. Laut Christenko gaben die Russen im vergangenen Jahr 18 Milliarden Dollar für Autos aus, in diesem Jahr sollen es zwanzig Milliarden werden.
Für zusätzliche Nachfrage nach neuen Autos - und Stahl -- dürften auch die Pläne der Regierung sorgen, Fahrzeuge mit der in Japan verwendeten Rechtslenkung aus Gründen der Verkehrssicherheit zu verbieten (Japaner fahren auf der linken Strassenseite, in Russland herrscht Rechtsverkehr). Wagen mit Rechtslenkung sind im fernen Osten des Landes und in Sibirien - aus Japan eingefuehrt - sehr populär. Der chinesische Marktführer China First Automotive hat sich bereits auf eine steigende Nachfrage eingestellt: In einem Joint-Venture mit drei russischen Partnern nahm das Unternehmen vorige Woche die Produktion von niedrigpreisigen Geländewagen im Osten Russlands auf.
Aufgrund all dieser Faktoren halten wir ein Investment in zwei der grössten und am besten aufgestellten Konzerne für vielversprechend: Ewras und Sewerstal. Teil 2 lesen Sie kommende Woche hier in Ihrem i-watch, bis dahin,
schöne Grüße aus Piter
Ihr Ekip/Team jd
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6. AKTUELLE EMPFEHLUNGSLISTE UND PERFORMANCE
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Kürzel/Titel. akt.Kurs Empf.in Empf.Kurs SL
Handl.bedarf
====PORTFOLIO===========================================
ALV Allianz 11,71 05/21 11,84 10,66 halten
KAUFEN==================================================
GG Goldcorp 15,24 05/12 Kaufen bei 12,00 US-
Dollar
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====SHORTPOSITIONEN=====================================
GM General Motors 35,62 05/18 u. 24 neues SL bei 10
Prozent unter Wiedereinstiegskurs Short Pos. Halten
====VERÄNDERUNGEN=(StoppLoss/Buy)=======================
General Motors wurde ausgestoppt. Wir nehmen allerdings
am Montag, 20. Juni 2005 umgehend eine neue Short-Position ein. Referenzkurs ist der Eröffnungskurs zu US-Handelsbeginn.
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7. BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG DER AKTUELLEN TRADINGIDEEN
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Die Ausführliche Beschreibung was hinter unseren Tradingidee steckt und was es trotzdem zu beachten gibt, ist in unserem iWatch.Pro nachzulesen. Neben dem Jahresabo gibt es auch ein Halbjahresabo, ein Quartalsabo und auch ein Schupperabo.
Versuchen Sie es!!1
Anmeldung über unsere Webseite: www.ekip.de
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8. TERMINE DER KOMMENDEN WOCHE:
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Leider lag die aktuelle Terminvorschau wg. des Hexensabbats an der Börse noch nicht vor. Wir werden sie per "Sondersendung" nachreichen. Wir beziehen unsere Daten von einigen Nachrichtenagenturen, die momentan "Land unter" sind wg. des Verfallstermins.
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9. CHARTTECHNIK DOW JONES, S&P 500, NASDAQ UND
GOLD
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Index: Abstand vom 52/W-Tief 52/W-Hoch: Index-
Stand:
Änderung in Prozent vom 10.06.05 bis 17.06.05
S&P 500 15% - 1% 1.210,96 +0,92%
Nasdaq Comp 10% -4% 2.089,15 +0,63%
Dow Jones 7% - 3% 10.578,65 +0,71%
Russell 2000 26% - 0% 644,03 +2,88%
Gold 14% - 5% 436,45 +3,45%
Oel (WTI) 63% - 3% 56,45 +3,70%
30-Jahr Anl 6% - 11% 4,42 +0,12
10-Jahr Anl 7% - 10% 4,08 +0,13
Euro-Dollar 1% - 11% 1,21 -0,01
Dow Jones Industrial Index Stand am 16.06.05
10.578,65 +75,63
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Wie immer sind die entsprechenden Charts auf unserer Webseite über die Kundenkonten abrufbar.
Eine erfolgreiche und spannende Börsenwoche
wünscht Ihnen
Ihr
EKIP-Team
Bitte senden Sie Ihre Fragen zum I n h a l t des
iWatch.Pro
n e u an folgende e-Mail-Adresse: team@ekip.de
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10. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
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Ich habe hier einige Broker ausgesucht, die einen deutschsprachigen Support anbieten, und dennoch das Shorten in US-Aktien ermoeglichen.
E*Trade: Diesen Broker kennen Sie vielleicht von der einen oder anderen Aktienanalyse meinerseits.
E*Trade Deutschland bietet sowohl deutsche Depots als auch US-Depots an. Ueber die US-Depots koennen Sie dann shorten.
Gleichzeitig erhalten Sie jedoch den Support aus Deutschland.
www.ekip.de/exit.php?id=30
2. Interactivebrokers: Dieser britische Broker ist extrem guenstig, bietet jedoch nur bedingt deutschsprachigen Support an.
www.ekip.de/exit.php?id=31
Lassen Sie mich Ihre Erfahrungen wissen. Die
iWatch Gemeinde umfasst inzwischen eine ausreichende Menge Power um auch einmal mit Wünschen Gehör bei diesen Brokern zu finden.
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11. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wir recherchieren sorgfaeltig und richten uns selber nach unseren Empfehlungen. Dennoch muessen wir jegliche Regressansprueche ausschliessen, die aus der Verwendung der Inhalte dieses Newsletters entstehen koennten. Die Inhalte des Newsletters spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.
Die Boerse ist ein komplexes Gebilde mit eigenen Regeln. Anlageentscheidungen sollten nur von Anlegern mit entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen vorgenommen werden. Anleger, die kein tiefgreifendes Know-how ueber die Boerse
besitzen, sollten unbedingt vor einer Anlageentscheidung die eigene Hausbank oder einen Vermoegensverwalter konsultieren.
Die Verwendung der Inhalte dieses Newsletters erfolgt auf eigene Gefahr. Die Geldanlage an der Boerse beinhaltet das Risiko enormer Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
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12. AN-/ABMELDUNG
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Ihrer eMail Adresse oder Adressdaten aendern Sie bitte mit Ihrer bestehenden eMail Adresse und Ihrem Passwort unter
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- US-BOERSENBRIEF -
5. Jahrgang - Ausgabe 24 (17.06.2005)
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1616-1521
Erscheinungsweise: wöchentlich Freitag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
1. i-WATCH ABSTRACT: P.HILTON, DIE MARKEN UND DIE ROHSTOFFE
2. RUECKBLICK: ÖLPREISE STEIGEN AUF 10-WOCHEN-HOCH
3. AUSBLICK: STEIGT DER GOLDPREIS ÜBER DIE 500 US-DOLLAR-
MARKE JE UNZE NOCH IM JAHRESVERLAUF 2005 ?
4. LESERBRIEFE: BETEILIGEN SIE SICH AN DER US$-? DEBATTE
5. BRIEF AUS ST.PETERSBURG: STAHL-FUNDAMENTAL DIE ERSTE
6. AKTUELLE EMPFEHLUNGSLISTE UND PERFORMANCE
7. BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG DER AKTUELLEN TRADINGIDEEN
8. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE: lagen wg. Des Hexensabbats an der Börse leider noch nicht vor. Werden per Sondersendung nachgereicht.
9. CHARTTECHNIK DOW JONES, S&P 500, NASDAQ, EURO UND GOLD
10. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
11. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
12. AN-/ABMELDUNG
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1. iWATCH ABSTRACT
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Liebe Leser,
17.Juni, da war doch was? Ja, es war einmal ein Feiertag zum Tag der Deutschen Einheit. Zum Gedenken an den Volksaufstand in der damals sog. "DDR" 1953, der von Sowjetpanzern niedergerollt wurde. "Ulbricht, Pieck und Grotewohl, dass euch drei der Teufel hol". Auch wenn wir den Feiertag nicht mehr begehen, so bleibt er doch in Erinnerung.
Zurück zur "Neu-Zeit":
Höher, schneller, weiter. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es jetzt einen Hamburger der die Restaurantkette CKE beflügeln soll. Beworben wird dieses fette Stück Fleisch von keiner geringeren als der gertenschlanken Paris Hilton. Nun ja, wo die Liebe hinfällt. Hoffen wir mal, daß die Börsianer dieser Welt den Aktien von CKE mehr trauen, als dem Bild, dass P.Hilton herzhaft in einen Megaburger beißt.
Ob die Rechnung aufgeht, sei dahingestellt. Schließlich kämpfen die Restaurantketten mit harten Bandagen um die Gunst der Kunden. Die größten Rivalen McDonald's und Wendy's werben aktuell mit frischen Salaten und wenig Kalorien. Und schon sind wir bei bekannten Markennamen angekommen.
Was ist eigentlich eine Marke? Eine gute Marke verbindet hohes Ansehen und Marktwert. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten überzeugen sie durch Qualität, Beständigkeit und Kundentreue. Es ist ein Produkt oder Unternehmen, das unverwechselbar und gleichermaßen den Inbegriff der Qualität einer Leistung oder eines ganzen Produkt-Bereichs reflektiert. Es nimmt sowohl im Bewußtsein der Verbraucher als auch in der Wirtschaft über Jahre und Jahrzehnte eine herausragende Stellung ein. Eine erfolgreiche Marke bietet ein so hohes Maß an Qualität, ist so anziehend und vertrauenswürdig, daß sie Gefühle der Zuneigung und Loyalität hervorruft. Verbraucher sind bereit, dafür einen höheren Preis zu bezahlen. In den USA sind u.a. die folgenden Marken auf der begehrten Liste erschienen. Diese Liste zeigt die Top 100 Marken Amerikas, zu ihnen gehören u.a. : Allstate, American Express, American Airlines, Bank of America, Buick, Callaway Golf, Coca Cola, Fed Ex, Ford, Hoover, IBM, Kellogg!
's, Mc Donald's, 3M, New Balance, New York Stock Exchange, Pepsi, Staples, Walt Disney, The New York Times, Toys R Us, - dies ist nur eine kleine Auswahl der Marken, die in den USA zu sogenannten Superbrands gewählt wurden.
Natürlich gibt es so eine Liste auch in Deutschland. Leider sind nicht alle Firmen an der Börse gelistet, dennoch ist es immer wieder interessant auch einmal über den Tellerrand des Investments zu schauen. Die besten Marken eines Landes werden - wie in 40 anderen Ländern der Welt - von einer Fach-Jury gewählt. Sie setzt sich aus bekannten "Medienmenschen", Agenturleitern, Pressevertretern und Geschäftsführern aus Handelsblatt, Grey Worldwide, ZDF, Süddeutsche Zeitung, AS Auto Verlag, Roland Berger, Jung von Matt, GATO AG, Bloomberg, Kohl PR, dpa, Peter Schmidt Group, Icon Added Value, FAZ, TNS Emnid und n-tv zusammen. Für Deutschland stehen dort u.a.: ADAC, RTL, Lufthansa, Deutsche Bank, adidas, Müller, nutella, Media Markt, Aral, Vivil, Google, Persil, Douglas, Tchibo, Landrover, Jaguar, Hofbräuhaus, DHL, C&A, Warsteiner, Varta, AutoBild, Otto, Katjes und viele andere.
Zurück zum Markt: Haben Sie gehört, daß die Lebensversicherungsbranche ihre Aktienquote erhöhen. Die haben wohl den i-watch gelesen? In den Jahren 1999/2000 lag die Aktienquote der Lebensversicherer zwischen 23 - 26 %. Mit der Jahrtausendwende reduzierte sich der Anteil auf zwischen 9-9,5%. Wohin nun mit dem Geld der Kunden, die auf eine feste Rendite hoffen? 600 Milliarden Euro warten auf eine Investitionsentscheidung.
Natürlich können Lebensversicherer ihre Aktienquote nicht frei bestimmen, oder besser gesagt zum Glück. Denn durch den Anstieg und der damit verbundenen hohen Aktienquote gefolgt durch den schnellen Fall der Aktien, verloren LVs natürlichermaßen sehr viel Geld. Wie gut, dass es auch im Lebensversicherungsbereich ein Auffangbecken für gestrandete Versicherungen gibt. Es bleiben rund 80% der Anlagen in Anleihen und Zinsprodukte. Aktuell öffnet sich die Schere, denn für Rentenpapiere mit 10 Jahren Laufzeit erhält der Anleger schlappe 3,1%. Die Versicherungen versprechen ihren Kunden aber mehr und schon haben wir das Anlageproblem.
Die SEC spricht mir aus dem Herzen. Sie fordert die Vereinfachung der Bilanzen. Sie sagt, dass die Finanzberichterstattung zu kompliziert sei. Natürlich war wieder einmal Enron die Ursache für diese Überlegung. Die SEC Studie kam zu dem Ergebnis, dass bei rund 100 Firmen insgesamt 535 Milliarden US $ "versteckt" wurden, so Bloomberg. Offiziell heißt das natürlich nicht versteckt, sondern "nicht ausgewiesen". Wir nennen es "kreative Buchführung".
Interessant auch, dass beide, der US Schatzmeister Snow ebenso wie der französische Finanzminister Breton, sich gegen eine Überregulierung von Hedge Funds ausgesprochen haben. Sie streben eine "limited regulation" an. Es sei der Sache wenig dienlich wenn man in Panik verfalle und den Markt "überregulieren" wolle. Hedge Funds hätten ein Anlagevolumen von 1 Billion US$. Noch Kanzler Schröder ruft hingegen bei dem G8 Gipfel nach strengeren Regularien. Der G8 Gipfel wird zwischen dem 6. Und 8. Juli in Schottland (wie passend) stattfinden, direkt in Gleneagles (einer der berühmtesten Golfplätze der Welt - ein Schelm wer böses dabei denkt).
Der Preis für Baumwolle ist in dieser Woche weiter gefallen nachdem die Spannungen zwischen China, den Vereinigten Staaten und Europa immer heftiger wurden. Hintergrund dieser wirtschaftlichen Konflikte ist die Einführung von Importquoten in den U.S.A. Die Notierungen für gefrorenen Orangensaft konnten in dieser Woche zulegen nachdem eine ansteckende Baumkrankheit in Fort Myers (Florida) diagnostiziert wurde. Zucker bewegte sich in dieser Woche in einer engen Range zwischen 8,72$ und 8,93$. Die Preise für Kakao konnten in dieser Woche zunächst zulegen und erreichten am Donnerstag ein Intraday-High bei 1.451$. Keine Angst, ich will Sie nicht zu einem Engagement im Rohstoffsektor überreden. Nur beantworte ich eine Leser-Anfrage heute einmal direkt im i-watch-Abstarkt. Wir haben bereits 2 sehr interessante Leserbriefe in Kategorie 4) eingearbeitet.
Dieser Tage "lief" mir ein neues Anlageprodukt über den Weg. Eigentlich ist es kein neues Produkt, wohl aber ein neues Underlying. Es handelt sich um ein Zertifikat, daß nur indirekt mit Rohstoffen zu tun, trotzdem finde ich es äußerst interessant. Mit Wirkung vom 31. Mai 2005 erweitert die Dresdner Kleinwort Wasserstein das Angebot an Zertifikaten um das CO2-Zertifikat, das den Kursverlauf der Rechte zur Emission einer Tonne CO2 abbildet. Diese Rechte zur Emission einer Tonne CO2 werden seit dem 1. Januar 2005 im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems an den internationalen Märkten gehandelt.
Geschaffen wurden diese Emissionsrechte für Firmen, die ihre jährlichen Emissionsvorgaben überschreiten. Wenn ein Unternehmen mehr Abgase in die Umwelt abgibt als erlaubt, dann muss es nicht die Produktion stoppen, sondern kann sich von einer anderen Firma, die ihr Emissionsvolumen nicht vollständig ausschöpft, die Rechte abkaufen. Mit zunehmenden Fortschreiten des Jahres sollte der Wert dieses Produktes immer weiter zunehmen, da viele Firmen erkennen, dass sie zusätzlich noch andere Emissionsrechte kaufen müssen.
Der Partizipationsschein (ISIN: DE000DR0FNP) ist im Freiverkehr Frankfurt (Smart Trading) und der EUWAX handelbar. Sie partizipieren an Kursgewinnen bzw. Verlusten im Verhältnis 1:1. Die Laufzeit geht allerdings nur bis zum 01.12.2005. Nur etwas für Hartgesottene.
In der heutigen Ausgabe schreibt unsere Kollegin Julia wie angekündigt über zwei interessante Stahlwerte in Russland. Teil 1) befaßt sich mit Fundamentalem über die Stahlindustrie in Russland. Teil 2) in der kommenden Woche wird dann die Empfehlungen detailierter darstellen. Den ersten Leserbrief nutzen wir um ein paar Grundbegriffe aus dem Optionsscheinhandel zu erklären. Durch den 2ten Leserbrief angeregt, fordern wir Sie auf, sich bei der Diskussion um die Euro - US$ Parität zu beteiligen. Ihre Meinung ist gefragt. Wohin geht die $-Reise, was wird uns der Euro noch bescheren? Zerbricht die Währungsunion? Wir möchten hier eine Art offenes Forum etablieren.
Dann bleibt mir nur noch, AMD zu danken. Sie planen eine neue Fabrik in Deutschland zu eröffnen, das hört man doch immer wieder gerne. Jetzt müssen wir nur noch die Datenflut ab 14.30 Uhr "überleben", dann steht dem Sommerwochenende nichts mehr im Wege. (Baubeginne, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Philadelphia Fed Index, der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan und die Leistungsbilanz Q1.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen, einen guten "Verfall" und ein schönes Wochenende
Ihr EKIP/Team gmh
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2. RUECKBLICK: ÖLPREISE STEIGEN AUF 10-WOCHEN-HOCH
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Liebe Börsenfreunde!
Die wichtigen US-Indizes konnten trotz stark steigender Ölpreise auf Wochensicht weiter zulegen. Dahingegen kam es an den Bondmärkten, beidseitig des Atlantiks, nach der fulminanten Aufwärtsbewegung in den vergangenen Handels-
wochen, zu einer deutlichen Gegenbewegung, die die Renditestellen um bis zu 25 Stellen nach oben getrieben hat.
Die seit Anfang Juni 2005 laufende Driving-Season in den USA hat wie an dieser Stelle in den Vorwochen mehrfach angesprochene Wirkung entfaltet, in dem die Ölpreise kräftig nach oben angesprungen sind und zuletzt auf ein 10-Wochen-Hoch gemessen am WTI-Future steigen konnten. Der WTI-
Future notierte zuletzt bei knapp 57 US-Dollar und damit nur noch etwas mehr als einen US-Dollar unterhalb seinem Allzeithoch vom 04. April 2005 von 58,28 US-Dollar. Dennoch können sich die US-Aktienindizes, trotz eines so negativen Einflussfaktors auf die Gewinnentwicklung von Unternehmen,
auf hohem Niveau behaupten.
Nach meinem Dafürhalten baut sich hier ein großes Bewertungsdefizit zwischen Ölpreisen und Aktienkursen auf, dass früher oder später korrigiert wird, bzw. werden muss. Spätestens bei Kursen von 60,-- US-Dollar je Barrel und mehr ist mit einer Korrekturbewegung der US-Indizes zwischen drei und fünf Prozent zu rechnen.
Die Bondmärkte haben eine solche Korrekturbewegung bereits vorexerziert. Der Bund-Future verlor binnen wenigen Handelstagen um über 200 Ticks, nach dem am 10. Juni 2005 ein Allzeithoch bei 123,60 Prozentpunkten markiert werden konnte. Im März 2005, also vor rund drei Monaten, notierte der Bund-
Future lediglich bei 117 Prozentpunkten. Mit der jüngsten Gegenbewegung hat dieses Marktbarometer rund ein Drittel seiner dreimonatigen Aufwärtsbewegung binnen drei Handelstagen korrigiert. Ähnlich stellt sich die Situation an den US-Rentenmärkten dar.
Auffällig ist zur Zeit auch die Bewegung am Goldmarkt. Hier ist eine eindeutige Abkopplung des Goldpreises vom Währungsverhältnis US-Dollar / Euro zu konstatieren. Trotz weiter ansteigender US-Dollar-Notierungen gegenüber dem
Euro kann der Goldpreis kräftig zulegen. In den vergangenen zwei Jahren war dies nicht mehr zu beobachten. Im Ergebnis gewinnen nun insbesondere Euro-Anleger von steigenden Goldpreisnotierungen, da neben dem Kursgewinnen
beim Goldpreis auch noch ein Währungsgewinn wegen des starken US-Dollars hinzukommen. Dies spricht dafür, dass einige Marktteilnehmer der europäischen Währungsunion nicht mehr über den Weg trauen und mittels Positionierung am
Goldmarkt ein Auseinanderbrechen der Währungsunion in den Marktpreisen einarbeiten.
Gold gewinnt mit dieser Aussicht wieder seinen Status als Krisenwährung zurück. Doch wie weit kann der Goldpreis steigen ? Lesen Sie hierzu den Ausblick:
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3. AUSBLICK: STEIGT DER GOLDPREIS ÜBER DIE 500 US-DOLLAR-
MARKE JE UNZE NOCH IM JAHRESVERLAUF 2005 ?
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des iWatch.Pro
vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür.
Sie können natürlich den vollen Brief jederzeit über
www.ekip.de bestellen und uneingeschränkten Zugriff auf die
Ekip Informationen erhalten.
Ihr EKIP-Team
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4. LESERBRIEFE :
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Sehr geehrte Damen und Herren,
als Empfänger Ihres e-mail Newsletter, sende ich Ihnen hier eine lustige Geschichte, wenn es nicht um echtes Geld ginge.
Heute morgen ist mir eine einzigartige Story passiert. Ich hatte am Freitag, den 10.05.05 einen Optionsschein der Bank Goldmann Sachs auf die Aktie der Heidelberger Zement mit Basispreis 60,00 Euro gekauft zum Kurs von 0,13 Euro.
Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, ist der Kurs von heute, am Montag um 20% gestiegen. Da habe ich mich um 9:00 heute morgen sehr gefreut. denn der Kurs des OS war auf 0,55 Geld zu 0,56 Briefkurs gestiegen.
Nun dacht ich mir, jetzt ist es Zeit zu verkaufen. Ich logge mich also bei meiner Bank ein und gebe den Kurs ein, schaue noch mal in die Onvistaliste mit den Realtime Kursen und........... Ich traue meinen Augen nicht: Der
Kurs war plötzlich wieder 0,10 Cent im Geld.
Mehrere Anrufe bei GS führten zu keinem Ergebnis. Man sagte mir es gab heute morgen technische Probleme, man ruft zurück, oder ja das ist die implizierte Vola....etc.
Dann habe ich mir ähnlich OS bei Dresdener Bank und der Deutschen Bank angeschaut. Da gab es diese Probleme nicht. Der Kursverlauf des OS läuft parallel zum Basiswert. Mittlerweile ist es 12:00h, mein Schein hat jetzt 0,079 Wert. Das macht ca. 40% Verlust, bei einem Anstieg von 20% im Basiswert. Goldmann Sachs ruft nicht zurück.
Mit freundlichen Grüßen
P.A.
Sehr geehrter Herr A.,
vielen Dank für Ihren Leserbrief. Ja, dieses Gefühl der Ohnmacht kenne ich. Es gibt viele Wege die Banken einschlagen und die leider nicht nachzuvollziehen sind. Ich weiß aus alten Handelstagen, daß die Scheine der Citibank immer fair gepreist und auch handelbar waren. Ich nehme an, als Sie von 0,10 Cent im Geld sprachen, dass Sie den Geldkurs gemeint haben. Der Kurs, zu dem Wertpapiere, Devisen, Rohstoffe usw. zum Ankauf nachgefragt werden.
Ich nutze Ihrer Leserbrief um hier ein Paar Begriffe aus dem Optionsscheinhandel zu erklären. Das kann nie schaden.
Underlying/Basiswert: Aktie Index etc. auf den sich der Optionsschein bezieht.
Spot: Aktueller Kurs/Wert des Underlyings
Strike: Basispreis, Ausübungspreis des Optionsscheines
Emittent: "Herausgeber" des Optionsscheins
Bid/Ask bzw. Geld/Brief: Die Preise, zu denen der Emittent Optionsscheine zurückkauft bzw. verkauft.
Spread: Spanne zwischen Bid- und Ask-Kurs
Bezugsverhältnis: Anzahl der Aktien, zu deren Kauf/Verkauf ein Optionsschein berechtigt, z. B. 10:1 (10 Optionsscheine berechtigen zum Bezug einer Aktie). Wird häufig auch dargestellt als 0,1 (Bezug von 0,1 Aktien pro Optionsschein).
Was bedeutet "am Geld", "im Geld", "aus dem Geld" bzw. Delta?
Mit diesen Begriffen läßt sich sehr kurz beschreiben, wie der aktuelle Kurs des Basiswerts (Spot) im Verhältnis zum Ausübungspreis (Strike) steht. Bei Calls bedeutet "im Geld", daß der Basispreis unter dem aktuellen Kurs des Underlyings liegt, bei Puts über dem aktuellen Kurs. Eine Situation "am Geld" ergibt sich, wenn der aktuelle Kurs in etwa mit dem Basispreis (Strike) des Underlying übereinstimmt. Wenn dagegen der aktuelle Kurs des Underlying auf der "falschen" Seite des Basispreises liegt, spricht man von Scheinen "aus dem Geld".
Dieser Zusammenhang wird durch die Kennziffer "Delta" ausgedrückt. Optionsscheine "am Geld" haben ein Delta von etwa 50% (oft auch dargestellt als 0,50). Bei Scheinen "im Geld" ist das Delta größer 50%, Delta kleiner 50% bedeutet, daß der Schein "aus dem Geld" notiert. Der Optionsscheintheorie nach ist das Delta die Wahrscheinlichkeit, daß die Option ausgeübt wird (d.h. z.B. bei Calls die Wahrscheinlichkeit, daß der Kurs des Underlyings am Verfallstag über dem Basiskurs der Option notiert). Gleichzeitig ist es hilfreich, um herauszufinden, wieviele Scheine man zur dynamischen Absicherung eines Aktienpakets benötigt (siehe auch Teil II - Absicherung von Aktien durch Optionsscheine).
Was bedeutet Omega?
Omega gibt die "echte" Hebelwirkung des Optionsscheins an. Ein Omega von 5 besagt, daß eine Option im Vergleich zum Underlying 5x stärker steigt oder fällt, 2% Bewegung des Underlyings führen also zu einer 10%igen Bewegung des Optionsscheines. Diese Vorhersage wird allerdings nie hundertprozentig korrekt sein, da sich das Omega bei jedem verändertem Kurs und veränderten Rahmenbedingungen ändert.
Was besagt der Hebel?
Der Hebel ist eine relativ wenig aussagekräftige Kennzahl, die den Optionspreis ins Verhältnis zum aktuellen Kurs des Underlyings (Spot) setzt. Allerdings läßt sich aus Hebel und Delta das Omega errechnen (Hebel x Delta), welches dann die "echte" Hebelwirkung des Optionsscheines angibt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr EKIP/Team gmh
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Sehr geehrte Herren,
als ganz normaler Anleger, der schon einige Jährchen hinter sich hat und deshalb sehr vorsichtig auf die sog. Analysten, Gurus, Schwarz- und Weissmaler reagiert, glaube, daß der Euro niemals zu einer Weltwährung wird.Er hat jetzt ein bisschen durch die Turbulenzen der Euro-Verfassung gelitten, aber er bleibt was er bis jetzt ist, das 2. Rad am Wagen.
Der Dollar ist und bleibt der Repräsentant der USA, vor allen Dingen weil sich damit so schön spielen läßt. Die FED und
andere Institutionen können ihn nach belieben manipulieren, allein schon deshalb bleibt der Dollar Weltwährung.
Was kann man davon profitieren? Als EU-Bürger bleibe ich zu 90% im Euro mit dem Rest spiele ich in anderen
Währungen und versuche damit Geld zu verdienen.
Aber ich kann nur jedem Anleger raten, Währungsspekulationen
sind sehr gefährlich und man kann sehr viel Geld verlieren wenn man nicht tagtäglich die Kurse kontrolliert.
Für mich macht es die gesunde Mischung, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Zertifikate und nur zu einem kleinen
Teil Aktien. Viel Spaß beim Investieren.
A.
Selbstverständlich können Sie meine Meinung veröffentlichen. Übrigens, Ihr Newsletter wird immer interessanter, besten
Dank.
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Sehr geehrter Herr A.,
vielen Dank für Ihren Beitrag zu US-Dollar versus Euro.
Mein Szenario ist, dass die USA bereits in wenigen Jahren an Europa herantreten werden und die transatlantische Währungsunion zum Euro-Dollar forcieren werden. Nach dem Motto: Divide et impera, also teile und herrsche.
Die überbordende Verschuldung des privaten und öffentlichen Sektors in den USA, läßt jene in Europa geradezu jungfräulich erscheinen.
Mit bestem Dank für Ihr Interesse und lobenden Worte
Ihr EKIP-Team / ur
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Wenn uns interessante Leserfragen erreichen, die
auch andere Leser oder Leserinnen interessieren
koennten, so werde wir diese hier
veroeffentlichen. Um Rückfragen zu vermeiden,
bitte ich Sie, mir mit Ihrer Anfrage anzugeben,
ob Sie ggf. etwas gegen eine Veroeffentlichung
haben; ohne diese Mitteilung gehe ich davon aus,
dass eine allfällige Publikation im iWatch für
Sie okay ist. Die Redaktion behält sich eine
Teilkürzung vor, falls sich dies aus Platzgründen
als notwendig erweisen sollte.
Bitte senden Sie Ihre Fragen zum I n h a l t des
iWatch.Pro
n e u an folgende eMail-Adresse: team@ekip.de ,
diese
kommen dann direkt zu uns.
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5. BRIEF AUS ST. PETERSBURG
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Stählernes Russland - Teil I: Fundamentaldaten
Stahl ist fuer Russland ein ganz besonderes Material: Schon Diktator Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili demonstrierte Härte und nannte sich "der Stählerne" -- Stalin. Das Land ist zwar nie zu dem von Stalin versprochenen Paradies geworden, zumindest nicht für die Bevölkerung. Eher für die Konzernchefs des neuen Russland, die sich hemmungslos die Taschen vollstopfen. So wie der Vorstandschef des Stahlkonzerns Ewras, Alexander Abramow: Der liess sich vor gut drei Wochen im Zuge einer Sonderdividende 130 Millionen Dollar auf sein Konto überweisen. Zum Vergleich: Der russische Durchschnittsverdienst liegt nach Angaben des International Monetary Fund gerade einmal bei 281 Dollar pro Monat.
Besonders aktionärsfreundlich war die Zwischendividende in Hohe von insgesamt 200 Millionen Dollar auch nicht, denn sie wurde kurz vor dem Börsengang in London am 2. Juni gezahlt, die neuen Aktionäre gingen leer aus. Neben Oligarch Abramow, der 65 Prozent von Ewras kontrolliert, kassierte vor allem Vizekonzernchef Alexander Frolow ab. Er hält 31 Prozent der Anteile.
Solche Sitten sind in Russland nichts Neues. Die Stahlbarone herrschen seit eh und je über das Wohl und Wehe tausender Arbeiter einer ganzen Region. Deren Einkommen liegt zwar weit über dem Landesdurchschnitt. Dafür sind sie fast rechtlos, Mitbestimmung ist in Russland ein Fremdwort. Der Chef des Stahlkochers Sewerstal, Alexei Mordaschow, wird in seiner Stahlstadt Tscherepowets ehrfurchtsvoll "Chasein" (Herr und Meister) genannt. Für deutsche Manager, die in Deutschland wegen horrender Abfindungen trotz schlechter Leistungen kritisiert werden und sich "Heuschrecken"-Vergleiche anhören muessen, ist hier die Welt also noch in Ordnung.
Stahlboom made in Russia
Zufrieden sein dürften wenigstens diejenigen Anleger, die bei Ewras einsteigen. Denn mit dem Konzern tritt nach russischen Massstäben ein Gigant ins Rampenlicht der Börse: Das Unternehmen ist der grösste Stahlproduzent Russlands und der zwölftgrösste der Welt. Im vergangenen Oktober ist schon der fünftgrösste russische Stahlkocher Mechel an die New Yorker Börse gegangen. Der Aktienkurs hat seitdem kräftig zugelegt. Wir sehen keinen Grund dafür, dass dies bei Ewras anders sein sollte. Oder bei Sewerstal. Denn die Fundamentaldaten sprechen für die russische Stahlindustrie.
Russland ist in den vergangenen Jahren durch hohe Einfuhr-Zölle auf hochwertigen Stahl des amerikanischen und europäischen Markt, sowie von einer Reihe anderer Länder ausgeschlossen worden. Da die meisten Anbeiter weltweit ihre Produkte veredelten, herrschte bei den hochpreisigen Produkten in den vergangenen Jahren ein erheblicher Margendruck. Im Gegenzug hat sich die russische Stahlindustrie auf halbfertige Erzeugnisse konzentriert. In dieser weitgehend nicht von Zöllen geschützten günstigeren Produktklasse ist das Land dank seiner geringen Produktionskosten weltweit zu einer Macht geworden. Die Investmentbank Aton Capital nannte Russland treffend das "Saudi-Arabien der globalen Stahlindustrie".
Günstige Produktion
In Russland liegen sämtliche Produktionskosten weit niedriger als im Rest der Welt. Die Löhne der Stahlarbeiter im Westen liegen zehn bis 15 mal höher als in Russland, und wenn auch die Produtkivität der russischen Rabotniks geringer ist, betragen die Lohnstückkosten doch nur 50 bis 80 Prozent des westlichen Niveaus. Zudem bewegen sich die Pensionskosten weit unter denen des Westens. Ferner sind die Preise für Energie und Gas trotz des Anstiegs in den vergangenen Monaten noch immer niedriger als im Westen, da der Staat vor allem Strom subventioniert.
Aus geografischer Sicht ist die russische Stahlindustrie gegenüber der ausländischen Konkurrenz beim Export nach China im Vorteil, da durch die Produktion in Sibirien geringere Transportkosten anfallen. Peking will zwar die eigene Stahlproduktion ausbauen, doch noch ist China wegen der ineffizienten Produktion und höherer Preise für Elektrizität und Eisenerz kein gleichwertiger Konkurrent.
Zwar hat sich die globale Stahlindustrie in den vergangenen Jahren erholt. Dennoch kämpfen westliche Produzenten nach wie vor mit Überkapazitaeten, auch die hohen Energiekosten belasten. Da die arbeitsintensive Stahlindustrie stets eng mit politischen Interessen verknüpft ist, sind Schliessungen von Hütten eher die Seltenheit, die Regel sind staatliche Subventionen. Der anhaltende Trend zur unrentablen Produktion im Westen und die künstliche Stützung der Preise erhält auf lange Sicht den Exportvorteil der russischen Industrie.
Ironie der Geschichte
Aufgrund der Zollhürden des Auslands wandten sich die russischen Stahklonzerne in den vergangenen Jahren verstärkt dem Inlandsmarkt zu. Gegenzölle hielten wiederum westliche Konkurrenten weitgehend aus Russland fern. Dass gerade die russische Wirtschaft seit Jahren boomt und sich der Westen mit seinen Zöllen ein Eigentor geschossen hat, ist eine ironische Fussnote. Jedenfalls bleiben die Aussichten im russischen Stahlsektor dank der ungehemmten Nachfrage in mehrereren Branchen rosig.
Öl und Eisenbahn
Vom Energiehunger Chinas profitiert vor allem Russland. Die Nachfrage kann kaum befriedigt werden, der Transport russischen Erdöls in die Volksrepublik stockt wegen der Engpässe in den Logistik-Kapazitäten. Sowohl die Pipelines als auch die Eisenbahn reichen kaum aus, um in diesem Jahr die zehn Millionen Tonnen Oel nach China zu liefern, die Russlands Präsident Wladimir Putin im vergangenen Oktober der Regierung in Peking versprochen hat.
Die russische Eisenbahn hat daher angekündigt, über 200 Millionen Dollar in die Modernisierung der Transsibirischen Eisenbahn - der einzigen permanent nutzbaren Verkehrsader Richtung Osten - zu stecken. Da in Russland traditionell jede Maschine so lange benutzt wird, bis sie auseinanderfällt und viele Eisenbahnen rollenden Museen gleichen, hat sich ein gewaltiger Investitionsstau aufgebaut.
Ausserdem denken die Öl- und Gasproduzenten über den Bau neuer Pipelines nach. Nicht von ungefähr kündigte der drittgrösste Stahlkonzern des Landes, Sewerstal, am Mittwoch den Bau einer Fabrik für die Fertigung von Gaspipelines mit extra weitem Durchmesser an. Der Bau wird für 576 Millionen Dollar in der besthehenden Fabrik Ischorski nahe Sankt-Petersburg errichtet. Die Röhren werden an den Gasgiganten Gasprom geliefert.
Bau: Immer mehr junge Russen wollen endlich ihr eigenes Zuhause. Niemand wohnt mit Mitte zwanzig noch gerne bei Mama, Papa, Schwester und Babuschka (Oma) auf 50 Quadratmetern, und schon gar nicht in Kommunalkas (Gemeinschaftswohnungen), in denen Dreck und Gemeinheiten der Nachbarn das Leben zur Hölle machen. Also boomt der Bau: Vor allem der Anstieg der Immobilienpreise, aber auch von Mieten, Moebeln und Haushaltsartikeln sorgen für einen kräftigen Preisanstieg. Wirtschaftsminister German Gref will die Inflation in diesem Jahr auf zehn Prozent eindämmen.
Da Russland den Strassenbau forciert und - wie etwa in Sankt-Petersburg - ein Grossteil der Brücken im Land wegen der unterbrochenen Renovierungen Anfang der Neunziger dringend saniert werden müssen, ist das Nachfrage-Potenzial enorm. Auch scheint der Bauboom bei Bueroimmobilien in den Metropolen ungebrochen.
Automobil: Die neue russische Mittelschicht hat genug hat von klapprigen Ladas und Schigulis, auf den Strassen des Landes sind westliche Autos schon seit langem keine Seltenheit mehr. Im ersten Quartal diesen Jahres sprang der Import ausländischer Autos um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie die Regierung in Moskau jüngst mitteilte. Und dies, obwohl der Kreml bisher die einheimische Autoindustrie mit hohen Zöllen gegen die Konkurrenz aus dem Westen abgeschirmt hat.
Die Schonfrist für die einheimischen Autohersteller ist allerdings endgültig vorbei: In dieser Woche legte Toyota den Grundstein für ein Werk in Schuschari, einem Vorort von Sankt-Petersburg. Daimler-Chrysler will sich wahrscheinlich ebenfalls in der Newa-Metropole ansiedeln, die durch die Baltikum-Wolga-Wasserstrasse sowohl für die Belieferung des russischen als auch des europäischen Marktes interessant ist. Die Stadtregierung räumt ausserdem Grossinvestoren Steuerrabatte ein. Ford hat sich ebenfalls vor den Toren von Sankt-Petersburg angesiedelt. BMW betreibt bereits eine Fabrik in Kaliningrad. Auch Renault, Kia, Hyundai und General Motors sind mit eigenen Werken im Land vertreten.
Damit nicht genug: Russland will ferner den Import von Autos erheblich erschweren, die älter als fünf Jahre alt sind. Das Land solle nicht zum Schrottplatz der Welt werden, forderte vor gut zwei Wochen Wiktor Christenko, der Minister für Industrie und Energie. Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil der Automobil-Industrie am russischen Brutto-Inlandsprodukt nach den Plänen des Kreml auf 4,3 Prozent steigen, kündigte Christenko in einer Kabinetts-Sitzung an, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete. Derzeit sind es gerade einmal 2,5 Prozent. Laut Christenko gaben die Russen im vergangenen Jahr 18 Milliarden Dollar für Autos aus, in diesem Jahr sollen es zwanzig Milliarden werden.
Für zusätzliche Nachfrage nach neuen Autos - und Stahl -- dürften auch die Pläne der Regierung sorgen, Fahrzeuge mit der in Japan verwendeten Rechtslenkung aus Gründen der Verkehrssicherheit zu verbieten (Japaner fahren auf der linken Strassenseite, in Russland herrscht Rechtsverkehr). Wagen mit Rechtslenkung sind im fernen Osten des Landes und in Sibirien - aus Japan eingefuehrt - sehr populär. Der chinesische Marktführer China First Automotive hat sich bereits auf eine steigende Nachfrage eingestellt: In einem Joint-Venture mit drei russischen Partnern nahm das Unternehmen vorige Woche die Produktion von niedrigpreisigen Geländewagen im Osten Russlands auf.
Aufgrund all dieser Faktoren halten wir ein Investment in zwei der grössten und am besten aufgestellten Konzerne für vielversprechend: Ewras und Sewerstal. Teil 2 lesen Sie kommende Woche hier in Ihrem i-watch, bis dahin,
schöne Grüße aus Piter
Ihr Ekip/Team jd
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6. AKTUELLE EMPFEHLUNGSLISTE UND PERFORMANCE
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Kürzel/Titel. akt.Kurs Empf.in Empf.Kurs SL
Handl.bedarf
====PORTFOLIO===========================================
ALV Allianz 11,71 05/21 11,84 10,66 halten
KAUFEN==================================================
GG Goldcorp 15,24 05/12 Kaufen bei 12,00 US-
Dollar
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====SHORTPOSITIONEN=====================================
GM General Motors 35,62 05/18 u. 24 neues SL bei 10
Prozent unter Wiedereinstiegskurs Short Pos. Halten
====VERÄNDERUNGEN=(StoppLoss/Buy)=======================
General Motors wurde ausgestoppt. Wir nehmen allerdings
am Montag, 20. Juni 2005 umgehend eine neue Short-Position ein. Referenzkurs ist der Eröffnungskurs zu US-Handelsbeginn.
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7. BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG DER AKTUELLEN TRADINGIDEEN
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Die Ausführliche Beschreibung was hinter unseren Tradingidee steckt und was es trotzdem zu beachten gibt, ist in unserem iWatch.Pro nachzulesen. Neben dem Jahresabo gibt es auch ein Halbjahresabo, ein Quartalsabo und auch ein Schupperabo.
Versuchen Sie es!!1
Anmeldung über unsere Webseite: www.ekip.de
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8. TERMINE DER KOMMENDEN WOCHE:
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Leider lag die aktuelle Terminvorschau wg. des Hexensabbats an der Börse noch nicht vor. Wir werden sie per "Sondersendung" nachreichen. Wir beziehen unsere Daten von einigen Nachrichtenagenturen, die momentan "Land unter" sind wg. des Verfallstermins.
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9. CHARTTECHNIK DOW JONES, S&P 500, NASDAQ UND
GOLD
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Index: Abstand vom 52/W-Tief 52/W-Hoch: Index-
Stand:
Änderung in Prozent vom 10.06.05 bis 17.06.05
S&P 500 15% - 1% 1.210,96 +0,92%
Nasdaq Comp 10% -4% 2.089,15 +0,63%
Dow Jones 7% - 3% 10.578,65 +0,71%
Russell 2000 26% - 0% 644,03 +2,88%
Gold 14% - 5% 436,45 +3,45%
Oel (WTI) 63% - 3% 56,45 +3,70%
30-Jahr Anl 6% - 11% 4,42 +0,12
10-Jahr Anl 7% - 10% 4,08 +0,13
Euro-Dollar 1% - 11% 1,21 -0,01
Dow Jones Industrial Index Stand am 16.06.05
10.578,65 +75,63
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Wie immer sind die entsprechenden Charts auf unserer Webseite über die Kundenkonten abrufbar.
Eine erfolgreiche und spannende Börsenwoche
wünscht Ihnen
Ihr
EKIP-Team
Bitte senden Sie Ihre Fragen zum I n h a l t des
iWatch.Pro
n e u an folgende e-Mail-Adresse: team@ekip.de
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10. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
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Ich habe hier einige Broker ausgesucht, die einen deutschsprachigen Support anbieten, und dennoch das Shorten in US-Aktien ermoeglichen.
E*Trade: Diesen Broker kennen Sie vielleicht von der einen oder anderen Aktienanalyse meinerseits.
E*Trade Deutschland bietet sowohl deutsche Depots als auch US-Depots an. Ueber die US-Depots koennen Sie dann shorten.
Gleichzeitig erhalten Sie jedoch den Support aus Deutschland.
www.ekip.de/exit.php?id=30
2. Interactivebrokers: Dieser britische Broker ist extrem guenstig, bietet jedoch nur bedingt deutschsprachigen Support an.
www.ekip.de/exit.php?id=31
Lassen Sie mich Ihre Erfahrungen wissen. Die
iWatch Gemeinde umfasst inzwischen eine ausreichende Menge Power um auch einmal mit Wünschen Gehör bei diesen Brokern zu finden.
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11. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
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Wir recherchieren sorgfaeltig und richten uns selber nach unseren Empfehlungen. Dennoch muessen wir jegliche Regressansprueche ausschliessen, die aus der Verwendung der Inhalte dieses Newsletters entstehen koennten. Die Inhalte des Newsletters spiegeln unsere Meinung wider. Sie stellen keine Beratung, schon gar keine Anlageempfehlungen dar.
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