US-BOERSENBRIEF - 21.09.2003


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Rübensalat:

US-BOERSENBRIEF - 21.09.2003

 
21.09.03 11:37
01. IWATCH ABSTRACT
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Liebe Boersenfreunde,

wie entwickelt sich der Oelpreis? Wie der Oelmarkt? Wie lange
haelt der Goldbulle an? Ist China wirklich das neue gelobte Land?
Werden die Schulden der Amerikaner den Wirtschaftsaufschwung
vereiteln? Jede Menge Themen fuer iWatch.Specials, fuer besondere
Chartanalysen, fuer weitere Umfragen wie zum Oel und einer
Diskussion wie in einem iWatch.Club. Und alles Themen, die Ihren
Autor vom Schlafen abhalten: Der Wissensdrang ist gross, ich
glaube, der Bedarf an klaren Worten ist sogar noch groesser. Ich
strenge mich an. In der heutigen Ausgabe habe ich einige dieser
Themen in Kurzform verarbeitet.

Wie erwartet, befindet sich die Boerse in einem letzten
Aufbaeumen. Aber Ihr Autor untersucht im heutigen iWatch, ob
dieses Aufbaeumen nicht bereits der Anfang einer nicht fuer
moeglich gehaltenen Wirtschaftserholung ist. Im Kapitel
Rueckblick zeige ich Ihnen die aktuellen Entwicklungen an den
Boersen auf und begruende Ihnen, dass die Kursanstiege nichts mit
einer „Erleichterungsrallye nach dem Ruecktritt Dick Grassos" zu
tun haben, obwohl dies Gespraechsthema Nummer eins auf dem
Parkett ist. Nicht so im iWatch: Hier werden nur wirkliche
Gruende besprochen.

Im Ausblick gebe ich Ihnen eine detaillierte Erwartung fuer die
naechsten Monate. Ich erwarte, dass in den USA schon bald das
Thema Steuererhoehungen in der oeffentlichen Diskussion stehen
wird. Und das im Wahlkampfjahr ist nicht leicht fuer Praesident
Bush zu verarbeiten.

Die Wunschanalyse beschaeftigt sich mit dem viertgroessten
Goldminenbetreiber der Welt: Gold Fields. Die Bewertung ist dank

des starken suedafrikanischen Rand noch moderat, Gold Fields ist
meiner Ansicht nach ein weiterer Kandidat, der in ein
Goldportfolio Einlass finden sollte.

Im Kapitel Bilanz wird deutlich, wie gut wir uns in den letzten
Wochen positioniert haben: Die Buchgewinne steigen kontinuierlich
an.

Das Kapitel Termine der naechsten Woche deutet auf die anstehende
Gestaendnissaison vor den Quartalsberichten: Unternehmen, die
ihre gesteckten Ziele im laufenden Quartal nicht erreichen,
werden in den naechsten Tagen ein Gestaendnis ablegen muessen.
Hoffen wir, das es nicht zu viele werden.

Das Kapital Charttechnik zeigt Ihnen Widerstandsmarken und
Unterstuetzungen auf. Richten Sie sich nach den dort genannten
Werten, um in den anstehenden Turbulenzen nicht den Ueberblick zu
verlieren. Eine graphische Unterstuetzung finden Sie im
Chartbereich Ihres iWatch.Pro Kundenkontos unter
www.ekip.de/kunden/index.php.


Viel Anregendes bei der Lektuere wuenscht

Stephan Heibel


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02. RUECKBLICK: STEIGENDE AKTIEN, ANLEIHEN UND ROHSTOFFE?
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Index Aenderung z. Aenderung z. 18.09. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 11.09.
Internet 127% 0% 129.67 4.87%
S&P 500 35% 0% 1,039.58 2.28%
Nasdaq 72% 0% 1,909.55 3.44%
Nasdaq-QQQ 76% 0% 34.78 3.39%
Dow Jones 34% 0% 9,659.13 2.11%
Gold 31% -1% 378.30 0.53%
Oel 18% -26% 26.51 -4.78%
30-Jahr Anl 17% -7% 5.10 -0.12
Volatilitaet 3% -66% 19.3 -1.20
Euro-Dollar 16% -5% 1.13 0.01

Nasdaq, Dow Jones, S&P 500 markierten in dieser Woche neue
Jahreshoechststaende. Aber auch Gold und auch der Euro
(gegenueber dem US-Dollar) notieren nahe an ihren jeweiligen
Rekordmarken.

Und auch die Anleihenmaerkte erholen sich: Nach dem Ausverkauf
vor einigen Wochen haben sich die Renditen stabilisiert und
beginnen nun sogar wieder zu fallen. Mittel fliessen also auch in
den Anleihenmarkt.

Unterm Strich ist also zu beobachten, dass zwar das Vertrauen in
die US-Wirtschaft sinkt (fallender US-Dollar, steigender
Goldpreis), dass jedoch gleichzeitig Anlagen wie Aktien und
Anleihen gleichermassen gefragt sind. Da soll noch mal jemand
behaupten, der Markt spiegelt die „Meinung" der Anleger wider.
Fuer mich spiegelt der Markt die Liquiditaetsschwemme wider, die
durch die US-Regierung und die US-Notenbank erzeugt wurde. Das
frischgedruckte Geld (Geldmenge +10% p.a. bei Deflationsgefahr)
muss irgendwohin gesteuert werden. Und mangels Alternativen
werden US-Anleihen und Aktien gleichermassen nachgefragt.

...und das Oel? An dieser Stelle vielen Dank fuer Ihre
hilfreichen Leserbriefen zu den Hintergruenden der
Oelpreisfindung. In den naechsten Tagen werde ich Sie gesondert
ueber ein neues iWatch.Special ueber Oel informieren. Soviel
vorweg: Kein anderer Markt ist so politisch und losgeloest von
Angebot und Nachfrage wie der Oelmarkt.

Showbusiness: Die USA haben einen vierten Wirtschaftsfaktor
geschaffen: Neben Arbeit, Kapital und Boden muss man, um
erfolgreich zu wirtschaften, noch die Show mit unter einen Hut
bekommen. Dazu sind den USA alle Mittel Recht. Die Bush-
Administration hat uns bereits deutlich vor Augen gefuehrt, dass
oeffentliche Auftritte zur Meinungsmache verwendet werden, nicht
jedoch zur neutralen Information.

Nach Ronald Reagan und Clint Eastwood strebt nun auch „I'll be
back" Arnold Schwarzenegger in die Politik. Als Gouverneur von
Kalifornien moechte er endlich einmal richtig aufraeumen. Ich
sehe ihn schon in voller Ausruestung seine Gegner niedermachen,
nur um sein Ziel zu erreichen. Welches Ziel? Ach so, hmmm, na ja,
nicht so wichtig.

Und dann ist da noch Hillary Clinton. Wer kann noch verhindern,
dass Praesident Bush im Oktober 2004 wiedergewaehlt wird?
Sicherlich nicht ein Wesley Clark, der Vier-Sterne-General und
ehemalige Nato-Oberbefehlshaber im Kosovo. Er scheint wie
geschaffen, das neue Sicherheitsbeduerfnis der Amerikaner zu
befriedigen und koennte daher seine Demokratischen Wettbewerber
aus dem Rennen werfen. Gegen Bush jedoch hat er meiner
Einschaetzung nach keine Chance. Ich glaube, sobald die
demokratischen Wettbewerber aus dem Rennen sind (ca. Weihnachten)
uebernimmt Hillary Clinton... aber auch sie wird an Bush
scheitern.

Aber im iWatch geht es weniger um den Glauben als vielmehr um
sinnvoll abgeleitete Prognosen. Diese finden Sie im naechsten
Kapitel.

Schweden moechte vorerst nicht den Euro uebernehmen. Die alten
Schweden sehen ja nur zu deutlich, wie die Wirtschaft
Deutschlands, Frankreichs und Italiens unter dem gestiegenen
Wettbewerbsdruck leidet. Da wartet man lieber noch ein bisschen
ab, bis das Lohngefaelle innerhalb der EU nicht mehr so gross
ist.

Derweil gewinnt der Euro weltweit an Attraktivitaet: Japan, China
und andere asiatische Laender pumpen taeglich rund $1 Milliarde
in die USA. Taeglich! Und es ist abzusehen, dass der US$ weiter
an Wert verlieren wird. Daher werden Alternativen gesucht. Zum
einen ist da das Gold. Der iWatch hat Sie bereits vor Monaten auf
diesen neuen Trend aufmerksam gemacht. Zum anderen ist da der
Euro, dem man in der Welt-Triade gerne eine staerkere Gewichtung
zukommen lassen moechte.

Denn aufgrund der Handelsueberschuesse im Handel mit den USA
schwimmen einige Sued-Ost-Asiatische Laender in US$. Es wird
geschaetzt, dass sie rund $700 Mrd. in US-Staatsanleihen halten.
Ein aehnlicher Betrag duerfte nochmals aus dem Aktienmarkt
hinzukommen.

Und nun beginnen die USA einfach, die eigene Waehrung zu
entwerten? Das schmerzt die Schlitzaugen gleich doppelt: Zum
einen verlieren ihre Ersparnisse dadurch an Wert. Zum anderen
werden ihre Exporte teurer, die eigene Wirtschaft wird
geschwaecht, wenn der US$ schwaecher wird. Es bleibt ihnen also
nichts anderes uebrig, als weiterhin mit einem Grossteil der
Handelsueberschuesse Stuetzungskaeufe im US$ zu taetigen.

Mittelfristig werden sie jedoch versuchen, diese Abhaengigkeit
vom US$ zu verkleinern. Aber genug lamentiert, kuemmern wir uns
um die Geschehnisse an der Boerse.

Vergangenen Freitag endete die Vorliebe der Boerse fuer Aktien
von Einzelhandelsunternehmen. Diese Unternehmen profitieren stets
als Erste von einem Wirtschaftsaufschwung, da sich die Hoffnung
auf einen Wirtschaftsaufschwung schon in steigendem
Konsumverhalten ausdrueckt.

Dies hat sich die letzten Monate bereits angekuendigt.
Einzelhandelsaktien wie Wal-Mart oder Best Buy haben mehrfach
positive Ueberraschungsmeldungen veroeffentlicht. Nun sind die
Erwartungen an diese Unternehmen nach oben korrigiert worden und
eine Ueberraschung ist schwerer geworden. Daher wurden deren
Aktienkurse seit Anfang September gegen den allgemeinen
Aufwaertstrend nach unten gedrueckt.

Am Dienstag veroeffentlichte Charles Schwab, der groesste US-
Online-Broker, dass das Online Trading im Monat August stark
zugenommen hatte. Gute Nachricht fuer unsere Finanzspekulation
E*Trade. Der Kurs sprang um 4% an.

Am Abend schliesslich vermeldete Sir Alan, dass seine Fed den US-
Leitzins unveraendert auf dem historischen Tief bei 1% belaesst.
Die Wirtschaft zeige zwar deutliche Besserungsanzeichen, der
Arbeitsmarkt haette dies jedoch noch nicht reflektiert. Der
Boerse gefiel diese Haltung der Fed, bedeutet es doch, dass die
Liquiditaetsschwemme vorerst nicht abebben wird.

Regelmaessige iWatch-Leser werden sich erinnern: Es kommt genauso
wie von Ihrem Autor erwartet. Das Zinsniveau wird trotz positiver
Konjunkturzeichen niedrig gehalten. Sir Alan macht ueberhaupt
keine Anstalten, ueber eine Zinsanhebung nachzudenken. Sollte da
etwas mit der Qualitaet des Aufschwungs nicht stimmen?

Am gestrigen Donnerstag schliesslich verhalfen positive
Arbeitsmarktdaten der Boerse zu neuen 15-Monats-Hochs. Die
Neuantraege auf Arbeitslosenunterstuetzung sanken unter die
kritische Grenze von 400.000.

Isabel kommt. Der letzte grosse Hurrikan fegte 1992 ueber die
Ostkueste der USA. Andrew hiess er und seine Zerstoerung wurde
auf $15,5 Mrd. geschaetzt. Von Isabel wird ein aehnliches Ausmass
erwartet. Noch bevor Isabel tatsaechlich auf die Ostkueste
trifft, kursieren bereits Schaetzungen.

Versicherungsaktien haben bereits nachgegeben. American
International Group (AIG, $60,71) fielen bereits zum Wochenbeginn
um knapp 2%. Allstate (ALL, $36,95), der groesste Gebaeude- und
Autoversicherer, konnte sich mit Minus 1,2% noch recht gut
halten. Tipp: Sofern das Ausmass der angerichteten Schaeden von
Isabel die Erwartungen uebersteigt, koennten diese Versicherer
nochmals unter Druck geraten. Nutzen Sie dies zum Kaufen, denn
erfahrungsgemaess werden die betroffenen Versicherer, so sie auch
kurzfristig hohe Sonderbelastungen tragen muessen, ihre Praemien
neu und damit hoeher kalkulieren und dadurch kuenftig hoehere
Gewinne einfahren koennen. Der Kursschock wird nur kurzfristig
sein.

Die amerikanischen Baumaerkte wie Home Depot (HD, $33,18) oder
Lowes (LOW, $53,5) erfreuen sich bereits an dem Run auf
Absicherungsbaumittel. Dieser Run wird nach dem Hurrikan durch
Reparaturen andauern.


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03. AUSBLICK: STEUERERHOeHUNG FUER EINE GESUNDUNG DER USA
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Der Ausblick bleibt den zahlenden Abonnenten des iWatch.Pro
vorbehalten. Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, aber ohne
eine kleine Einnahmequelle kann ich diesen Service nicht
aufrecht erhalten.

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In Deutschland gibt es kaum einen anderen, der die
Hintergründe der Aktienmärkte so messerscharf von dem
täglichen Medienrummel trennen kann, wie den Autor des

US-Boersenbriefes iWatch.Pro

Stephan Heibel

Von seinen Fähigkeiten, komplizierte Zusammenhänge
verstaendlich darzustellen koennen Sie sich mit diesem
iWatch.Free ueberzeugen. Wenn Sie allerdings seine
Schlußfolgerungen und Empfehlungen erfahren moechten,
dann sollten Sie sich einmal um den iWatch.Pro kuemmern.

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04. LESERFRAGEN: SILICON STORAGE
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FRAGE 1: SILICON STORAGE
Sehr geehrter Herr Heibel,

am 6.6.2003 besprachen Sie zuletzt die Aktie von Silicon Storage
(WKN 898163), zu dem Zeitpunkt mit duesteren Aussichten.
Nun hat sich der Wert der Aktie von seinerzeit $ 4,80 nahezu
wieder verdoppelt. Hat Silicon Storage die Wende geschafft und
wieviel Luft nach "oben" ist noch vorhanden ?
Fuer eine kurze Einschaetzung waere ich dankbar.

Mit freundlichen Gruessen, H.-J. Horn


ANTWORT 1:
Silicon Storage (SSTI; $9,82) hat ruecklaeufige Umsaetze zu
beklagen und schreibt Verluste. Auf Basis der Gewinnschaetzungen
fuer das naechste Jahr ($0,11) ergibt sich ein KGV 04e von 89.
Das KUV liegt bei 6. Diese Kennzahlen sind exorbitant hoch.

Der Verschuldungsgrad ist nahe Null. Die Cash-Reserven betragen
etwa einen halben Jahresumsatz.

Ich glaube, da haben wir schon die Krux gefunden: Spekulanten
erachten es offensichtlich als aeusserst positiv, wenn ein
Unternehmen schuldenfrei aus der Baisse mit noch ein wenig
Barreserven hervorgeht. Solchen Unternehmen werden gute
Zukunftschancen gegeben, so steht in der Tabellenuebersicht sogar
ein erwartetes Umsatzwachstum von 100% im laufenden Quartal.
Dabei kann es sich meiner Einschaetzung nach aber nur um einen
Rechenfehler handeln: Die urspruengliche Wachstumsgeschwindigkeit
wurde schon zum Jahresbeginn nicht erreicht, somit wird die
erforderliche Wachstumsgeschwindigkeit im laufenden Quartal nach
oben geschraubt, um die urspruengliche Schaetzung zu erreichen.
Nur eine Frage der Zeit, bis diese Zahlen korrigiert werden.

Damit sehe ich Silicon Storage derzeit in erster Linie als
Nutzniesser der positiven Meldungen im Chipsektor (Intel und
Co.). Silicon Storage selbst, die Flashspeicher herstellen,
hinken dem Markt bislang hinterher.

Fuer eine neue Beurteilung wuerde ich vorerst noch ein paar neue
Unternehmensmeldungen abwarten.


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05. WUNSCHANALYSE: GOLD FIELDS: SOLIDER WERT IM GOLDPORTFOLIO
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>Unter ekip.de koennen Sie sich die Analyse einer von
>fuenf zur Wahl stehenden Aktien wuenschen. In der jeweils
>naechsten Ausgabe des iWatch US Aktienletters werde ich fuer
>Sie dann die Aktie des Gewinners analysieren. Wenn Sie sich
>die Analyse einer bestimmten Aktie wuenschen, dann senden
>Sie mir Ihren Vorschlag. Ich werde ihn dann in die
>Vorschlagsliste aufnehmen, anschliessend entscheiden Sie.
>Wunschliste fuer die naechste Woche:
> Honda Motor
> Toyota Motor
> Advantest Corp
> Tokyo Electron Ltd
> Rival UFJ Holdings

Gold Fields (WKN: 862484; GFI; $14,31)

Fuer Gold Fields gilt, aehnlich wie fuer die in der letzten
Ausgabe besprochenen Suedafrikanischen Goldmine, dass der starke
Rand einen Teil der Goldpreissteigerung aufgezehrt hat. Zumindest
zur Jahresmitte, denn da stagnierte der Kurs um $12 und konnte
sich erst im August von dieser Marke loesen.

Gold Fields ist mit einem Marktwert von derzeit $6,75 Mrd. der
weltweit viertgroesste Goldminenbetreiber. In Suedafrika ist nur
Anglogold groesser. Durch aggressive Zukaeufe konnte das
Unternehmen gut wachsen. Heute betreibt es Minen in Suedafrika,
Australien und Ghana. Weitere Abbaugebiete befinden sich weltweit
in der Entwicklung.

Das Unternehmen operiert mit einem KGV 03e von 20. Die hohe
Profitabilitaet von knapp 30% operativer Marge sorgen fuer dies
noch immer guenstige Verhaeltnis.

Erst vor wenigen Monaten konnte Gold Fields die Auflage der
Suedafrikanischen Regierung erfuellen und erhoehte den Anteil von
schwarzen Eigentuemern auf 15%. Die Investmentgesellschaft
Mvelaphanda Resources kaufte sich in das Unternehmen ein,
erhoehte dadurch den Barbestand auf $600 Mio.

Damit ist Gold Fields auch weiterhin gut aufgestellt, um im neuen
Wachstumsmarkt der Goldminen durch Zukaeufe weiter zu wachsen.
Nachdem der Suedafrikanische Rand lange Zeit durch seine relative
Staerke die Gewinne der inlaendischen Minengesellschafen niedrig
hielt, steigt nun auch der Preis des Edelmetalls in Rand. Der
Anstieg kann ueberproportional in Gewinne umgesetzt werden, da
die Minen bereits bei einem niedrigeren Goldpreis profitabel
wirtschafteten und jeder zusaetzliche Rand im Goldpreis in
Nettogewinn umgewandelt werden kann.

Als Global Player und vor dem Hintergrund der Suche von Anlegern
nach alternativen Anlagemoeglichkeiten zum US$ wird meiner
Einschaetzung nach Gold Fields weiter gefragt sein. Ein Kauf zu
Kursen zwischen $14 und $14,5.


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06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
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BILANZ

Immer wieder werde ich nach Statistiken gefragt: Wie meine
Performance sei? Hier ein kleiner Überblick für 2003:
Die drei besten abgeschlossenen Tradingideen waren:

AOL Time Warner (AOL) +33% in 7 Wochen
Novastar (NFI) +25,44% in 1 Woche
Royal Dutch (RD) +21,23% in 3 Wochen

Die drei schlechtesten abgeschlossenen Tredinideen waren:

Maverick Tubes (MVK) -8,33% in 13 Wochen
Lucent (LU) -6,82% in 2 Wochen
Microsoft (MSFT) -5,88% in 1 Woche

Derzeit sind 13 Spekulationen offen, alle notieren im Plus mit

Nortel (NT) +47,68%
Yahoo! (YHOO) +29,29%
Royal Gold (RGLD) +26,5%


iWatch 03/25

E*Trade (WKN 902447; ET; $10,17) gekauft zu $8,5, Stopp Loss
unter $7,8 bzw. nach Uebersteigen der 5,5% des T-Bond (derzeit
4,1%, Tendenz fallend ;-).


iWatch 03/30

America Online (WKN: 502251, AOL; $16,25) gekauft zu $15,
Langfristposition. Rueckschlaege unter $15 zum Ausbau der
Position nutzen, Meldungen ueber die Zusammenarbeit des
Managements mit der Boersenaufsicht SEC beachten. Stopp Loss
unter $14.

Yahoo! (WKN: 900103, YHOO, $37,58) Kursrueckschlag auf $29 wurde
zum spekulativen Einstieg genutzt, Punktlandung! Seither steigt
der Kurs wieder. Stopp Loss auf $33 anziehen. Kursziel fuer die
naechsten Tage: $36 – erste Gewinne wurden realisiert (+24%),
Rest laufen lassen.

Kommentar: Ein Leser wies mich darauf hin, das ich diesen Wert
weiter unten als kolossal ueberbewertet gelistet habe, wie koenne
ich dann noch long gehen? Wir sind losgeloest von Argumenten wie
„fairer Bewertung" oder „KGV". Yahoo! Aktien steigen, weil sie
wieder „in Mode" sind, weil Fonds es sich nicht leisten koennen,
diesen Highflyer nicht im Bestand zu haben, weil Spekulanten
diese Aktie wild shorten und immer wieder zu Zwangseindeckungen
gezwungen werden, weil die Wirtschaft sich bessert, weil es ein
sich selbst naehrender Prozess ist. Ja, frueher oder spaeter
werden wir Yahoo! wieder unter $20 sehen – fragt sich nur wann.
Vorerst bin ich lieber Long Yahoo! ... und bleibe es.

Alfa Corp. (WKN: 886560; ALFA; $13,28) gekauft zu $12,9,
Langfristanlage: Niedriges Bewertungsniveau und Spekulation
darauf, dass Insider besser Bescheid wissen. Stopp Loss unter
$11,8.

Nortel (WKN: 929925; NT; $4,47) gekauft zu $2,8, Stopp Loss auf
$2,6 anheben, Ziel $5. Erste Gewinne (bspw. Halbe Position)
wurden mit einem Plus von 60% realisiert. Naechster Halt: $5.


iWatch 03/22

Royal Gold (WKN:885652; RGLD; $20,46) gekauft zu $18,5, Ziel
$27. Laufen lassen. Letzte Woche fand ploetzlich ohne weitere
Neuigkeiten ein Ausverkauf in diesem Wert statt. Allerdings
konnte sich der Kurs schon bald wieder fangen. Offensichtlich
wurde Royal Gold von verschiedenen Analysten als zu spekulativ
zum Verkauf empfohlen. Mal sehen, wie weit der Kurs nach unten
gepruegelt werden kann, es ist ja nicht das erste Mal. Zwischen
$15 und $18 nachkaufen, erst unter $14 mache ich mir ernsthafte
Gedanken um dieses Unternehmen.


iWatch 03/13

Northrop Grumman (NOC, $94,52) gekauft zu $85, Ziel $98.
Stopp unter $85. Langfristposition. Ein Teil der Position wurde
bereits mit einem Gewinn von +14% realisieren. Nach dem
Rueckschlag wurden diese Teile wieder zu $92 eingekauft.

BEOBACHTUNG:

iWatch 03/25

Genentech (WKN: 924632; DNA; $86,21) vielleicht spaeter erneut
Shorten (bei $100? ;-).


iWatch 03/26 und iWatch 03/30

NovoStar (NFI, $55,4)
Fannie Mae (WKN; FNM, $69,41)
Freddie Mac (FRE, $55,3)
Diese Werte befinden sich in Lauerstellung und warten ab, wie
sich die Zinsen weiter entwickeln.


iWatch 03/21

Voellig ueberbewertete Internetaktien:

Amazon (WKN: 906866, AMZN, $47,5)
Interactive (WKN: 885364, IACI, $36,21)
Sina (WKN: 929917, SINA, $40,95)
Ask Jeeves (WKN: 924075; ASKJ; $21,86)
Ebay (WKN: 916529,EBAY, $55,6)
Priceline (WKN: 2779063; PCLN; $37,77)

Nochmals: Ein fairer Wert hat bei diesen Unternehmens derzeit
nichts zu suchen. Interactive Corp. wurde vor ein paar Wochen von
einem Times-Artikel niedergepruegelt und hat daher den
Internetboom nur suboptimal mitgemacht. Nachholbedarf?

Amazon steigt und steigt und quetscht Leerverkaeufer immer wieder
aus. Eine gute Weihnachtssaison steht vor der Tuer
(Liquiditaetsschwemme!). Warum sollte der Kurs gerade jetzt
umkehren?

EBay hat eine Konsolidierung erfolgreich abgeschlossen und nimmt
seinen ungestuemen Aufwaertstrend wieder auf.

Wenn die jeweiligen Aufwaertstrends gebrochen werden, dann werde
auch ich diese Aktien zum Shorten empfehlen, denn die Korrekturen
werden gross ausfallen. Doch bis dahin: The trend is your friend
– der Trend ist Dein Freund, lautet eine Boersenweisheit.

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07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
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Unternehmensveroeffentlichungen und –konferenzen werden in der
naechsten Woche eine nicht zu verachtende Rolle spielen, bewegen
wir uns doch mit grossen Schritten auf die Gestaendnissaison zu.
Mal abgesehen von den Ertraegen der Broker, werden in der
naechsten Woche die bereits erwaehnten Unternehmenszahlen, aber
auch das Verbrauchervertrauen richtungsweisend sein. Dank dem
juedischen Neujahrsfest „Rosh Hashanah" sollte das Volumen am
kommenden Freitag Nachmittag abfallen. Dieses beginnt mit
Sonnenuntergang.


UNTERNEHMEN TICKER ERWARTUNG TERMIN
Autozone AZO $1.94 9/22/03
Goldman Sachs GS $1.19 9/23/03
Lehman Brothers LEH $1.26 9/23/03
Morgan Stanley MWD $0.68 9/23/03
Paychex PAYX $0.20 9/23/03
Bed, Bath & Beyond BBBY $0.31 9/24/03
Micron Technology MU ($0.28) 9/24/03
Solectron SLR ($0.05) 9/25/03
Safeway SWY ($0.70) 9/26/03

Auf oekonomischer Seite muessen wir uns mit einer doch recht
begrenzten Anzahl an Kennzahlen zufrieden geben. Weiter werden
alle gegen Wochenende, am Donnerstag bzw. Freitag,
veroeffentlicht. Die „Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgueter"
werden bei einem Plus von 0,6 gesehen, nachdem sie schon im Juli
um einen Prozent zulegen konnten. Die Verkaeufe bestehender
Haeuser bzw. Neubauten werden immer noch im Bereich der juengsten
Rekordstaende erwartet, allerdings mit leichten Kursrueckgaengen.


BERICHT ERWARTUNG TERMIN
Bestellungen langlebiger Wigue (Aug) 0.6% 9/25/03
Verkaeufe bestehender Haeuser (Aug) 6.07M 9/25/03
Verkaeufe Neubauten (Aug) 1110K 9/25/03
Bruttoinlandsprodukt (Q2 Prognose) 3.1% 9/26/03
UM Verbrauchervertrauen (Sep revidiert) 89.2 9/26/03

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