W A T C H . F R E E
- US-BOERSENBRIEF -
4. Jahrgang - Ausgabe 01 (02.01.2004)
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DEUTSCHE BIBLIOTHEK : ISSN 1616-1521
Erscheinungsweise: woechentlich Freitag/Samstag
* Bitte Schriftart Courier einstellen *
(-;______________________________________________;-)
I N H A L T
01. IWATCH ABSTRACT
02. RUECKBLICK: ZURUECKHALTENDER OPTIMISMUS ZUM JAHRESWECHSEL
03. AUSBLICK: JAHRESAUSBLICK FUER BOERSEN, WAEHRUNGEN UND GOLD
04. LEBENSLAUF IHRES AUTORS STEPHAN HEIBEL
05. JAHRESRUECKBLICK DER IWATCH-EMPFEHLUNGEN
06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
09. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
10. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
11. AN-/ABMELDUNG
**************************************************
01. IWATCH ABSTRACT
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Liebe Boersenfreunde,
Ich wuensche Ihnen ein gutes, gesundes und glueckliches Neues
Jahr. Ich hoffe, Sie sind gut reingerutscht.
Die heutige Ausgabe ist eine besondere: Neben dem Jahresausblick
im Kapitel 03 habe ich Ihnen noch einen Jahresrueckblick ueber
die iWatch-Empfehlungen des abgelaufenen Jahres erstellt. Jeder
von Ihnen sollte einen solchen Rueckblick fuer sich persönlich
ausarbeiten, und der kann ruhig detaillierter sein als die
Zusammenfassung, die ich Ihnen hier veröffentliche.
Weiterhin bin ich der Ueberzeugung, dass Sie meinen Lebenslauf
kennen sollten, daher habe ich diesen heute als eigenes Kapitel
eingefuegt. Denn: Je besser Sie mich kennen, desto wertvoller
sind meine Ausarbeitungen fuer Sie. Sie können diese dann besser
einschaetzen.
Das Kapitel Charttechnik gibt Ihnen wie immer die wichtigen
Huerden und Unterstuetzungen der naechsten Woche fuer Nasdaq, Dow
Jones, S&P 500 aber auch fuer das Gold und den Anleihenmarkt.
Viel Anregendes bei der Lektuere wuenscht
Stephan Heibel
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02. RUECKBLICK: ZURUECKHALTENDER OPTIMISMUS ZUM JAHRESWECHSEL
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Index Aenderung z. Aenderung z. 31.12. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 24.12.
Internet 84% -1% 143.67 1.42%
S&P 500 41% 0% 1,111.92 1.46%
Nasdaq 60% -1% 2,003.37 1.53%
Nasdaq-QQQ 56% 1% 36.46 1.70%
Dow Jones 41% 0% 10,453.92 1.25%
Gold 32% 0% 416.25 1.71%
Oel 35% -15% 30.17 -0.72%
30-Jahr Anl 23% -8% 5.07 0.11
Volatilitaet 25% -21% 18.31 0.86
Euro-Dollar 20% -1% 1.26 0.01
Na, ein bisschen Glueck gehört dann auch dazu, um eine im Sommer
aufgestellte Prognose zu bewahrheiten :-)
Denn tatsaechlich hat der Dow Jones das Jahr mit 10.454 Punkten
deutlich ueber 10.000er-Marke beendet. Und auch der Nasdaq
uebersprang in den letzten Tagen des letzten Jahres die Huerde
von 2.000 Punkten um 3 Punkte.
Zum Wochenauftakt konnte McDonalds (MCD) zulegen: Nachdem in den
Weihnachtstagen tonnenweise Fleisch verdrueckt wurde, konnten
sich Börsianer nicht mehr vorstellen, dass MacDonalds
tatsaechlich unter dem entdeckten Fall des Rinderwahnsinns leiden
werde. Der Kurs holte die 7 % Kursverlust der Vorwoche wieder
auf.
McDonalds durchlief im abgelaufenen Jahr heftige
Restrukturierungsmassnahmen. Filialen wurden geschlossen, der
Expansionskurs wurde eingestellt. Im Ergebnis ist die
Profitabilitaet gestiegen, aufgrund der hohen Zinslast auf den
langfristigen Schulden bleibt jedoch noch immer kaum etwas
uebrig.
Bislang wurde in den USA ein Kuh mit BSE entdeckt. Wenn es dabei
bleibt, dann sollte sich McDonalds nun wieder auf den
Wachstumspfad begeben können. Das KGV 04e liegt bei 16, sofern
die Umsaetze wieder steigen, sollte sich ein
Multiplikationseffekt einstellen: Das KGV könnte wieder ueber 25
ansteigen, waehrend gleichzeitig die Gewinne von 88 Cent je Aktie
auf rund $1,2 springen. Damit hat die Aktie fuer mich ein
Kursziel im Jahr 2004 von $30, immerhin 20 % höher als der
aktuelle Kurs.
Zum Jahreswechsel waren die USA unter erhöhter Alarmbereitschaft.
Selbst die Polizei patrouillierte in den Strassen, einige Fluege
wurden abgesagt. Passiert ist aber nichts, Amerikaner fuehlen
sich dank der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen sicher.
An den Börsen schlug dies positiv durch: Bei nach wie vor duennen
Handelsumsaetzen krochen sowohl Nasdaq, Dow Jones als auch S&P
500 kontinuierlich höher. Mangels aktueller Konjunkturdaten
fehlten auch die Gruende zum Verkaufen. Unter dem Strich wurde
die konjunkturelle Situation in den USA als gute Startposition
fuer das Jahr 2004 eingeschaetzt. Analysten ueberschlagen sich in
diesen Tagen mit positiven Prognosen fuer das neue Jahr.
Boeing (BA) war das zweite Unternehmen, das in der abgelaufenen
Woche fuer Schlagzeilen sorgte: Ein $1,6 Mrd. Grossauftrag von
der NASA und eine langsam sich entspannende Reiseindustrie
sorgten fuer neuen Optimismus bei Boeing.
Vor einigen Wochen hatte ich Boeing besprochen und angekuendigt,
dass ich einen Kurssprung erwarte, sobald sich die
Nachrichtenlage verbessert. Bis dahin gab es naemlich nur
schlechte Meldungen, und dennoch blieb der Kurs stabil.
Nun kommen so langsam die ersten positiven Meldungen herein.
Boeing ist bereits auf einem Zwölf-Monats-Hoch, aber meiner
Einschaetzung nach gerade einmal am Anfang eines neuen
Aufwaertstrends.
Ein KUV von 0,6, ein KGV von 22 bei kaum Gewinnmarge in dem
Oligopol: Mittelfristig sollte sich die Gewinnmarge meiner
Einschaetzung nach deutlich verbessern. Fluggesellschaften haben
ihre Flotten im abgelaufenen Jahr verkauft, Billigairlines waren
die Profiteure und haben mit den billig eingekauften Flugzeugen
den Reisemarkt wiederbelebt. Da solche Entwicklungen stets eine
Eigendynamik entwickeln, erwarte ich fuer Boeing weitere positive
"Ueberraschungen" in Form von Bestellungen neuer Flugzeuge durch
die etablierten Fluglinien, die ihre Profitabilitaet wieder
erlangten.
Nun ja, meine Erwartungen fuer 2004 werde ich in den naechsten
Ausgaben weiter ausfuehren, heute lege ich einen Schwerpunkt auf
die Betrachtung des abgelaufenen Jahres.
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04. LEBENSLAUF IHRES AUTORS STEPHAN HEIBEL
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Jedes Jahr zum Jahreswechsel schicke ich Ihnen meinen Lebenslauf.
Nicht, weil ich mich so toll finde, sondern weil ich es fuer
einen wichtigen Bestandteil dieses Börsenbriefes halte, dass Sie
mich besser einschaetzen können. Nur wenn Sie meinen Hintergrund
kennen, können Sie meine Empfehlungen und Prognosen vernuenftig
beurteilen. Was nutzt es, wenn Sie eine Prognose von jemandem
erhalten, den Sie nicht kennen? Nichts.
Also nehmen Sie sich bitte die Zeit und schauen Sie einmal, mit
welchem Hintergrund Ihr Autor diesen Börsenbrief schreibt.
Ich wurde 1968 in Köln (linksrheinisch) geboren. Als ich fuenf
war, wurde mein Vater nach Bremen versetzt, mit acht verschlug es
uns nach Berlin. Dort absolvierte ich 1988 mein Abitur und
schnupperte erstmalig als Banklehrling der Deutschen Bank in das
Berufsleben. Der Bereich, der mich am meisten faszinierte, war
das Börsengeschaeft. In den folgenden Jahren beschaeftigte ich
mich kontinuierlich damit. Nach einiger Zeit in der Bank war ich
in der Lage, meine spaetere Rente abzuschaetzen und diese
Vorstellung erzeugte ein Grauen in mir. Meine Abenteuerlust und
mein Wissensdrang waren wohl noch zu ungestuem, als dass ich mich
in die Bankmaschinerie haette einfuegen lassen. Ich begann mich
mehr fuer die Hintergruende, als fuer das Tagesgeschaeft zu
interessieren und fand so den Weg zur trockenen
Volkswirtschaftslehre.
Per ZVS erhielt ich nach dem Abschluss meiner Banklehre an meiner
Wunschuniversitaet in Wuerzburg einen Studienplatz fuer VWL.
Neben den Professoren Berthold und Bofinger, die gerne mal
kontraere Meinung bezueglich des Euro vertraten, sich jedoch
mitunter auch von Studenten belehren liessen, hat mir auch Prof.
Issing sehr viel Spass gemacht.
Prof. Issing hatte frueher an der Uni gelehrt und wurde 1990 als
Chefvolkswirt in die Bundesbank geholt. Dort war er massgeblich
fuer die Zinspolitik der Bundesbank verantwortlich. Als
bewundernswert engagierter Franke liess er den Kontakt zu seiner
Alma Mater jedoch nicht abreissen und hielt einmal pro Monat eine
Vorlesung, in der er ueber Hintergruende der aktuellen
Zinspolitik referierte.
Seine Vorlesungen brachten keinen "Schein" und waren auch sonst
nicht relevant fuer den Studienabschluss, dennoch ist seine
Vorlesung die einzige gewesen, die ich niemals versaeumt habe.
Natuerlich bedient sich Prof. Issing als Volkswirt komplizierter
Modelle, um anhand des Wachstums der Geldmenge und anderer
volkswirtschaftlicher Faktoren eine Entscheidung ueber den
Leitzins zu finden. Jedoch machten mir seine Ausfuehrungen auch
klar, dass stets einige "weiche Faktoren" ebenfalls
beruecksichtigt werden und dass somit eine Vorhersage der
Entscheidung der Notenbank ueber die Zinssetzung nur selten
möglich ist.
Es ist ja auch gar nicht entscheidend fuer die Volkswirtschaft,
ob eine Zinssenkung einen Monat frueher oder spaeter
durchgefuehrt wird. Natuerlich hat es eine mit mathematischen
Modellen quantifizierbare Wirkung, jedoch entscheidet der Termin
nicht ueber die kuenftige Richtung der Konjunktur, höchsten
marginal ueber die Geschwindigkeit einer Aenderung. Diese weichen
Faktoren sind es, die mich nur sehr vorsichtig zu Terminen der
Notenbanksitzungen traden lassen. Denn Professor Issing ist heute
gemeinsam mit Jean-Claude Trichet fuer die Zinspolitik der EZB
(Europaeische Zentralbank) verantwortlich und ich gehe davon aus,
dassauch Alan Greenspan solche "weichen" Faktoren in seine
Entscheidung einfliessen laesst.
Nun, 1995 habe ich mein Examen gemacht. Ich hatte inzwischen
meine Vorliebe fuer die Wirtschaftsinformatik entdeckt, denn
Prof. Thome hat mich mit seiner Begeisterung in die Welt der
Automatisierung mitgerissen. Ich tauchte ab 1993 in die SAP-Welt
ein und fand nach einigen Seminararbeiten, Praktika und meiner
Diplomarbeit ueber SAP dann meine erste Anstellung im Hoechst-
Konzern als SAP-Berater.
SAP ist ziemlich spannend, denn aus der EDV-Sicht lernt man
sowohl saemtliche Ablaeufe als auch Menschen eines Unternehmens
kennen. Ebenso lernt man auch viele Faktoren kennen, die fuer den
Erfolg eines Unternehmens verantwortlich sind. Wichtigstes
Merkmal ist meiner Ueberzeugung nach, dass ein Unternehmensleiter
sein Interesse mindestens gleichermassen nach oben und nach unten
lenken muss. Probleme, und somit mittelfristig unprofitable
Unternehmen, traten stets dort auf, wo sich die
Unternehmensleitung mehr um die eigene Aussendarstellung
kuemmerte, als um eine gesunde Organisation.
Ich beschloss also, mir meinen naechsten Job nach meinem Chef
auszusuchen, nicht nach dem Aufgabenbereich. Zunaechst jedoch
wollte ich unbedingt einmal in die USA, in das Land der
unbegrenzten Möglichkeiten. Ich wollte wissen, wie ein einziges
Land allein in unserer Welt eine so dominierende Stellung
erlangen konnte.
Nun, wie Sie vielleicht wissen, hat CEO Dormann den Hoechst-
Konzern stark umgebaut. Neben Aventis und Celanese wurde eine
Vielzahl von kleinen Tochtergesellschaften geschaffen. Ich
landete bei HiServ, der ehemaligen EDV-Abteilung, die als
Tochtergesellschaft der Hoechst-Gruppe plötzlich ein weltweites
Netzwerk sein eigen nennen konnte und als "Global Player" im SAP-
Beratungsmarkt auftreten sollte. Nachdem Hoechst in Deutschland
und anschliessend auch in Europa an den wichtigen Knotenpunkten
SAP installiert hatte, wandte man sich den USA zu. Ich ergriff
die Gelegenheit und ging gemeinsam mit einigen anderen Kollegen
nach New Jersey zu unserer dortigen Niederlassung.
Dort wohnte ich nur eine halbe Stunde ausserhalb von Manhattan
und verbrachte in den folgenden Monaten viel Zeit in der City
(New Yorker sehen ihre Stadt als den Nabel der Welt und betiteln
sie daher einfach als "the City" - "DIE Stadt"). Das SAP-
Geschaeft lief jedoch nicht so recht an und nach einem Jahr wurde
ich wieder nach Deutschland zurueckbeordert. Das gefiel mir gar
nicht, da zum einen mein Meinungsbildungsprozess ueber die Amis
noch nicht abgeschlossen war und ich zum anderen begonnen hatte,
mich intensiv mit der Nasdaq zu beschaeftigen. Ich bat meinen
Chef, meinen Arbeitsvertrag aufzulösen, damit ich noch ein wenig
auf eigene Faust in New York bleiben konnte.
Apropos weiche Faktoren: So leichtfertig habe ich die
Entscheidung sicherlich nicht getroffen. Das Land der
unbegrenzten Möglichkeiten hatte meine Denke schon ein wenig
veraendert. So glaubte ich daran, dass ich mich mit einer kleinen
Idee und viel Engagement auf mittelfristige Sicht hin
selbstaendig machen könne. In Deutschland finden sich unzaehlige
Bedenkentraeger, die den möglichen Erfolg einer solchen Idee
letztlich sicherlich fundiert widerlegen können. Die Amis
hingegen ueberschlagen sich in Gespraechen mit weiterfuehrenden
Ideen und Motivationsausrufen wie "Just go for it...". In New
York, in "the Greatest Bar on Earth" ganz oben auf dem World
Trade Center, beschloss ich, es einfach zu versuchen.
9/11: Am 11. September 2001 wurden die beiden Tuerme des World
Trade Centers durch einen schrecklichen Terrorakt zerstört. Mit
den beiden Tuermen ging auch "the Greatest Bar on Earth" zu
Boden. Mit ihr sicherlich einige der Belegschaft, die gerade mit
den Fruehstuecksvorbereitungen beschaeftigt gewesen sein duerften
- ich kenne nicht einmal deren Namen.
Mein Traum, mit neutral formulierten und fuer Jedermann
verstaendlichen Informationen die Finanzmaerkte transparenter zu
gestalten, wurde erschuettert. In der dem Anschlag folgenden
Ausgabe 01/34 des iWatch rief ich zur Zurueckhaltung auf. Schon
bald jedoch wich meine Erschuetterung dem festen Vorsatz, meinen
Traum und damit den iWatch weiter aufrecht zu halten und somit
einen bescheidenen Beitrag zum friedlichen Protest gegen diese
Greueltaten zu leisten.
Doch zurueck zum Jahr 1999, dem Jahr, in dem ich viel ueber die
amerikanische Mentalitaet kennen lernte: ueber deren Staerken und
Schwaechen. Bis heute schwanke ich in jeder Diskussion zwischen
unserer "sozialen" Marktwirtschaft und dem viel flexibleren
amerikanischen Kapitalismus.
Ich machte mir mein Interesse an der Börse zunutze und begann
darueber zu schreiben. Zunaechst kleine Artikel fuer kleine
Internetverleger, dann auch regelmaessige Börsenberichte
(taegliche, wöchentliche, ...) als auch Studien und andere
Unterlagen, die fuer Börsengaenge und aehnliches benötigt wurden.
Auf diesem Wege lernte ich einige New Yorker Persönlichkeiten der
Finanzmaerkte kennen und durch diese auch einige Tricks und
Kniffe. Schliesslich arbeitete ich mit einem Duesseldorfer
Vermögensverwalter zusammen, der sich von dem Moloch der oftmals
unseriösen Finanzbranche durch Bescheidenheit und bis heute gute
Erfolge abhebt. Wir haben unsere Zusammenarbeit ausgebaut, ich
ging schliesslich nach Duesseldorf und im Fruehjahr 2000
starteten wir den US-Börsenbrief iWatch.
Noch immer schreibe ich Business Plaene, Studien oder auch
Geschaeftsberichte und baue damit meine Branchenkenntnisse
kontinuierlich aus. So hoffe ich, Ihnen die Zusammenhaenge der
US-Börsen nahe bringen zu duerfen und zu können. Mit dem
kostenfreien iWatch.Free können Sie einiges ueber die Börsen
lernen. Mit dem kostenpflichtigen iWatch.Pro können Sie sehen,
wie das Wissen ueber die Vergangenheit in lukrative
Handelsstrategien gewandelt werden kann.
Uebrigens: Duesseldorfer unter Ihnen mögen es mir verzeihen, aber
als gebuertiger Kölner wohne ich trotz meines Duesseldorfer
Bueros natuerlich in Köln (linksrheinisch).
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05. JAHRESRUECKBLICK DER IWATCH-EMPFEHLUNGEN
**************************************************
Im Jahr 2003 hat Ihr Autor 81 Empfehlungen ausgearbeitet. Davon
wurden 19 mit Verlust abgeschlossen, bei 16 wurde das
Einstiegsniveau nicht erreicht und 24 konnten mit Gewinn
abgeschlossen werden.
11 der Verluste waren Leerverkaeufe. Teilweise waren diese
Leerverkaeufe als Absicherung gegen eine zu grosse Longquote mit
kalkuliertem Risiko eingegangen, dennoch ist diese Zahl zu hoch.
Ich bin die einzelnen Faelle auf der Suche nach Gruenden nochmals
durchgegangen und habe mir daraus einige Aenderungen fuer mein
zukuenftiges Verhalten abgeleitet. Da mag es ein schwacher Trost
sein, dass die meisten dieser Verluste in einer Phase dieses
Jahres entstanden waren, als ich privat durch den Tod meines
Vaters abgelenkt war.
Bei diesen Empfehlungen haben sich jedoch Stopp Loss Orders
bewaehrt, die Verluste konnten dadurch stets unter 10 % gehalten
werden.
Die verbleibenden 8 Verlustorders sind teilweise aus zu engen
Stopp Loss Ordern entstanden. Meist stimmte die
Grundeinschaetzung, allerdings hatte ich die Stopp Loss Orders zu
eng gesetzt.
Ich folgere daraus, dass ich getreu der Börsenweisheit "The Trend
is your Friend" weiterhin Longempfehlungen mit einem
grosszuegigeren Stopp Loss bestuecken werde und Shortempfehlungen
stark eingrenze.
Dies habe ich in der zweiten Jahreshaelfte bereits umgesetzt und
konnte damit die Performance wesentlich verbessern: Nur drei
Verlustgeschaefte waren von den 19 in der zweiten Jahreshaelfte,
der Rest verlief positiv.
Die verbleibenden 22 Empfehlungen sind noch offen bzw. teilweise
offen. Unter diesen 22 Positionen sind nur 3 im Minus, bei zweien
davon spekuliere ich auf den Januar-Effekt (JetBlue und SanDisc)
und das dritte Unternehmen ist eine suedafrikanische Goldmine,
die als Absicherung gegen eine Dollarerholung gehalten wird (Gold
Fields). Der Rest ist im Plus.
Und das teilweise recht heftig: Wheaton River steht mit 66 % im
Plus, Nortel mit 51 % und E*Trade mit 49 %. Unter den
abgeschlossenen Empfehlungen stechen Yahoo! mit Plus 36 % und AOL
mit Plus 33 % heraus. Auch ein Short ist in der Top Drei Liste
zu finden: Der Immobilienfinanzierer Novastar wurde mit einem
Plus von 25,4 % geshortet.
Wenn Sie in der Finanzbranche herumfragen, gilt meist die
Faustregel: Eine Trefferquote von ueber 50 % ist gut, dann die
Gewinne laufen lassen und die Verluste begrenzen. Nach dieser
Faustregel habe ich, so glaube ich, recht gut abgeschnitten.
Aber natuerlich aergert mich jeder einzelne Verlust doppelt. Um
nicht immer wieder in Aerger und Gram zu verfallen hilft es, wenn
Sie sich Ihre Verlustgeschaefte analysieren und Ihre eigenen
Schlussfolgerungen daraus ableiten. Damit verbessern Sie Ihr
Verhalten und können den Verlust auch ad acta legen: Sie haben
ihn dann ja verarbeitet. In diesem Sinne empfehle ich jedem von
Ihnen, sich ein wenig Zeit fuer Ihren eigenen Jahresrueckblick zu
nehmen. Es hilft.
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06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
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BILANZ:
Immer wieder werde ich nach Statistiken gefragt: Wie meine
Performance sei? Hier ein kleiner Überblick für 2003:
Die drei besten abgeschlossenen Tradingideen waren:
E*Trade (ET) +49,24 % in 18 Wochen
Yahoo! (YHOO) +36,2 % in 10 Wochen
AOL Time Warner (AOL) +33 % in 7 Wochen
Die drei schlechtesten abgeschlossenen Tradinideen waren:
General Motors -10,70 % in 4 Wochen
Maverick Tubes (MVK) -8,33 % in 2 Wochen
Lucent (LU) -6,82 % in 2 Wochen
Derzeit sind 22 Spekulationen offen, sechs davon sind diese Woche
im Minus (bei einigen kaufe ich nach), der Rest steht im Plus.
Wheaton River (WHT) +66,11 %
Nortel (NT) +51,07 %
E*Trade (ET) +48,82 %
iWatch 03/30
Time Warner (WKN: 502251; TWX; $17,99) gekauft zu $15,
Langfristposition.
Alfa Corp. (WKN: 886560; ALFA; $12.86) gekauft zu $12,9,
Langfristanlage: Niedriges Bewertungsniveau und Spekulation
darauf, dass Insider besser Bescheid wissen. Stop Loss unter
$11,8.
Nortel (WKN: 929925; NT; $4.23 gekauft zu $2,8, Stop Loss auf
$3,2 anheben, Ziel $5. Erste Gewinne wurden mit einem Plus von
60 % realisiert.
iWatch 03/22
Royal Gold (WKN:885652; RGLD; $20.93) gekauft zu $18,5, Ziel
$27. Laufen lassen. Zwischen $15 und $18 nachkaufen, erst unter
$14 mache ich mir ernsthafte Gedanken um dieses Unternehmen.
BEOBACHTUNG:
iWatch 03/43
Blockbuster (WKN: 924821; BBI; $17,95) Shorten, sobald sich der
Kurs auf $21 erholt hat. Kurserholung fand nicht mehr statt,
Spekulation damit hinfaellig.
iWatch 03/25
Genentech (WKN: 924632; DNA; $93.57) vielleicht spaeter erneut
Shorten (bei $100? ;-).
iWatch 03/26 und iWatch 03/30
NovoStar (NFI, $ 42.96) nach Aktiensplitt 1:2
Fannie Mae (WKN; FNM, $75.06)
Freddie Mac (FRE, $58.32)
Diese Werte befinden sich in Lauerstellung und warten ab, wie
sich die Zinsen weiter entwickeln.
iWatch 03/21
Voellig ueberbewertete Internetaktien, aber noch nicht shorten:
Sina (WKN: 929917, SINA, $33.75)
Ask Jeeves (WKN: 924075; ASKJ; $18.12)
Ebay (WKN: 916529,EBAY, $64.61)
Priceline (WKN: 2779063; PCLN; $17.90)
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07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
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Die erste Handelswoche des neuen Jahres ist recht vollgepackt mit
Finanzdaten. Als erstes Unternehmen startet Alcoa am Donnerstag
die Periode der Unternehmensberichte fuer das erste Quartal. Der
volkswirtschaftliche Kalender beinhaltet diese Woche die Daten zu
Autoverkaeufen, beide ISM-Indizes und die
Beschaeftigungsindikatoren fuer den Dezember.
Wie schon erwaehnt, startet Alcoa am Donnerstag die neue Periode
der Quartalsberichte.
UNTERNEHMEN TICKER ERWARTUNG TERMIN
Walgreen's WAG $0.25 5/1/2003
Alcoa AA $0.34 8/1/2003
Accenture ACN $0.28 9/1/2003
Seagate Technology STX $0.45 9/1/2003
State Street STT $0.65 9/1/2003
Die Autoverkaeufe liegen Erwartungen zufolge mit 5.7 Millionen im
Dezember leicht ueber den Zahlen aus dem November. Beim ISM-
Produktionsindex wird fuer den Dezember eine geringere
Expansionsgeschwindigkeit erwartet (November: 62.8), waehrend
jedoch der ISM-Dienstleistungsindex schneller als im November
angestiegen sein wird (November: 60.1). Die Erwartungen zu den
nicht-landwirtschaftlichen Loehnen sind hoch, eine mehr als
doppelte Steigerungsrate als im November wird vorausgesagt.
Meinungen hierzu sind jedoch mehrmals auseinander gegangen. Die
Arbeitslosenquote sollte sich zum November nicht veraendert
haben.
BERICHT ERWARTUNG TERMIN
ISM Produktionsindex (Dez.) 61.0 2/1/2003
Autoverkaeufe (Dez.) 5.7M 5/1/2003
Bauausgaben(Nov.) 0.5% 5/1/2003
Produktionsauftraege (Nov.) (0.6%) 6/1/2003
ISM Dienstleistungsindex (Dec.) 60.6 6/1/2003
Lagerbestand Grosshandel (Nov.) 0.5% 8/1/2003
Konsumentenkredite (Nov.) $5.0B 8/1/2003
Arbeitslosenquote (Dez.) 5.9% 9/1/2003
Durchschnittl. Stundenlohn (Dez.) 0.2% 9/1/2003
Durchschnittl. Wochenstunden (Dez.) 33.9 9/1/2003
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08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
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Index Aenderung z. Aenderung z. 31.12. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 24.12.
Internet 84% -1% 143.67 1.42%
S&P 500 41% 0% 1,111.92 1.46%
Nasdaq 60% -1% 2,003.37 1.53%
Nasdaq-QQQ 56% 1% 36.46 1.70%
Dow Jones 41% 0% 10,453.92 1.25%
Gold 32% 0% 416.25 1.71%
Oel 35% -15% 30.17 -0.72%
30-Jahr Anl 23% -8% 5.07 0.11
Volatilitaet 25% -21% 18.31 0.86
Euro-Dollar 20% -1% 1.26 0.01
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02. RUECKBLICK: ZURUECKHALTENDER OPTIMISMUS ZUM JAHRESWECHSEL
03. AUSBLICK: JAHRESAUSBLICK FUER BOERSEN, WAEHRUNGEN UND GOLD
04. LEBENSLAUF IHRES AUTORS STEPHAN HEIBEL
05. JAHRESRUECKBLICK DER IWATCH-EMPFEHLUNGEN
06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
09. BROKER- UND HANDELSPLATTFORMEMPFEHLUNGEN
10. DISCLAIMER / HAFTUNGSAUSSCHLUSS UND RISIKOHINWEISE
11. AN-/ABMELDUNG
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01. IWATCH ABSTRACT
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Liebe Boersenfreunde,
Ich wuensche Ihnen ein gutes, gesundes und glueckliches Neues
Jahr. Ich hoffe, Sie sind gut reingerutscht.
Die heutige Ausgabe ist eine besondere: Neben dem Jahresausblick
im Kapitel 03 habe ich Ihnen noch einen Jahresrueckblick ueber
die iWatch-Empfehlungen des abgelaufenen Jahres erstellt. Jeder
von Ihnen sollte einen solchen Rueckblick fuer sich persönlich
ausarbeiten, und der kann ruhig detaillierter sein als die
Zusammenfassung, die ich Ihnen hier veröffentliche.
Weiterhin bin ich der Ueberzeugung, dass Sie meinen Lebenslauf
kennen sollten, daher habe ich diesen heute als eigenes Kapitel
eingefuegt. Denn: Je besser Sie mich kennen, desto wertvoller
sind meine Ausarbeitungen fuer Sie. Sie können diese dann besser
einschaetzen.
Das Kapitel Charttechnik gibt Ihnen wie immer die wichtigen
Huerden und Unterstuetzungen der naechsten Woche fuer Nasdaq, Dow
Jones, S&P 500 aber auch fuer das Gold und den Anleihenmarkt.
Viel Anregendes bei der Lektuere wuenscht
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52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 24.12.
Internet 84% -1% 143.67 1.42%
S&P 500 41% 0% 1,111.92 1.46%
Nasdaq 60% -1% 2,003.37 1.53%
Nasdaq-QQQ 56% 1% 36.46 1.70%
Dow Jones 41% 0% 10,453.92 1.25%
Gold 32% 0% 416.25 1.71%
Oel 35% -15% 30.17 -0.72%
30-Jahr Anl 23% -8% 5.07 0.11
Volatilitaet 25% -21% 18.31 0.86
Euro-Dollar 20% -1% 1.26 0.01
Na, ein bisschen Glueck gehört dann auch dazu, um eine im Sommer
aufgestellte Prognose zu bewahrheiten :-)
Denn tatsaechlich hat der Dow Jones das Jahr mit 10.454 Punkten
deutlich ueber 10.000er-Marke beendet. Und auch der Nasdaq
uebersprang in den letzten Tagen des letzten Jahres die Huerde
von 2.000 Punkten um 3 Punkte.
Zum Wochenauftakt konnte McDonalds (MCD) zulegen: Nachdem in den
Weihnachtstagen tonnenweise Fleisch verdrueckt wurde, konnten
sich Börsianer nicht mehr vorstellen, dass MacDonalds
tatsaechlich unter dem entdeckten Fall des Rinderwahnsinns leiden
werde. Der Kurs holte die 7 % Kursverlust der Vorwoche wieder
auf.
McDonalds durchlief im abgelaufenen Jahr heftige
Restrukturierungsmassnahmen. Filialen wurden geschlossen, der
Expansionskurs wurde eingestellt. Im Ergebnis ist die
Profitabilitaet gestiegen, aufgrund der hohen Zinslast auf den
langfristigen Schulden bleibt jedoch noch immer kaum etwas
uebrig.
Bislang wurde in den USA ein Kuh mit BSE entdeckt. Wenn es dabei
bleibt, dann sollte sich McDonalds nun wieder auf den
Wachstumspfad begeben können. Das KGV 04e liegt bei 16, sofern
die Umsaetze wieder steigen, sollte sich ein
Multiplikationseffekt einstellen: Das KGV könnte wieder ueber 25
ansteigen, waehrend gleichzeitig die Gewinne von 88 Cent je Aktie
auf rund $1,2 springen. Damit hat die Aktie fuer mich ein
Kursziel im Jahr 2004 von $30, immerhin 20 % höher als der
aktuelle Kurs.
Zum Jahreswechsel waren die USA unter erhöhter Alarmbereitschaft.
Selbst die Polizei patrouillierte in den Strassen, einige Fluege
wurden abgesagt. Passiert ist aber nichts, Amerikaner fuehlen
sich dank der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen sicher.
An den Börsen schlug dies positiv durch: Bei nach wie vor duennen
Handelsumsaetzen krochen sowohl Nasdaq, Dow Jones als auch S&P
500 kontinuierlich höher. Mangels aktueller Konjunkturdaten
fehlten auch die Gruende zum Verkaufen. Unter dem Strich wurde
die konjunkturelle Situation in den USA als gute Startposition
fuer das Jahr 2004 eingeschaetzt. Analysten ueberschlagen sich in
diesen Tagen mit positiven Prognosen fuer das neue Jahr.
Boeing (BA) war das zweite Unternehmen, das in der abgelaufenen
Woche fuer Schlagzeilen sorgte: Ein $1,6 Mrd. Grossauftrag von
der NASA und eine langsam sich entspannende Reiseindustrie
sorgten fuer neuen Optimismus bei Boeing.
Vor einigen Wochen hatte ich Boeing besprochen und angekuendigt,
dass ich einen Kurssprung erwarte, sobald sich die
Nachrichtenlage verbessert. Bis dahin gab es naemlich nur
schlechte Meldungen, und dennoch blieb der Kurs stabil.
Nun kommen so langsam die ersten positiven Meldungen herein.
Boeing ist bereits auf einem Zwölf-Monats-Hoch, aber meiner
Einschaetzung nach gerade einmal am Anfang eines neuen
Aufwaertstrends.
Ein KUV von 0,6, ein KGV von 22 bei kaum Gewinnmarge in dem
Oligopol: Mittelfristig sollte sich die Gewinnmarge meiner
Einschaetzung nach deutlich verbessern. Fluggesellschaften haben
ihre Flotten im abgelaufenen Jahr verkauft, Billigairlines waren
die Profiteure und haben mit den billig eingekauften Flugzeugen
den Reisemarkt wiederbelebt. Da solche Entwicklungen stets eine
Eigendynamik entwickeln, erwarte ich fuer Boeing weitere positive
"Ueberraschungen" in Form von Bestellungen neuer Flugzeuge durch
die etablierten Fluglinien, die ihre Profitabilitaet wieder
erlangten.
Nun ja, meine Erwartungen fuer 2004 werde ich in den naechsten
Ausgaben weiter ausfuehren, heute lege ich einen Schwerpunkt auf
die Betrachtung des abgelaufenen Jahres.
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04. LEBENSLAUF IHRES AUTORS STEPHAN HEIBEL
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Jedes Jahr zum Jahreswechsel schicke ich Ihnen meinen Lebenslauf.
Nicht, weil ich mich so toll finde, sondern weil ich es fuer
einen wichtigen Bestandteil dieses Börsenbriefes halte, dass Sie
mich besser einschaetzen können. Nur wenn Sie meinen Hintergrund
kennen, können Sie meine Empfehlungen und Prognosen vernuenftig
beurteilen. Was nutzt es, wenn Sie eine Prognose von jemandem
erhalten, den Sie nicht kennen? Nichts.
Also nehmen Sie sich bitte die Zeit und schauen Sie einmal, mit
welchem Hintergrund Ihr Autor diesen Börsenbrief schreibt.
Ich wurde 1968 in Köln (linksrheinisch) geboren. Als ich fuenf
war, wurde mein Vater nach Bremen versetzt, mit acht verschlug es
uns nach Berlin. Dort absolvierte ich 1988 mein Abitur und
schnupperte erstmalig als Banklehrling der Deutschen Bank in das
Berufsleben. Der Bereich, der mich am meisten faszinierte, war
das Börsengeschaeft. In den folgenden Jahren beschaeftigte ich
mich kontinuierlich damit. Nach einiger Zeit in der Bank war ich
in der Lage, meine spaetere Rente abzuschaetzen und diese
Vorstellung erzeugte ein Grauen in mir. Meine Abenteuerlust und
mein Wissensdrang waren wohl noch zu ungestuem, als dass ich mich
in die Bankmaschinerie haette einfuegen lassen. Ich begann mich
mehr fuer die Hintergruende, als fuer das Tagesgeschaeft zu
interessieren und fand so den Weg zur trockenen
Volkswirtschaftslehre.
Per ZVS erhielt ich nach dem Abschluss meiner Banklehre an meiner
Wunschuniversitaet in Wuerzburg einen Studienplatz fuer VWL.
Neben den Professoren Berthold und Bofinger, die gerne mal
kontraere Meinung bezueglich des Euro vertraten, sich jedoch
mitunter auch von Studenten belehren liessen, hat mir auch Prof.
Issing sehr viel Spass gemacht.
Prof. Issing hatte frueher an der Uni gelehrt und wurde 1990 als
Chefvolkswirt in die Bundesbank geholt. Dort war er massgeblich
fuer die Zinspolitik der Bundesbank verantwortlich. Als
bewundernswert engagierter Franke liess er den Kontakt zu seiner
Alma Mater jedoch nicht abreissen und hielt einmal pro Monat eine
Vorlesung, in der er ueber Hintergruende der aktuellen
Zinspolitik referierte.
Seine Vorlesungen brachten keinen "Schein" und waren auch sonst
nicht relevant fuer den Studienabschluss, dennoch ist seine
Vorlesung die einzige gewesen, die ich niemals versaeumt habe.
Natuerlich bedient sich Prof. Issing als Volkswirt komplizierter
Modelle, um anhand des Wachstums der Geldmenge und anderer
volkswirtschaftlicher Faktoren eine Entscheidung ueber den
Leitzins zu finden. Jedoch machten mir seine Ausfuehrungen auch
klar, dass stets einige "weiche Faktoren" ebenfalls
beruecksichtigt werden und dass somit eine Vorhersage der
Entscheidung der Notenbank ueber die Zinssetzung nur selten
möglich ist.
Es ist ja auch gar nicht entscheidend fuer die Volkswirtschaft,
ob eine Zinssenkung einen Monat frueher oder spaeter
durchgefuehrt wird. Natuerlich hat es eine mit mathematischen
Modellen quantifizierbare Wirkung, jedoch entscheidet der Termin
nicht ueber die kuenftige Richtung der Konjunktur, höchsten
marginal ueber die Geschwindigkeit einer Aenderung. Diese weichen
Faktoren sind es, die mich nur sehr vorsichtig zu Terminen der
Notenbanksitzungen traden lassen. Denn Professor Issing ist heute
gemeinsam mit Jean-Claude Trichet fuer die Zinspolitik der EZB
(Europaeische Zentralbank) verantwortlich und ich gehe davon aus,
dassauch Alan Greenspan solche "weichen" Faktoren in seine
Entscheidung einfliessen laesst.
Nun, 1995 habe ich mein Examen gemacht. Ich hatte inzwischen
meine Vorliebe fuer die Wirtschaftsinformatik entdeckt, denn
Prof. Thome hat mich mit seiner Begeisterung in die Welt der
Automatisierung mitgerissen. Ich tauchte ab 1993 in die SAP-Welt
ein und fand nach einigen Seminararbeiten, Praktika und meiner
Diplomarbeit ueber SAP dann meine erste Anstellung im Hoechst-
Konzern als SAP-Berater.
SAP ist ziemlich spannend, denn aus der EDV-Sicht lernt man
sowohl saemtliche Ablaeufe als auch Menschen eines Unternehmens
kennen. Ebenso lernt man auch viele Faktoren kennen, die fuer den
Erfolg eines Unternehmens verantwortlich sind. Wichtigstes
Merkmal ist meiner Ueberzeugung nach, dass ein Unternehmensleiter
sein Interesse mindestens gleichermassen nach oben und nach unten
lenken muss. Probleme, und somit mittelfristig unprofitable
Unternehmen, traten stets dort auf, wo sich die
Unternehmensleitung mehr um die eigene Aussendarstellung
kuemmerte, als um eine gesunde Organisation.
Ich beschloss also, mir meinen naechsten Job nach meinem Chef
auszusuchen, nicht nach dem Aufgabenbereich. Zunaechst jedoch
wollte ich unbedingt einmal in die USA, in das Land der
unbegrenzten Möglichkeiten. Ich wollte wissen, wie ein einziges
Land allein in unserer Welt eine so dominierende Stellung
erlangen konnte.
Nun, wie Sie vielleicht wissen, hat CEO Dormann den Hoechst-
Konzern stark umgebaut. Neben Aventis und Celanese wurde eine
Vielzahl von kleinen Tochtergesellschaften geschaffen. Ich
landete bei HiServ, der ehemaligen EDV-Abteilung, die als
Tochtergesellschaft der Hoechst-Gruppe plötzlich ein weltweites
Netzwerk sein eigen nennen konnte und als "Global Player" im SAP-
Beratungsmarkt auftreten sollte. Nachdem Hoechst in Deutschland
und anschliessend auch in Europa an den wichtigen Knotenpunkten
SAP installiert hatte, wandte man sich den USA zu. Ich ergriff
die Gelegenheit und ging gemeinsam mit einigen anderen Kollegen
nach New Jersey zu unserer dortigen Niederlassung.
Dort wohnte ich nur eine halbe Stunde ausserhalb von Manhattan
und verbrachte in den folgenden Monaten viel Zeit in der City
(New Yorker sehen ihre Stadt als den Nabel der Welt und betiteln
sie daher einfach als "the City" - "DIE Stadt"). Das SAP-
Geschaeft lief jedoch nicht so recht an und nach einem Jahr wurde
ich wieder nach Deutschland zurueckbeordert. Das gefiel mir gar
nicht, da zum einen mein Meinungsbildungsprozess ueber die Amis
noch nicht abgeschlossen war und ich zum anderen begonnen hatte,
mich intensiv mit der Nasdaq zu beschaeftigen. Ich bat meinen
Chef, meinen Arbeitsvertrag aufzulösen, damit ich noch ein wenig
auf eigene Faust in New York bleiben konnte.
Apropos weiche Faktoren: So leichtfertig habe ich die
Entscheidung sicherlich nicht getroffen. Das Land der
unbegrenzten Möglichkeiten hatte meine Denke schon ein wenig
veraendert. So glaubte ich daran, dass ich mich mit einer kleinen
Idee und viel Engagement auf mittelfristige Sicht hin
selbstaendig machen könne. In Deutschland finden sich unzaehlige
Bedenkentraeger, die den möglichen Erfolg einer solchen Idee
letztlich sicherlich fundiert widerlegen können. Die Amis
hingegen ueberschlagen sich in Gespraechen mit weiterfuehrenden
Ideen und Motivationsausrufen wie "Just go for it...". In New
York, in "the Greatest Bar on Earth" ganz oben auf dem World
Trade Center, beschloss ich, es einfach zu versuchen.
9/11: Am 11. September 2001 wurden die beiden Tuerme des World
Trade Centers durch einen schrecklichen Terrorakt zerstört. Mit
den beiden Tuermen ging auch "the Greatest Bar on Earth" zu
Boden. Mit ihr sicherlich einige der Belegschaft, die gerade mit
den Fruehstuecksvorbereitungen beschaeftigt gewesen sein duerften
- ich kenne nicht einmal deren Namen.
Mein Traum, mit neutral formulierten und fuer Jedermann
verstaendlichen Informationen die Finanzmaerkte transparenter zu
gestalten, wurde erschuettert. In der dem Anschlag folgenden
Ausgabe 01/34 des iWatch rief ich zur Zurueckhaltung auf. Schon
bald jedoch wich meine Erschuetterung dem festen Vorsatz, meinen
Traum und damit den iWatch weiter aufrecht zu halten und somit
einen bescheidenen Beitrag zum friedlichen Protest gegen diese
Greueltaten zu leisten.
Doch zurueck zum Jahr 1999, dem Jahr, in dem ich viel ueber die
amerikanische Mentalitaet kennen lernte: ueber deren Staerken und
Schwaechen. Bis heute schwanke ich in jeder Diskussion zwischen
unserer "sozialen" Marktwirtschaft und dem viel flexibleren
amerikanischen Kapitalismus.
Ich machte mir mein Interesse an der Börse zunutze und begann
darueber zu schreiben. Zunaechst kleine Artikel fuer kleine
Internetverleger, dann auch regelmaessige Börsenberichte
(taegliche, wöchentliche, ...) als auch Studien und andere
Unterlagen, die fuer Börsengaenge und aehnliches benötigt wurden.
Auf diesem Wege lernte ich einige New Yorker Persönlichkeiten der
Finanzmaerkte kennen und durch diese auch einige Tricks und
Kniffe. Schliesslich arbeitete ich mit einem Duesseldorfer
Vermögensverwalter zusammen, der sich von dem Moloch der oftmals
unseriösen Finanzbranche durch Bescheidenheit und bis heute gute
Erfolge abhebt. Wir haben unsere Zusammenarbeit ausgebaut, ich
ging schliesslich nach Duesseldorf und im Fruehjahr 2000
starteten wir den US-Börsenbrief iWatch.
Noch immer schreibe ich Business Plaene, Studien oder auch
Geschaeftsberichte und baue damit meine Branchenkenntnisse
kontinuierlich aus. So hoffe ich, Ihnen die Zusammenhaenge der
US-Börsen nahe bringen zu duerfen und zu können. Mit dem
kostenfreien iWatch.Free können Sie einiges ueber die Börsen
lernen. Mit dem kostenpflichtigen iWatch.Pro können Sie sehen,
wie das Wissen ueber die Vergangenheit in lukrative
Handelsstrategien gewandelt werden kann.
Uebrigens: Duesseldorfer unter Ihnen mögen es mir verzeihen, aber
als gebuertiger Kölner wohne ich trotz meines Duesseldorfer
Bueros natuerlich in Köln (linksrheinisch).
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05. JAHRESRUECKBLICK DER IWATCH-EMPFEHLUNGEN
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Im Jahr 2003 hat Ihr Autor 81 Empfehlungen ausgearbeitet. Davon
wurden 19 mit Verlust abgeschlossen, bei 16 wurde das
Einstiegsniveau nicht erreicht und 24 konnten mit Gewinn
abgeschlossen werden.
11 der Verluste waren Leerverkaeufe. Teilweise waren diese
Leerverkaeufe als Absicherung gegen eine zu grosse Longquote mit
kalkuliertem Risiko eingegangen, dennoch ist diese Zahl zu hoch.
Ich bin die einzelnen Faelle auf der Suche nach Gruenden nochmals
durchgegangen und habe mir daraus einige Aenderungen fuer mein
zukuenftiges Verhalten abgeleitet. Da mag es ein schwacher Trost
sein, dass die meisten dieser Verluste in einer Phase dieses
Jahres entstanden waren, als ich privat durch den Tod meines
Vaters abgelenkt war.
Bei diesen Empfehlungen haben sich jedoch Stopp Loss Orders
bewaehrt, die Verluste konnten dadurch stets unter 10 % gehalten
werden.
Die verbleibenden 8 Verlustorders sind teilweise aus zu engen
Stopp Loss Ordern entstanden. Meist stimmte die
Grundeinschaetzung, allerdings hatte ich die Stopp Loss Orders zu
eng gesetzt.
Ich folgere daraus, dass ich getreu der Börsenweisheit "The Trend
is your Friend" weiterhin Longempfehlungen mit einem
grosszuegigeren Stopp Loss bestuecken werde und Shortempfehlungen
stark eingrenze.
Dies habe ich in der zweiten Jahreshaelfte bereits umgesetzt und
konnte damit die Performance wesentlich verbessern: Nur drei
Verlustgeschaefte waren von den 19 in der zweiten Jahreshaelfte,
der Rest verlief positiv.
Die verbleibenden 22 Empfehlungen sind noch offen bzw. teilweise
offen. Unter diesen 22 Positionen sind nur 3 im Minus, bei zweien
davon spekuliere ich auf den Januar-Effekt (JetBlue und SanDisc)
und das dritte Unternehmen ist eine suedafrikanische Goldmine,
die als Absicherung gegen eine Dollarerholung gehalten wird (Gold
Fields). Der Rest ist im Plus.
Und das teilweise recht heftig: Wheaton River steht mit 66 % im
Plus, Nortel mit 51 % und E*Trade mit 49 %. Unter den
abgeschlossenen Empfehlungen stechen Yahoo! mit Plus 36 % und AOL
mit Plus 33 % heraus. Auch ein Short ist in der Top Drei Liste
zu finden: Der Immobilienfinanzierer Novastar wurde mit einem
Plus von 25,4 % geshortet.
Wenn Sie in der Finanzbranche herumfragen, gilt meist die
Faustregel: Eine Trefferquote von ueber 50 % ist gut, dann die
Gewinne laufen lassen und die Verluste begrenzen. Nach dieser
Faustregel habe ich, so glaube ich, recht gut abgeschnitten.
Aber natuerlich aergert mich jeder einzelne Verlust doppelt. Um
nicht immer wieder in Aerger und Gram zu verfallen hilft es, wenn
Sie sich Ihre Verlustgeschaefte analysieren und Ihre eigenen
Schlussfolgerungen daraus ableiten. Damit verbessern Sie Ihr
Verhalten und können den Verlust auch ad acta legen: Sie haben
ihn dann ja verarbeitet. In diesem Sinne empfehle ich jedem von
Ihnen, sich ein wenig Zeit fuer Ihren eigenen Jahresrueckblick zu
nehmen. Es hilft.
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06. TRADINGIDEEN UND BILANZ
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BILANZ:
Immer wieder werde ich nach Statistiken gefragt: Wie meine
Performance sei? Hier ein kleiner Überblick für 2003:
Die drei besten abgeschlossenen Tradingideen waren:
E*Trade (ET) +49,24 % in 18 Wochen
Yahoo! (YHOO) +36,2 % in 10 Wochen
AOL Time Warner (AOL) +33 % in 7 Wochen
Die drei schlechtesten abgeschlossenen Tradinideen waren:
General Motors -10,70 % in 4 Wochen
Maverick Tubes (MVK) -8,33 % in 2 Wochen
Lucent (LU) -6,82 % in 2 Wochen
Derzeit sind 22 Spekulationen offen, sechs davon sind diese Woche
im Minus (bei einigen kaufe ich nach), der Rest steht im Plus.
Wheaton River (WHT) +66,11 %
Nortel (NT) +51,07 %
E*Trade (ET) +48,82 %
iWatch 03/30
Time Warner (WKN: 502251; TWX; $17,99) gekauft zu $15,
Langfristposition.
Alfa Corp. (WKN: 886560; ALFA; $12.86) gekauft zu $12,9,
Langfristanlage: Niedriges Bewertungsniveau und Spekulation
darauf, dass Insider besser Bescheid wissen. Stop Loss unter
$11,8.
Nortel (WKN: 929925; NT; $4.23 gekauft zu $2,8, Stop Loss auf
$3,2 anheben, Ziel $5. Erste Gewinne wurden mit einem Plus von
60 % realisiert.
iWatch 03/22
Royal Gold (WKN:885652; RGLD; $20.93) gekauft zu $18,5, Ziel
$27. Laufen lassen. Zwischen $15 und $18 nachkaufen, erst unter
$14 mache ich mir ernsthafte Gedanken um dieses Unternehmen.
BEOBACHTUNG:
iWatch 03/43
Blockbuster (WKN: 924821; BBI; $17,95) Shorten, sobald sich der
Kurs auf $21 erholt hat. Kurserholung fand nicht mehr statt,
Spekulation damit hinfaellig.
iWatch 03/25
Genentech (WKN: 924632; DNA; $93.57) vielleicht spaeter erneut
Shorten (bei $100? ;-).
iWatch 03/26 und iWatch 03/30
NovoStar (NFI, $ 42.96) nach Aktiensplitt 1:2
Fannie Mae (WKN; FNM, $75.06)
Freddie Mac (FRE, $58.32)
Diese Werte befinden sich in Lauerstellung und warten ab, wie
sich die Zinsen weiter entwickeln.
iWatch 03/21
Voellig ueberbewertete Internetaktien, aber noch nicht shorten:
Sina (WKN: 929917, SINA, $33.75)
Ask Jeeves (WKN: 924075; ASKJ; $18.12)
Ebay (WKN: 916529,EBAY, $64.61)
Priceline (WKN: 2779063; PCLN; $17.90)
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07. TERMINE DER NAECHSTEN WOCHE
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Die erste Handelswoche des neuen Jahres ist recht vollgepackt mit
Finanzdaten. Als erstes Unternehmen startet Alcoa am Donnerstag
die Periode der Unternehmensberichte fuer das erste Quartal. Der
volkswirtschaftliche Kalender beinhaltet diese Woche die Daten zu
Autoverkaeufen, beide ISM-Indizes und die
Beschaeftigungsindikatoren fuer den Dezember.
Wie schon erwaehnt, startet Alcoa am Donnerstag die neue Periode
der Quartalsberichte.
UNTERNEHMEN TICKER ERWARTUNG TERMIN
Walgreen's WAG $0.25 5/1/2003
Alcoa AA $0.34 8/1/2003
Accenture ACN $0.28 9/1/2003
Seagate Technology STX $0.45 9/1/2003
State Street STT $0.65 9/1/2003
Die Autoverkaeufe liegen Erwartungen zufolge mit 5.7 Millionen im
Dezember leicht ueber den Zahlen aus dem November. Beim ISM-
Produktionsindex wird fuer den Dezember eine geringere
Expansionsgeschwindigkeit erwartet (November: 62.8), waehrend
jedoch der ISM-Dienstleistungsindex schneller als im November
angestiegen sein wird (November: 60.1). Die Erwartungen zu den
nicht-landwirtschaftlichen Loehnen sind hoch, eine mehr als
doppelte Steigerungsrate als im November wird vorausgesagt.
Meinungen hierzu sind jedoch mehrmals auseinander gegangen. Die
Arbeitslosenquote sollte sich zum November nicht veraendert
haben.
BERICHT ERWARTUNG TERMIN
ISM Produktionsindex (Dez.) 61.0 2/1/2003
Autoverkaeufe (Dez.) 5.7M 5/1/2003
Bauausgaben(Nov.) 0.5% 5/1/2003
Produktionsauftraege (Nov.) (0.6%) 6/1/2003
ISM Dienstleistungsindex (Dec.) 60.6 6/1/2003
Lagerbestand Grosshandel (Nov.) 0.5% 8/1/2003
Konsumentenkredite (Nov.) $5.0B 8/1/2003
Arbeitslosenquote (Dez.) 5.9% 9/1/2003
Durchschnittl. Stundenlohn (Dez.) 0.2% 9/1/2003
Durchschnittl. Wochenstunden (Dez.) 33.9 9/1/2003
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08. CHARTTECHNIK DOW JONES, NASDAQ & GOLD
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Index Aenderung z. Aenderung z. 31.12. Aenderung
52/W-Tief 52/W-Hoch Schlusskurs zum 24.12.
Internet 84% -1% 143.67 1.42%
S&P 500 41% 0% 1,111.92 1.46%
Nasdaq 60% -1% 2,003.37 1.53%
Nasdaq-QQQ 56% 1% 36.46 1.70%
Dow Jones 41% 0% 10,453.92 1.25%
Gold 32% 0% 416.25 1.71%
Oel 35% -15% 30.17 -0.72%
30-Jahr Anl 23% -8% 5.07 0.11
Volatilitaet 25% -21% 18.31 0.86
Euro-Dollar 20% -1% 1.26 0.01