US-Börsen – gestärkt aus der Krise


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KINI:

US-Börsen – gestärkt aus der Krise

 
13.09.01 14:59
"Wie geht es weiter?" lautet die häufigste Frage, die die Anleger nach den verheerenden Terroranschlägen auf das World Trade Center (New York) und das Pentagon (Washington) stellen. Die US-Börsen bleiben auch am Donnerstag und damit den dritten Tag in Folge geschlossen. Offizielle Stellen nannten als möglichen Termin für die Wiederaufnahme des Handels den Freitag oder (spätestens) kommenden Montag.

Ohne die Vorgaben aus den Vereinigten Staaten tun sich die internationalen Börsen schwer, eine Richtung zu finden. Erschwert wird die Situation durch die noch unklaren Auswirkungen des Anschlags auf die US-Wirtschaft. Je nachdem, wer sich in den Medien wie zu den Folgen äußert, schwingen die Notierungen mal in die eine, mal in die andere Richtung.

Historisch betrachtet ging der 30 Werte umfassende Weltleitindex Dow Jones aus Krisen überwiegend gestärkt hervor. Drei Wochen nach Beginn des Korea-Krieges beispielsweise liegt der Blue Chip-Index bereits 9,1 Prozent im Plus, weitere drei Monate später beträgt das Plus schon 19,2 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gibt es nach der Kubakrise, als der Dow Jones nach drei Wochen 15,2 Prozent und nach vier Monaten 28,7 Prozent zugelegt hat.  

Weitere Krisen

Beide Vorfälle hatten zunächst für tiefe Verunsicherung bei den Börsianern und einbrechende Aktienkurse (Korea: -12,0 Prozent; Kuba: -9,4 Prozent) gesorgt.

Selbst der Mordanschlag auf den bei der Bevölkerung äußerst beliebten US-Präsidenten John F. Kennedy brachte die Investoren nur kurz aus der Ruhe. Schon drei Wochen nach dessen Tod lag der Dow Jones mehr als 7 Prozent vorne, nach vier Monaten meldeten die Anzeigetafeln ein Plus von 15,2 Prozent.

Der Golfkrieg und die durch den Kollaps des LTCM Hedge Funds verursachte Russlandkrise ergeben ein ähnliches Bild. Nach einer kurzen Schockreaktion beruhigen sich die Börsianer wieder, die Notierungen steigen.

Auch nach dem jüngsten Attentat auf die Vereinigten Staaten rechnen Marktbeobachter wegen der damit verbundenen Unsicherheit mit kurzfristigen Abschlägen an Wall Street. Befürchtungen über eine drohende Rezession seien in den Kurse aber bereits enthalten, sagen Analysten. Die Gefahr eines starken Kurseinbruchs scheint daher limitiert.


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Grüsse KINI
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KINI:

up o.T.

 
13.09.01 15:08
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index:

interessant o.T.

 
13.09.01 15:23
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Coolninja:

Ja aber vorher

 
13.09.01 15:25
sind die Börsen sicherlich richtig abgetaucht.
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KINI:

up o.T.

 
14.09.01 00:55
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jan2:

viele US - Bürger spkul. auf Pump also........

 
14.09.01 07:13
schnallt euch an!
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KINI:

Mal sehen was Montag passieren wird!

 
14.09.01 14:17
Bei uns an der deutschen Börse ist doch schon sehr viel negatives eingepreist!
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KINI:

Hier noch ein Kommentar!

 
14.09.01 14:45
Schnelle Erholung der Weltwirtschaft nach Terrorakt

Der Chefvolkswirt der Dresdner Bank, Klaus Friedrich, rechnet nach den Terroranschlägen in den USA mit einer "sehr schnellen" Erholung der Weltwirtschaft. "Menschlich gesehen ist das eine unglaublich schreckliche Katastrophe, aber wirtschaftlich gesehen haben ein Erdbeben in Japan oder ein Hurrikan in Amerika ähnliche wirtschaftliche Schäden angerichtet", sagte Friedrich am Freitag in einem Interview.

Die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank haben nach Ansicht des Experten angemessen auf die Terroranschläge in den USA reagiert. Wichtigstes finanzpolitisches Instrument in einer Katastrophensituation sei es, die Liquidität der Wirtschaft zu gewährleisten, sagte der Dresdner Bank-Chefvolkswirt. "Es ist ganz bestimmt richtig, Panik zu vermeiden."

Friedrich äußerte jedoch kein Verständnis dafür, dass die EZB die Leitzinsen in der derzeitigen Lage nicht gesenkt habe. "Die europäische Notenbank wird die Zinsen sowieso noch in diesem Jahr senken. Also warum macht man es nicht gleich. Ich hätte das nicht als Panikreaktion, sondern als Akt der Solidarität gesehen." Allerdings räumte Friedrich ein, dass sich eine Zinssenkung nicht als Reaktion auf die Katastrophensituation eigne. "Zinssenkungen wirken sich erst mit einer Verzögerung von einem Jahr aus."

© 14.09.2001 www.stock-world.de

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