"Wie geht es weiter?" lautet die häufigste Frage, die die Anleger nach den verheerenden Terroranschlägen auf das World Trade Center (New York) und das Pentagon (Washington) stellen. Die US-Börsen bleiben auch am Donnerstag und damit den dritten Tag in Folge geschlossen. Offizielle Stellen nannten als möglichen Termin für die Wiederaufnahme des Handels den Freitag oder (spätestens) kommenden Montag.
Ohne die Vorgaben aus den Vereinigten Staaten tun sich die internationalen Börsen schwer, eine Richtung zu finden. Erschwert wird die Situation durch die noch unklaren Auswirkungen des Anschlags auf die US-Wirtschaft. Je nachdem, wer sich in den Medien wie zu den Folgen äußert, schwingen die Notierungen mal in die eine, mal in die andere Richtung.
Historisch betrachtet ging der 30 Werte umfassende Weltleitindex Dow Jones aus Krisen überwiegend gestärkt hervor. Drei Wochen nach Beginn des Korea-Krieges beispielsweise liegt der Blue Chip-Index bereits 9,1 Prozent im Plus, weitere drei Monate später beträgt das Plus schon 19,2 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gibt es nach der Kubakrise, als der Dow Jones nach drei Wochen 15,2 Prozent und nach vier Monaten 28,7 Prozent zugelegt hat.
Weitere Krisen
Beide Vorfälle hatten zunächst für tiefe Verunsicherung bei den Börsianern und einbrechende Aktienkurse (Korea: -12,0 Prozent; Kuba: -9,4 Prozent) gesorgt.
Selbst der Mordanschlag auf den bei der Bevölkerung äußerst beliebten US-Präsidenten John F. Kennedy brachte die Investoren nur kurz aus der Ruhe. Schon drei Wochen nach dessen Tod lag der Dow Jones mehr als 7 Prozent vorne, nach vier Monaten meldeten die Anzeigetafeln ein Plus von 15,2 Prozent.
Der Golfkrieg und die durch den Kollaps des LTCM Hedge Funds verursachte Russlandkrise ergeben ein ähnliches Bild. Nach einer kurzen Schockreaktion beruhigen sich die Börsianer wieder, die Notierungen steigen.
Auch nach dem jüngsten Attentat auf die Vereinigten Staaten rechnen Marktbeobachter wegen der damit verbundenen Unsicherheit mit kurzfristigen Abschlägen an Wall Street. Befürchtungen über eine drohende Rezession seien in den Kurse aber bereits enthalten, sagen Analysten. Die Gefahr eines starken Kurseinbruchs scheint daher limitiert.
© 13.09.2001 www.stock-world.de
Grüsse KINI
Ohne die Vorgaben aus den Vereinigten Staaten tun sich die internationalen Börsen schwer, eine Richtung zu finden. Erschwert wird die Situation durch die noch unklaren Auswirkungen des Anschlags auf die US-Wirtschaft. Je nachdem, wer sich in den Medien wie zu den Folgen äußert, schwingen die Notierungen mal in die eine, mal in die andere Richtung.
Historisch betrachtet ging der 30 Werte umfassende Weltleitindex Dow Jones aus Krisen überwiegend gestärkt hervor. Drei Wochen nach Beginn des Korea-Krieges beispielsweise liegt der Blue Chip-Index bereits 9,1 Prozent im Plus, weitere drei Monate später beträgt das Plus schon 19,2 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gibt es nach der Kubakrise, als der Dow Jones nach drei Wochen 15,2 Prozent und nach vier Monaten 28,7 Prozent zugelegt hat.
Weitere Krisen
Beide Vorfälle hatten zunächst für tiefe Verunsicherung bei den Börsianern und einbrechende Aktienkurse (Korea: -12,0 Prozent; Kuba: -9,4 Prozent) gesorgt.
Selbst der Mordanschlag auf den bei der Bevölkerung äußerst beliebten US-Präsidenten John F. Kennedy brachte die Investoren nur kurz aus der Ruhe. Schon drei Wochen nach dessen Tod lag der Dow Jones mehr als 7 Prozent vorne, nach vier Monaten meldeten die Anzeigetafeln ein Plus von 15,2 Prozent.
Der Golfkrieg und die durch den Kollaps des LTCM Hedge Funds verursachte Russlandkrise ergeben ein ähnliches Bild. Nach einer kurzen Schockreaktion beruhigen sich die Börsianer wieder, die Notierungen steigen.
Auch nach dem jüngsten Attentat auf die Vereinigten Staaten rechnen Marktbeobachter wegen der damit verbundenen Unsicherheit mit kurzfristigen Abschlägen an Wall Street. Befürchtungen über eine drohende Rezession seien in den Kurse aber bereits enthalten, sagen Analysten. Die Gefahr eines starken Kurseinbruchs scheint daher limitiert.
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