US-Anleger fliehen weiter aus Aktienfonds
27. November 2002 Im Oktober haben US-Investoren netto 7,7 Milliarden Dollar aus Aktienfonds abgezogen. Nach Angaben des Investment Company Institute (ICI) übertrafen die Abflüsse damit den fünften Monat in Folge die Zuflüsse.
Im gleichen Zeitraum verzeichnete der Dow-Jones-Index einen Anstieg von 10,6 Prozent. Das ist der größte Monatsgewinn für das amerikanische Börsenbarometer seit Januar 1987. Am 9. Oktober war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren abgerutscht.
"Die Leute verlieren ihren Glauben an langfristige Kapitalanlagen, da die Börse immer weiter nach unten geht", kommentierte F. Dennis DeStefano, Finanzberater bei DeStefano Wealth Management in Maui, Hawaii, die Entwicklung.
Putnam verzeichnet den höchsten Mittelabfluss
Unter den 25 größten Fondsanbietern am stärksten von dem Kapitalabzug betroffen war Putnam Investments. Die Tochterfirma von Marsh & McLennan Cos. verzeichnete nach Angaben von Financial Research Corp. in Boston Kapitalabflüsse von 1,7 Milliarden Dollar. Seit Jahresbeginn hat Putnam damit 13,3 Milliarden Dollar an Anlagekapital verloren.
Den größten Zustrom an Kapital verzeichnete American Funds, der drittgrößte Fondsanbieter der USA. Im Oktober flossen 1,8 Milliarden Dollar mehr in Fonds der Gesellschaft, als abgezogen wurden.
Rentenfonds bleiben weiter „in“
Seit Jahresbeginn wurden ICI zufolge insgesamt 27 Milliarden Dollar aus US-Aktienfonds abgezogen. Die Investoren sind aus Aktienfonds ausgestiegen und haben sich stattdessen Anleihen zugewandt. Diese Entwicklung hat die Einnahmen der Fondsanbieter geschmälert, denn die Gebühren für Aktienfonds sind höher als bei Anleihefonds.
Im Oktober sind netto 6,3 Milliarden Dollar in Rentenfonds geflossen. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Zufluss insgesamt auf 126 Milliarden Dollar. Seit Dezember letzten Jahres haben Anleihefonds jeden Monat einen Zufluss verbuchen können.
Text: Bloomberg
27. November 2002 Im Oktober haben US-Investoren netto 7,7 Milliarden Dollar aus Aktienfonds abgezogen. Nach Angaben des Investment Company Institute (ICI) übertrafen die Abflüsse damit den fünften Monat in Folge die Zuflüsse.
Im gleichen Zeitraum verzeichnete der Dow-Jones-Index einen Anstieg von 10,6 Prozent. Das ist der größte Monatsgewinn für das amerikanische Börsenbarometer seit Januar 1987. Am 9. Oktober war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren abgerutscht.
"Die Leute verlieren ihren Glauben an langfristige Kapitalanlagen, da die Börse immer weiter nach unten geht", kommentierte F. Dennis DeStefano, Finanzberater bei DeStefano Wealth Management in Maui, Hawaii, die Entwicklung.
Putnam verzeichnet den höchsten Mittelabfluss
Unter den 25 größten Fondsanbietern am stärksten von dem Kapitalabzug betroffen war Putnam Investments. Die Tochterfirma von Marsh & McLennan Cos. verzeichnete nach Angaben von Financial Research Corp. in Boston Kapitalabflüsse von 1,7 Milliarden Dollar. Seit Jahresbeginn hat Putnam damit 13,3 Milliarden Dollar an Anlagekapital verloren.
Den größten Zustrom an Kapital verzeichnete American Funds, der drittgrößte Fondsanbieter der USA. Im Oktober flossen 1,8 Milliarden Dollar mehr in Fonds der Gesellschaft, als abgezogen wurden.
Rentenfonds bleiben weiter „in“
Seit Jahresbeginn wurden ICI zufolge insgesamt 27 Milliarden Dollar aus US-Aktienfonds abgezogen. Die Investoren sind aus Aktienfonds ausgestiegen und haben sich stattdessen Anleihen zugewandt. Diese Entwicklung hat die Einnahmen der Fondsanbieter geschmälert, denn die Gebühren für Aktienfonds sind höher als bei Anleihefonds.
Im Oktober sind netto 6,3 Milliarden Dollar in Rentenfonds geflossen. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Zufluss insgesamt auf 126 Milliarden Dollar. Seit Dezember letzten Jahres haben Anleihefonds jeden Monat einen Zufluss verbuchen können.
Text: Bloomberg