dafür ein paar der aktuellen und interessanten Themen für euch.
Als "Appetithappen" auf "Original", was sich sicher wieder lohnt.
Top Wert, Top Story die stimmt.
Der Münchner Spezialist für Online-Investor Relations will weiter kräftig wachsen. Nach der erfolgreichen Integration von DGAP im vergangenen Jahr sollen zusätzliche Einnahmequellen wie das Erstellen virtueller Geschäftsberichte im Internet und die Expansion nach Osteuropa für starke Zuwachsraten sorgen. Auch weitere Zukäufe sind geplant. "Wir werden in den kommenden Jahren zwischen 30 und 50 Prozent wachsen", sagt Vorstandschef Achim Weick. Für dieses Jahr erhöht Weick die Prognosen. Demnach wird 2007 ein Umsatzwachstzum von 40 Prozent auf mindestens 6,7 Millionen Euro steigen, der Bruttogewinn noch stärker. ->(jos)
Klein, aber fein Die kleine, aber feine Firma wächst stark, ist schuldenfrei und auch in schwachen Börsenzeiten im Geschäft. Kaufen.
der Fährte zu folgen.
Unter 2 € mehr als günstig.
Wenn sie einsteigen, geht der Kurs ab: Profi-Investoren wie Florian Homm oder Guy Wyser-Pratte gelten als Gewinngarantie. Warum das so ist, wo es sich für Anleger lohnt, ihren Fährten zu folgen
Für eine kleine Überraschung ist Florian Homm immer wieder gut. Ende Mai stieg der 47-jährige Investor mit einem Anteil von drei Prozent beim Hamburger Telekom-Unternehmen Freenet ein. Da hatten sich gewiefte Investoren wie die Texas Pacific Group längst aus dem Staub gemacht. Verwunderlicher noch fanden Beobachter die Statements, die der Hedgefonds-Manager nur eine Woche später folgen ließ. Freenet müsse zerschlagen werden, um mehr Wert für die Aktionäre zu schaffen, forderte Homm. Doch die Internetfirma war erst im März nach langem Tauziehen mit dem Mobilfunkbetreiber Mobilcom verschmolzen worden. "Das Ganze ist weniger wert als die Summe der Teile", deklariert hingegen Homm. Für die einzelnen Sparten gäbe es im In- und Ausland mehrere Interessenten. Das hätten intensive Recherchen im Umfeld von Freenet ergeben. Möglich sei auch der Verkauf des gesamten Konzerns.
Beunruhigt verfolgt Freenet-Chef Eckhard Spoerr solche Ankündigungen. "Eine Zerschlagung des Unternehmens wäre nicht angebracht", sagt er. Der Vorstand sei gerne bereit, dem Neu- Aktionär die Unternehmensstrategie in einem persönlichen Gespräch zu erläutern. Angenommen hat Homm dieses Angebot bislang allerdings nicht. "Wir wollen uns nicht in die Karten schauen lassen", sagt er zur Begründung. Börsenexperten finden die Absage unverständlich. Denn aktive Investoren, die die Reorganisation eines Unternehmens verlangen, fordern als Erstes das Gespräch mit dem Management.
Hat Deutschlands prominentester Hedgefonds-Manger bei Freenet mithin in Wahrheit überhaupt keine Agenda? Setzt Homm darauf, dass er allein mit ein paar großen Sprüchen dem Aktienkurs auf die Sprünge helfen kann – um dann eilends Kasse zu machen? Beim Touristikkonzern TUI scheint er genau eine solche kurzfristige Strategie verfolgt zu haben. Vor zwei Wochen trennte er sich unter recht hohen Gewinnmitnahmen von den Anteilen, die er erst kurz zuvor erworben hatte. "Unser Engagement war eine konstruktive Bestätigung des Managements", betont Homm. "Das sehen einige als unkonventionell, da wir in der Branche eher das Image haben, Druck zu machen."
Aktive Investoren wie Florian Homm, die ihre Aktienengagements mit kräftigen Sprüchen, vollmundigen Ankündigungen und zuweilen auch offenen Drohungen gegenüber dem Management begleiten, bestimmen das Geschehen an den Finanzmärkten wie nie. Privatanleger tun gut daran, die Schachzüge dieser Kurstreiber genau zu beobachten. Manche verfolgen überzeugende Strategien, die von langer Hand vorbereitet wurden. Andere setzen auf opportunistische Taktiken, die sich am aktuellen Auf und Ab der Börsen orientiert. Es ist eine bunt gemischte Gruppe, die selbst bei großen DAXWerten die Kursperformance in erheblichem Umfang beeinflussen kann. Dazu gehören die Chefs mächtiger Hedgefonds wie Christopher Hohn von TCI, der jetzt offenbar seine Truppen zum Generalangriff auf die Deutsche Post sammelt. Darunter finden sich aber auch die Manager klassischer Pensionsfonds, die das Geld künftiger Rentner gewinnbringend anlegen müssen – wie Stephan Howaldt von Hermes. Schließlich zählen zu den aktiven Investoren auch reiche Einzelpersonen, die vom Management eine möglichst nachhaltige Mehrung ihres Vermögens verlangen – wie Rustam Aksenenko beim Modehaus Escada. Besonders rührig sind unter den Aktionärs-Aktivisten soziale Aufsteiger, die sich nicht immer mit besten Manieren und feinsten Methoden empfehlen – wie der russische Bauernsohn Oleg Deripaska oder der aus Kroatien nach Österreich eingewanderte Schulabbrecher Ronny Pecik.
Doch gleich, wie seriös die Investoren sind – ihr gemeinsames Vorbild ist Guy Wyser-Pratte. Er hat vor drei Jahrzehnten die Lehre von den Rechten der Aktionäre mitentwickelt und seither dutzendfach in die Praxis umgesetzt.
Der Amerikaner, Sohn einer Österreicherin und eines Franzosen, investiert vor allem in Europa. Hierzulande engagierte er sich unter anderem bei Rheinmetall, Mannesmann, Mobilcom, dem Bahntechnik-Lieferanten Vossloh und aktuell dem Fotoentwickler CeWe Color. Beim Maschinenbauer IWKA sorgte er 2006 dafür, dass der gesamte Vorstand ausgewechselt wurde. Zu den glühendsten Anhängern des Shareholder Activist Movement, das Wyser-Pratte mitbegründete, gehört hierzulande Hedgefonds-Manager Homm. Sein Lebenslauf liest sich wie eine einzige Jagd nach den besten Rendite-Chancen. Bereits mit 18 Jahren gründete er eine Investmentgesellschaft, mit 23 hatte Homm seine erste Million verdient. Bei der Investmentbank Merill Lynch war er angeblich der jüngste Analyst, bei der Fondsgesellschaft Fidelity desgleichen jüngster Portfolio-Manager. Zwischendurch spielte der Zwei-Meter-Mann in der deutschen Basketball-Juniorenmannschaft mit und studierte an der Harvard Business School. Homms brennendster Ehrgeiz ist es offenbar, der deutsche Chistopher Hohn zu werden. "Chapeau – was der TCI-Chef in den vergangenen Jahren für die Aktionäre getan hat, verdient höchsten Respekt", sagt er gern. Ganz geschafft hat Homm es freilich noch nicht, sein Vorbild zu kopieren: Die großen angelsächsischen Hedgefonds jonglieren mit Beträgen zwischen acht bis zwölf Milliarden Euro. Die Absolute Capital Management, die Homm gemeinsam mit seinem irischen Partner Sean Ewing gründete und in London an die Börse brachte, verfügt derzeit erst über rund 2,7 Milliarden Euro Investoren-Gelder.
In den kommenden Jahren soll das Volumen auf bis zu fünf Milliarden steigen. Was geschieht mit dem Geld der Fondszeichner? "Wir prüfen allein im DAX vier bis sechs Projekte. Davon wollen wir noch in den kommenden zwölf Monaten zwei bis drei realisieren", kündigt Homm gegenüber €uro am Sonntag an.
Bei seinen Engagements gehen Finanzjongleur 70 Mitarbeiter zur Hand, darunter rund 40 Investmentspezialisten. Das Team arbeitet weltweit an acht Standorten – von Warschau bis Buenos Aires, von London bis Palma de Mallorca, wo Homm seinen Wohnsitz hat. Ungeachtet der gründlichen Vorbereitung muss sich der Fonds-Chef immer wieder peinliche Missgriffe vorhalten lassen. So spekulierte er einst mit Leerverkäufen darauf, dass der Kurs des Autovermieters Sixt fallen würde. Stattdessen aber zeigten das Unternehmen und sein Börsenkurs eine anhaltend gute Performance. "Auch wir machen Fehler", räumt Homm freimütig ein. "Wir müssen in der Mehrzahl unserer Engagements richtig liegen. Verluste sind leider unvermeidbar", ergänzt der Investor. Beim westfälischen Handy-Ausrüster Balda ist er unlängst zu früh ausgestiegen. "Balda war eindeutig profitabel. Aber es wäre mehr möglich gewesen, wenn wir etwas länger auf die I-Phone- Phantasie gesetzt hätten", gibt er zu.
Zu Homms unbestreitbaren Erfolgsstorys gehörte in jüngster Zeit das Engagement beim Stuttgarter Unternehmen M+W Zander, das Reinräume zur Herstellung von Halbleitern und Arzneimitteln produziert. Die wirtschaftlichen Rechte an der Firma, die Homm vor 18 Monaten erworben hatte, reichte er Ende April an eine Investorengruppe um den Österreicher Pecik weiter. "Dabei haben wir einen Gewinn von mehr als 100 Prozent gemacht", sagt Homm. So hohe Renditen dürfte sein Engagement bei Freenet in absehbarer Zeit wohl kaum abwerfen.
Adidas und die Fußball EM
17.06.2007 08:00:00
Wir werden die EM dominieren (EuramS)
Adidas-Chef Herbert Hainer über das Geschäft mit den nächsten Großereignissen, den Kampf um den DFB-Vertrag und Übernahmegelüste großer Investoren
von Sven Parplies
Fußball-Europameisterschaft und Olympische Spiele – 2008 wird für Adidas ein Mega-Jahr.
€uro am Sonntag sprach mit Konzernchef Herbert Hainer.
€uro am Sonntag: Herr Hainer, was wird im kommenden Jahr wichtiger für Adidas – die Fußball- Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz oder die Olympischen Spiele in China? Herbert Hainer: Kurzfristig ist die Europameisterschaft für uns wichtiger, weil sich damit unmittelbar mehr Umsatz durch den Verkauf von Trikots, Bällen und Fanartikeln erzielen lässt. Langfristig gehen wir davon aus, dass die Olympischen Spiele eine größere Wirkung haben.
€uro am Sonntag: Weil China der wichtigste Wachstumsmarkt ist? Hainer: Alles spricht dafür, dass wir in Peking die größte und spektakulärste Olympiade aller Zeiten erleben, allein schon von den weltweiten Zuschauerzahlen her. Das ist für Adidas eine ideale Plattform, um ein enormes und nachhaltiges Wachstum zu generieren. Im Jahr 2010 wollen wir allein mit der Marke Adidas in China eine Milliarde Euro umsetzen. Und auch Reebok wird dann eine signifikante Größe in China erreicht haben. Dann wäre China der zweitgrößte Markt weltweit für unsere Gruppe nach Nordamerika.
€uro am Sonntag: Zwei Mega-Ereignisse in einem Jahr erfordern von Adidas hohe Investitionen – wird der Marketingetat den Konzerngewinn überdurchschnittlich belasten? Hainer: Nein. In der Adidas-Gruppe werden wir 2008 um die 13 Prozent des Umsatzes in Marketing investieren, also genauso viel wie 2007. Lediglich die Schwerpunkte sind anders verteilt: In diesem Jahr konzentrieren wir uns auf Produktkonzepte und Innovationen, zum Beispiel im Running-Bereich, also Laufschuhe und -bekleidung. 2008 stehen die beiden großen Events im Vordergrund. €uro am Sonntag: Die Fußball-WM 2006 in Deutschland hat Adidas Rekordumsätze gebracht. Lässt sich das mit einer Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich, also in sehr kleinen Märkten, wiederholen? Hainer: 2006 war eine ganz spezielle Situation. Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa und eine sehr starke Fußballnation. Das Wetter war fantastisch, die deutsche Mannschaft hat begeisternd gespielt. Da hat alles gepasst. Dieses Mal sind schon die Rahmenbedingungen anders. Trotzdem dürften alle großen Fußballnationen dabei sein, insofern haben wir genügend Möglichkeiten. €uro am Sonntag: Können Sie das Ergebnis von 2006, als Adidas etwa 1,2 Milliarden Euro Fußballumsatz erzielt hat, wirklich steigern? Hainer: Unser Ziel ist es, 2008 im Fußballbereich einen neuen Rekordumsatz zu erzielen, also mehr als 1,2 Milliarden Euro. Das schaffen wir natürlich nicht allein durch die Europameisterschaft. Wir haben zum Beispiel seit Mitte 2006 die britischen Klubs Chelsea und Liverpool unter Vertrag, Mannschaften mit enormem Umsatzpotenzial, auch in Asien. Seit Jahresbeginn rüsten wir neu die mexikanische Nationalmannschaft aus, die auch in den USA, dem größten Fußballmarkt weltweit, einen enorm hohen Stellenwert genießt. Es gibt noch viele Wachstumsbereiche im Fußball. €uro am Sonntag: Die Gastgeber-Teams der EM werden in Puma spielen. Ist das ein Problem für Adidas?
Hainer: Wenn man sich den aktuellen Stand der Qualifikation anschaut, werden mit Deutschland, Frankreich und Spanien mindestens drei Adidas-Mannschaft aus wirtschaftlich großen Märkten dabei sein, zudem Titelverteidiger Griechenland und Rumänien. Als offizieller Partner der Uefa stellen wir zudem den Spielball und rüsten alle Schiedsrichter aus. Das Turnier wird für Adidas wieder ein Heimspiel, auch weil wir sowohl in Österreich als auch der Schweiz Marktführer sind. Wir werden wie schon bei der Weltmeisterschaft in Deutschland die dominierende Marke sein, das ist schon jetzt sicher.
€uro am Sonntag: Der neue EM-Ball wird aber wohl nicht an den WM-Ball herankommen, der in verschiedenen Ausführungen 15 Millionen Mal verkauft wurde. Hainer: Messlatte für uns muss die Europameisterschaft 2004 in Portugal sein. Damals haben wir sechs Millionen Stück des Roteiro verkauft. Diese Zahl wollen wir übertreffen. €uro am Sonntag: Das Trikot der deutschen Mannschaft für die EM war bereits in einer Boulevardzeitung zu sehen. Panne oder Absicht? Hainer: Das war so nicht geplant. Ein Händler hat das Trikot bei einer Vorabpräsentation fotografiert und das Bild ins Internet gestellt. Ein echter Erlkönig also. Das ist für uns unangenehm, weil unsere Händler gewohnt sind, solche wichtigen Produkte nicht zuerst in der Zeitung zu sehen.
€uro am Sonntag: Dem Verkauf wird die Panne aber nicht schaden. Hainer: Nein, das nicht. Aber wie beim Ball gilt auch für die Trikots, dass wir die Verkaufszahlen aus dem WM-Jahr 2006 nicht erreichen werden, da muss man realistisch sein. €uro am Sonntag: Vielleicht warten ja viele Fußballfans mit dem Trikotkauf, bis die deutsche Mannschaft von Nike ausgerüstet wird. Hainer: Darauf würde ich lieber nicht spekulieren.
Russisches Roulette,
RussOil ist hier nicht gemeint.
17.06.2007 08:00:00
Russisches Strom-Roulette (EuramS)
Auf der Suche nach neuen Wachstumsmöglichkeiten sind europäische Versorger wie E.on und Enel in Moskau angekommen. Hier wollen sie viel Geld ausgeben. Zu viel?
von Peer Leugermann
Zufrieden muss der Blick von Fulvio Conti über die goldenen Kuppeln von St. Petersburg gestreift sein, als der Enel-Chef vergangenes Wochenende zum elften Internationalen Wirtschaftsforum in der Stadt war. Nur zwei Tage zuvor hatte sich der italienische Energieversorger über eine 25,03-Prozent-Beteiligung an dem Stromversorger OGK-5 in Russland eingekauft und damit den Zugang zum viertgrößten Strommarkt der Welt erhalten.
Das ehemalige Zarenreich lockt westeuropäische Versorger mit den höchsten Wachstumsraten nach China und Indien sowie der Liberalisierung seines ehemals staatlichen Strommarkts. Bis Ende nächsten Jahres will der Staat seine gesamten konventionellen Kraftwerke an Investoren versteigern. Finnen und Deutsche haben die ersten Schritte auf den russischen Markt bereits getan – und nun auch die Italiener.
"Die Marktanteile in Deutschland sind bereits verteilt, Gewinnsteigerungen können jetzt nur noch über Preissteigerungen oder im Ausland erzielt werden", erklärt Analyst Sven Diermeier von Independent Research das große Interesse an Russland. Besonders das bis mindestens 2010 vorhergesagte Marktwachstum von jährlichen fünf Prozent reizt die Versorger. Die europäischen Steigerungsraten sind nur halb so hoch. Dafür war Enel sogar bereit, gleich mit 1,1 Milliarden Euro in die Versteigerung von OGK-5 einzusteigen – eine Gruppe von vier Kraftwerken mit einer Kapazität von 8,7 Gigawatt (das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 800000 deutschen Durchschnittsfamilien).
Den mitbietenden Konkurrenten E.on, dem Aluminiumkonzern Rusal sowie dem Metallhersteller Norilsk Nickel, war der Preis zu hoch. "Da hat Enel schon sehr teuer zugegriffen", räumt WestLB-Analyst Peter Wirtz ein, "aber wer jetzt einsteigt, kann an dem starken Wachstum mitverdienen." Bei Enel stehen zur Markteroberung vier Milliarden Euro zur Verfügung, bei E.on sind es sogar sechs Milliarden.
Gewinnmöglichkeiten für die Konzerne verspricht vor allem der Stromhunger der Russen. Allein in den nächsten drei Jahren werden 40 Gigawatt mehr benötigt als geplant. Zudem werden nicht nur die Mengen steigen, sondern auch die Preise. "Wir werden eine Angleichung auf das europäische Preisniveau sehen", ist sich Russlandexperte und Pionier-Fondsmanager Alexander Dimitrov sicher.
Zurzeit betragen die Tarife einen Bruchteil der deutschen. Mit der vom Kreml eingeleiteten Liberalisierung sollen die Stromanbieter bis 2011 die Preise frei gestalten dürfen. Staatliche Kontrolle wird es dann nur noch bei den Netzgebühren geben. Die Netze will Russland behalten, um Monopolmissbrauch zu verhindern, auch die Atom- und Wasserkraftwerke sollen in Staatsbesitz bleiben.
Die übrigen Kraftwerke werden in 20 Gruppen versteigert. Sechs landesweite Stromversorger, die sogenannten OGK, sowie 14 regionale Anbieter, die TGK, kommen unter den Hammer. Als Nächstes sind OGK-4 und TGK-10 an der Reihe. E.on hat bereits Interesse bekundet. Die Essener sind schon mit einer Tochtergesellschaft in Russland aktiv und versorgen 1,1 Millionen Kunden.
Billig ist der Markteinstieg freilich nicht. Über 90 Milliarden Euro will der Kreml aus den Versteigerungen erlösen. Das Geld wird dringend gebraucht, um die völlig veraltete staatliche Elektrizitätswirtschaft zu modernisieren. Daran müssen sich auch die neuen Investoren beteiligen. Die jährlichen Kosten dafür belaufen sich auf geschätzte 15 Milliarden Euro bis 2020. Marktbeobachter sind deshalb kritisch, ob sich ein Einstieg in den russischen Markt überhaupt rentiert oder ob er zum Milliardengrab wird. "Entscheidend ist, dass die Konzerne zu kostendeckenden Preisen verkaufen können, denn die Preise sind unter dem westeuropäischen Niveau. Die Kosten für neu erstellte Anlagen sind es aber nicht", warnt Berthold Hannes, Energieexperte bei der Unternehmensberatung Bain and Company. Besonders die steigenden Gaspreise treffen die russischen Erzeuger, denn noch werden über 70 Prozent des Stroms mit Gasturbinen erzeugt.
E.on und Enel aber glauben an die Profitabilität des Markts. Bereits die bis zu 30 Jahre alten Werke erzielen eine Gewinnmarge vor Steuern von 10,5 Prozent, mit neuer Technik sollte die Effizienz weiter gesteigert werden und steigende Kosten kompensieren, so das Kalkül. Nettogewinn aus Russland erwarten beide Konzerne aber nicht vor 2011.
Bleibt ein unberechenbares Risiko: die willkürliche russische Politik. Wladimir Putin hat bereits bei den Gasfeldbeteiligungen von Shell und BP demonstriert, wie schnell die Regierung sicher geglaubte Föderabkommen wieder kippt. Für Enel dürfte die Gefahr allerdings etwas geringer sein. Ähnlich wie bei der Endesa-Übernahme agiert der Konzern vermutlich mit Schützenhilfe der Regierung. So orakelte Enel-Chef Conti bereits auf dem Treffen in St. Petersburg, demnächst auch in die eigentlich von der Privatisierung ausgeschlossenen Wasserkraftwerke zu investieren. "Man wird der Regierung angemessene wirtschaftliche Vorschläge unterbreiten", so Conti.
Hilfe könnte er dabei vom stellvertretenden Premier und Gazprom-Aufsichtsratschef Dmitri Medwedjew bekommen. Der will Gazprom zu einem "Energiekonzern von Weltrang" machen – dafür hatte Enel ihm vor zwei Monaten einen größeren Zugang zu seinen Verteilernetzen in Italien angeboten. Im Gegenzug erhielten die Römer zusammen mit dem italienischen Ölkonzern Eni große Gasreserven des insolventen Energiekonzerns Yukos. E.on hingegen konnte seine Verhandlungen mit Gazprom über eine Beteiligung am Gasfeld Juschno Russkoje noch zu keinem erfolgreichen Abschluss bringen. Auch nicht auf dem Treffen in St. Petersburg.
Afrika is Calling
17.06.2007 08:00:00
Afrikas heißeste Nummern (EuramS)
Afrika gilt nicht nur als der Wachstumsmarkt für Mobilfunk schlechthin. Inzwischen müssen sogar die europäischen Konzerne die Konkurrenz aus dem Süden fürchten
von Stephan Bauer
Bescheidenheit ist nicht seine Stärke. Wenn Naguib Sawiris von seinen Zielen spricht, klingt das bisweilen arg nach Größenwahn. "Bis Ende nächsten Jahres sind wir unter den Top 5 der weltgrößten Mobilfunkanbieter", tönt der Chef des ägyptischen Telekommunikationskonzerns Orascom Telecom Holding. 100 Millionen Mobilfunknutzer will der Ägypter bis Dezember 2008 in seinem Imperium vereinigt haben. Die britische Vodafone, der nach Umsatz größte Mobilfunkkonzern der Welt, hat 200 Millionen, die Deutsche Telekom knapp 110 Millionen Kunden.
Keine Frage, der Mann aus Kairo ist dreist. Denn mit 56 Millionen Kunden ist das Reich des 53- Jährigen noch meilenweit entfernt von den hochtrabenden Vorgaben. Und doch wäre es ein Fehler, Sawiris zu unterschätzen. Das gab es schon mal. "Caesar eroberte Kairo von Rom aus, wir machen es umgekehrt", posaunte er vor gut zwei Jahren.
Damals lächelte die Branche über die Sprüche des Ägypters. Die Private-Equity-Stars von Blackstone und die Investmentbanker von Goldman Sachs und Citigroup verhandelten da gerade über eine Übernahme von Wind, der drittgrößten Telekom-Firma Italiens. Sawiris hielt dagegen. Die Amerikaner taten das Angebot des Ägypters als Bluff ab. Wenig später guckten sie in die Röhre. Denn die Finanzholding Weather Investments, über die Sawiris seine Akquisitionen abwickelt, erhielt für 12,1 Milliarden Euro den Zuschlag. Seitdem nimmt man den Mann auch außerhalb Nordafrikas ernst. Und nicht wenige werden nervös, wenn der Sproß der mächtigsten Unternehmerdynastie Ägyptens mal eben verkündet, dass er nach der Akquisition der griechischen TIM Hellas – die Nummer 3 auf dem Heimatmarkt – weitere Zukäufe in Europa ins Auge fasst.
Im französischen Mobilfunkmarkt heißt die Nummer 3 Bouygues Telecom und sie steht seit wenigen Tagen auf der Liste möglicher Übernahmeziele des Milliardärs. "Wir sehen uns das Unternehmen näher an", ließ Sawiris jüngst beiläufig fallen. Noch dementiert der Chef des französischen Mischkonzerns Bouygues Holding alle Spekulationen um einen Verkauf der Mobilfunktochter. Doch die Gerüchteküche brodelt. Manche Analysten wollen von einem Kaufpreis um die zwölf Milliarden Euro gehört haben. Die Drei hat es Sawiris angetan. "Im Mobilfunk braucht man immer drei Anbieter", sagt er. So bietet er auch für Brasil Telecom, eine Tochter der Telecom Italia. Denn in Lateinamerika, so Sawiris, seien bislang mit den Italienern und der spanischen Telefónica nur zwei große Telekom- Konzerne vertreten.
Doch es sind beileibe nicht nur die milliardenschweren Coups, die den Nil-Monarchen seinem Traum von der Weltspitze näherbringen. "Selbst wenn wir nur organisch wachsen, kommt der Zeitpunkt, an dem Vodafone stagnieren und wir weiter massiv zulegen werden", grüßt der Mann aus Kairo schon mal Arun Sarin, den Chef des britischen Weltkonzerns.
Auch das sind keine Sprüche. Denn das Handy-Reich des Ägypters breitet sich inzwischen in einem weiten Bogen rund um das Mittelmeer bis tief in den Nahen Osten aus. Sawiris hat Handy-Netze in Märkten wie Algerien, Tunesien, dem Libanon, Pakistan und Bangladesh – Ländern, in denen teils nicht mal jeder Zehnte ein Handy hat. Der Ägypter scheute auf der Suche nach Wachstumsmärkten auch nicht das Risiko, in den Irak zu expandieren. Der Lohn sind Zuwächse bei den Kundenzahlen, von denen Manager wie Sarin oder Telekom- Chef Obermann nur träumen. In den zwölf Monaten seit März vergangenen Jahres wuchs die Klientel der Orascom um über 60 Prozent. Umsatz und operativer Gewinn kletterten um mehr als ein Fünftel.
Damit dies so bleibt, peilt Sawiris die nächsten Wachstumsmärkte an: Afrika. Zwischen 1999 und 2004 verzehnfachte sich die Zahl der Handy-Nutzer zwischen Kairo und Kapstadt auf 75 Millionen. Das Marktforschungsinstitut WCIS rechnet für das Jahr 2010 bereits mit 210 Millionen Kunden. Besonders interessant sind dabei die Länder südlich der Sahara. Denn in bevölkerungsreichen Staaten wie Kenia, Ghana oder Nigeria gibt es zwar immer noch viel Armut. Doch die Volkswirtschaften und die Kaufkraft wachsen schnell. Zudem existieren kaum Festnetze, das Handy ist das Telekommunikationsmittel schlechthin. Seit die großen Hersteller wie Nokia und Motorola die Wachstumschancen in den aufstrebenden Märkten entdeckt haben, gibt es auch Geräte, die billig genug für den dünnen Geldbeutel der Afrikaner sind. Wen wundert’s, dass Sawiris auch ein Auge auf die Nummer 1 in Schwarzafrika geworfen hat, die südafrikanische MTN. Eine ihrer Perlen ist die Landesgesellschaft in Nigeria. Mit derzeit 13,4 Millionen Kunden ist sie der größte Mobilfunker im bevölkerungsreichsten Land des Kontinents. Bislang haben erst 30 Millionen der rund 135 Millionen Nigerianer ein Mobiltelefon. In zehn Jahren sollen es 70 Millionen sein. MTN hat jetzt schon Teil am Wirtschaftswunder im benachbarten Benin: Vorstandschef Phuthuma "Freedom" Nhleko freute sich allein in den Monaten Januar bis März über 1,1 Millionen neue Kunden dort.
Der MTN-Chef zeigt ähnlich hohen Einsatz wie Sawiris, wenn es um die Eroberung neuer Wachstumsmärkte geht. Zuletzt übernahm MTN den libanesischen Telekom-Konzern Investcom, der unter anderem Mobilfunknetze im krisengeschüttelten Sudan betreibt. Auch die kriegsgeplagten Afghanen will Nhleko allen Widrigkeiten zum Trotz mit den Errungenschaften ortsunabhängiger Kommunikation beglücken. Von Januar bis März steigerte MTN die Zahl seiner Abonnenten zwischen Kandahar und Kundus auf über
350000. Die notwendige Coolness fürs riskante Manöver bringt der 48-jähri-ge Konzernchef offensichtlich mit: "Bislang haben wir noch kein Budget für Luftschutzbunker eingeplant", scherzte er unlängst auf einem Investorentreffen. Obschon MTN einige Unwägbarkeiten im Portfolio birgt, weckt das Unternehmen aus Südafrika nicht nur bei Orascom-Chef Sawiris Begehrlichkeiten. "MTN ist ein natürliches Übernahmeziel für Investoren aus Europa, Asien und dem Mittleren Osten", stellte Analystin Meloy Horn von Merrill Lynch in Südafrika schon vor einiger Zeit fest. Doch Investoren sollten sich sputen. Dass die Investmentbank Morgan Stanley MTN soeben in einer Studie als "beste Wahl für das Mobilfunkwachstum in Schwarzafrika" pries, dürfte das Papier der Kapstadter auf Dauer nicht eben billiger machen. Nur Ägyptens Telekom-Macho Naguib Sawiris hätte damit Grund, vielleicht doch ein wenig bescheidener zu werden: Zuvor war seine Orascom der Top-Pick der renommierten US-Banker.
Schluß mit Genuss.
17.06.2007 08:00:00
Genuss auf fremde Art (EuramS)
Lebensversicherungen aus Großbritannien sind nach wie vor eine lohnende Alternative zu klassischen deutschen Vorsorge-Produkten. Doch inzwischen gibt es auch Interessantes vom Kontinent
von Claudia Marwede-Dengg
Deutsche Versicherer müssen künftig ihre Kunden besser über die Kosten von Lebensversicherungen aufklären. So hat es der Gesetzgeber vorgeschrieben. Kein Wunder, dass die deutsche Versicherungswirtschaft mit den Regelungen der neuen Versicherungsvermittler-Richtlinie und des zum 1. Januar 2008 ins Haus stehenden Versicherungsvertragsrechtsgesetzes (VVG) nicht unbedingt glücklich ist. Doch der deutsche Gesetzgeber konnte gar nicht anders, er musste Brüsseler Vorgaben umsetzen.
Was in Deutschland nur über den Umweg Brüssel durchzusetzen war, ist in Großbritannien dagegen längst gang und gäbe. So sind etwa angelsächsische Lebensversicherungen im Vergleich zu ihren deutschen Pendants ein Vorbild an Transparenz. Kunden der auch hierzulande aktiven Gesellschaften Standard Life, Clerical Mediacal, Canada Life, Royal London, Legal & General sowie Friends Provident wissen das zu schätzen. Kein Wunder, dass sich die EU-Kommission bei der Öffnung der europäischen Finanzmärkte stark an den Gepflogenheiten auf der Insel orientierte.
Private Altersvorsorge war in Großbritannien schon immer ein Investmentthema. Und nicht wie in Deutschland ein Versicherungsthema. Das zeigt sich auch an den Produkten – sei es in der With-Profit-Variante oder bei reinen Fondslösungen. Die britischen Versicherer setzen viel stärker auf den Renditebringer Börse als ihre deutschen Kollegen. Für diese ist der Trend weg von klassischen Produkten deutscher Prägung hin zu renditestärkeren Lösungen auf Fondsbasis relativ neu. Dieser Trend und der Vorsprung der Briten in Sachen Produkt-Know-how "stärkt die Nachfrage nach eher investmentorientierten Produkten britischer Art", meint Michael Hanitz, Sales Manager von Clerical Medical. Und Bernhard Rapp, Direktor Marketing und Produktmanagement bei Canada Life Europe, führt weiter aus: "Die aus dem englischen Raum stammenden Policen mit hohem Aktienanteil lassen den Kunden an den Renditechancen der Aktienmärkte teilhaben, ohne dass er auf gewünschte Garantiezusagen verzichten muss. "Da das Thema Garantie für deutsche Kunden besonders wichtig ist, haben alle angelsächsischen Anbieter inzwischen Produkte mit unterschiedlichen Garantien aufgelegt. Das jüngste Beispiel kommt von Royal London. Diese bietet die bisherige With-Profit-Einmalpolice nun mit und ohne Ablaufgarantie sowie auf Wunsch mit einer aus drei Varianten wählbaren Mindestverzinsung an. Kosten für diese Garantie: einmalig drei Prozent zusätzlich zu den sieben Prozent Abschlussgebühr, beides zusammen verteilt auf die ersten fünf Jahre der Laufzeit.
Einen anderen Ansatz wählt Friends Provident, ein Anbieter, der erst seit Anfang 2007 in Deutschland aktiv ist. Er verlangt eine pauschale Garantiegebühr von fünf Prozent des Beitrags. Bei einer Einzahlung von monatlich 150 Euro bei 30 Jahren Laufzeit mindert das nach Angaben der Gesellschaft die Rendite um 0,3 Prozent. Die Beispiele zeigen: Jede noch so kleine Garantie kostet Geld – und das geht letztlich zulasten der Rendite. Im Unterschied zu den deutschen Anbietern ist den Angelsachsen von ihrer Aufsichtsbehörde vorgeschrieben, die Kosten für den Kunden nachvollziehbar zu machen. "Die Briten sind hier wesentlich weiter als wir", erläutert Mark Ortmann, Chef des Instituts für Altersvorsorge (ITA). "In ihren Policen sind die direkten Abschlusskosten aufgeführt." Zudem werde in Großbritannien auch die Reduction of Yield veröffentlicht – eine Kennziffer, die Auskunft darüber gibt, wie viele Prozent der Rendite für den Versicherungsmantel verwendet werden und wie viel für die reine Kapitalanlage. "Sie vergleicht die Bruttorendite ohne Kosten mit der Nettobeitragsrendite des Vertrags unter Beachtung aller Kosten", resümiert Ortmann. Zu dieser Offenheit haben sich die meisten Briten in Deutschland noch nicht durchgerungen. Einzig Legal & General legt im Internet eine Modellrechnung vor, die auf dem Gesamtkostenansatz beruht (siehe Kasten auf Seite 69). Tipp: Das ITA bietet unter der Adresse
www.ita-online.info ein Rechentool im Internet an, mit dem sich die Renditen nach der Reduction-of-Yield-Methode ermitteln lassen – und das nicht nur für angelsächsische Policen, sondern auch für fondsgebundene deutsche Produkte. Mit dem Hinweis auf den ITA-Rechner weist etwa Friends Provident in einer Modellrechnung bei einer monatlichen Einzahlung von 150 Euro, 30 Jahren Laufzeit und einer angenommenen Wertentwicklung von neun Prozent eine Nettobeitragsrendite von 7,96 Prozent beziehungsweise in der Variante mit Garantie von 7,66 Prozent aus. Die Kosten für den Fonds belaufen sich dabei auf 1,15 Prozent, der Versicherungsmantel kostet 1,04 beziehungsweise – mit Garantie – 1,34 Prozent an Rendite.
Nicht nur in der rein privaten, auch in der staatlich geförderten Altersvorsorge sind die meisten angelsächsischen Anbieter verteten. Wer allerdings nach Riester-Produkten sucht, wird nur bei Clerical Medical fündig. Schließlich haben die Briten mit der Übernahme der Heidelberger Leben von MLP deren Riester-Lösung übernommen. "Unser Produkt ist ein deutscher Produktmantel mit britischem Investmentkern: eine fondsgebundene Rentenversicherung mit permanenter 80-prozentiger Höchststandsgarantie", sagt Sales-Manager Hanitz.
"Für uns sind Rürup-Produkte interessanter", unterstreicht dagegen Standard-Life-Chef Bertram Valentin stellvertretend für die anderen Briten. Der Markt sei zwar noch sehr klein, wachse aber stark. Wie die gesamte deutsche Versicherungsbranche erwarten auch die Anbieter von der Insel den größten Absatzschub durch die Abgeltungsteuer – sofern es bei den Regelungen bleibt, die sich derzeit abzeichnen. Die Abgeltungsteuer werde eine deutliche Nachfrageverschiebung von Fondssparplänen hin zu Rentenversicherungen mit sich bringen, erwartet etwa Canada-Life-Direktor Rapp.
Von der Abgeltungsteuer möchten auch zwei neue Anbieter ausländischer Lebensversicherungen profitieren: die Quantum Lebensversicherung und die österreichische Raiffeisenbank Kleinwalsertal. Letztere bietet seit drei Monaten über ihre Liechtensteiner Tochter eine fondsgebundene Vermögensverwaltung im Mantel einer Lebensversicherung nach liechtensteinischem Recht an. Roland Jauch, Leiter Business Development International bei den Österreichern, verweist auf weitere Vorteile: Die Anlagerichtlinien im Fürstentum seien so flexibel, dass fast jede Form der Anlage möglich sei. Es bestehe keine Mitteilungspflicht an deutsche Behörden, zudem könne der deutsche Fiskus Kontenbewegungen innerhalb des Versicherungsmantels nicht nachvollziehen. Zudem unterliege das Produkt nicht der EU- Zinssteuer. Kleiner Haken: Die Österreicher zielen auf Kunden, die 50?000 Euro und mehr anlegen wollen – sei es auf einmal oder verteilt auf fünf Jahresbeiträge von mindestens 10?000 Euro.
Nicht ganz so viel hinblättern müssen Anleger bei der Quantum Lebensversicherung, die ebenfalls in Liechtenstein ansässig ist. Zum Einstieg in eine fondsgebundene Rentenversicherung reichen 5000 Euro Einmalbetrag oder 1200 Euro Jahresprämie bei der ab Juli verfügbaren Ratenvariante. Investiert wird unter anderem in strukturierte kapitalgeschützte Produkte wie Hedge Fund Notes oder Index Linked Notes. Vertrieben werden die Quantum- Produkte über die Assentus Bank.
Allen einen schönen Sonntag und eine Gute und Erfolgreiche Brsenwoche.
Und das Quentchen Fortune (Mngmt.) was jeder braucht.
Peddy78