Unfähigkeit, gepaart mit Kälte, wins:

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Unfähigkeit, gepaart mit Kälte, wins: Schnorrer
Schnorrer:

Unfähigkeit, gepaart mit Kälte, wins:

 
17.08.02 22:54
#1
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,209883,00.html


32 Millionen für Skandal-Analysten

Er gilt als ein schamloser Propagandist des Telekom-Hypes, der Anlegern hochriskante Aktien empfahl; "Money" nannte ihn den schlechtesten Analysten aller Zeiten. Nun hat Jack Grubman seinen Job verloren - doch verarmen wird er nicht.  

Voller Verständnis für ruinierte Kleinaktionäre: Jack Grubman, Millionär und Ex-Analyst


New York - Der US-Kongress und die Wertpapieraufsicht SEC haben bereits wegen Grubmans fragwürdiger Kaufempfehlungen für Telekom-Aktien Untersuchungen eingeleitet, auch der New Yorker Distriktstaatsanwalt Eliot Spitzer ermittelt. Nun ist der 48-jährige Analyst bei der Investmentbank Salomon Smith Barney ausgeschieden. Dies hat die Bank, die zu Citigroup gehört, am Donnerstagabend bekannt gegen.
Angesichts der "jüngsten Ereignisse", schreibt Salomon-Chef Michael Carpenter unter Anspielung auf die Ermittlungen und die Pleitewelle in der Telekom-Branche in einer Mitteilung, sei es für die Investment-Bank schwierig, Grubman weiter in seiner Funktion als Analyst zu beschäftigen. Die "Financial Times" berichtet, Grubman erhalte in den kommenden anderthalb Jahren 1,2 Millionen Dollar als Abfindung ausgezahlt. Ein Kredit, den Grubman bei Citigroup aufgenommen habe und der sich mit Zinsen auf 19 Millionen summiere, werde erlassen. Da Grubman zugleich seine Aktienoptionen einlösen dürfe, summiere sich seine Abfindung auf 32 Millionen Dollar.

Grubman hatte während der Telekom-Hausse in den späten neunziger Jahren die Aktien von zahlreichen neuen Telekom-Unternehmen empfohlen. Er behielt seine optimistischen Aussagen auch bei, als viele Firmen in gravierende Umsatz- und Verschuldungsprobleme bekamen und sich teilweise dem Konkurs näherten. Grubman galt als Intimus vieler inzwischen diskreditierter Telekom-Chefs, darunter Gary Winnick von Global Crossing und Bernie Ebbers von WorldCom, deren Konzerne in diesem Jahr in den Gläubigerschutz flüchteten. WorldCom hat inzwischen eingeräumt, in seinen Bilanzen insgesamt 7,7 Milliarden Dollar fälschlich verbucht zu haben.

Aktionäre, die in den Booomzeiten in Telekom-Werte investierten, hätten schätzungsweise zwei Billionen Dollar verloren, schrieb die "New York Times" am Freitag in ihrer Online-Ausgabe. Von den 25 größten US-Konkursanträgen der jüngsten Zeit beträfen zehn Firmen, die aus der Telekom-Branche stammen. Grubman habe die Aktien all dieser Firmen empfohlen.

Grubman bedauerte in einem Schreiben an seinen Chef Carpenter, dass er den Zusammenbruch des Telekom-Sektors nicht vorausgesagt habe. Er habe bei seiner Arbeit stets alle Gesetzen und ethischen Standards befolgt. Die Enttäuschung und den Zorn der Investoren könne er verstehen.





Unfähigkeit, gepaart mit Kälte, wins: Anarch

Und das von einem Wichser erklärt ..

 
#2
... zu bekommen ist doch schon ein Segen.


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