"Zentralbanken sind zerstörerische Institutionen"
von Mr N. N.
Liebe Leserin, lieber Leser,
Ja, am vergangenen Donnerstag ist die alte Welt der Geldpolitik, wie wir sie zumindest in der Bundesrepublik Deutschland bisher kannten, endgültig zu Ende gegangen. Am Ende des Tages ist nun jeder Bürger individuell gefordert, auf diesen Umbruch zu reagieren. Gewiss, viele haben schon in den vergangenen Krisenjahren ihr Vermögen „wetterfest“ gemacht.
Weckruf
Aber, der 6. September des Schicksalsjahres 2012 sollte für all jene, die bisher noch nicht reagiert haben, der letzte Weckruf gewesen sein. Die alte Welt, in der der Erhalt der Geldwertstabilität ganz oben auf der „Agenda“ stand, gibt es nicht mehr. Wie formulierte es Professor Polleit so herrlich treffend: „wir erleben eine Liraisierung des Euro“.
Die Gemeinschaftswährung entwickle sich weg vom stabilen Vorbild der D-Mark hin zu einer Währung, die mehr oder weniger mit den früheren südeuropäischen Währungen wie Lira oder Peseta gemein hat. Diese Entwicklung werde von der neuen EZB unter Mario Draghi aktiv gefördert.
Ja, und da wären wir wieder beim Zentralbank(un)wesen. Und da wären wir wieder bei Roland Baader,
DEM Kritiker des staatlichen Zentralbankunwesens schlechthin. Für Baader sind Zentralbanken nichts anderes als zerstörerische Institutionen.
An dieser Stelle darf ich Ihnen aus seinem Meisterwerk „Geldsozialismus“ die Ausführungen auf Seite 29 f in voller Länge präsentieren:
„Kein Ökonom der herrschenden Lehren (die Österreichische Schule also ausgenommen) stellt das fiat money-System in Frage - und somit auch nicht das Zentralbankwesen. Nicht nur die Keynesianer, sondern auch die Monetaristen sind der Ansicht, dass sich die Geldmenge (das Geldangebot) von einer unabhängigen und verantwortlich agierenden Zentralbank „steuern“ lässt.
Das heisst insbesondere, dass sich die Geldmenge korrespondierend zum Wachstum der Realwirtschaft vermehren lässt, sodass es von der Geldseite her nicht zu Störungen und Verzerrungen der realwirtschaftlichen Gegebenheiten und Abläufe in der Volkswirtschaft kommt.
Es mag sein, dass die Notenbank das theoretisch und näherungsweise tun könnte, aber es ist völlig illusorisch, zu glauben, dass sie das auch dauerhaft tun wird. Man kann auch den Hund zum Hüter des Wurstpakets machen, früher oder später wird er die Wurst eben doch fressen.
Die Zahl und das Ausmaß der Begehrlichkeiten, denen sich ein politisch gestaltbares Geldangebot ausgesetzt sieht, sind zu groß, als dass jemand - auch kein noch so heldenhafter und widerspenstiger Notenbanker - in der Lage wäre, diesem Sturm dauerhaft zu widerstehen. Und wenn doch, würde er alsbald seinen Job verlieren.
Die
Komplizenschaft zwischen Staat und Zentralbank ist immer gegeben, auch bei sogenannten unabhängigen Notenbanken. Gleichwohl ist das Vertrauen der Bürger in das fiat money fast unerschütterlich, und das bedingt ein ebenso blindes Vertrauen in den Oberaufseher des Systems, die Zentralbank.
Dasselbe gilt für die Problemlösungs- und Steuerungskompetenz der Regierung und ihrer Fiskalpolitik. Und auch das bedingt einen „fiskalpolitischen Partner“ namens Zentralbank.
Der Staat ist ein unersättliches Geldfressmonster, und die Zentralbanken sind seine unermüdlichen Inflationsmaschinen.
Gemeinsam sind sie Kumpane der Verelendung der Völker und ein ideales Paar für den Totentanz der Zivilisation.
Schon deshalb sollte das Zentralbankwesen endlich abgeschafft werden.“
Quelle Kapitalschutz Newsletter