Unanständige Banken!


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Anarch:

Unanständige Banken!

 
04.09.02 12:58

Schröder kritisiert «mangelnde Solidarität» der Banken
04. Sep 12:42


Bundeskanzler Schröder hat die Banken kritisiert, weil diese eine Entschuldung der Hochwasser-Opfern generell ablehnen. Sie dürften die Hilfe nicht mit «dürren Worten» ablehnen, sagt er.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Banken erneut gedrängt, sich stärker an der Hilfe für die Hochwasser-Opfer zu beteiligen. Er kritisierte, dass die Verbandsfunktionäre der Banken Hilfe mit «mit dürren Worten» verwehrt hätten.
«Es sollte für die, die an den Krediten verdient haben, selbstverständlich sein, jetzt zu helfen», so Schröder nach einer Kabinettssitzung. Er kritisierte, dass die Banken Hilfe mit «mit dürren Worten» verwehrt hätten.

Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) kündigte nach der Sitzung an, bei Schäden bis 200.000 Euro wolle man Regelungen zwischen Firmen und deren Hausbanken erreichen. Der Bund werde den Betrieben dann Eigenkapital zu günstigen Konditionen zugeben. In Fällen, in den Betrieben sich nicht mit ihren Banken einigen könnten, werde die Regierung versuchen, zusätzlich helfen.

Müller sagte, «ich wünsche mir keinen Streit mit den Banken». In der Mehrzahl der Fälle hätten die Institute zugesichert, unbürokratisch zu helfen, es gebe aber in Einzelfällen Probleme.
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erdna:

so isser halt, der Gerhard.

 
04.09.02 13:10
nun sollen die Banken das ausbaden, was unser smarter Krisenmanager vollmundig versprochen hat.

Gruss
erdna
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sir charles:

immer zuerst den mund von nehmen eh klar o.T.

 
04.09.02 13:13
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Anarch:

SPD-Pfarrer IM Stolpe rät:

 
04.09.02 18:39


Milchmädchen läßt grüßen - Experte bezeichnet Stolpes Appell als Aufruf zur Untreue
Von Michael Kröger

Manfred Stolpe (SPD) stößt mit seiner Forderung an Banken und Sparkassen nach einem Schuldenerlass für hochwassergeschädigte Unternehmen zunehmend auf Kritik. Für Experten kommt der Appell sogar einem Aufruf zur Untreue gleich.


Mainz/Berlin/Hamburg - Nach Überzeugung von Uwe H. Schneider, Direktor des Instituts für Bankrecht an der Universität Mainz, stellt der Aufruf eine Zumutung für die angesprochenen Banken dar. "Banken verwalten schließlich nicht ihr eigenes Geld, sondern das ihrer Anleger und nicht zuletzt auch das der Sparer", sagte Schneider gegenüber SPIEGEL ONLINE.

Politiker, die einen solchen Schuldenerlass forderten, seien sich über die rechtlichen Konsequenzen nicht im Klaren: "Die Diskussion kommt mir so vor, als redeten Vegetarier über die Weihnachtsgans".

Es sei unter Rechtsgelehrten unstreitig, dass Kreditinstitute nicht einfach nach Gusto auf Ansprüche verzichten könnten: "Der Appell der Politiker kommt also einer Aufforderung zur Verletzung von Rechtspflichten und zur Untreue gleich".

Stolpe hatte am Mittwochmorgen im ZDF-"Morgenmagazin" seinen Appell an die Banken und Sparkassen nach einem Schuldenerlass für hochwassergeschädigte Unternehmen erneuert. Wer Interesse habe, dass die Region nicht untergehe, sollte vernünftige Formen des Mitwirkens zum Überleben der Unternehmen finden, erklärte der frühere brandenburgische Ministerpräsident und derzeitig SPD-Ost-Experte. Banken müssten im eigenen Interesse dafür sorgen, dass die Unternehmen am Leben bleiben.

Nach Auffassung von Schneider würden die Banken und Sparkassen mit einem Schuldenerlass jedoch nicht nur gegen Gesetze verstoßen, sie würden ihren Schuldnern zusätzlich einen Bärendienst erweisen, denn die Begünstigten würden damit ihren Ruf als gute Schuldner einbüßen.

Natürlich sei es Bank- oder Sparkassen-Vorständen möglich, Geschenke oder Spenden zu verteilen. Die Institute dürften sich auf diese Weise sozusagen als "Good Corporate Citizen" in der Gesellschaft einen guten Namen machen. Solche Geldgeschenke dürften allerdings einen bestimmten Rahmen nicht überschreiten.

Auch Stolpes Vorschlag, in der jetzigen Situation Kriterien für die Vergabe von Krediten nicht so streng auszulegen, sei unter rechtlichen Gesichtspunkten sehr problematisch. "Nach § 18 Kreditwesengesetz sind Banken verpflichtet, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden sorgfältig zu überprüfen. Sollen sie jetzt gegen das Gesetz verstoßen?", fragt Schneider. In der jüngsten Vergangenheit habe es eine ganze Reihe von Fällen gegeben, in denen Vorstände von Kreditinstituten verurteilt worden seien, weil sie gegen diese Vorschrift verstoßen hätten.

Die Volks- und Raiffeisenbanken lehnten eine Beteiligung am Schuldenerlass ab. Allerdings seien die Unternehmen bereit, Kredite für Produktionsmittel, die von der Flut zerstört worden seien, sofort auszusetzen, sagte Jochen Lehnhoff, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, am Dienstag im Deutschlandradio Berlin. Der geschädigte Unternehmer müsste in diesem Fall keine Zinsen und Tilgungsraten mehr zahlen. Im Anschluss müsse aber der Staat zügig die Schulden übernehmen.
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Timchen:

Und was ist mit den Autombilherstellern

 
04.09.02 18:49
und den Küchenhersteller,
den Möbelherstellern ?
Wo bleibt da die Solidarität ?
Schließlich hat jede Geschädigte Anspruch
auf kostenlosen Ersatz.
Mensch Gerhard, dass du die alle vergessen hast.
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