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05.04.01 15:03

+++ vwd Überblick/Wirtschaft - 15.00 Uhr-Fassung

Dresdner: Jan/Feb 01: Operatives Ergebnis zum Vj minus zehn Proz =
Frankfurt - Die Dresdner Bank konnte in den ersten beiden Monaten 2001 das
Ergebnis gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit nicht halten.
Vorstandssprecher Bernd Fahrholz wies in der Bilanz-Pressekonfernz aber
darauf hin, dass die Monate Januar/Februar 2000 Boomjahre waren. Das
operative Ergebnis lag eigenen Angaben zufolge in den Monaten
Januar/Februrar 2001 um zehn Prozent unter dem von Januar/Februar 2000.  

Telekom schaltet insolventen Konkurrenten TelDaFax ab =
Bonn - Die Deutsche Telekom AG hat den insolventen Konkurrenten TelDaFax AG
abgeschaltet. Wie angekündigt seien um 12.00 Uhr die Leitungen gekappt
worden, sagte ein Sprecher des Bonner Ex-Monopolisten. Er begründete diesen
Schritt mit dem Scheitern von Verhandlungen mit TelDaFax über die
Schuldentilgung.  

Merck: Renditeziel von 15 Prozent bis 2005/2006 erreichbar =
Frankfurt - Die Merck KGaA hält ihre für den Konzern festgelegten
Renditeziele von mindstens 15 Prozent sowohl bei der Umsatzrendite als auch
bei der Kapitalrendite bis spätestens 2005/2006 für erreichbar. Der
Zeitpunkt  hänge dabei unter anderem von der Entwicklung des Pharmabereichs
ab, sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Bernhard Scheuble.

MobilCom 1. Qu Mobilfunkkunden-Wachstum auf 4,6 (4,0) Mio =
Hamburg - Die MobilCom AG hat im ersten Quartal erneut ein kräftiges
Wachstum bei ihren Mobilfunkkunden erzielt. Die Zahl der Teilnehmer sei auf
4,6 Mio gegenüber 4,0 Mio im Jahr 2000 gestiegen, sagte der
Vorstandsvorsitzende Gerhard Schmid auf der Hauptversammlung in Hamburg.

Rütgers erzielt 2000 bei Umsatz und Ergebnis zweistelliges Plus =
Düsseldorf - Nach der Rekordbilanz 1999 hat die Rütgers AG das vergangene
Jahr erneut positiv abgeschlossen und zweistellige Zuwachsraten beim Umsatz
und Gewinn verbucht. Der Umsatz kletterte um 29 Prozent auf 3,13 Mrd EUR,
das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 16 Prozent auf 157 Mio
EUR.  

Dyckerhoff Umsatz 1. Qu unterhalb Vj-Quartal (186 Mio DEM) =
Frankfurt - Der Zementhersteller Dyckerhoff AG ist nach Angaben des
Vorstandsvorsitzenden Peter Rohde 2001 schwächer gestartet, als im Vorjahr.
Rohde sagte bei der Bilanzpressekonferenz, der Umsatz sei in den ersten drei
Monaten zurück gegangen, während die Erlöse aus dem Ausland stagniert
hätten. 2000 hatte der Umsatz bei 986 Mio DEM gelegen.  

HBAG Real Estate verdoppelt 2000 Dividende auf 7,2 Mio EUR =
Hamburg - Die HBAG Real Estate AG verdoppelt ihre Dividende 2000 gegenüber
dem Vorjahr auf 7,2 Mio EUR bzw 0,50 (0,20) EUR je Aktie. Eigenen Angaben
zufolge verdreifachte sich der Ertrag aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr auf 10,70 (3,58) Mio EUR. Der
Bilanzgewinn stieg auf 8,755 (2,409) Mio EUR.  

Nokia beliefert Wind mit UMTS-Ausrüstung - Volumen 500 Mio EUR =
Stockholm - Der finnische Telekomausrüster Nokia Oy wird den italienischen
Mobilfunkbetreiber Wind SpA mit der Ausrüstung für ein UMTS-Netz beliefern.
Der Auftrag habe ein Volumen von 500 Mio EUR, teilte Nokia mit.  

Ericsson mit Aufträgen von mehr als 400 Mio USD in China =
Stockholm - Telefon AB LM Ericsson hat in China Aufträge in einem Volumen
von mehr als 400 Mio USD erhalten. Wie der schwedische
Telekommunikationsausrüster mitteilte, handelt es sich überwiegend um den
Aufbau von GSM-Systemen und Netzwerken.  

DE/Auftragseingang Februar -0,2 (PROG: +0,7) Prozent gg Vm =
Berlin - Der Auftragseingang des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland hat
sich im Februar 2001 gegenüber dem Vormonat nach vorläufigen Angaben des
Bundesfinanzministeriums (BMF) saisonbereinigt um 0,2 Prozent verringert.
Analysten hatten im Durchschnitt einen leichten Anstieg von 0,7 Prozent
erwartet.

BoE senkt Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent =
London - Die Bank of England (BoE) hat wie von den meisten Experten erwartet
ihren Leitzins reduziert. Wie der Geldpolitische Rat (MPC) der BoE im
Anschluss an seine zweitägige Sitzung miteilte, wurde die als Leitzins
dienende Repo Rate um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent verringert.  

Eurostat: BIP Eurozone 4. Quartal +0,7 Proz gg Vorquartal =
Luxemburg - Sowohl in der Eurozone als auch in der EU-15 ist das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2000 gegenüber dem Vorquartal
um 0,7 Prozent gestiegen. Damit bestätigt Eurostat, das EU-Statistikamt,
seine Schätzungen vom März.

Eurozone/Einzelhandelsumsatz Januar +2,3 Prozent gg Vorjahr =
Luxemburg - Das Absatzvolumen im Einzelhandel ist im Januar 2001 gegenüber
Januar 2000 in der Eurozone um 2,3 Prozent und in der EU-15 um 2,7 Prozent
gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2000 hat nach Angaben von
Eurostat, dem EU-Statistikamt, der Absatz in der Eurozone im Januar um 0,4
Prozent und in der EU-15 um 0,3 Prozent zugenommen.  

US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe +18.000 (PROG: +13.000) =
Washington - Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der
Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 31. März überraschend um
18.000 auf 383.000 gestiegen. Damit ist die Zahl der Erstanträge auf den
höchsten Stand seit Juli 1998 gestiegen. Analysten hatten im Mittel ihrer
Prognosen mit einem Anstieg um 13.000 Anträge gerechnet.  
  vwd/5.4.2001/ip/hal  

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Neuer Markt Überblick !!!

 
05.04.01 15:08

NEUER MARKT MITTAGSBERICHT/Sturmpause am Neuen Markt

  Frankfurt (vwd) - Die Wogen am Neuen Markt haben sich zumindest am
Donnerstag etwas geglättet. Bis 14.50 Uhr steigt der Nemax-50 um 6,5 Prozent
bzw 86,18 auf 1.409,34 Punkte. Der Nemax-All-Share legt um 3,7 Prozent bzw
bzw 56,58 auf 1.555,48 Zähler zu. Händler stufen die Entwicklung als eine
längst überfällige technische Gegenreaktion ein. Besonders Unternehmen der
zweiten Reihe, die extrem ausgebombt seien, zählen zu den Kursgewinnern. Die
Bewegungen seien allerdings nicht durch entsprechende fundamentale
Nachrichten gedeckt.  

  So wie die Bewegung nach unten übertrieben mitgemacht worden sei, so
könne man nun eine entsprechende Gegenreaktion beobachten. Die Umsätze seien
allerdings recht dünn. Viele institutionelle Anleger würden vor Engagements
die am Freitag anstehenden US-Konjunkturzahlen abwarten. Der Abwärtstrend
sei zudem voll intakt. Charttechnisch müsste die Marke von 1.420 Punkten
genommen werden, damit eine Bewegung nach oben ansetzen könne. Für die
Nasdaq sind die Marktteilnehmer zuversichtlich gestimmt. Der Nasdaq-Future
habe stark von der Nachricht profitieren können, Dell werde die Prognosen
für das erste Quartal erfüllen.  

  In der gegenwärtigen von Gewinnwarnungen geprägten Zeit sei dies positiv
zu werten. Noch wichtiger sei vielleicht, dass gute Nachrichten überhaupt
wahrgenommen würden, nachdem sie lange Zeit spurenlos verpufft seien.

  Die Verluste am Neuen Markt und die damit verbundene Vernichtung an
Börsenwert zeigen mit den kursierenden Übernahmegerüchten nun ihre
Kehrseite. So gebe es Spekulationen, dass comdirect von Generali und Consors

von der Allianz-Gruppe übernommen werden könnten. Dies würde aus
Cross-Selling-Aspekten heraus durchaus Sinn machen, so Marktteilnehmer. Als
unwahrscheinlich wird dagegen die Übernahme der Direkt Anlage Bank (DAB)
eingestuft. Als Tochter der HypoVereinsbank stehe sie im Verbund mit der
finanzstarken Münchener Rück. DAB stiegen überproportional, da die anderen
beiden Titel schon seit mehreren Tagen zugelegt hatten. comdirect legen 6,3
Prozent oder 0,70 auf 11,90 EUR, Consors um 6,7 Prozent oder zwei EUR auf 32
EUR und DAB um zwölf Prozent oder 1,60 auf 14,90 EUR.

  Als sehr interessant stufen die Analysten von Merck Finck & Co den
Vertrag von MediGene mit Atrix Laboratories ein. Es sei möglich, dass im
Anschluss an die Telefonkonferenz am Donnerstag eine Veränderung der
Schätzungen vorgenommen werde. Die Vermarktungsrechte für das Medikament
Leuprogel seien vor dem Hintergrund der fortgeschrittenen Entwicklungsphase
des Krebsmedikaments und des potenziellen Marktes von 500 Mio EUR
vielversprechend. Die Anlageempfehlung lautet "Buy". MediGene legen in
Reaktion auf die Nachricht über 17 Prozent oder 3,40 auf 23,10 EUR.  

  Mit Lion glänzt darüber hinaus ein anderer Biotechtitel mit positiven
Nachrichten. Das Unternehmen hat 250 Targets für Bayer identifiziert und
dazu nur 22 statt der geplanten 42 Monate benötigt. Zudem wurden 250
Patentanmeldungen eingereicht. Lion klettern um 15 Prozent bzw 3,80 auf
29,10 EUR.  

  Die Daten zum Geschäftsverlauf von Balda im ersten Quartal 2001 zeigen
dagegen nach Ansicht der Analysten von SES Research eine
Wachstumsabschwächung. Balda müsse bereits das zweite Quartal in Folge einen
Umsatzrückgang hinnehmen. Die unternehmenseigenen Prognosen für das
Gesamtjahr 2001 müssten daher in Frage gestellt werden. Eine Veränderung der
Schätzungen von SES sei nach Rücksprache mit dem Vorstand von Balda möglich.
Vor dem Hintergrund der günstigen Bewertung und der Erschließung der Märkte
in Asien und Südamerika werde das Rating "Outperformer" allerdings
beibehalten. Auch die Anleger greifen auf ermäßigtem Niveau zu, so dass der
Titel um über vier Prozent oder 0,60 auf 13,20 EUR steigt.  

  Heftig vom Abschwung des Handymarktes werden dagegen AT&S getroffen. Auf
Grund der sich eintrübenden Wachstumsperspektiven in den USA, Europa und
Japan sowie des schwierigen Umfeldes in der Telekommunikations- und
Telekommunikationszulieferindustrie erwartet das Unternehmen für 2001/2002
zwar ein Umsatzwachstum von 30 Prozent und eine EBIT-Marge von zehn Prozent,
doch werde der Gewinn je Aktie auf 0,90 EUR sinken. In den ersten zwei
Quartalen des Geschäftsjahres rechnet das Unternehmen mit einstelligen
EBIT-Margen. AT&S brechen um 34 Prozent bzw 8,40 auf 16,20 EUR ein.  

  Die von Poet mitgeteilten Umsatzerwartungen stoßen bei Marktteilnehmern
ebenfalls auf Skepsis. Die Prognose eines Umsatzes von 2,8 bis 2,9 Mio USD
für das erste Quartal 2001 nach 3,5 Mio USD im Vorquartal lasse Zweifel
daran aufkommen, ob dass Unternehmen jemals die kritische Umsatzgröße
erreiche. Eine stärkere Marktdurchdringung scheine den Produkten von Poet
nicht beschieden zu sein. Skeptisch stimme auch die allgemein schlechte
Verfassung des B2B-Sektors, der zuletzt durch eine Vielzahl schlechter
Nachrichten geglänzt habe. Die Analysten der DG Bank behalten ihr
Anlageurteil "Reduzieren" bei. Poet büßen über sechs Prozent oder 0,30 auf
4,30 EUR ein. +++ Michael Fuchs
   vwd/5.4.2001/fm/ros  

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