19.03.2007 12:47
Aktienmarktkorrektur könnte bald auf Boden stoßen
Laut einem Bericht der „FAZ“ sehen die weltweiten Notenbanken die jüngste Korrektur der Aktienmärkte lediglich als gesunde Verschnaufpause im Weg nach oben. So seien die Aktienmärkte der realen Entwicklung ohne Unterbrechung zu weit vorgeprescht. Allzu schmerzhaft ist die bisherige Korrektur nicht verlaufen. Beim zweiten Abwärtsschub der Vorwoche hielten an den Indizes die Tiefstände der ersten Korrekturwelle von Ende Februar.
Es bestehe die Erwartung, dass der Offenmarktausschuss der Federal Reserve in seinem Entscheid zu Mitte dieser Woche den Wortlaut zur Inflationseinschätzung beibehält. So dürfte sich die Fed durch den Anstieg der Verbraucherpreise im Februar von 2,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von baldigen Zinssenkungen abgehalten sehen.
Viele Investoren hätten noch die letzte größere Korrektur von Mai letzten Jahres vor sich, wo mit übereilten Verkäufen Verluste in Kauf genommen worden sind. Unter Berufung auf die Investmentbank Morgan Stanley hat es den Anschein, dass Investoren zum Zweck der Verlustvermeidung zur Zeit nur liquide Positionen verkaufen, um illiquide Positionen zu halten. Eine große Korrektur könnte daher unterbleiben.
Hinsichtlich des ins Straucheln geratenen US-Marktes für zweitklassige Hypothekarkredite sei eine Panikstimmung in die Kategorie Übertreibung einzuordnen. Das Segment stelle nur 12 Prozent der ausstehenden Hypotheken dar. Darin seien nur die Hypotheken mit variablem Zins inkludiert. Die von den Haushalten aufzubringenden Beträge sollen lediglich 0,1 Prozent der Verbraucherausgaben in den USA entsprechen. Auch die Sorge vor dramatischen Insolvenzen im US-Finanzdienstleistungssektor könnten sich als übertrieben darstellen, zumal die meisten Finanzinstitute im Bereich des amerikanischen Immobilienmarktes breit positioniert sind und zuletzt sogar besser als erwartete Ergebnisse vorlegten. Die Konsolidierung der Branche sollte daher weder der US-Konjunktur noch der Weltwirtschaft ernsthaften Schaden zufügen.
Anlass zur Sorge gebe eher das rückläufige Gewinnwachstum der US-Unternehmen. Ein solcher Trend gehe normalerweise mit einer Aktienmarktkorrektur einher. Zudem kühlt sich die amerikanische Wirtschaft stetig ab. Dennoch habe es den Anschein, dass der Rest der Welt davon relativ schadlos bleibt. So deuten alle Anzeichen darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum in Europa und Asien eine Eigendynamik nimmt. Selbst wenn die aktuelle Korrekturphase an den Märkten noch etwas voranschreitet, sollte nach 10 Prozent mit der guten Chance einer Bodenbildung zu rechnen sein.
Gruß jokko