...
Somit besteht durchaus die Chance, dass bei einem sich stabilisierenden Umfeld allein mangels Alternativen wieder verstärkt Liquidität in den Aktienmarkt fließt, denn viele Standardwerte bieten neben einer moderaten Bewertung auch attraktive Dividendenrenditen.
Doch wird es für eine Trendwende Zeit brauchen, zumal Risikofaktoren wie der hohe Ölpreis und die Eurostärke weiterhin latent vorhanden sind. Schwer vorstellbar auch, dass der Markt in der bald anbrechenden Feriensaison große Dynamik zu entfachen vermag.
Entsprechend zurückhaltend äußern sich technische Analysten.
So bezeichnen die Experten von HSBC Trinkaus & Burkhardt kurzfristige Gegenbewegungen als das auf kurze Sicht wahrscheinlichste Szenario.
Die 200-Tage-Linie bei aktuell 5.477 Punkten und das Tief vom 22. Mai bei 5.513 Punkten dürften allzu weitreichenden Avancen allerdings einen Riegel vorschieben. Erst ein Überschreiten des mittelfristigen Aufwärtstrends bei derzeit 5.621 Punkten wäre ein Signal für den Aufbau strategischer Positionen.
Angesichts der Zinssorgen dürften auch in der kommenden Woche die Konjunkturdaten diesseits und jenseits des Atlantiks einmal mehr im Zentrum des Interesses stehen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang die deutschen Erzeugerpreise am Montag sowie die deutschen Importpreise für Mai am Dienstag. Aufschluss über den Zustand der US-Konjunktur sollten die Frühindikatoren für Mai am Donnerstag sowie die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter für Mai am Freitag geben. Verstärkte Aufmerksamkeit dürften darüber hinaus die Baubeginne und Baugenehmigungen in den USA im Mai erfahren, die am Dienstag anstehen. DJG/mif/bek/rso
(END) Dow Jones Newswires
June 16, 2006 07:17 ET (11:17 GMT)