- TKMS hebt Umsatzprognose auf 10 bis 12 Prozent an.
- Der Umsatz stieg in neun Monaten um 19 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro.
- Der Auftragsbestand liegt bei rund 20 Milliarden Euro.
- Hot or not?
Diese 3 DAX-Aktien kaufen – 3 meiden! (hier klicken)
Julian Schick Der Marineschiffbauer TKMS steuert mit Rückenwind auf ein starkes Geschäftsjahr zu. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) deutlich nach oben korrigiert: Statt der ursprünglich angepeilten 2 bis 5 Prozent soll der Erlös nun um 10 bis 12 Prozent zulegen. Die bereinigte Ebit-Marge wird mit bis zu 6,5 Prozent erwartet, nach bislang "über 6 Prozent". Es ist bereits die zweite Prognoseerhöhung in diesem Geschäftsjahr.
In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 19 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit stieg von 98 auf 110 Millionen Euro. Die entsprechende Marge fiel durch höhere Verwaltungskosten um 0,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent, lag damit aber dennoch über den Analystenerwartungen. Im Segment Submarines steigerte TKMS das bereinigte Ebit um 300 Prozent.
Besonders stark wächst die Nachfrage laut Unternehmenschef Oliver Burkhard bei Atlas Electronics sowie im Überwasserbereich. Der Auftragseingang ging zwar von 8,6 auf 3,6 Milliarden Euro zurück, doch das liegt am außerordentlich hohen Vorjahreswert durch zwei Großaufträge.
Der Auftragsbestand liegt bei rund 20 Milliarden Euro und dürfte bald weiter steigen: Nach Quartalsende wurde der Vertrag über vier Fregatten für die Deutsche Marine unterzeichnet, mit Option auf vier weitere. Es handelt sich um den größten Überwasserauftrag in der Geschichte von TKMS.
Hinzu kommen mögliche Großaufträge aus Kanada (bis zu zwölf U-Boote, Volumen über 15 Milliarden Euro), Indien, Brasilien und Deutschland. Burkhard rechnet damit, den kanadischen Vertrag noch im laufenden Kalenderjahr abzuschließen.
Eine neue Nachfragekomponente kommt aus dem Nahen Osten: Infolge des Iran-Kriegs zeigen Anrainerstaaten des Persischen Golfs erstmals Interesse an Minenräumtechnologie. Burkhard kommentierte die veränderte Sicherheitslage trocken: "Das hatten wir vorher nicht."
An der Börse sorgte das für Begeisterung: Die im MDax notierte Aktie sprang zeitweise um rund 14 Prozent auf 99,10 Euro, kurzzeitig auch über die 100-Euro-Schwelle. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 50 Prozent zugelegt. Die mittelfristigen Ziele einschließlich einer Marge von über 7 Prozent bestätigte das Unternehmen vollumfänglich.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.