Börsentag auf einen Blick: Knapp behauptetDEUTSCHLAND: - KNAPP BEHAUPTET - Nach schwachen Vorgaben an der Wall Street werden die deutschen Aktienmärkte DAX.ETR am Donnerstag knapp behauptet erwartet. Der Dow Jones hatte am Mittwochabend nach Xetra-Schluss noch mehr als 80 Punkte verloren. Stützend könnte sich aber das Plus an der Tokioter Börse auswirken. Mehrere Unternehmen wie Wincor Nixdorf legen Zahlen vor.
USA: - KNAPP BEHAUPTET -
Belastet von steigenden Renditen haben die US-Börsen INDU.IND am Mittwoch knapp behauptet geschlossen. Zudem hätten die enttäuschenden Quartalsberichte von Boeing BA.NYS BCO.ETR und Amazon.com AMZN.NAS AMZ.FSE auf die Stimmung gedrückt, sagten Händler.
JAPAN: - ETWAS FESTER - Die Börse in Tokio hat am Donnerstagvormittag fester tendiert. Der Nikkei-Index N225.FX1 für 225 führende Werte stieg bis zur Handelsmitte um 0,69 Prozent auf den Zwischenstand von 13.487,17 Punkten. Der breit gefasste TOPIX legte bis dahin um 1,23 Prozent auf 1.425,04 Punkte zu. Für Zugewinne sorgten die Werte aus dem Versicherungs- und Bankensektors.
DAX 4.900,79 +0,57%
Stoxx50 3.165,29 +0,49%
EuroSTOXX 50 3.304,27 +0,36%
DJIA 10.344,98 -0,32%
S&P 500 1.191,38 -0,43%
NASDAQ 100 1.575,14 -0,67%
Nikkei 225 13.452,49 +0,43% (7:15 Uhr)
ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL RENTEN: - SCHWÄCHER - Die US-Staatsanleihen haben am Mittwoch nachgegeben. In allen Laufzeitbereichen stiegen die Renditen.
Bund-Future 120,62 -0,32%
T-Note-Future 108,48 +0,23%
T-Bond-Future 111,87 +0,36%
DEVISEN: - BEHAUPTET - Gewinnmitnahmen haben den Eurokurs EURUS.FX1 am Mittwoch wieder unter die Marke von 1,21 Dollar gedrückt. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2079 Dollar, nachdem sie im frühen Geschäft beflügelt von Zinsspekulationen bis auf 1,2136 Dollar zugelegt hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2059 (Dienstag: 1,2017) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8293 (0,8322) Euro.
(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD 1,2126 +0,57%
USD/Yen 115,22 -0,59%
Euro/Yen 139,71 -0,02%
ROHÖL - TENDENZ - Der US-Ölpreis hat sich am Donnerstag im astiatischen Handel leicht von seinen deutlichen Vortagsverlusten erholt und ist wieder über 61 Dollar gestiegen.
WTI (NYMEX) 61,02 +0,42 USD (7:15 Uhr)
Uwe Wagner, Trading-Experte bei Wagner und Lang, beurteilt die aktuellen Aussichten und Tendenzen des DAX.
Aktuell angepasste Korrekturpotenziale, bezogen auf die Wegstrecke des aktuell gültigen Aufwärtsimpulses lägen bei 4.930 bis 4.946 als Minimumkorrektur, bei 4.983 als Normalkorrektur und bei 5.020 bis 5.035 als Maximumkorrektur.

Schneide man sich das letzte Teilstück des laufenden, noch immer gültigen sekundären Abwärtstrends im Kursverlauf des DAX-Index heraus, dann liege ein klassischer Staubereich vor, der sich durch heftige und beeindruckende Tagesschwankungen auszeichnet. Die Begrenzungen definieren sich in etwa in den Bereichen um 4.929 auf der Oberseite und 4.827 bis 4.824 auf der Unterseite, jeweils plus/minus einiger Punkte. Trotz der hohen Schwankungsbreite habe gerade dieser Bereich zu einer Stabilisierung bzw. Beruhigung der Markttechnik geführt. Konsequenterweise müsse man nun aber auch festhalten, dass gerade solche Bereiche Keimzellen kräftiger und nachhaltiger Richtungswechsel sein können.
Ordne man das aktuelle Gesehen in das Gesamtbild ein liege im Kursverlauf des DAX auf Tagesbasis noch immer ein intakter Abwärtstrend vor, noch immer charttechnisch bestätigt, mit intakter Trendbegrenzungslinie, die heute im Bereich um 4-892 verlaufe. Zwischen beiden Staubereichsbegrenzungen sei der DAX praktisch neutral eingeklemmt. Sollte die untere Begrenzung unterschritten werden, wäre dies mit einer Bestätigung und Wiederaufnahme des Abschwungs zu werten und entspräche obendrein noch der statistisch belegten Erwartungshaltung einer Trendfortsetzung auf Grund des (noch) fehlenden Ausschöpfens der Minimumkorrektur, so der Trading-Analyst. In jenem Falle behielte das noch gültige Kursziel um 4.726 seine Gültigkeit.
Unterstelle man, der DAX überspringe die obere Bereichsbegrenzung bei 4.929, dann wäre der Abwärtstrend charttechnisch gebrochen, im Sinne der Dow Theorie überwunden, die Markttechnik würde definitiv auf ein neutrales set-up drehen und eine ansteigende Schwungkraft signalisieren und das errechnete minimale Korrekturpotenzial wäre überwunden. Alles eher positiv zu wertende Argumente. Somit bleibe aktuell nur, so der Stratege, innerhalb des Staubereiches die Ruhe zu bewahren, die Aktivitäten aufs Day-Trading zu beschränken und abzuwarten.
Gruß Moya 