Verstehe nicht wie man diese beiden Worte miteinander verbinden kann, m.E. ein Widerspruch in sich!!!
Berlin (AFP) - Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat nach der Aufhebung der Freisprüche im Mannesmann-Prozess das Verhalten von Managern in Deutschland kritisiert: Das Urteil des Bundesgerichtshofs sei "eine öffentliche Aufforderung, über die Unternehmenskultur und die Unternehmermoral in diesem Lande neu zu diskutieren." Nach der Entscheidung zu einer Neuauflage des Prozesses gegen Josef Ackermann und andere frühere Mannesmann-Aufsichtsräte schlossen sich weitere Politiker der Forderung nach einem Rücktritt des Deutsche-Bank-Chefs an.
Es könne nicht sein, dass die Höhe von Abfindungen in keinem Verhältnis zur Leistung stehe, sagte Thierse dem RBB-Inforadio. Daher müsse über einen Kodex oder aktienrechtliche Vorschriften geredet werden, in denen dann auch "eine Relation von Einkommen und Abfindungshöhe zum Unternehmenserfolg formuliert" sei.
Das Urteil des Bundesgerichtshofs habe den Rechtsstaat bestätigt, sagte der frühere SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter (SPD) dem Nachrichtensender n-tv. Die Richter hätten klar gemacht, "dass das, was sich an Unmoral und Unkultur in den Chefetagen breit gemacht hat, so keinen Bestand haben kann."
Mehrere Politiker von Regierungskoalition und Opposition legten Deutsche-Bank-Chef Ackermann erneut den Rücktritt nahe. "Herr Ackermann sollte überlegen, ob ein solcher Schritt für die Bank und ihre Kunden nicht der Beste ist", sagte Bundestags-Vizepräsidentin Susanne Kastner (SPD) dem "Tagesspiegel". Sie glaube nicht, dass Ackermann an der Spitze der Deutschen Bank weiter zu halten sei, sagte auch die Finanzexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Christine Scheel, im NDR. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Bodo Ramelow, erklärte: "Es wird Zeit, dass Herr Ackermann abtritt."
Anlegerschützer rieten den Aufsichtsrat der größten deutschen Privatbank, bereits jetzt eine Nachfolgeregelung für Ackermann zu organisieren. Wenn Ackermann wieder wochenlang auf der Anklagebank sitze, dürfe die Bank "nicht führungslos dahintrudeln", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Ulrich Hocker, im SWR.
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