Hallo Tom,
lies mal den unten stehenden Artikel. Somare ist der Premierminister von PNG. Er ist pro Übertragung der staatlichen (PNG) BOC-Anteile an Bougainville. Eventuell ist dies auch einer der Punkte die im Gespräch zwischen Somare und Kabui in dieser Woche diskutiert werden.
Vielleicht kennen Axel und Marcel bereits die Agenda?
Quelle: www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/...euguinea/Innenpolitik.html
Autonome Provinz Bougainville: Bougainville ist geographisch die nördlichste Insel der Salomonen. Mit der Unabhängigkeit Papua-Neuguineas wurde Bougainville dessen östlichste Provinz, etwa 900 km von der Hauptstadt Port Moresby entfernt, während es zur südlich gelegenen Seegrenze zu den Salomonen lediglich 8 km sind. Ethnisch und kulturell bestehen dorthin enge Verbindungen. Seit 1972 bestand auf Bougainville die Panguna-Mine, die damals größte Kupfermine der Welt. In der lokalen Bevölkerung wuchs in den Folgejahren die Unzufriedenheit massiv an, da man der Ansicht war, von der Existenz der Mine wirtschaftlich kaum zu profitieren, während der Tagebau gleichzeitig für erhebliche Umweltschäden verantwortlich verursachte. 1989 brach unter Führung von Francis Ona, des Gründers der „Bougainville Revolutionary Army“ (BRA), ein offener Bürgerkrieg aus. Die Panguna-Mine musste geschlossen werden. Die BRA besiegte überraschend die technisch überlegene Regierungsarmee, die sich 1990 zurückzog. Die Regierung verfügte daraufhin eine Blockade, kehrte aber 1992 zur Eroberung der Insel zurück. Es gelang ihr jedoch nicht, die BRA zu besiegen. Nach dem Scheitern von Plänen zum Einsatz einer britisch-südafrikanischen Söldnertruppe gegen die BRA (1997) wurden Waffenstillstandsverhandlungen aufgenommen. Bis dahin waren mindestens 10.000, nach manchen Schätzungen bis zu 20.000 Menschen (aus einer Gesamtbevölkerung von 200.000) ums Leben gekommen. Neuseeland, Australien und später die Vereinten Nationen vermittelten schließlich ein Friedensabkommen, das am 30. August 2001 unterzeichnet wurde. Dessen Kernbestandteile waren Entwaffnung (mittlerweile erfolgreich abgeschlossen), Einsetzung einer demokratisch gewählten Regierung der nunmehr autonomen Provinz Bougainville (erfolgte im Juni 2005) sowie die Abhaltung eines Referendums über die Gewährung der völligen Unabhängigkeit innerhalb eines Zeitraums von 10-15 Jahren. Erster Präsident der autonomen Bougainville-Regierung wurde das ehemalige BRA-Mitglied Joseph Kabui. Der ehemalige BRA-Anführer Francis Ona starb überraschend im Juli 2005. Im März 2006 begannen Verhandlungen zur Wiedereröffnung der Panguna-Mine. Premierminister Somare hat signalisiert, dass die staatlichen Anteile an der Mine (20 %) der Bougainville übertragen werden sollen. Unterdessen traten in den letzten Monaten punktuell erneut Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit einem abtrünnigen, ehemaligen Rebellenführer auf.
Hinweis: Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
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lies mal den unten stehenden Artikel. Somare ist der Premierminister von PNG. Er ist pro Übertragung der staatlichen (PNG) BOC-Anteile an Bougainville. Eventuell ist dies auch einer der Punkte die im Gespräch zwischen Somare und Kabui in dieser Woche diskutiert werden.
Vielleicht kennen Axel und Marcel bereits die Agenda?
Quelle: www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/...euguinea/Innenpolitik.html
Autonome Provinz Bougainville: Bougainville ist geographisch die nördlichste Insel der Salomonen. Mit der Unabhängigkeit Papua-Neuguineas wurde Bougainville dessen östlichste Provinz, etwa 900 km von der Hauptstadt Port Moresby entfernt, während es zur südlich gelegenen Seegrenze zu den Salomonen lediglich 8 km sind. Ethnisch und kulturell bestehen dorthin enge Verbindungen. Seit 1972 bestand auf Bougainville die Panguna-Mine, die damals größte Kupfermine der Welt. In der lokalen Bevölkerung wuchs in den Folgejahren die Unzufriedenheit massiv an, da man der Ansicht war, von der Existenz der Mine wirtschaftlich kaum zu profitieren, während der Tagebau gleichzeitig für erhebliche Umweltschäden verantwortlich verursachte. 1989 brach unter Führung von Francis Ona, des Gründers der „Bougainville Revolutionary Army“ (BRA), ein offener Bürgerkrieg aus. Die Panguna-Mine musste geschlossen werden. Die BRA besiegte überraschend die technisch überlegene Regierungsarmee, die sich 1990 zurückzog. Die Regierung verfügte daraufhin eine Blockade, kehrte aber 1992 zur Eroberung der Insel zurück. Es gelang ihr jedoch nicht, die BRA zu besiegen. Nach dem Scheitern von Plänen zum Einsatz einer britisch-südafrikanischen Söldnertruppe gegen die BRA (1997) wurden Waffenstillstandsverhandlungen aufgenommen. Bis dahin waren mindestens 10.000, nach manchen Schätzungen bis zu 20.000 Menschen (aus einer Gesamtbevölkerung von 200.000) ums Leben gekommen. Neuseeland, Australien und später die Vereinten Nationen vermittelten schließlich ein Friedensabkommen, das am 30. August 2001 unterzeichnet wurde. Dessen Kernbestandteile waren Entwaffnung (mittlerweile erfolgreich abgeschlossen), Einsetzung einer demokratisch gewählten Regierung der nunmehr autonomen Provinz Bougainville (erfolgte im Juni 2005) sowie die Abhaltung eines Referendums über die Gewährung der völligen Unabhängigkeit innerhalb eines Zeitraums von 10-15 Jahren. Erster Präsident der autonomen Bougainville-Regierung wurde das ehemalige BRA-Mitglied Joseph Kabui. Der ehemalige BRA-Anführer Francis Ona starb überraschend im Juli 2005. Im März 2006 begannen Verhandlungen zur Wiedereröffnung der Panguna-Mine. Premierminister Somare hat signalisiert, dass die staatlichen Anteile an der Mine (20 %) der Bougainville übertragen werden sollen. Unterdessen traten in den letzten Monaten punktuell erneut Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit einem abtrünnigen, ehemaligen Rebellenführer auf.
Hinweis: Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
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