Top-Ökonom Markus Brunnermeier zur Euro-Krise


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Libuda:

Top-Ökonom Markus Brunnermeier zur Euro-Krise

 
04.10.11 14:01
Deutschlands wohl zur Zeit bester Ökonom Markus Brunnermeier liest jetzt offensichtlich auch bei Libuda mit, denn sein Vorschlag ähnelt doch sehr dem 50%-Eurobondvorschlag von Libuda, löst allerdings das Problem der gesamtschuldnerischen Haftung effizienter als Libudas Einfachvorschlag - daher wohl auch seine 60%-Lösung statt der vorsichtigeren 50% in Libudas Lösung.

Der Kern von Brunnermeiers Vorschlag in einem Artikel aus dem heutigen Handelsblatt: "Die Politik sollte einen Markt für Europäische Sicherheitsbonds schaffen. Eine Zweckgesellschaft, die man "European Debt Agency" (EDA) nennen könnte, sollte Anleihen der Euro-Mitgliedstaaten zum Marktpreis verbriefen. Jedes Land würde alle Anleihen am Markt platzieren, aber ein Teil (z.B. bis zu 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) würde von der EDA gebündelt und verbrieft. Die EDA würde ihrerseits zwei unterschiedliche Papiere emittieren: ultra-sichere ESBies, die auch Banken weiterhin ohne Kapitalzuschlag halten könnten, sowie eine nachrangige Tranche, die sämtliche Zahlungsausfälle zuerst absorbiert und für Hedge-Funds und andere risikobereite Investoren interessant wäre. Die EDA haftet nicht und benötigt eine Eigenkapital."

Interessant gebrüllt Rudi, hätte ich auch aus alter Verbundenheit zu meinem 1860er-Kollegen fast gesagt, aber er heißt ja Markus. Da ist zwar im Detail noch viel zu klären wie z.B. über das Mengenverhältnis der sicheren und unsicheren Tranchen, aber ein Ansatz könnte das sein, wenn er in Kombination mit einem dann kleineren Rettungsschirm erfolgt.
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Libuda:

Der Markus scheint so ein Realist zu sein

 
04.10.11 20:39
wie der früher Trainer von Rudi, Max Merkel.

Max Merkel ortete damals unter seinen Spielern bei 1860 München zwei Gruppen: Nichtalkoholiker und Alkoholiker, denen er wohl auch Rudi zuordnete. In einem Testspiel ließ er nun die Alkoholiker gegen die Nichtalkoholiker spielen und die Alkoholiker gewannen 7:3.

Daraufhin gab Merkel den Alkoholikern einen Rat: "Sauft's weiter!"
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Libuda:

Warum ein Schuldenschnitt Quatsch ist

 
09.10.11 21:50
erklärt Dennis Snower in einem neueren FTD-Artikel sehr gut:

"Das Problem ist, dass die griechische Regierung die Schulden möglicherweise nicht zurückzahlen will - auch um schmerzhafte Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen zu vermeiden."

Mit einem zu weit gehenden Schuldenschnitt würde man darauf verzichten, dass die Griechen eine Vermögenssteuer erheben, die nachträglich das aus unversteuerndem Einkommen aufgebaute Vermögen nachversteuert. Das scheint eine europaweite Solidarität der Steuerhinterzieher zu sein.

Motto: Steuerhinterzieher aller europäischer Länder vereinigt Euch.
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Libuda:

Liebe griechische Millionäre - Ihr könnt Euch

2
09.10.11 21:57
auf Eure Tea-Party-Kameraden in den anderen europäischen Ländern verlassen.

Denn das ist doch ein schlechter Witz: Der Rest von Europa sammelt, damit die griechischen Millionäre ihre Millionen (in Euro wohlgemerkt und nicht in Drachmen) behalten dürfen. Die Verblödung nimmt schon starke Zustände an - und ausgerechnet sind alle dafür, die vorher am lautesten geschrien haben.
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Libuda:

Wer dann da plötzlich die Angela geschmiert?

 
09.10.11 22:15
Wenn jetzt wieder die AIG-Show abläuft, dass die CDS-Zocker mit Staatsgeldern bezahlt werden, die man ihren pleiten Wettpartnern in den Arsch bläst, ist der Skandal perfekt. melden
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Libuda:

Vielleicht ist Angela aber auch nicht auf

 
09.10.11 22:17
dem neuesten Stand: Mr. Koch from the Tea-Party hat seine deutschen Faserwerke schon wieder an die nächste Heuschrecke verkauft.
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Libuda:

Oder hat Angela da ein Gegengeschäft mit

 
09.10.11 22:19
CSU-Opas gemacht, die für diese Gegenleistung für den Ramsauer gestimmt haben.

Nichts ist bekanntlich unmöglich.
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Scansoft:

Die Top Performer in den Banken

 
09.10.11 22:43
haben Milliarden in ein korruptes Agrarland gesteckt und wundern sich nun, dass die Griechen diese Milliarden nicht durch den Verkauf von Schaafskäse zurückzahlen können. Jeder Euro Gehalt für diese Versager ist einer zuviel
Der dicke Hintern hat an der Börse stets mehr Geld gebracht  als der schnelle Finger
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Libuda:

Da machst Du Dir die Sache etwas zu einfach

 
09.10.11 22:56
denn die Griechen könnten Ihr Schulden problemlos zurückbezahlen, wenn die Höhe der Zinsen auf dem gleichen Stand geblieben wären, wie das über viele Jahre der Fall war. Weder die Ratingagenturen noch die Kapitalmärkte haben den Griechen signalisiert, dass sie über ihre Verhältnisse leben.

An die "Versager", wie Du sie bezeichnest, würden man am meisten bei einem Schuldenschnitt zahlen. Kein europäischer Staat in der Währungsunion ist so arm, dass er seine Schulden nicht zurückbezahlen kann, wenn er Zinsen bezahlen muss, die unter dem Rettungsschrim möglich sind (und keine 50% wie auf den Kapitalmärkten, die vor kurzem weniger als 5% verlangten) - ein Schuldenschnitt ist ein Bereicherungsprogramm für griechische Wohlhabende, denen man problemlos eine Vermögenssteuer von z.B. 20% (verteilt auf mehre Jahre) aufbürden kann, da die meisten von denen sich sowieso bei ihrer Vermögensbildung der Zahlung von Einkommensteuern entzogen haben. Aber das wollen die Spitzen der griechischen Parteien (egal welche) nicht, da das immer sie betrifft, und sie genießen die Solidarität der Eliten in anderen Ländern, die befürchten, dass sie so etwas auch einmal treffen könnte.
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