TMT-Revival in 2003?


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TMT-Revival in 2003?

 
17.12.02 08:39
Ende der neunziger Jahre waren die sogenannten TMT-Werte die absoluten Stars an den Finanzmärkten. Wie ist es heute um die Branche bestellt, und was ist für 2003 zu erwarten?

Die TMT-Branchen waren ab 1995 fünf Jahre lang "Everybody's Darling". Doch der Glanz der ehemaligen New-Economy-Werte ist in den Unwettern der Konjunktur schnell verrostet.

Aktienkurse und Gewinnschätzungen purzelten im Duett, und viele Geschäftsmodelle, allen voran im Subsektor Internet, erwiesen sich als nicht dauerhaft tragbar. Doch wo stehen die Märkte heute, und was ist im nächsten Jahr zu erwarten?

Medienaktien haben in 2002 zumeist deutlich schlechter abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Erst in den letzten Monaten gab es eine leichte Trendumkehr, begünstigt durch den Turn-Around bei Vivendi Universal .

Das fundamentale Umfeld bleibt schwierig

Abgesehen davon bleibt das fundamentale Umfeld in der Branche eher schwierig. Die weltweiten Werbeausgaben sind das zweite Jahr hintereinander rückläufig und dürften sich 2003 nur schrittweise verbessern. Nachhaltige Belebung ist erst in 2004 zu erwarten, da dann die Olympischen Spiele in Athen und die Präsidentschaftswahlen in den USA anstehen.

Die Diskussion über die weitere Entwicklung der Technologieaktien wird von der simplen Frage dominiert: Schafft Multimedia Messaging (MMS) 2003 den Umschwung in der Branche? Die Beantwortung dieser Frage fällt naturgemäß schwer, immerhin steckt MMS weitestgehend noch in den Kinderschuhen.

Bis ein MMS-Massenmarkt entstanden ist, werden noch einige Quartale vergehen. Auf der anderen Seite ergeben sich aber auch Chancen, von denen z. B. die Handyproduzenten in diesem Jahr profitieren könnten. Nokia  verfügt schon jetzt über eine breite Palette an MMS-fähigen Endgeräten, die gut bei den Verbrauchern ankommt.

Dazu kommt, dass ein starker Ersatzbeschaffungszyklus erwartet werden kann. Viele Handys, die in den Boomjahren 1999/2000 gekauft wurden, haben inzwischen das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht (Akku defekt o.ä.) und es laufen viele Zwei-Jahres-Verträge aus. Angesichts des nicht unerheblichen Zusatznutzens, den MMS-Handys fraglos bieten, steigt naturgemäß die Neigung der Verbraucher, ihre alten Geräte tatsächlich auch zu ersetzen.

Welche Sektoren Probleme haben


Infrastrukturbereich bleibt kritisch

Schwieriger bleibt die Lage im Infrastrukturbereich. Viele Netzbetreiber sind wegen ihrer hohen Verschuldung zu Einsparmaßnahmen gezwungen und halten sich mit Investitionen für den Netzaufbau zurück.

Wesentliche Impulse für die bereits 2002 arg gebeutelte Branche sind vor diesem Hintergrund auch in 2003 nicht zu erwarten. Selbst die zunehmend schlechter werdende Qualität der Netzwerke, insbesondere in Ballungsgebieten, kann daran nichts ändern, da durch deren flexible Architektur Kapazitäten ohne großen Aufwand verschoben werden können.

Halbleiterhersteller müssen weiter zittern

Schwierig dürfte auch das Umfeld für Halbleiterhersteller bleiben. Besonders der DRAM-Bereich hat trotz des schon fast zwei Jahre anhaltenden Abschwungs noch immer mit Überkapazitäten zu kämpfen. Die neue 300-mm-Technologie, die sich mehr und mehr durchsetzt, ermöglicht die deutliche Erhöhung des Ausstoßes an Wafern (Siliziumscheiben).

Die Nachfrage nach Speicherchips wird diese Angebotsausweitung aber nur dann ausgleichen können, wenn sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen spürbar verbessern. Etwas aussichtsreicher erscheint die Lage allenfalls bei Halbleiterherstellern, die im Mobilfunkbereich tätig sind.

Kein genereller Umschwung zu erwarten

Alles in allem ist noch kein genereller Umschwung in der Technologiebranche in Sicht. Ebenfalls schwierig ist das Umfeld für Telekommunikationsaktien. Sie zählten im schwachen Börsenjahr 2002 zu den Underperformern und konnten erst ab Herbst wieder Boden gutmachen. Innerhalb der Telekom-Branche waren es die Qualitätsaktien, die dank geringer Verschuldung und starker Cash-Flow-Generierung die brancheninterne Rangliste dominiert haben.

Für den Festnetzbereich wird 2003 ein richtungweisendes Jahr. Es gilt, mit dem Problem stagnierender Umsätze fertig zu werden und zugleich Kosteneinsparungen zu realisieren. Durch den zunehmenden Anteil der Mobilfunkkunden und günstigere Mobilfunktarife sollte es zu einer weiteren Verschiebung der Umsätze vom Festnetz hin zum Mobilfunk kommen.

Welche Sektoren interessant sind


Restrukturierungsmaßnahmen sind angesagt

Diese Tendenz ist in den Vereinigten Staaten schon dieses Jahr klar zu erkennen, sollte sich aber in Europa wegen der lokalen Marktfragmentierung in einer geringeren Ausprägung manifestieren.

Um ein hohes Gewinnniveau bei gleichzeitigem Rückgang der Umsätze aufrechterhalten zu können, müssen substanzielle Einsparungen erzielt werden. Umfassende Restrukturierungsmaßnahmen sind angesagt. Insbesondere France Telecom  und Deutsche Telekom  stehen hier vor großen Aufgaben, da zusätzlich immense Schuldenlasten drücken und der Personalüberhang nur schwer reduziert werden kann.

Aktienrückkaufprogramme zu erwarten

Deutlich aussichtsreicher stellt sich aus unserer Sicht die Situation im Mobilfunkbereich dar. Die drei Säulen des Gewinnwachstums, nämlich (1) die Investitionen in die Netze (Capex), (2) der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU = Average Revenue Per User) und (3) die operative Marge (Ebitda-Marge), zeigten in 2002 alle eine positive Entwicklung für das Gewinnwachstum.

Diese Entwicklung sollte sich im kommenden Jahr fortsetzen. Die gute Kapitalausstattung einiger Unternehmen lässt sogar Aktienrückkaufprogramme wahrscheinlich werden.

Diese Gründe führen dazu, dass von den drei besprochenen Branchen am ehesten eine Übergewichtung im Telekommunikationsbereich zu rechtfertigen ist, wobei der Mobilfunksektor bevorzugt werden sollte.  

www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,226961,00.html
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Mützenmacher:

Mosche Häbby, wieso hast du einen roten Klotz? o. T.

 
17.12.02 08:59
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Happy End:

Isch bin Dein Klotz am Bein ;-) o. T.

 
17.12.02 09:16
 
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