Tipp fürs Langzeitdepot: McCormick & Co.


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McCormick + Co . 45,095 € -0,23% Perf. seit Threadbeginn:   +11,09%
 
Trimalchio:

Tipp fürs Langzeitdepot: McCormick & Co.

 
09.07.17 20:41

Also wer McCormick & Company noch nicht kennt:

Hier handelt es sich um den mit Abstand weltgrößten Anbieter von Gewürzen, Saucen und Aromastoffen; Der Dividendenaristokrat existiert seit 1889, wobei seit 1925 fortlaufend Dividenden gezahlt werden, mit jährlichen Erhöhungen seit 31 Jahren. Stetig steigende Umsätze / Gewinne lassen das auch weiterhin erwarten. Die payout-Quote liegt bei ca. 45%

MKC ist zudem sehr krisensicher, was man vor allem daran sehen kann, dass es auch in den Jahren der letzten (Finanz)krise keinen Umsatzrückgang gab. Für mich ein ausgezeichnetes Investment für Buy & Hold -Anleger.

Warum gerade jetzt ?
Zugegeben, mit einem KGV von über 23 ist der Titel nicht gerade billig; aber ist ein Grundstück am Starnberger See jemals billig ? oder ein Porsche ?
Mein Einstieg jetzt scheint mir günstig, weil der Kurs vom letzten Top (bei ca.106 USD) um 10 Prozent korrigiert hat auf jetzt 95,75 $

Also, kaufen und liegenlassen smile

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Trimalchio:

Korrektur bei MKC

 
22.02.21 12:24
Es gab bereits in den letzten Jahren, Anfang 2019 und März 2020 deutliche Rücksetzer; diese haben sich bisher immer als sehr gute Einstiegsgelegenheit ergeben.  
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ParadiseBird:

Restaurants zu

 
22.02.21 12:32
Also kaufen die keine Gewürze derzeit. Die Leute essen mehr zu Hause, und kaufen daher selbst mehr Gewürze. Das sind 2 gegenläufige Trends.
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Trimalchio:

Korrektur bei MKC

 
22.02.21 16:38
Wobei McCormick zwei Drittel der Umsätze sogar im Consumer-Bereich macht, und nur ein Drittel im Gewerblichen. Könnte also vom Lockdown eher profitieren...
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Bilderberg:

Prognose wurde 2020 übertroffen

 
02.03.21 09:23
und Dividende um 10% erhöht.
Das schon unter erschwerten Bedingungen.
Somit für mich ein klarer Kauf.
Keine Aufforderung irgend etwas zu tun aber meine Meinung
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Bilderberg:

Gastronomie braucht vorlauf

 
15.03.21 17:24
es muss Monate vor der Eröffnung eingekauft werden.
sehe hier deutlich höhere Kurse und Dividende gibt's on top.
meine Meinung
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Bilderberg:

Sell on good news

 
30.03.21 12:47
12% für einen Monat schreien förmlich nach fallenden Kursen.
Dieser defensive Wert lief super.
Dann ist da auch noch sale in May and go away.
Also an der Seitenlinie warten um bei 70 etwa wieder einzusteigen.
Meine Meinung
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Trimalchio:

Weiteres Potential

 
30.03.21 21:48
McCormick hat lange genug korrigiert und bei 70 Euro gedreht. Ich denke, jetzt geht es erstmal in Richtung 85/90, wenn nicht sogar dreistellig.
Dazu passt das exzellente Quartalsergebnis heute.
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Bilderberg:

Einstieg hier hat noch Zeit

 
20.04.21 13:35
Stehe weiter an der Seitenlinie da die Covid Fälle eher steigen als fallen und die Einschränkungen weiter bestehen bleiben.
So habe ich lieber erstmal in Teva investiert da sie ein Mittel wie Budesonid zur Verbesserung der Krankheitssymptome haben.
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Bilderberg:

So zwischenzeitlich auch Teva

 
16.06.21 17:23
wieder verkauft.
Hier dümpelt der Kurs immer noch zwischen 74 und 73€ rum.
So wird das nix mit einem Wiedereinstieg.
Generell ist aktuell Kursmäßig Flaute.
Spätestens zum Ende August sollte sich aber auch hier wieder was tun
Meine Meinung
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Bilderberg:

geht doch da ist die 70

 
01.10.21 13:02
dazu ist auch noch Freitag, herrlich und die Sonne scheint.
Muss mich nun allerdings zwischen 3M und McCormick entscheiden.
Vielleicht eine kleine Abstimmung.
Wer ist für diesen Wert und wer für 3M?
Gekauft wird gegen 19:00.
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Bilderberg:

habe mich für 3M entschieden

 
01.10.21 18:18
danke für die Unterstützung

da ist demnächst sicher noch Gelegenheit diese Aktie zu Preisen unter 70 € zu bekommen.
Allen ein schönes Wochenende
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Bilderberg:

bin wieder dabei

 
12.10.21 18:59
denke nicht, dass die Leute nun keine Gewürze mehr kaufen.
Also bei dem Kurs nun sehr interessant.
Meine Meinung
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Bilderberg:

Auch Symrise meldet gute Zahlen

 
26.10.21 12:15
Das ist auch hier zu erwarten.
www.4investors.de/nachrichten/mobile/...n=stock&ID=157036

Sehe eher einen Anstieg denn einen Rückgang.
Meine bescheidene Meinung
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Bilderberg:

McCormick hat das bessere KGV

 
27.10.21 07:50
während es bei Symrise bei 47,4 liegt ist es hier bei 33,7.
Also weit aus günstiger.
Meine Meinung
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Bilderberg:

Es scheint aufwärts zu gehen

 
11.11.21 10:44
Kreuzkümmel soll angeblich auch gegen Corona helfen.
Wenn das kein schönes Weihnachten wird....
meine Meinung
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Bilderberg:

gestern war ein guter Tag

 
26.11.21 11:42
zu verkaufen.
wenn USA öffnet sackt es noch mal Richtung 70.
Das sollte wieder ein guter Einstieg sein.
Nur meine Meinung
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Buggi62:

Wann kommen den endlich die 70 :-)

 
13.12.21 20:06
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Trimalchio:

Was geht den hier ab ...?

 
07.03.22 18:12
Mal eine schöne Abwechslung wenn´s überall bergab geht:
McCormick ist mit einem starken Ausbruch bei über 105 Dollar auf neuem All-time-high!
Qualität lohnt sich einfach ;-)
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Bilderberg:

hier ist ja schon lange tote Hose

 
01.03.23 19:36
obwohl der Kurs unter 70€ nun wieder interessant werden dürfte, meine Meinung  
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Bilderberg:

Gewürze gehen immer

 
09.03.23 16:32
seit gestern wieder dabei.
Gastronomie läuft auch wieder an. Alle brauchen Gewürze.
Da kann es nur wieder nach Norden gehen.
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Bilderberg:

was geht jetzt hier ab?

 
28.03.23 15:52
weiß jemand was. finde dazu nix
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Bilderberg:

ha, da geht noch mehr

 
28.03.23 16:02
das erste Quartal war Bombe und die Jahresprognose wurde von 3-6 auf 10 - 12% angehoben.
Ergebnis je Aktie soll von ursprünglich 0,51 Dollar auf 0,59 Dollar angehoben werden.
Kein Stück aus der Hand, meine Meinung  
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Delura:

Zahlen heute

 
28.03.23 16:25
waren besser als erwartet und die Jahresprognosen hat MKC bestätigt - just my two cents.
Antworten
Trimalchio:

Q1-Ergebnisse

 
28.03.23 19:13
Wo suchst Du denn, wenn du heute nichts dazu findest..?

McCormick hat die Ergebnisse für das erste Fiskalquartal 2023 bekannt gegeben:
59 Cent Gewinn pro Aktie = 9 Cent besser als erwartet (manche hatten nur 44Cent erwartet.
1,56 Mrd. Dollar Umsatz = 3% Steigerung yoy, aufgrund durchgesetzter Preissteigerungen
Bruttogewinnspanne fällt zwar leicht auch 36%, aber bei weitem nicht so stark wie befürchtet.
Im laufenden Jahr werden weitere Kosteneinsparungen in Höhe von 75 Mio. Dollar erwartet.
Fürs Gesamtjahr rechnet man jetzt mit einer Ergebnissteigerung von 10-12 Prozent.


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MrTrillion3:

US5797802064 - McCormick + Co Inc

 
13.04.26 01:05

McCormick & Company ist für mich zum Stand 13. April 2026 ein sehr gutes Unternehmen, aber keine einfache Aktie mehr. Das operative Kerngeschäft ist stark: Gewürze, Würzsaucen, Senf, Hot Sauce, Rezeptmischungen und industrielle Flavor-Lösungen sind keine modische Eintagsware, sondern ein zäher, markengetriebener Alltagsmarkt. Die Aktie selbst ist im Moment trotzdem eine Sondersituation, weil McCormick seit dem 31. März 2026 nicht mehr nur als defensiver Qualitätswert bewertet wird, sondern als Wette auf einen riesigen Umbau durch die geplante Kombination mit Unilevers Foods-Geschäft. Beim letzten verfügbaren Schlusskurs vom 10. April 2026 lag MKC bei 53,71 US-Dollar, die Marktkapitalisierung bei rund 19,1 Milliarden US-Dollar. (McCormick & Company, Inc.)

Die Geschichte des Unternehmens passt zu diesem Profil: McCormick wurde 1889 von Willoughby M. McCormick in Baltimore gegründet, ganz klein, in einem Keller, mit Tür-zu-Tür-Verkauf von Aromen und Extrakten. 1921 bezog das Unternehmen ein damals monumentales Gebäude in Baltimore, 1947 machte die Übernahme von Schilling McCormick zum US-Branchenführer im Gewürzgeschäft. In den letzten Jahrzehnten ist McCormick dann nicht nur organisch gewachsen, sondern auch durch gezielte Zukäufe: Lawry’s kam 2008 dazu, RB Foods mit Marken wie French’s und Frank’s RedHot 2017, Cholula und FONA 2020. Heute ist McCormick in 150 Ländern und Territorien aktiv und besitzt eine ungewöhnlich starke Sammlung von Geschmacks- und Würzmarken. (McCormick)

Gerade diese Marken- und Distributionsmacht ist der Kern des Burggrabens. McCormick ist nicht nur der klassische Gewürzhersteller für Endverbraucher, sondern arbeitet in zwei Segmenten: Consumer und Flavor Solutions. Im Geschäftsjahr 2025 setzte das Consumer-Segment 3,95 Milliarden US-Dollar um, Flavor Solutions 2,89 Milliarden US-Dollar. Das ist eine gesunde Mischung: Einerseits Regalmarken mit Preissetzungsmacht und hoher Wiedererkennbarkeit, andererseits B2B-Geschäft mit Lebensmittelherstellern und Foodservice. Die Marke McCormick selbst ist laut Unternehmen die weltweit führende Kräuter- und Gewürzmarke; dazu kommen starke Einzelmarken wie Frank’s RedHot, French’s, Cholula, OLD BAY, Lawry’s, Ducros, Schwartz und weitere. (McCormick & Company, Inc.)

Fundamental war 2025 ordentlich, aber nicht spektakulär. Der Umsatz stieg um 2 Prozent, das operative Ergebnis lag bei 1,071 Milliarden US-Dollar, bereinigt bei 1,094 Milliarden US-Dollar. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 2,93 US-Dollar, bereinigt bei 3,00 US-Dollar. Der operative Cashflow betrug 962 Millionen US-Dollar. Das ist kein Krisenbild, aber auch kein Hochgeschwindigkeitswachstum. Der Start in 2026 war besser: Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent, organisch aber nur um 1 Prozent; das bereinigte operative Ergebnis stieg um 19 Prozent, das bereinigte EPS von 0,60 auf 0,66 US-Dollar. Die Jahresprognose wurde bestätigt: bereinigtes EPS 2026 von 3,05 bis 3,13 US-Dollar, organisches Umsatzwachstum von 1 bis 3 Prozent. Das zeigt ziemlich klar, was McCormick aktuell ist: ein solides Qualitätsgeschäft mit mäßigem organischem Wachstum, das seine Ergebnisentwicklung stark über Preis, Mix, Effizienzprogramme und kleinere Portfoliomaßnahmen stützt. (McCormick & Company, Inc.)

Bilanzseitig muss man allerdings sauber hinschauen. Ende Februar 2026 lagen kurzfristige Finanzschulden plus kurzfristiger Anteil langfristiger Schulden bei 1,319 Milliarden US-Dollar und die langfristigen Schulden bei 3,604 Milliarden US-Dollar, also zusammen bei rund 4,923 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig belief sich das Eigenkapital auf 6,98 Milliarden US-Dollar. Noch wichtiger: Goodwill und immaterielle Vermögenswerte lagen zusammen bei rund 11,28 Milliarden US-Dollar und machten damit knapp 69 Prozent der Bilanzsumme aus. Das ist für ein marken- und akquisitionsgetriebenes Konsumgüterunternehmen nicht ungewöhnlich, aber es bedeutet: Die Bilanz ist solide genug, aber nicht makellos. Positiv bleibt die Dividende: McCormick zahlt seit 102 Jahren ohne Unterbrechung und hat die Dividende 40 Jahre in Folge erhöht; zuletzt wurden 0,48 US-Dollar je Quartal beschlossen. Auf Basis des Schlusskurses vom 10. April ergibt das eine laufende Rendite von rund 3,57 Prozent und auf Basis der 2026er Gewinnprognose eine Ausschüttungsquote von grob 62 Prozent. Die nackte, im Kursdienst angezeigte GAAP-KGV-Zahl ist derzeit übrigens irreführend niedrig, weil das erste Quartal einen großen Einmaleffekt von 3,22 US-Dollar je Aktie aus der Neubewertung der bisherigen Beteiligung an McCormick de Mexico enthielt. Sinnvoller ist deshalb das bereinigte Bewertungsbild: rund 17,9-faches 2025er bereinigtes EPS und rund 17,4-faches 2026er bereinigtes EPS. (McCormick & Company, Inc.)

Der eigentliche Knackpunkt ist aber der angekündigte Zusammenschluss mit Unilever Foods. Genau hier trennt sich bei McCormick im April 2026 die normale Unternehmensanalyse von der Aktienanalyse. Laut Unternehmen sollen McCormick und Unilever Foods zusammen auf Pro-forma-Basis rund 20 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz und etwa 21 Prozent operative Marge kommen. McCormick-Aktionäre sollen danach nur noch 35 Prozent der kombinierten Gesellschaft halten, Unilever und dessen Aktionäre zusammen 65 Prozent; zusätzlich soll Unilever 15,7 Milliarden US-Dollar in bar erhalten. Das Closing wird erst für Mitte 2027 erwartet. Das Management verspricht 600 Millionen US-Dollar jährliche Run-Rate-Kostensynergien, 3 bis 5 Prozent nachhaltiges organisches Umsatzwachstum bis Jahr 3 nach dem Abschluss, operative Margen von 23 bis 25 Prozent, eine Leverage von höchstens 4x beim Vollzug und etwa 3x innerhalb von zwei Jahren danach sowie die Fortführung der Dividende. Das klingt strategisch stark, ist aber eine sehr große Wette. (McCormick & Company, Inc.)

Strategisch sehe ich die Logik durchaus. McCormick war schon bisher stark in Gewürzen, Würzmischungen, Hot Sauce und industriellen Geschmackslösungen. Unilever Foods bringt mit Marken wie Hellmann’s und Knorr eine andere, aber klar angrenzende Stärke mit: Saucen, Bouillon, Mayonnaise, globale Reichweite, mehr Präsenz außerhalb Nordamerikas und zusätzliche Technologie in Textur, Emulsion und Proteinanwendungen. Wenn das sauber integriert wird, entsteht tatsächlich ein weltweiter Flavor- und Condiments-Konzern mit mehr Skalenvorteilen, mehr Innovationskraft und besserer geografischer Balance. Das ist die bullishe Lesart. Die bearishe Lesart ist genauso klar: sehr große Integration, langes Zeitfenster bis zum Vollzug, mögliche kartellrechtliche Prüfung, höhere Verschuldung, ein potenzieller Aktienüberhang durch die künftigen Unilever-Anteilseigner und die simple Tatsache, dass sehr große Konsumgüterfusionen historisch oft schlechter funktioniert haben als PowerPoint-Präsentationen versprechen. Der Markt hat genau das direkt signalisiert: Am Tag der Ankündigung fiel die Aktie deutlich. (Reuters)

Zu den Kurszielen: Der aktuelle Sell-Side-Konsens ist wegen der Deal-Ankündigung in Bewegung, aber je nach Datenanbieter liegt das durchschnittliche 12-Monats-Ziel grob zwischen 62,69 und 64,27 US-Dollar; die veröffentlichte Spanne reicht ungefähr von 52 bis 77 US-Dollar. Vom Schlusskurs 53,71 US-Dollar aus entspricht das beim Durchschnittskonsens einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von rund 17 bis 20 Prozent. Ich würde mich diesem Konsens aber nicht einfach anschließen, weil McCormick bis Mitte 2027 eben nicht mehr nur auf dem normalen Gewinnpfad, sondern stark auf Deal-Risiko, Freigaben und Integrationsvertrauen gehandelt wird. Mein eigenes 12-Monats-Basisszenario liegt deshalb nur bei 58 US-Dollar. Das ist kein enthusiastisches Ziel, sondern ein nüchterner Wert für ein gutes Kerngeschäft unter Deal-Deckel. Im Bull Case sehe ich 68 US-Dollar, falls der Markt die strategische Logik kauft und die Finanzierung sowie die Regulierung ohne gröbere Schäden durchlaufen. Im Bear Case sehe ich 45 US-Dollar, falls Kartellthemen, Integrationssorgen oder eine erneute Margenenttäuschung die Aktie weiter belasten. (MarketScreener)

Für die nächsten fünf Jahre ist mein Urteil deshalb zweigeteilt. Ohne den Unilever-Deal wäre McCormick für mich ein klassischer, eher langweiliger Qualitätscompounder gewesen: moderates Umsatzwachstum, ordentliche Margen, verlässliche Dividende, aber eher begrenzte Neubewertungsfantasie. Mit dem Deal kann daraus ein deutlich größerer und strukturell stärkerer Konzern werden, der bei Erfolg mehr Wachstum, mehr Marge und mehr internationale Reichweite hat als der heutige McCormick. Dann wäre auch eine deutlich bessere Gesamtrendite möglich als die heutige Bewertung vermuten lässt. Aber genau dafür muss sehr viel richtig laufen. In den kommenden fünf Jahren ist die Aktie deshalb kein „sicherer Staple“ im alten Sinn, sondern ein Qualitätsunternehmen mit Transformationsrisiko. (McCormick & Company, Inc.)

Auf Sicht von zehn bis fünfzehn Jahren gefällt mir das Geschäft grundsätzlich besser als die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten. Der Grund ist einfach: Geschmack, Würzung, Saucen, Brühen, Marinaden und industrielle Flavor-Lösungen sind keine vergängliche Mode. Selbst wenn sich Ernährungsgewohnheiten ändern, mehr zuhause gekocht wird, mehr Protein und Gemüse gegessen wird oder Kalorienreduktion wichtiger wird, bleibt der Bedarf an Geschmack bestehen. Genau darauf setzt McCormick auch selbst. Das ist für mich der eigentliche Langfrist-Hebel. Ein exaktes Kursziel für 2031 oder 2041 wäre heute aber unseriös, weil sich die Gesellschaft durch den Unilever-Deal in Eigentümerstruktur, Kapitalstruktur und Ergebnisbasis fundamental verändert. Die ehrliche Aussage lautet daher: Langfristig halte ich McCormick operativ für attraktiv, aber die Aktie ist im April 2026 nur dann interessant, wenn man bewusst die Großfusion mitkauft. Wer nur eine ruhige, defensive Dividendenaktie sucht, ist hier gerade nicht in der bequemsten Phase. Wer dagegen ein starkes Flavor-Unternehmen mit belastbarer Markensubstanz kaufen will und bereit ist, zwei bis drei Jahre Unsicherheit auszuhalten, kann den aktuellen Kursrückgang als Einstiegschance sehen. Mein Gesamturteil lautet deshalb: das Unternehmen ist gut bis sehr gut, die Aktie ist kurzfristig nur verhalten attraktiv, langfristig aber mit klar vorhandenem Potenzial – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Unilever-Deal operativ und regulatorisch funktioniert. (Reuters)

Autor: ChatGPT

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