Soeben per mail erhalten!
Frage: Tiger Resources ist führender (60%) Teilhaber des Kipoi-Projektes. Inwieweit beteiligt sich Gecamines an den Investitionen für die SXEW-Anlage?
Brad Marwood: 100% der SEK-Mittel (operative Tochtergesellschaft in der Demokratischen Republik Kongo) werden für die SXEW-Anlage verwendet. Dann sichert sich SEK Kredite auf eigene Rechnung und wenn nötig stellt Tiger weitere Finanzierungsunterstützung bereit.
Frage: Beinhaltet das kürzlich geschlossene Abkommen mit MCK die Transporte nur innerhalb des laufenden Kipoi-Projektes, oder ist das Abkommen auf längere Dauer angelegt?
Brad Marwood: Die Laufzeit reicht von Januar bis Juli, wobei der Abbau bis Mai läuft und dann sollen innerhalb dieses Zeitraums die Haufenlaugungsflächen 3 und 4 errichtet werden.
Frage: Wird damit gerechnet, dass die aktuell zu 100 % Tiger Resources gehörenden Lizenzen im Verlauf auch zu 100 % Abbaulizenzen umgewandelt werden, oder geht Tiger davon aus, dass ähnlich wie bei Kipoi Gecamines zu 40 % ins Boot geholt werden muss?
Brad Marwood: Die Lupoto-Lizenz wird bald in eine Ausbeutungslizenz umgewandelt. Dabei wird die Regierung der Demokratischen Republik Kongo (DRK) per Bergbaugesetz einen Anteil von 5% an der Lizenz erhalten. Gecamines wird keine Rechte an der Lizenz für Lupoto erhalten.
Frage: Was geschieht mit den auf Halde liegenden Kobaltreserven mittelfristig?
Brad Marwood: Kobalt im Wert von 300 Mio. Dollar wird auf Halde bleiben, während wir beobachten, wie eine neue Technologie zur Metallausbringung aus Oxiderz voranschreitet, die derzeit in den USA erprobt wird.
Frage: Wie lange läuft die im Umbau befindliche HMs-Anlage über 2014 hinaus?
Brad Marwood: Die HMS-Anlage wird im März 2015 aufhören Konzentrat für den Verkauf zu produzieren. Wir planen dann, für die SXEW-Haufenlaugung den Mahlkreislauf bis September für Oxiderz mit mittleren Gehalten zu verwenden. Dann wird bis Dezember Erz mit niedrigen Gehalten verarbeitet, bis das neue Mahlwerk mit einer Kapazität von 5,3 Mio. Tonnen pro Jahr für die auf 50.000 Tonnen pro Jahr ausgelegte Kupferanlage in Betrieb ist.
Frage: Nach der Kreditvereinbarung (50 Mio. Dollar) mit Gerald Metals liefert Tiger nach Produktionsbeginn der SXEW-Anlage 12 x 2000 und danach 12 x mtl. 2500 Tonnen Kupferkathoden. Werden die ersten Lieferungen voll mit dem Kredit verrechnet oder nur ein bestimmter Prozentsatz?
Brad Marwood: Es gibt keine Anrechnung auf den Kredit, sondern eine separate Verpflichtung, Gerald Metals 100.000 Tonnen Kupfer zu liefern und den Kredit über einen Zeitraum von 12 Monaten zurückzuzahlen, der im Juli 2014 beginnt. Es gibt keine Verbindung zwischen der Rückzahlung der 50 Mio. Dollar und den 100.000 Tonnen Kupfer, außer dass sie beide an Gerald Metals gezahlt werden.
Frage: Was wurde in der Kommunikationsstrategie geändert, dass eine Investorenenttäuschung wie anl. der letzten Kapitalerhöhung zukünftig sich nicht wiederholt?
Brad Marwood: Wir haben die nächste Phase der Arbeiten beschleunigt und den Umfang um 15 Mio. Dollar erweitert, um die niedrigeren Umsätze von der HMS-Anlage „auszugleichen“, als der Kupferpreis auf 6.400 USD pro Tonne fiel und die HMS-Produktion auf Grund der Verarbeitung des hoch sulfidischen Erzes (das eigentlich nie durch die HMS-Anlage gehen sollte) nicht so ausfiel wie die Oxidverarbeitung.
Frage: Gibt es konkrete Pläne zum Erwerb naheliegender neue Ressourcen oder zur Diversifizierung in der Region (jenseits der Grenzen der DRC)?
Brad Marwood: Nein.
Frage: Wird das Engagement bei Chrysalis fortgesetzt?
Brad Marwood: Ja, aber unter Berücksichtigung eines auf spezifische Konzessionen fokussierten Plans statt einer Finanzierung auf Unternehmensebene.
Frage: Wie beurteilt das Management von Tiger die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme (insbes. nach dem jüngsten Engagement von BlackRock)?
Brad Marwood: Die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme hat sich durch den Einstieg von BlackRock nicht verändert, da BlackRock <5% an Tiger hält.
Frage: Welchen Einfluss hat die Art der Stromversorgung (Netz/Diesel) auf die Betriebskosten?
Brad Marwood: Wir planen in den ersten drei Monaten des Betriebs Diesel einzusetzen, sodass die operativen Kosten bis September bei 1,09 USD pro Pfund liegen werden, dann 50% Diesel und 83 Cent pro Pfund bis Dezember, dann 72 Cent pro Pfund bei 90% Netzstrom bis wir 50.000 Tonnen pro Jahr erreichen und die operativen Kosten auf 0,72 Cent pro Pfund fallen.
Frage: Nach der im April korrigierten endgültigen Machbarkeitsstudie ergibt sich ein „after-Tax net present Value" (Nettobarwert) der zukünftigen Ein- und Ausgaben von US Dollar 755 Mio. Bezogen auf rund 840 Mio. ausgegebenen Aktien ergäbe sich ein Wert je Aktie von rund 0,90 Dollar = 0,65 Euro. Mögliche Ressourcenerweiterungen über die 11 Jährige Lebensdauer sind nicht mitgerechnet. Warum ist dies dem Markt nicht vermittelbar? Ist die Berechnungsweise (Diskontierungszinssätze, Risikozuschläge für Betriebs-und Länderrisiken etc. ) zu veröffentlichen, damit jeder eine individuelle Beurteilung vornehmen kann? Mehr Transparenz könnte dem Kurs nützen.
Brad Marwood: Man muss daran senken, dass Tiger 60% an dem Projekt hält und dementsprechend rechnen: 90 Cent mal 60% = 54 Cent. Diese Message ist dem Markt bekannt. ASX gelistete Kupfergesellschaften werden mit 60% bis 90% des NPV gehandelt, Tiger bei 60%, während PanAust auf Grund des kürzlich veröffentlichen chinesischen Übernahmegebots beispielsweise auf 110% des NPV kam.
Frage: In Bezug auf die angekündigte Dividendenpolitik: Ab wann? Wie oft ist das geplant (viertel-, halb-, oder jährlich)? Wie viel ist geplant auszuschütten?
Brad Marwood: Wir planen, ab 2016 eine jährliche oder halbjährliche Dividende auszuschütten, die auf einem Prozentsatz des Umsatzes beruht, der dann auf einen Betrag pro Aktie umgerechnet wird. Bei beispielsweise 5% eines Umsatzes von 300 Mio. Dollar als Dividende: 15 Mio. Dollar / 830 Mio. Aktien entspräche 1,785 Cent pro Aktie oder ungefähr 5%.
......................................................
Vielen Dank an Brad marwood für die prompte beantwortung und auch an die mannschaft um
Herrn Seybold von AXINO, die diese Fragen vermittelt und verdolmetscht haben!
"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen."
Greeny