Das Ding ist aber, dass TK den Wasserstoff doch selber brauchen wird. Ich hatte zuletzt in diversen Berichten gelesen, dass man bei TK in die klimafreundliche Stahlherstellung investieren wolle/müsse. Offenbar experimentiert man daran zusammen mit Air Liquide. Das wäre natürlich eine klare Abgrenzung gegenüber dem Billig-Stahl z. B. aus Fernost, ist aber mit erheblichen Investitionen verbunden. Leider steht in dem Bericht nicht, was EON bzw. TK dann mit dem Wasserstoff machen wollen. Meine Vermutung ist, TK braucht H2 für die eigene Stahlproduktion, was aber im Umkehrschluss bedeutet, dass damit keine zusätzliche Einnahmequelle verbunden ist, sondern bestenfalls eine Kostenersparnis gegenüber anderen Herstellern von Stahl, die auch H2 nutzen und diesen aber einkaufen müssen bzw. alternativ eine Abgrenzung gegenüber Herstellern, die Stahl auf konservative Weise mit Kohle im alten Hochofen herstellen. Letztere Angrenzung ist sicherlich von Vorteil und ein klarer Pluspunkt, wenn z. B. europaweit bei öffentlichen Ausschreibungen die Verwendung von klimafreundlich hergestelltem Stahl gefordert würde. Die Zusammenarbeit mit EON scheint mir daher eher aus der Notwendigkeit zu resultieren, irgendwie an Wasserstoff im industriellen Maßstab zwecks Eigenverbrauch zu kommen. Ich konnte auf die Schnelle leider nicht feststellen, von wann die unten beigefügte PM ist, kann also durchaus schon älter sein und soll nur als Beleg für die Verwendung von H2 bei TK sein.
www.thyssenkrupp.com/de/newsroom/...f-im--hochofen-17280.html