Du hast mir, mal wieder bewiesen, dass Du zwar gerne etwas behauptest, aber Dich selten bemühst bei der Wahrheit zu bleiben. Fragt man nach, kommt nur das typische sinnentfreite Bla Bla.
Schauen wir mal.
1. „Zwischen der Größe eines Harnstofftanks beim Diesel und seinem Schadstoffausstoß gibt es keinerlei Zusammenhang.“
Natürlich gibt es den. Wer kleine Tanks eingebaut hat, der hat mit größerer Wahrscheinlichkeit Betrugssoftware eingebaut. Siehe VW, siehe Daimler. Im Gegensatz dazu, siehe BMW und siehe Peugeot/Citroen.
2. „Einen kleinen Tank muss man nur öfter nachfüllen und dafür ist der Betreiber und nicht der Hersteller verantwortlich.„
Wenn es denn um ein ‚nur‘ ging, hätte die Dinos sich viel Ärger sparen können, und einfach größere Harnstofftanks einbauen können - sie hätten von den Werten her die NEFZ Normen dauerhaft einhalten können.
Fakt ist: sie haben das nicht getan. Fakt ist: VW kostete das viele Milliarden. Und Fakt ist auch, dass es tatsächlich hauptsächlich um Bequemlichkeit ging.
3. „Alles andere ist verboten.“
Na, Gott sei Dank! Ich dachte schon, dass Du das nie merkst. Und weil ‚alles andere‘ verboten ist, hat PSA (Peugeot, Citroen) eben einen großen Tank eingebaut, und überschreitet die Grenzwerte eher wenig - aber, Volkswagen hat Verbotenes getan und wurde erwischt, und musste bitter bluten.
Und deswegen ist der Diesel bei Privat PKW tot.
Dass Diesel die Grenzwerte einhalten können, sieht man bei LKWs. Die haben (!) große Harnstofftanks. So einfach hätte das sein können.
4. „Natürlich kann man dem Hersteller vorwerfen, dass er ein missbräuchliches Fahren ohne Harnstoff technisch nicht unterbindet.“
Falsch: Würdest Du einen Peugeot ohne Harnstoff fahren wollen, ginge das nicht. Kein Harnstoff, kein Fahren. Die haben ebenfalls eine Abschaltvorrichtung, aber eine, die die Gesetze einhält, und das Fahrzeug nur mit Harnstoff fahren lässt.
Man wird mehrfach auf einen niedrigen Stand im Harnstofftank hingewiesen, und wenn der Alle ist, fährt das Auto keinen Meter weiter.
Was auch richtig ist: sonst macht sich der Autofahrer des Steuerbetrugs schuldig, denn sein Auto würde niedrigere Abgaswerte nur vortäuschen, und würde dafür geringere Steuern zahlen.
Ein Sachstand, für den die Betrügereien von VW und anderen, sowie deren Kunden nur deswegen nicht büßen müssen, weil die deutsche Autolobby die Politik im Griff hat. Eigentlich hätte man die Diesel mit betrügerischen Abschaltvorrichtungen stilllegen müssen, mindestens aber Steuern nachfordern.
5. „Allerdings ist dieser Vorwurf nur moralischer Art. Eine gesetzliche Regelung gibt es nicht.“
Na, wie ich eben beschrieb, hätte dieses für beide zusätzliche Strafen bedeuten können - für VW und den Kunden. Und in Frankreich scheint es so eine Regelung zu geben - oder Peugeot hat das getan, um weil es einfach sinnvoll ist.
Es wäre ja auch ein Wunder gewesen, wenn die Dinos etwas getan hätten, was SINNVOLL gewesen wäre, ohne gesetztlichen Zwang. Nun kriegen sie ja ihren Zwang in Form von Diesel Fahrverboten. ;-)
6. „Wenn sie vorhanden wäre, würde auch die Marktwirtschaft wieder greifen, denn dann entscheidet letztlich der Kunde mit seinem Kauf, wie groß dieser Tank sein soll.“
Du entscheidest also den Autokauf nach dem Kriterium ‚Größe des Harnstofftanks‘, und siehst die Pflicht beim Kunden? Lustig. Hätten ja nicht kaufen müssen?
Ja, in etwa so dümmlich hat VW zu Beginn ebenfalls argumentiert. Bis herauskam, dass sie sich mit anderen Herstellern an den Tisch gesetzt haben, um zu verhindern, dass einer größere Tanks anbietet, zum Nachteil der Kunden. Das Thema Kartell und Absprachen ist noch nicht vom Tisch.
Warum hätten die Kunden sich diese Frage aber stellen sollen, wenn Volkswagen (und Daimler, etc.) ihnen ‚saubere Diesel‘ versprach? Volkswagen hat den Staat betrogen, aber zuallererst seine Kunden, denn die Diesel waren nur in Ausnahmesituationen so sauber wie vorgetäuscht.
Du schiebst doch nur die Schuld dem Kunden zu. In einer funktionierenden Marktwirtschaft hätte Volkswagen für die entstandenen Schäden auch in Deutschland die Kunden entschädigen müssen. Also in etwa so, wie in den USA.
Und nein: den Kunden als Entschädigung neuere Autos unterzujubeln, um die dreckigen Kisten des Jahres 2017 schnell noch loszuwerden, bevor 2018 die neuere Norm herauskommt, das ist keine angemessene Entschädigung.
Sechs Aussagen, alle falsch oder an der Wahrheit vorbei oder die Tatsachen verdrehend. Wie so oft.
Ich glaube, dass Du mit diesem Level an Know-how nicht wirklich ein Experte bist. Bleib lieber bei Solaranlagen. Da scheinst Du etwas mehr Ahnung zu haben.