... der richtige Moment gewesen um einzugestehen, dass dieser ‚wir fahren mal zu GM um Software zu patchen‘ Ansatz kaum zukunftorientiert sein kann. Und praktikabel ist er auch nur, wenn man nicht gewillt ist überhaupt zu patchen. Denn die Kosten dafür sind enorm.
Was, wenn sie alle drei Monate patchen müssen, was, wenn zwischendurch mal ein Patch nötig ist? Rückrufe sind eine Sache, qualitative Veränderungen und Verbesserungen sind eine andere.
Warum sollte jemand mit seinem Auto ein Jahr warten, bis er beim Werkstattbesuch erfährt, dass er ein Jahr lang ‚sicherer’ sein System hätte nutzen können?
Und ja, wo Du das erwähnst, dann ist doch explizit das ein Beispiel dafür, wie beschiss...eiden das funktioniert:
„Als Beispiel für das Patchen bei den anderen Herstellern kannst du ja schauen, wie sie gerade überall die Abgasregelungssoftware updaten. Es ist also offensichtlich möglich, in das hardwarenahe System reinzupatchen, wenn man das denn will.“
Ein Fix, und die Kunden müssen dafür Monate lang warten. Klasse. Eher ein Beispiel, das die Vorzüge von OTA Updates unterstreicht. Oder hab ich die Ironie übersehen?
Was, wenn sich herausstellt, dass das Murks ist? Wie oft sollen sie den Monate lang warten?
Dieses ‚kann nach hinten losgehen‘, das Du bei Tesla verortest, das ist doch bei den klassischen Autobauern mangels OTA Funktionalität der Dauerzustand. Du glaubst doch nicht wirklich, dass bisher jeder Bug im System klassischer Autobauer auch wirklich gefixed wurde? Oder glaubst Du gar, dass die klassischen Autobauer in ihren Systemen weniger oder keine Bugs haben?
Die meisten werden sie einfach, wegen der hohen Kosten, nicht anrühren. Erst recht nicht, wenn sie nicht sicherheitskritisch sind. Muss der Kunde eben damit leben. Pech. Der kauft eh bald ein neues Auto.
Der Ansatz der klassischen Autobauer ist einfach veraltet, Tesla zeigt, wie wichtig Software ist, welche Vorteile das bietet, und das werden die anderen Autobauer nicht von heute auf morgen hochziehen können. Weil sie eben Autos als mechanische Geräte mit ein wenig Software verstehen.
Deren Schwerpunkt liegt, hehehe, auf ‚Spaltmaße‘ - damit kommt man aber bezüglich autonomem Fahren nicht weit. Mit einem Auto als Software-basiertes System Ansatz schon eher. ;-)